Beschreibung
Die Pfefferminzflasche – ein Gemälde, das seinen Namen zuletzt bekam
Eine dunkelgrüne Flasche mit rotem Etikett, eine hohe gläserne Karaffe, ein halb gefülltes Gläschen und fünf Äpfel stehen auf einem Tisch, den ein großes blau gemustertes Tuch fast bis zum Boden verhüllt; über die Flasche fällt ein steifes weißes Leinentuch. Die Leinwand misst 65,9 × 82,1 cm, entstand zwischen 1893 und 1895 und wird in der National Gallery of Art in Washington aufbewahrt (Sammlung Chester Dale, Inv. 1963.10.104). Bei uns übernimmt sie die Hand des Malers: ein handgemaltes Gemälde auf Leinwand, Öl auf Leinwand.
Was der Händler darüber notierte
Ambroise Vollard, der erste Besitzer, trug die Leinwand gleich zweimal in seine Lagerbücher ein. Im ersten Eintrag, unter der Nummer 3757, steht: Öl, Stillleben, auf einem Tisch ein blaues Tuch, ein Tischtuch, eine Karaffe, eine Flasche, etwas Obst – veranschlagt mit 250 Francs. Im zweiten Eintrag, unter der Nummer 3814, fällt die Beschreibung noch kürzer aus: Stillleben, Früchte, blaues Tuch – diesmal für 300 Francs. Die Flasche, nach der das Werk heute heißt, kommt im zweiten Eintrag gar nicht vor.
Der Name, der sich erst später durchsetzte
Auch die Ausstellungen durchlief die Leinwand unter anderen Titeln. 1901 hing sie bei den Unabhängigen in Paris als Stillleben, 1907 auf der großen Cézanne-Retrospektive im Salon d’Automne als Die Karaffe – benannt also nach dem Glasgefäß in der Mitte, nicht nach der Flasche daneben. In Zürich war sie 1917 wieder ein Stillleben, in New York 1928 ein Großes Stillleben. Erst später gab die kleine Flasche links dem Werk den Namen, den es heute trägt.
Das blaue Tuch und eine Wand, die nicht leer ist
Das größte Ding auf der Leinwand ist kein Gefäß, sondern ein Stoff. Der blaugraue Behang mit breiten Blättern und Streifen fällt über die Tischkante und nimmt das untere Drittel ein; seine Falten sind mit demselben Gewicht gemalt wie die Äpfel. Dahinter ist die Wand nicht leer: eine einzige dunkle waagerechte Leiste läuft über sie hin, und genau deshalb schweben die Dinge nicht in der Farbe, sondern stehen in einem Raum.
Die Pfefferminzflasche ist ein kühles, blaugrünes Gemälde mit warmen Akzenten – das rote Etikett, die gelben und roten Äpfel, das ockerfarbene Tischbein. Sie wirkt gut im Esszimmer, im Flur oder im Arbeitsraum, wo die Wand eine ruhige, aber nicht langweilige Farbe verlangt. Die fünfzehn Größen reichen von 50 × 40 cm bis 180 × 144 cm, Zwischenmaße spannen wir nach Maß. Wie sie gerahmt wirkt, zeigt unsere Anwendung für die 3D-Ansicht. Unter unseren Kunstgemälden auf Leinwand leisten ihr Der Küchentisch, Stillleben mit Dessert und Brot und Eier gute Gesellschaft.
- Motiv: Die Pfefferminzflasche, Paul Cézanne, 1893-1895, National Gallery of Art, Washington (1963.10.104)
- Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
- Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondergröße nach Maß
- Wissenswertes: im zweiten Eintrag Vollards fehlt die Flasche ganz – der Titel kam zuletzt









































