Beschreibung
Leonardo da Vinci – Der heilige Johannes der Täufer
Dies ist aller Wahrscheinlichkeit nach Leonardos letztes Gemälde. Aus dem Dunkel tritt eine Gestalt im Fell hervor, mit einem Schilfkreuz und erhobenem, nach oben weisendem Zeigefinger. Der Louvre führt es unter der Inventarnummer INV 775, in Öl auf Nussbaumholz, und datiert es auf 1508–1519, also auf Leonardos letzte Jahre.
Das letzte Gemälde
Es entstand ungefähr zwischen 1513 und 1516, und Leonardo vollendete es nie: Bei seinem Tod 1519 waren der rechte Arm und das Fell noch unfertig. Er lieferte es keinem Auftraggeber – er nahm es mit, als er 1516 auf Einladung von Franz I. nach Frankreich übersiedelte. Zusammen mit der Mona Lisa und der Anna selbdritt gehört es zu den Werken, die er bis zuletzt bei sich behielt.
Die Geste, die das ganze Werk trägt
Alles ist um eine einzige Geste gebaut: der erhobene Zeigefinger weist nach oben. Johannes der Täufer kündigt den an, der nach ihm kommt – der Finger ist also die Erklärung der Szene, kein Schmuck. Ringsum ist nichts: der Grund ist vollkommene Dunkelheit, aus der das Licht nur ein Gesicht, eine Schulter und einen Arm heraushebt. Mit diesem Sfumato nahm Leonardo jede harte Kante fort; das Lächeln ist mehrdeutig, und die Szene fragt mehr, als sie predigt.
Das Werk, das nach England ging und zurückkam
Sein Weg ist ungewöhnlich. Um 1518 gelangte es in die französische Königssammlung, ging dann an den Herzog Roger du Plessis de Liancourt, der es um 1630 König Karl I. von England schenkte. Nach dessen Hinrichtung wurde es 1651 versteigert, vom Bankier Everhard Jabach erworben und von diesem 1662 an Ludwig XIV. In den Louvre kam es 1801.
Unsere handgemalte Reproduktion
Der dunkle Grund macht das Werk ruhig und gesammelt, daher wirkt es gut in Bibliothek, Arbeitszimmer oder Schlafzimmer. Jedes handgemalte Leinwandgemälde entsteht auf Bestellung in unserer Werkstatt und wird niemals gedruckt. Als Kunstgemälde oder Wandgemälde ist dies einer der eigenwilligeren Leonardos. Im Motiv verwandt ist auch sein Salvator Mundi.
- Original: Öl auf Nussbaumholz, 72,9 × 56,3 cm nach Angabe des Louvre (oft auch 69 × 57 cm genannt)
- Datierung: 1508–1519 nach dem Museum; um 1513–1516 gemalt und unvollendet geblieben
- Aufbewahrung: Louvre, Paris, Inv. INV 775 (MR 318); Hochrenaissance
- Unsere Ausführung: handgemalt auf Leinwand, von 40 × 55 cm bis 150 × 200 cm, ab 600 €









































