Beschreibung
Hermine Gallia ist ein ganzfiguriges Porträt, das Gustav Klimt 1904 malte: Eine große, schlanke Frau steht in einem weißen Chiffonkleid mit fließender Schleppe und lachsrosa Taillenband, das dunkle Haar hochgesteckt, die Hände in der Taille gefaltet, vor einem ruhigen grauvioletten Grund. Das Original hängt in der National Gallery in London und ist das einzige Gemälde Klimts in einer öffentlichen Sammlung Großbritanniens. Wir malen es von Hand in Öl auf Leinwand, in sechs hohen Formaten von 40 x 70 bis 90 x 165 cm oder nach Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Hermine Gallia |
| Weitere Titel: | Portrait of Hermine Gallia · Ritratto di Hermine Gallia · Portret Hermine Gallia |
| Maler: | Gustav Klimt (1862–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1904 |
| Originalgröße: | 170,5 cm x 96,5 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Wiener Secession, Gesellschaftsporträt |
| Standort: | National Gallery, London (Inv.-Nr. NG6434) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, sechs hohe Formate oder nach Maß |
Hermine Gallia – Gustav Klimt
Was zeigt das Gemälde?
Eine junge Frau steht aufrecht im hohen, schmalen Format, leicht zur Seite gewandt, und blickt uns ruhig an. Ihr dunkles Haar ist hochgesteckt, ihr Gesicht blass und ernst, die Hände liegen locker gefaltet in der Taille. Fast alles andere ist Kleid: ein weißes Gewand aus durchscheinendem Chiffon mit Lage um Lage von Volants, ein weicher, boaartiger Kragen um die Schultern und eine lange Schleppe, die bis zum Boden fließt.
Ein lachsrosa Taillenband ist die einzige kräftige Farbe an der Gestalt. Der Hintergrund ist ein stilles Grauviolett, und unten schließt ein Teppich mit kleinem, mosaikartigem Muster die Komposition ab. Die Wirkung ist kühl, hell und elegant: ein Porträt in Weiß, das vor dem dunkleren Grund sanft zu leuchten scheint, ganz ohne Gold.
Wer ist die Frau auf dem Porträt?
Hermine Gallia, geborene Hamburger, stammte aus einer jüdischen Familie in Westschlesien. 1893 heiratete sie Moriz Gallia, und in Wien wurde das Paar zu bedeutenden Förderern der Avantgarde, jener Künstler und Gestalter, die um 1900 Malerei und Wohnkultur veränderten.
Klimt malte sie 1904, als er längst der Porträtmaler war, den die Wiener Gesellschaft wollte. Für Käufer zählt der Name weniger als die Ausstrahlung der Gestalt: eine ruhige, selbstbewusste Frau in einem Kleid nach der neuesten Mode. Wer weiß, wer sie war, bekommt zum Gemälde aber eine Geschichte, die Besitzer gern erzählen, wenn Gäste danach fragen.
Warum ist das weiße Kleid so wichtig?
Weil Klimt es zum eigentlichen Thema machte. Hermine trägt ein modisches Reformkleid, den lockeren Schnitt ohne Korsett, den fortschrittliche Wienerinnen schätzten, aus weißem Chiffon, so fein, dass er fast durchsichtig ist. Mit seiner Schleppe füllt das Kleid etwa ein Drittel der Leinwand, und Klimt fertigte rund 40 Vorstudien an, bei denen er sich mehr auf Haltung und Kleid konzentrierte als auf das Gesicht.
Die National Gallery verweist auf Einflüsse japanischer Holzschnitte und des Jugendstils sowie auf erste Anklänge an den byzantinischen Stil, den Klimt bald entwickeln sollte. Der Teppich unten mit seinem kleinen mosaikartigen Muster erinnert an die Mosaiken von Ravenna, die er 1903 gesehen hatte. Das Porträt steht damit kurz vor den goldenen Jahren des Kusses, im Moment, als sich sein Stil wandelte.
Wo ist das Original?
Das Original, Öl auf Leinwand im Format 170,5 x 96,5 cm, hängt in der National Gallery in London. Die Galerie erwarb es 1976, und es ist das einzige Gemälde Klimts in einer öffentlichen Sammlung Großbritanniens – wer dort ein Original von Klimt sehen will, muss nach London.
Sein Weg dorthin gehört zu seiner Geschichte. Nach dem Anschluss 1938 flohen die Kinder der Familie Gallia aus Österreich nach Australien und nahmen das Porträt mit. Mehr über das Leben des Malers finden Sie in der Wikipedia. Unsere Fassung ist kein Druck, sondern wird für Sie gemalt, von Hand und in dem Format, das Sie wählen.
