Beschreibung




Komposition VI ist ein abstraktes Gemälde von Wassily Kandinsky aus dem Jahr 1913, eine große Leinwand von 300 x 195 cm, die aus dem Motiv der Sintflut hervorgegangen ist. Das Original bewahrt die Eremitage in Sankt Petersburg unter der Inventarnummer ГЭ-9662. Bei uns entsteht es als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, in acht Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Komposition VI |
| Weitere Titel: | Composition VI · Kompozicija VI · Композиция VI |
| Maler: | Wassily Kandinsky (1866–1944) |
| Entstehungsjahr: | 1913 |
| Originalgröße: | 300 cm x 195 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Abstrakte Kunst |
| Standort: | Eremitage, Sankt Petersburg (Inv.-Nr. ГЭ-9662) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 8 Größen von 70 x 50 cm bis 300 x 195 cm, Sondermaß auf Wunsch |
Komposition VI – Wassily Kandinsky
Ist auf der Leinwand etwas wiederzuerkennen?
Auf den ersten Blick nicht. Kein Horizont, keine Figur, kein Gegenstand, den das Auge sofort benennen könnte – nur Farbflächen, Bögen und Linien, die sich über die ganze Leinwand schieben. Aus dem Nichts entstanden ist das Werk trotzdem nicht. Nach dem Eintrag des Münchner Lenbachhauses, das eine der Vorarbeiten bewahrt, steht am Anfang dieser Werkgruppe eine verlorene Hinterglasmalerei mit Motiven des biblischen Gerichts – mit Akten, der Arche, Tieren und Palästen –, und das Thema der Komposition VI ist die Sintflut. Kandinsky brauchte mehr als achtzehn Monate, um sich von dieser Gegenständlichkeit zu lösen, bis nur noch ein selbständiges Verhältnis der Formen übrig blieb. Wer weiß, was am Anfang stand, ahnt im unteren Teil Wellen und Rümpfe; wer es nicht weiß, sieht reine Abstraktion. Beide Lesarten sind hier zu Hause, und keine braucht einen Gegenstand, damit das Werk wirkt.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Die Leinwand liegt quer, im Verhältnis von etwa 3 : 2, und ist drei Meter breit. Die obere linke Ecke schließt eine schwere dunkle, fast schwarzbraune Masse, die zur Mitte hin abfällt. Darunter und rechts davon öffnet sich ein weites helles Feld – cremeweiß, blassrosa und zart grün –, das die ganze Mitte trägt. Vom oberen Rand fällt ein Fächer langer, gerader roter und schwarzer Linien darüber, als wäre Regen mit dem Lineal gezogen; das ist der schärfste Zug auf der ganzen Fläche. Am linken Rand stehen dunkelblaue und schwarze Keile nach innen gerichtet, darunter eine weiße Form mit einem blauen und einem orangen Punkt. Rechts der Mitte steigt eine große blaugrüne Masse auf, durchkreuzt von schwarzen Bögen und dünnen Parallelen; darüber liegen kleine Magenta- und Rosaakzente. Der untere Rand ist dunkler: schwarze Wellenlinien, blaue und braune Ballungen, in der rechten Ecke eine warme rotbraune Fläche. Keine Form hat eine feste Kontur – die Ränder fließen ineinander, sodass alles zugleich in Bewegung scheint und das Werk zwei Schwerpunkte hat, einen links und einen rechts der Mitte.
Warum ist dieses Gemälde wichtig?
Komposition VI gehört zu den Arbeiten, in denen Kandinsky endgültig vom Motiv zur reinen Form überging, und der Weg dorthin ist dokumentiert. Das Lenbachhaus bewahrt Improvisation Sintflut von 1913 als eine von vielen Vorarbeiten zu dieser Leinwand und hält in seinem Eintrag fest, dass der Maler mehr als achtzehn Monate benötigte, um von den konkreten Vorstellungen zu einer selbständigen Formauffassung zu kommen, in der die innere und nicht die äußere Eigenschaft der Dinge zählt. Das Ergebnis dieses Weges hängt in der Eremitage: ein Ölgemälde von 195 x 300 cm, größer als manche Wand. Die Größe ist kein Schmuck – auf einer so breiten Leinwand kann der Betrachter nicht alles auf einmal fassen, er muss sich am Werk entlangbewegen, und genau diese Bewegung gehört dazu.
