Beschreibung
Komposition X trägt die höchste Nummer unter Kandinskys Kompositionen und entstand 1939 in Paris, fünf Jahre vor dem Tod des Malers: eine querformatige Leinwand von 195 x 130 cm, auf der über einem fast schwarzen Grund große Farbmassen schweben, übersät mit winzigen Zeichen. Das Original bewahrt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf unter der Inventarnummer 0220 und zeigt es im K20. Bei uns entsteht es als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, in acht Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Komposition X |
| Weitere Titel: | Composition X · Composizione X · Kompozicija X |
| Maler: | Wassily Kandinsky (1866–1944) |
| Entstehungsjahr: | 1939 |
| Originalgröße: | 195 cm x 130 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Abstrakte Kunst |
| Standort: | Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (Inv.-Nr. 0220) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 8 Größen von 60 x 40 cm bis 195 x 130 cm, Sondermaß auf Wunsch |
Komposition X – Wassily Kandinsky
Ist auf der Leinwand etwas wiederzuerkennen?
Nein. Keine Menschen und keine Landschaft, sondern große Farbmassen, die im Dunkeln schweben, und über sie gestreut winzige Zeichen: Zickzacklinien, Halbmonde, kleine Leitern, Netze und Quadrate. Das Museum veröffentlicht zu diesem Werk keine Deutung – sein Eintrag enthält nur Daten, Signatur, Werkverzeichnis und Ausstellungen –, und deshalb behaupten auch wir nicht, was die Formen bedeuten sollen. Wir beschreiben, was auf der Leinwand zu sehen ist, und das ist genau so viel, wie der Maler zeigen wollte.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Der Grund ist fast schwarz und gibt allem anderen Tiefe. Oben links liegt eine große dunkelrotbraune ovale Masse, über die ganze Fläche mit winzigen Zeichen bestreut: Zickzacklinien, Halbmonde, kleine Leitern und Netze, ein rosa Kreis. Über ihren rechten Rand schiebt sich ein blaugrüner Kreis mit einem helllila Halbmond auf der linken Seite, wie eine Finsternis. In der Mitte steht ein geneigtes blassgelbes Blatt mit eingezeichneten Linien und einem kleinen gewebten Gitter, seine rechte Hälfte ist rosa. Die rechte Hälfte der Leinwand nimmt eine große dunkelbraune Masse ein, über die breite Bänder pastellfarbener Schachbretter laufen; ein grüner Bogen spannt sich darüber, und oben rechts steht ein cremegrüner Kreis. Unter der Mitte liegt eine lila-rosa Form, aus der ein Fächer blaugrüner und cremefarbener Streifen fällt; links davon ein oranger kammartiger Halbmond und ein dunkelroter Keil. Unten rechts steht ein großes Magenta-Rechteck unter einem dunkelvioletten Block mit hellem Querbalken. Am rechten Rand winden sich lange Pastellbänder. Unten links steht die Signatur des Malers mit der Jahreszahl.
Warum ist dieses Gemälde wichtig?
Es entstand 1939 in Paris, wohin Kandinsky nach der Schließung des Bauhauses 1933 gezogen war, und trägt die höchste Nummer seiner Kompositionen. Der Museumseintrag nennt die Signatur unten links „VK 39“ und rückseitig „VK, No. 655, 1939“, die Werkverzeichnisnummer Roethel/Benjamin 1093 sowie das Erwerbungsjahr 1980. Dasselbe Museum bewahrt auch Komposition IV von 1911, sodass die frühe und die späte Sprache Kandinskys unter einem Dach stehen – die erste mit großen dramatischen Gestalten, diese mit großen ruhigen Massen im Dunkeln.
Was bedeutet das Werk?
Das Museum sagt es nicht, und wir werden es nicht erfinden. Was sich sagen lässt, ist das, was Kandinsky selbst in Über das Geistige in der Kunst (1911) festhielt: dass die Farbe unmittelbar auf die Seele wirkt – die Farbe die Klaviatur, das Auge der Hammer, die Seele das Klavier mit vielen Saiten. Auf dieser Leinwand klingt das wie ein Chor: jede Masse hat ihre eigene Farbtemperatur und ihren eigenen Vorrat winziger Zeichen, und der schwarze Grund hält sie auseinander, damit sie sich nicht mischen. Das Werk erzählt keine Geschichte und verbirgt auch keine; es bietet Verhältnisse zwischen Farben und Formen, die der Betrachter selbst auflöst.
Wo steht dieses Werk unter den anderen?
