Henri Matisse
Henri Matisse war ein meisterhafter Zeichner, Graveur, Bildhauer und Maler und ist vor allem für seinen einfallsreichen Einsatz von Farben in der Malerei und seine originelle Technik bekannt. Zunächst wurde er als Fauvist bezeichnet, später erlangte er Ruhm als Vertreter der klassischen Richtung der französischen Malerei. Neben Picasso gilt er als der größte Künstler des 20. Jahrhunderts.
Er schloss ein Jurastudium ab, begann jedoch zu malen, als er an einer Blinddarmentzündung litt, und fand in der Malerei eine Art “Paradies”. Im Jahr 1891 kehrte er als Malereistudent nach Paris zurück und war begeistert von den Werken der Postimpressionisten, insbesondere von Cézanne, Gauguin, Van Gogh und Signac, sowie von der japanischen Kunst.
Nach einer frühen Auseinandersetzung mit dem Impressionismus schlug er später einen anderen Weg ein und wurde zu einem führenden Vertreter der fauvistischen Malerei. Henri Matisse ist ein Meister der ausdrucksstarken Sprache der Farbe und der Zeichnung. Sein Werk, das mehr als ein halbes Jahrhundert umspannt, brachte ihm Anerkennung als eine führende Persönlichkeit der modernen Kunst ein.
Matisse starb am 3. November 1954 im Alter von 84 Jahren an einem Herzstillstand. Er ist auf dem Friedhof des Monastère Notre Dame de Cimiez im Stadtteil Cimiez in Nizza begraben.

