Beschreibung






Komposition VII ist ein abstraktes Gemälde von Wassily Kandinsky aus dem Jahr 1913, eine große Leinwand von 300 x 200 cm, der mehr als dreißig Skizzen und Studien vorausgingen. Das Original befindet sich in der Staatlichen Tretjakow-Galerie in Moskau unter der Inventarnummer 13230. Wir fertigen es als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, in zehn Größen oder nach Maß, und vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Komposition VII |
| Andere Titel: | Composition VII · Kompozicija VII · Композиция VII |
| Maler: | Wassily Kandinsky (1866–1944) |
| Entstehungsjahr: | 1913 |
| Originalgröße: | 300 cm x 200 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Abstrakte Kunst |
| Standort: | Staatliche Tretjakow-Galerie, Moskau (Inv.-Nr. 13230) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 10 Größen von 70 x 40 cm bis 300 x 200 cm, Sondermaß auf Anfrage |
Komposition VII – Wassily Kandinsky
Ist auf dem Gemälde etwas zu erkennen?
Auf den ersten Blick nicht: keine Landschaft, keine Figur, nur Farbflecken, Linien und Formen, die sich über die ganze Leinwand überlagern. Die Beschreibung der Tretjakow-Galerie verweist dennoch auf kaum wahrnehmbare Nachklänge von Kandinskys früheren, noch gegenständlichen Gemälden zum Thema der Apokalypse – auf etwas, das an Engel mit Posaunen, an einen Reiter und an den feurigen Wagen des Propheten Elia erinnert. Das Museum nennt sie keine Darstellungen, sondern Spuren, die dem Betrachter das Gefühl geben, dass sich die Materie vor seinen Augen verwandelt. In dieser Zeit, so das Museum, entfernte sich Kandinsky bewusst von der Nachahmung der Natur und Schritt für Schritt vom erkennbaren Gegenstand.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Die Leinwand ist querformatig und sehr breit, im Verhältnis 3 : 2. Links der Mitte liegt der dunkelste Teil des Gemäldes: ein dichter Wirbel aus schwarzen und tiefblauen Pinselstrichen mit einigen konzentrischen schwarzen Linien, um den sich alles andere zu drehen scheint. Gleich rechts daneben steht eine rote Form, durchzogen von feinen schwarzen Linien. Das obere Band ist dicht gefüllt mit kleinen Flächen in Magenta, Kobaltblau, Gelb und Rot und mit Ringen, deren helle Mitte erst von einem blauen und dann von einem roten Rand umschlossen wird. Oben links zieht sich eine Reihe paralleler dunkler Linien wie eine Leiter oder ein Gitter über die Leinwand. Aus der Mitte öffnet sich zur unteren rechten Ecke hin eine große helle, cremeweiße Fläche, die dem Gemälde eine Richtung gibt: Der Blick gleitet vom dunklen Kern nach unten und nach rechts, wo die Farben ins Orange und Braune übergehen. Am rechten Rand sitzt eine dunklere grüne und schwarze Gruppe mit einer roten Form obenauf, unten links winden sich dünne schwarze Linien. Keine Form hat einen festen Umriss, deshalb scheint sich alles zugleich zu bewegen.
Warum ist dieses Gemälde wichtig?
Die Tretjakow-Galerie zählt es zu Kandinskys zentralen Werken der ersten Hälfte der 1910er-Jahre und zu jenen, in denen er seine künstlerische Reife erreichte. Laut Museum gibt es mehr als dreißig Skizzen und Studien dazu, von Bleistift- und Federzeichnungen und Aquarellen bis zu gemalten Leinwänden von über einem Meter, die meisten aus dem Herbst 1913. Weil die Komposition in den Studien so gründlich durchgearbeitet war, entstand die große Leinwand selbst in wenigen Tagen, zwischen dem 25. und dem 28. November 1913. Für Kandinsky bezeichnete das Wort „Komposition“ die höchste und komplexeste Form eines Kunstwerks, und das große Format gehört dazu: Das Museum hält fest, dass die Maße des Werks den Betrachter beinahe in die Leinwand „eintauchen“ lassen und ihn zum Beteiligten machen. Ein Ölgemälde von drei Metern Breite betrachtet man nicht vom anderen Ende des Raums.
