Beschreibung
Blumen in einem Ingwertopf und Früchte – der Ausstellungstitel, der sagt, wo das Werk war
Aus einem blau-weißen Gefäß, das in einem geflochtenen Korb aus Rohr steckt, hebt sich ein dichter Strauß: weiße Margeriten, zwei dunkelrote Blüten, blassrosa Kelche und kleine orangefarbene Knospen zwischen dunkelgrünem Laub. Über den Tisch ist ein weißes Tuch geworfen, das in schweren Falten fällt, und darauf liegen Birnen, gelbe und grüne. Am rechten Rand steht ein hölzerner Stuhl. Die Leinwand misst 65 × 81 cm, entstand um 1890 und wird in der Nationalgalerie in Berlin aufbewahrt. Bei uns übernimmt sie die Hand des Malers: ein handgemaltes Gemälde auf Leinwand, Öl auf Leinwand.
Ein Titel, der mehr sagt als eine Jahreszahl
Unter den Ausstellungen verzeichnet das Werkverzeichnis auch diese: vom 2. November 1958 bis zum 12. April 1959 hing die Leinwand in der Berliner Nationalgalerie unter der Nummer 132. Die Ausstellung hieß »Schätze der Weltkultur von der Sowjetunion gerettet«. Wo das Werk die Kriegsjahre verbracht hat, wer es bewegte und wann genau es zurückkam, schreibt das Werkverzeichnis nicht – es hält allein die Ausstellung und ihren Titel fest. So viel wissen wir also sicher, und genau so viel behaupten wir hier; alles Weitere wäre Vermutung.
Zwei Privatleute kauften es für das Museum
In der Eigentümerfolge tragen die letzten beiden Stationen dasselbe Datum, den 2. April 1904: der Berliner Händler Paul Cassirer und danach die Berliner Nationalgalerie. Das Museum erhielt die Leinwand also 1904, zwei Jahre vor dem Tod des Malers, als dieser noch lebte. Das Geld kam jedoch nicht aus der Museumskasse. Neben dem Namen des Hauses vermerkt das Werkverzeichnis ausdrücklich, das Werk sei ein Geschenk von Eduard Arnhold und Robert von Mendelssohn gewesen, zweier Berliner Sammler.
Der Topf, das Tuch und die Birnen
Das Blumengefäß ist ein Ingwertopf – dieselbe Art Steingut, die der Maler auch im Ingwertopf mit Granatapfel und Birnen aufstellt, hier allerdings eingefasst in einen Korb aus geflochtenem Rohr, dessen ockerfarbenes Gitter sich über die untere Hälfte kreuzt. Das Tuch ist kein Schmuck: seine Falten tragen die Birnen und trennen zugleich die Blüten vom nackten Tisch, der unten und rechts wieder hervorkommt. 1965 reiste die Leinwand zu einer Ausstellung französischer Malerei nach Budapest, in das Szépművészeti Múzeum – jenes Haus, das Das Buffet besitzt.
Farblich ruht das Werk auf zwei Polen: dem fast schwarzen Grün des Grundes und dem Weiß des Tuches, und zwischen beiden brennen die roten und orangefarbenen Blüten und das Gelb der Birnen. Gerade dieser Kontrast macht es auch aus der Entfernung lesbar, weshalb es über einem Esstisch, im Flur oder in einem Wartezimmer gut wirkt. Die fünfzehn Größen reichen von 50 × 40 cm bis 180 × 145 cm; Zwischenmaße spannen wir nach Maß, und wie es gerahmt wirkt, zeigt unsere Anwendung für die 3D-Ansicht. Wer zu diesem Strauß einen ruhigeren Begleiter sucht, findet ihn unter unseren Kunstgemälden auf Leinwand in der Strohumwickelten Vase, Zuckerdose und Äpfeln.
- Motiv: Blumen in einem Ingwertopf und Früchte, Paul Cézanne, um 1890, Nationalgalerie, Berlin
- Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
- Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondergröße nach Maß
- Wissenswertes: 1958 hing es in einer Ausstellung mit dem Titel »Schätze der Weltkultur von der Sowjetunion gerettet«









