Hermine Gallia unter Klimts Frauenporträts
Klimt malte viele Frauen der Wiener Gesellschaft, und in unserer Galerie können Sie verfolgen, wie sich seine Porträts veränderten. Das frühere, blassrosa Porträt Sonja Knips stammt von 1897/98; Hermine Gallia folgt in Weiß; danach kommen das goldene Porträt Adele Bloch-Bauer I von 1907, das farbige Porträt Adele Bloch-Bauer II von 1912 und die späte, blumige Die Tänzerin.
Wählen Sie Hermine Gallia, wenn Sie ein ruhiges, helles Porträt im Hochformat mögen: Weiß und Grauviolett passen zu fast jeder Einrichtung und konkurrieren nicht mit den Möbeln. Wer Gold möchte, schaut sich Adele Bloch-Bauer I an; wer kräftige Farben sucht, ist mit Die Tänzerin oder Adele Bloch-Bauer II besser beraten.
Wie malen wir Hermine Gallia von Hand?
Der Maler zeichnet zuerst die Gestalt und den Umriss des Kleides, damit die hohen Proportionen und die leichte Drehung des Körpers stimmen. Danach legt er den grauvioletten Hintergrund an und baut das Kleid aus vielen dünnen, hellen Schichten von Weiß, Grau und Zartrosa auf, damit der Chiffon seine Durchsichtigkeit und die Volants ihre Bewegung behalten.
Gesicht, Haar und gefaltete Hände malt er zuletzt und mit größter Sorgfalt, danach folgen das rosa Taillenband und das kleine Muster des Teppichs. Ein Kunstdruck macht aus den feinen Schichten von Weiß eine flache Fläche; von Hand bekommt jede Falte ihren eigenen Strich. Jedes Gemälde ist eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung angefertigt, und deshalb gleicht keines dem anderen ganz.
In diesem Porträt gibt es kein Gold, deshalb malen wir es nur mit Ölfarben, so wie Klimt.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: für eine schmale Wand, zwischen zwei Fenstern oder im Flur 50 x 90 oder 60 x 110 cm, für eine hohe Wand im Wohn- oder Schlafzimmer 70 x 130 oder 80 x 150 cm, für einen kleinen Raum 40 x 70 cm. Das größte Format, 90 x 165 cm, kommt dem Original nahe, das 170,5 cm hoch und 96,5 cm breit ist.
Es gibt sechs hohe Formate: 40 x 70, 50 x 90, 60 x 110, 70 x 130, 80 x 150 und 90 x 165 cm, die erste Zahl ist die Breite. Alle bleiben nah am Seitenverhältnis des Originals, sodass die Gestalt nie gestaucht oder gestreckt wird. Ein hohes Porträt gehört nicht wie ein Querformat über das Sofa; es wirkt am besten für sich allein, an einer schmalen Wand, neben einem Schrank oder am Ende eines Flurs. Ein kleineres Ölgemälde in 40 x 70 cm passt schön ins Schlafzimmer. Als Gemälde fürs Wohnzimmer wählen Sie 70 x 130 cm oder mehr, damit die Gestalt quer durch den Raum wirkt.
Hängen Sie die Mitte der Leinwand etwa 150 bis 160 cm über dem Boden auf; eine hohe Leinwand wirkt oft am schönsten, wenn ihre Unterkante 40 bis 60 cm über Boden oder Möbel sitzt.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Passt keines der sechs Formate zu Ihrer Wand, malen wir das Gemälde nach Maß; lassen Sie es hoch und nah am Seitenverhältnis des Originals. Senden Sie uns die gewünschte Breite und Höhe, und wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit. Jedes Gemälde auf Leinwand, das wir malen, ist auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und fertig zum Aufhängen.
Für die Leiste nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv jedes unserer Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können, bevor Sie sich entscheiden – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie das Gemälde an Ihrer eigenen Wand wirkt, ist das unser separater Service der Raumplatzierung. Ein schmaler weißer oder silberner Rahmen passt zum kühlen Weiß und Grau; ein feiner Goldrahmen bringt etwas Wärme.
Lieferung und Gewährleistung
Jedes Gemälde entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie daher mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewähltem Format. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, sofern Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe; stimmt etwas nicht, korrigieren wir es, solange die Leinwand noch in unserer Werkstatt ist. Für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Verschenken Sie es und kennen das passende Format nicht, gibt es einen Geschenkgutschein. Weitere Werke Klimts finden Sie in der Galerie Gustav Klimt, mehr über den Maler in unserem Beitrag 10 interessante Fakten über Gustav Klimt.