Stellt man es neben Komposition IV von 1911, sieht man den Abstand von achtundzwanzig Jahren: dort große Gestalten, Lanzen und ein Regenbogen auf hellem Grund, hier winzige Zeichen auf Schwarz. Komposition VII von 1913 ist die bewegteste von allen; diese ist die geordnetste. Der nächste Verwandte in der Sprache ist Parties diverses von 1940, wo sich dieselben winzigen Formen zu rechtwinkligen Farbfeldern sammeln statt zu freien Massen.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Das ist ein Kunstgemälde, das mit Pinsel und Ölfarbe entsteht, nicht mit einem Drucker. Zuerst entsteht das Schwarz, denn von ihm hängt die ganze Tiefe ab; dann die großen Massen, und erst zuletzt die winzigen Zeichen, von denen es im Original Hunderte gibt und die bei diesem Werk das Anspruchsvollste sind – jeder Zickzack, jeder Halbmond und jedes Quadrat muss mit feinem Pinsel gemalt und genau dorthin gesetzt werden, wo es hingehört. Ein abstraktes Gemälde steht und fällt mit dem Verhältnis der Farben, deshalb überlassen wir es nicht dem Zufall; ein Ölgemälde hält dieses Verhältnis auch über Jahre, weil die Farbe nicht ausbleicht wie ein Druck. Für dieses Werk haben wir noch keine eigenen Atelieraufnahmen, deshalb finden Sie auf dieser Seite keine – sobald das nächste Exemplar gemalt ist, fotografieren wir es und die Aufnahmen kommen hierher. Vor dem Versand erhält jede Kundin und jeder Kunde eine Aufnahme der eigenen fertigen Leinwand zur Freigabe. Weil alles von Hand entsteht, ist jede handgemalte Kopie ein Einzelstück und zwei Exemplare sind nie ganz gleich.
Welche Größe für welche Wand?
Wenn Sie unsicher sind: 120 x 80 cm. Das größte Maß 195 x 130 cm ist genau das Maß des Originals und ein Gemälde fürs Wohnzimmer im vollen Sinn – es braucht eine breite, ruhige Wand und den Abstand, aus dem man es mit einem Blick fassen kann. Die kleineren Maße 60 x 40, 80 x 50 und 100 x 70 cm passen in Flur, Schlafzimmer oder Büro; 120 x 80 und 140 x 90 cm eignen sich für eine übliche Wand über Sofa oder Kommode. Die Maße 160 x 110 und 180 x 120 cm sind für offene Wohnräume und Esszimmer. Weil der Grund dunkel ist, gewinnt das Werk an einer hellen Wand und bei ausreichend kräftigem Licht.
Sondermaß, Keilrahmen und Rahmen
Wenn keine der acht Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir das Werk nach Ihren Maßen und behalten das Seitenverhältnis des Originals bei, damit die Massen im selben Verhältnis bleiben; das ist unser Gemälde nach Wunsch. Wie alle unsere Gemälde auf Leinwand liefern wir auch dieses Exemplar auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt jedes unserer Rahmenprofile an diesem Motiv, damit Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie das Werk an Ihrer eigenen Wand aussieht, ist das unser gesonderter Dienst der Raumeinpassung.
Lieferung und Garantie
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie also mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewählter Größe. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, wenn Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das ganze Angebot finden Sie in der Galerie Wassily Kandinsky, den Weg des Malers beschreibt unser Artikel über Wassily Kandinsky.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, Inv.-Nr. 0220; nach dem Museumseintrag ist es im K20 zu sehen.
Wie groß ist das Original?
195 x 130 cm, Öl auf Leinwand; das Museum nennt das Maß der Malfläche 130 x 195 cm und den Rahmen 138 x 203,5 x 7,6 cm.
Was ist dargestellt?
Nichts Gegenständliches: große Farbmassen auf fast schwarzem Grund, bestreut mit winzigen Zeichen – Zickzacklinien, Halbmonden, Netzen und Quadraten.
Ist das ein Druck?
Nein. Es ist eine Reproduktion, von Hand in Öl auf Leinwand gemalt; die Pinselstriche sind zu sehen und zu ertasten.
Welche Größe soll ich wählen?
Für eine übliche Wand 120 x 80 cm, für eine breite 195 x 130 cm, das Maß des Originals; für andere Wände hilft die Größenübersicht oben.
Ist ein Maß möglich, das nicht gelistet ist?
Ja, wir malen nach Maß und behalten das Seitenverhältnis des Originals bei.
Wie wird geliefert?
Auf Keilrahmen gespannt und gerahmt, wenn Sie das gewählt haben, in 15 bis 45 Tagen, nachdem Sie die Aufnahme des fertigen Werks freigegeben haben.
Hat das Werk einen verborgenen Sinn?
Das Museum veröffentlicht keine Deutung, also bieten auch wir keine an; wir beschreiben nur, was auf der Leinwand zu sehen ist.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Nein. Die Leinwand gehört zu einer öffentlichen Sammlung in Düsseldorf und ist unverkäuflich; eine handgemalte Leinwand ist der einzige Weg, sie zu Hause zu haben.
Wie hoch hängt man es?
Die Mitte auf Augenhöhe, etwa 145–150 cm über dem Boden; über einem Sofa 15–25 cm über der Lehne.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, für Liebhaber moderner Kunst ist das eine ausgezeichnete Wahl. Wenn die Wahl der beschenkten Person überlassen bleiben soll, gibt es den Geschenkgutschein.
- Motiv: große Farbmassen mit winzigen Zeichen auf fast schwarzem Grund – 1939
- Original: 195 x 130 cm, Öl auf Leinwand, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (Inv.-Nr. 0220)
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Größen von 60 x 40 bis 195 x 130 cm, gespannt und auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: dasselbe Museum bewahrt auch Komposition IV von 1911









