Was bedeutet das Gemälde?
Wenn auf der Leinwand nichts erkennbar ist, muss sich die Bedeutung auf Quellen stützen, nicht auf Fantasie. Das Museum liest das Werk als eine Verwandlung der Materie, die sich vor unseren Augen vollzieht, und verbindet es mit einer Gruppe früherer Arbeiten zur Apokalypse. Kandinsky schrieb, wie das Museum ihn zitiert, dass alle Formen, die er je verwendete, „von selbst“ zu ihm kamen – mal fertig vor seinen Augen, mal während der Arbeit. Das Malen beschrieb er als donnernden Zusammenstoß verschiedener Welten, aus dem eine neue Welt, das Werk, hervorgeht und als Symphonie endet, als „Sphärenmusik“. Durch seine eigenen Worte gelesen, steht Komposition VII einer Symphonie näher als einem Gemälde, das eine Geschichte erzählt.
Warum heißt das Gemälde Komposition VII?
Kandinsky teilte seine Gemälde dieser Jahre in drei Arten ein und beschrieb sie in Über das Geistige in der Kunst. Eine Impression ist ein direkter Eindruck der äußeren Natur, ausgedrückt in rein künstlerischer Form. Eine Improvisation ist ein großenteils unbewusster, spontaner Ausdruck des inneren Charakters. Eine Komposition ist der Ausdruck eines langsam gewachsenen inneren Gefühls, das erst nach langer Reife zur Sprache kommt. Die Zahl VII steht für das siebte Werk dieser Reihe. Unmittelbar davor entstand Komposition VI; die Tretjakow-Galerie widmete beiden 2016 eine gemeinsame Ausstellung und einen Katalog unter dem Titel Kontrapunkt. Eine der großen Studien, ein Öl von 140 x 100 cm, befindet sich heute im Münchner Lenbachhaus. Zu den weiteren Kompositionen in unserem Sortiment gehören Komposition IV und Komposition X.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Es ist ein Kunstgemälde, das mit Pinsel und Ölfarben entsteht, nicht mit einem Drucker. Der Maler arbeitet nach einer hochauflösenden Museumsvorlage und baut die Oberfläche in Schichten auf, damit der dunkle Kern, das Magenta und die cremeweiße Fläche untereinander dasselbe Verhältnis haben wie im Original. Bei einem abstrakten Werk zählt das am meisten: Ohne Gegenstand, den das Auge erkennt, hält allein das Gleichgewicht der Farben das Gemälde zusammen, und das überlassen wir nicht dem Zufall. Auf der vierten Aufnahme steht unsere fertige Komposition VII ungerahmt auf der Staffelei in unserem Atelier, genau so, wie sie zum Kunden geht. Die fünfte Aufnahme zeigt dieselbe Leinwand von der Seite, wo man sieht, dass die Farbe in Pinselstrichen aufgetragen und nicht gedruckt ist. Die sechste Aufnahme ist eine Nahaufnahme des unteren rechten Teils, auf der die Pinselspuren in Grün, Orange und Rosa deutlich sichtbar sind. Weil alles von Hand geschieht, ist jede handgemalte Kopie ein Einzelstück.
Das Video auf dieser Seite (0:24) zeigt zuerst aus der Nähe einen Pinsel, der auf der fast fertigen Leinwand Komposition VII feine Striche setzt, dann das ganze handgemalte Gemälde ohne Rahmen auf einer hölzernen Staffelei, aus mehreren Blickwinkeln aufgenommen.
Welche Größe für welche Wand?
Wenn Sie unsicher sind: 120 x 80 cm. Das Original misst 300 x 200 cm im Querformat 3 : 2, und unsere Größe 300 x 200 cm entspricht ihm eins zu eins – für wirklich große Wände, Treppenhäuser und hohe Räume. 120 x 80 cm ist das natürliche Gemälde fürs Wohnzimmer über dem Sofa, 150 x 100 cm passt an eine breitere Wand oder ins Esszimmer. Die kleineren Größen 70 x 50, 80 x 50 und 90 x 60 cm wirken gut über einer Kommode, einem Schreibtisch oder dem Bett; 210 x 140, 240 x 160 und 270 x 180 cm sind für offene Wohnräume und Büros gedacht. Die Größe 70 x 40 cm ist länger und niedriger als die Proportionen des Originals, deshalb empfehlen wir sie nur für schmale Wände. Weil das Gemälde dicht ist, lassen Sie ihm etwas freie Wand.
