Beschreibung
Der Ofen im Atelier – die Leinwände stehen mit dem Rücken zum Raum
In der Mitte steht ein kleiner gusseiserner Ofen auf geschwungenen Füßen; durch den offenen Rost vorn ist die rote Glut zu sehen. Auf der Platte hockt ein großer dunkler Topf mit zwei Griffen und Deckel, dahinter steigt ein schwarzes Ofenrohr auf und verlässt den oberen Rand. Am Boden links steht ein brauner Tonkrug, rechts ein dunkler Tisch mit einer kleinen Flasche. Alles ist in einen fast schwarzen Grund getaucht. Das Original misst 41 × 30 cm, entstand um 1865 und wird in der National Gallery in London aufbewahrt (NG 6509). Bei uns übernimmt es die Hand des Malers: ein handgemaltes Gemälde auf Leinwand, Öl auf Leinwand.
Was hinter dem Ofen steht
Hinter dem Ofen lehnen zwei Leinwände – und sie stehen verkehrt herum. Zum Betrachter weisen nicht die Gemälde, sondern deren Rücken: der helle hölzerne Keilrahmen und die diagonalen Streben in den Ecken, genau so, wie eine Leinwand steht, solange nichts darauf gemalt ist, oder wenn man sie an die Wand stellt. Das Werkverzeichnis führt das unter den Motiven ausdrücklich als Leinwand ohne Rahmen. Das Werk eines Ateliers ist somit eines, in dem alle übrigen nur ihre Rückseite zeigen.
Die Signatur in Rot
Unten rechts steht die Signatur: P. CEZANNE, in roter Farbe geschrieben und groß genug, dass man sie sofort bemerkt. Das Werkverzeichnis gibt sie wörtlich wieder, samt Punkt am Ende. Bei diesem Maler ist das nicht selbstverständlich – die meisten seiner Leinwände bleiben unsigniert, sodass die rote Signatur in der Ecke dieses Werks etwas ist, das man ansehen sollte. Eine weitere frühe Leinwand aus derselben Zeit ist Brot und Eier, ebenfalls von 1865.
Aus Zolas Haus in die nationale Sammlung
Der erste Eigentümer, den das Werkverzeichnis verzeichnet, ist der Schriftsteller Émile Zola, zu Hause in Médan; nach seinem Tod wurde die Leinwand 1903 auf der Auktion der Sammlung Zola im Pariser Hôtel Drouot unter der Nummer 112 verkauft. Das Ende des Weges ist ungewöhnlich: 1992 übernahm London sie von der Familie Chester Beatty nach dem Verfahren, bei dem ein Kunstwerk dem Staat anstelle einer Steuerzahlung überlassen wird. Das Werk wurde also nicht gekauft, sondern anstelle von Geld übergeben. Das Gesicht des Malers aus späteren Jahren trägt das Selbstbildnis mit weichem Hut.
Das Werk ist beinahe einfarbig: Schwarz, Braun und Ocker, dazwischen nur zwei helle Akzente – der hölzerne Keilrahmen und die Glut im Ofen. Gerade deshalb wirkt es in einem dunkleren Raum besser als in einem hellen: es steht gut im Arbeitskabinett, neben einem Bücherregal oder in der Küche eines alten Hauses. Weil die Leinwand hochformatig ist, beginnt das kleinste Maß bei 41 × 60 cm, das größte misst 124 × 180 cm. Zwischenmaße spannen wir nach Maß, und wie es gerahmt wirkt, zeigt unsere Anwendung für die 3D-Ansicht. Ein Krug wie der hier am Boden kehrt auch in Früchte und ein Krug auf einem Tisch wieder, unter unseren Kunstgemälden auf Leinwand.
- Motiv: Der Ofen im Atelier, Paul Cézanne, um 1865, National Gallery, London
- Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
- Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondergröße nach Maß
- Wissenswertes: die Leinwände hinter dem Ofen sind umgedreht – zu sehen sind Keilrahmen und Streben









