Was bedeutet das Werk?
Die Bedeutung wird hier nicht geraten, sondern aus dem Eintrag gelesen. Das Thema ist die Sintflut: Zerstörung und Neubeginn in einem, übernommen aus einer verlorenen Hinterglasmalerei mit Motiven des biblischen Gerichts. Kandinsky wollte diese Geschichte nicht erzählen, sondern übersetzte sie in Verhältnisse von Farbe und Form, sodass nach dem Eintrag des Museums die innere Eigenschaft bleibt und nicht das äußere Aussehen des Ereignisses. Deshalb gibt es keine Szene, die sich als Erzählung lesen ließe, wohl aber alles, was eine Flut mit Formen anstellt: Massen, die kippen, Linien, die wie Regen fallen, Licht, das in der Mitte standhält. Wer eine Szene erwartet, geht leer aus; wer das Werk wie Musik wirken lässt – Farbe neben Farbe, Zug neben Zug –, dem zeigt sich das Thema von selbst.
Warum heißt das Werk Komposition VI?
Kandinsky teilte seine Arbeiten dieser Jahre in drei Arten und beschrieb sie in Über das Geistige in der Kunst. Eine Impression ist der unmittelbare Eindruck der äußeren Natur in rein künstlerischer Form. Eine Improvisation ist der überwiegend unbewusste, spontane Ausdruck innerer Vorgänge – genau diesen Namen trägt die Studie im Lenbachhaus. Eine Komposition ist der Ausdruck eines langsam gereiften inneren Gefühls, das erst nach langem Reifen zur Sprache kommt und das der Maler mit Verstand und Absicht prüft. Die Zahl VI meint das sechste Werk dieser Reihe; die nächste große Leinwand derselben Reihe ist Komposition VII, wenige Monate später entstanden. Die Studie Improvisation Sintflut (1913, 95,8 x 150,3 cm) bewahrt das Lenbachhaus in München. Weitere Kompositionen in unserem Angebot sind Komposition IV und Komposition X.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Das ist ein Kunstgemälde, das mit Pinsel und Ölfarbe entsteht, nicht mit einem Drucker. Der Maler arbeitet nach einer hochauflösenden Museumsvorlage und baut die Fläche in Schichten auf: zuerst das helle Feld der Mitte, dann die dunklen Massen an den Rändern, zuletzt die langen geraden Linien, die in einem Zug gezogen sein müssen. Bei einer abstrakten Arbeit hält allein das Verhältnis der Farben das Werk zusammen, deshalb überlassen wir es nicht dem Zufall. Auf der zweiten Aufnahme steht unsere fertige Leinwand auf der Staffelei in unserem Atelier, ohne Rahmen und so, wie sie ausgeliefert wird; dahinter liegen die Rahmenmuster, aus denen Sie wählen. Auf der dritten Aufnahme hängt dasselbe Werk in einer Privatwohnung über einem Ledersofa, neben dem Weihnachtsbaum, und auf der vierten ist derselbe Raum weiter gefasst, mit dem Glastisch vor dem Sofa. Die erste Aufnahme ist eine Darstellung im Raum – eine Visualisierung mit Goldrahmen, keine Aufnahme unserer Leinwand. Weil alles von Hand entsteht, ist jede handgemalte Kopie ein Einzelstück und zwei Exemplare sind nie ganz gleich.
Welche Größe für welche Wand?