Sondermaß, Keilrahmen und Rahmen
Passt keine der zehn Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihren Maßen und behalten das Verhältnis 3 : 2 bei, damit die Komposition nicht gestaucht wird; das ist unser Gemälde nach Wunsch. Wie alle unsere Gemälde auf Leinwand liefern wir auch dieses Exemplar auf einen Holzkeilrahmen gespannt und fertig zum Aufhängen. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-App, die auf diesem Motiv jedes unserer Rahmenprofile zeigt – die App dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie das Werk an Ihrer eigenen Wand wirkt, ist das unser separater Service der Raumvisualisierung.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie daher je nach gewählter Größe mit 15 bis 45 Tagen. Wir versenden es gespannt und für den Transport geschützt, gerahmt, wenn Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die übrige EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe, und für jede Bestellung gelten unsere Rückgaberegeln. Das ganze Sortiment finden Sie in unserer Galerie Wassily Kandinsky, und unser Artikel über Wassily Kandinsky erzählt sein Leben.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In der Staatlichen Tretjakow-Galerie in Moskau unter der Inventarnummer 13230; dorthin kam es 1929 aus dem Staatlichen Museum für Neue Westliche Kunst.
Was zeigt das Gemälde?
Nichts Gegenständliches: Farbflecken, Linien und Formen um einen dunklen Wirbel links der Mitte. Das Museum erkennt darin nur schwache Nachklänge von Motiven der Apokalypse.
Ist Composition VII dasselbe Werk?
Ja. Komposition VII, Composition VII und Композиция VII sind Titel derselben Leinwand von 1913.
Ist das ein Druck?
Nein. Es ist von Hand in Öl auf Leinwand gemalt; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar.
Welche Größe soll ich wählen?
Fürs Wohnzimmer 120 x 80 cm; 300 x 200 cm entspricht dem Original, für andere Wände hilft der Größenleitfaden oben.
Bekomme ich auch eine Größe, die nicht aufgeführt ist?
Ja, wir malen nach Maß und behalten die Proportionen des Originals bei.
Wie wird geliefert?
Auf den Keilrahmen gespannt und gerahmt, wenn Sie es so gewählt haben, innerhalb von 15 bis 45 Tagen nach Ihrer Freigabe des Fotos.
Worum geht es in dem Gemälde, in einem Satz?
Um Verwandlung: ein dunkler Kern, aus dem sich die Farbe ins Licht ergießt – mit Kandinskys Worten etwas zwischen einem Zusammenstoß der Welten und einer Symphonie.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Nein. Es gehört zur öffentlichen Sammlung der Tretjakow-Galerie und ist nicht verkäuflich; eine von Hand gemalte Leinwand ist der einzige Weg, es zu Hause zu haben.
Wie hoch soll ich es aufhängen?
Die Mitte des Gemäldes auf Augenhöhe, etwa 145–150 cm über dem Boden; über dem Sofa 15–25 cm über der Lehne.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, für Menschen, die moderne Kunst oder Musik lieben, ist es eine durchdachte Wahl. Wenn Sie die Wahl lieber dem Beschenkten überlassen, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: abstrakte Komposition um einen dunklen Wirbel, mit Nachklängen von Motiven der Apokalypse – November 1913
- Original: 300 x 200 cm, Öl auf Leinwand, Staatliche Tretjakow-Galerie, Moskau (Inv.-Nr. 13230)
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl auf Leinwand, zehn Größen von 70 x 40 bis 300 x 200 cm, gespannt und auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: die große Leinwand entstand zwischen dem 25. und 28. November 1913, aber erst nach mehr als dreißig Studien









