Häufige Fragen
Wo hängt das Original von Klimts Hermine Gallia?
Das Original hängt in der National Gallery in London, die es 1976 erwarb. Es ist in Öl auf Leinwand gemalt, im Format 170,5 x 96,5 cm, aus dem Jahr 1904, und das einzige Gemälde Klimts in einer öffentlichen Sammlung Großbritanniens. Wenn Sie einen Besuch planen, prüfen Sie auf der Website der Galerie, ob es an diesem Tag ausgestellt ist.
Wer war Hermine Gallia?
Hermine Gallia, geborene Hamburger, stammte aus einer jüdischen Familie in Westschlesien und heiratete 1893 Moriz Gallia. In Wien gehörte das Paar um 1900 zu den bedeutenden Förderern der Avantgarde. Klimt malte 1904 ihr ganzfiguriges Porträt, und durch dieses Gemälde ist ihr Name bis heute bekannt.
Wann malte Klimt Hermine Gallia?
Klimt malte das Porträt 1904, kurz vor seiner Goldenen Periode. Er fertigte dafür rund 40 Vorstudien an und konzentrierte sich mehr auf Haltung und Kleid als auf das Gesicht. Der mosaikartige Teppich erinnert schon an die Mosaiken von Ravenna, die er 1903 gesehen hatte und die ihn bald zum Gold des Kusses führten.
Was trägt Hermine Gallia auf dem Gemälde?
Sie trägt ein modisches Reformkleid aus durchscheinendem weißem Chiffon mit einem lachsrosa Taillenband. Reformkleider waren locker geschnitten und wurden ohne Korsett getragen, ein moderner Stil im Wien um 1900. Das Kleid mit Volants, boaartigem Kragen und langer Schleppe füllt etwa ein Drittel der Leinwand und ist eigentlich das Hauptthema des Porträts.
Warum ist Hermine Gallia in London?
Weil die Familie das Porträt mit ins Exil nahm. Nach dem Anschluss 1938 flohen die Kinder der Familie Gallia aus Österreich nach Australien und nahmen es mit. Die National Gallery in London erwarb es 1976, und heute ist es das einzige Gemälde Klimts in einer öffentlichen Sammlung Großbritanniens.
Gibt es Gold auf dem Porträt Hermine Gallia?
Nein, auf diesem Porträt gibt es kein Gold; es ist in Weiß, Grau, Violett und einem Hauch Rosa gemalt. Es entstand kurz vor Klimts Goldener Periode, seine Wirkung beruht also auf Licht und Stoff, nicht auf Metall. Deshalb malen wir unsere Fassung nur mit Ölfarben, ohne Goldfarbe, so wie das Original entstand.
Welches Format von Hermine Gallia passt zu meiner Wand?
Für eine schmale Wand oder den Platz zwischen zwei Fenstern sind 50 x 90 oder 60 x 110 cm eine gute Wahl. Eine hohe Wand im Wohn- oder Schlafzimmer verträgt 70 x 130 oder 80 x 150 cm, und das größte Format, 90 x 165 cm, kommt dem Original nahe. Alle sechs Formate bleiben nah am Seitenverhältnis des Originals.
In welchen Raum passt Hermine Gallia?
Das Porträt passt ins Schlafzimmer, in ein Ankleidezimmer, in den Flur oder ins Wohnzimmer mit einer schmalen freien Wand. Weiß, Grau und Violett sind ruhige Farben und harmonieren mit hellen Wänden, Holz und modernen Möbeln. Als Kunstgemälde bringt es Eleganz, ohne den Raum zu beherrschen, und das hohe Format füllt einen Platz, an den kein breites Gemälde passt.
Ist Hermine Gallia ein gutes Geschenk?
Ja, für Menschen, die Mode, elegante Einrichtungen oder Klimts Frauenporträts lieben. Es ist eine stillere Wahl als der goldene Klimt und passt in fast jedes Zuhause. Wenn Sie das Format nicht kennen, wählen Sie 60 x 110 cm oder verschenken Sie einen Gutschein, damit Gemälde und Format frei gewählt werden können.
- Motiv: eine schlanke Frau in einem weißen Reformkleid aus Chiffon mit rosa Taillenband vor grauviolettem Grund.
- Original: 1904, Öl auf Leinwand, 170,5 x 96,5 cm, National Gallery, London.
- Unsere Fassung: eine handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, in sechs hohen Formaten oder nach Maß.
- Gut zu wissen: vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.









