Wenn Sie unsicher sind: 150 x 100 cm. Das Original misst 300 x 195 cm, und unsere größte Größe 300 x 195 cm ist eins zu eins – ein Gemälde für wirklich große Wände, Foyers und Treppenhäuser, wo es wie im Museum wirken kann. 150 x 100 cm ist das natürliche Gemälde fürs Wohnzimmer über einem drei Meter breiten Sofa, 120 x 80 cm für eine schmalere Wand oder das Schlafzimmer. Die kleineren Größen 70 x 50 und 90 x 60 cm passen über Kommode, Schreibtisch oder in den Flur; 190 x 120, 220 x 140 und 250 x 160 cm sind für offene Wohnräume, Esszimmer und Büros. Die Größe 70 x 50 cm ist etwas höher als das Verhältnis des Originals, die Komposition wirkt darauf eine Spur gedrängter. Weil das Werk dicht und voller Bewegung ist, braucht es ringsum etwas leere Wand.
Sondermaß, Keilrahmen und Rahmen
Wenn keine der acht Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir das Werk nach Ihren Maßen und behalten das Seitenverhältnis des Originals bei, damit die Komposition nicht gestaucht wird; das ist unser Gemälde nach Wunsch. Wie alle unsere Gemälde auf Leinwand liefern wir auch dieses Exemplar auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt jedes unserer Rahmenprofile an diesem Motiv, damit Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können, bevor Sie sich entscheiden – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie das Werk an Ihrer eigenen Wand aussieht, ist das unser gesonderter Dienst der Raumeinpassung.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie also mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewählter Größe. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, wenn Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das ganze Angebot finden Sie in der Galerie Wassily Kandinsky, den Weg des Malers beschreibt unser Artikel über Wassily Kandinsky.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In der Eremitage in Sankt Petersburg, unter der Inventarnummer ГЭ-9662; nach dem Eintrag des Museums kam es 1948 aus dem Staatlichen Museum für Neue Westliche Kunst dorthin.
Was ist dargestellt?
Nichts Gegenständliches: ein helles Feld in der Mitte, dunkle Massen an den Rändern und ein Fächer gerader Linien quer darüber. Das Thema, aus dem die Arbeit hervorging, ist die Sintflut.
Ist Composition VI dasselbe Werk wie Komposition VI?
Ja. Composition VI, Kompozicija VI und Композиция VI sind Titel derselben Leinwand von 1913.
Ist das ein Druck?
Nein. Es ist eine Reproduktion, von Hand in Öl auf Leinwand gemalt; die Pinselzüge sind zu sehen und zu ertasten.
Welche Größe soll ich wählen?
Fürs Wohnzimmer 150 x 100 cm; 300 x 195 cm entspricht dem Original, für andere Wände hilft der Größenführer oben.
Ist ein Maß möglich, das nicht gelistet ist?
Ja, wir malen nach Maß und behalten dabei das Seitenverhältnis des Originals bei.
Wie wird geliefert?
Auf Keilrahmen gespannt und gerahmt, wenn Sie das gewählt haben, in 15 bis 45 Tagen, nachdem Sie die Fotografie des fertigen Werks freigegeben haben.
Worum geht es in einem Satz?
Um die Flut als Ende und Anfang zugleich, übersetzt in Verhältnisse von Farbe und Form, ohne eine einzige wiedererkennbare Szene.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Nein. Die Leinwand gehört zur öffentlichen Sammlung der Eremitage und ist unverkäuflich; eine handgemalte Leinwand ist der einzige Weg, sie zu Hause zu haben.
Wie hoch hängt man es?
Die Mitte auf Augenhöhe, etwa 145–150 cm über dem Boden; über einem Sofa 15–25 cm über der Lehne.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, für Liebhaber moderner Kunst ist das eine überlegte Wahl. Wenn die Wahl der beschenkten Person bleiben soll, gibt es den Geschenkgutschein.
- Motiv: abstrakte Komposition, aus dem Motiv der Sintflut hervorgegangen – 1913
- Original: 300 x 195 cm, Öl auf Leinwand, Eremitage, Sankt Petersburg (Inv.-Nr. ГЭ-9662)
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen von 70 x 50 bis 300 x 195 cm, gespannt und auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: der Weg von der gegenständlichen Hinterglasmalerei zu dieser Form dauerte nach dem Eintrag des Lenbachhauses mehr als achtzehn Monate









































