Beschreibung
Die Wahrsagerin ist ein Gemälde Caravaggios aus der Zeit um 1595: Ein geckenhaft gekleideter junger Mann mit schwarzem Federhut hält einer jungen Romni die Hand hin; sie liest ihm daraus die Zukunft und streift ihm dabei sacht den Ring vom Finger. Diese zweite Fassung der Szene, Öl auf Leinwand, ist 99 cm hoch und 131 cm breit und gehört dem Louvre in Paris. Unser Maler malt sie für Sie von Hand in Öl auf Leinwand in 8 Querformaten von 56 x 41 bis 195 x 140 cm oder nach Maß, und vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Gemäldes.
| Titel: | Die Wahrsagerin |
| Weitere Titel: | La buona ventura · The Fortune Teller |
| Maler: | Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571–1610) |
| Entstehungsjahr: | um 1595 |
| Originalgröße: | 99 cm x 131 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Barock, Tenebrismus |
| Standort: | Musée du Louvre, Paris |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Die Wahrsagerin – Caravaggio
Was zeigt Die Wahrsagerin?
Auf der Leinwand stehen nur zwei Halbfiguren dicht beieinander: ein junger Mann und ein Mädchen, das seine Handfläche betrachtet. Hinter ihnen erhebt sich eine helle Wand, über die die Schatten eines halb zugezogenen Vorhangs und eines Fensterrahmens fallen.
Der junge Mann trägt einen schwarzen Hut mit weißer Feder, ein goldenes Wams und Handschuhe, an der Seite hängt ein Degen. Er lächelt zufrieden und sieht dem Mädchen offen ins Gesicht, und sie erwidert seinen Blick. Sie trägt ein weißes, turbanartig gebundenes Kopftuch, eine weiße Bluse und über einer Schulter einen rot-grünen Umhang.
Erst aus der Nähe entdecken Sie, was dem Jüngling entgeht. Während das Mädchen ihm mit den Fingern über die Handfläche streicht, zieht sie ihm unbemerkt den Ring ab. Der ganze Witz des Gemäldes steckt in dieser winzigen Geste.
Welche Geschichte erzählt die Szene?
Die Wahrsagerin erzählt weder eine biblische noch eine mythologische Geschichte, sondern zeigt eine Straßenszene aus dem Rom der 1590er Jahre. Solche Darstellungen des Alltags nennt man Genreszenen, und Wikipedia zählt die erste Fassung zu den beiden bekannten Genrestücken, die Caravaggio 1594 malte.
Der Geck bezahlt dafür, seine Zukunft zu hören, und ist vom Lächeln des Mädchens so hingerissen, dass er den Verlust seines Rings gar nicht spürt. Wikipedia nennt ihr verführerisches Lächeln falsch und ihn eitel.
Im Jahr 1603 widmete der Dichter Gaspare Murtola dem Gemälde ein Madrigal. Darin fragt er, wer der größere Zauberer sei: die Frau, die der Maler darstellt, oder der Maler, der sie so lebendig malt, dass man ihr glaubt. Der Betrachter steht damit an der Stelle des jungen Mannes, nur dass ihn Pinsel und Farbe täuschen.
Warum ist Die Wahrsagerin so berühmt?
Weil Caravaggio mit ihr zeigte, dass er nach dem lebenden Modell malt. Der Biograf Giovanni Pietro Bellori berichtet, man habe ihm die berühmtesten antiken Statuen als Muster vorgehalten; er aber habe auf die Menge der Passanten gedeutet und gesagt, die Natur habe ihm Lehrmeister in Fülle gegeben. Das Mädchen soll er direkt von der Straße geholt haben.
Wikipedia hält die Anekdote für wahrscheinlich erfunden, denn Bellori schrieb sie mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Tod des Malers nieder. Den Kern trifft sie trotzdem: Bei Caravaggio wird die Kunst von der belehrenden Erfindung zur Darstellung des wirklichen Lebens, und am Anfang dieses Weges steht Die Wahrsagerin.
Mehr über beide Fassungen und Murtolas Madrigal lesen Sie im englischsprachigen Wikipedia-Artikel.
Wo hängt das Original der Wahrsagerin?
In Paris, im Louvre. Es ist die zweite Fassung, die Caravaggio für Kardinal Francesco Maria del Monte malte; in dessen Haushalt trat er 1595 ein, im selben Jahr, in dem der Kardinal das Gegenstück mit den Falschspielern kaufte.
Die erste Wahrsagerin von etwa 1594 befindet sich in den Kapitolinischen Museen in Rom. Laut Giulio Mancini musste der Maler sie aus Armut für nur acht Scudi verkaufen; danach kam sie in die Sammlung des Marchese Vincenzo Giustiniani, der zu einem wichtigen Förderer des Künstlers wurde.
Die zweite Fassung folgt der ersten, mit einigen Änderungen: Aus dem einfarbigen Hintergrund wird eine echte Wand mit Schatten, die Figuren füllen den Raum stärker aus, das Licht ist strahlender, und der Stoff von Wams und Ärmeln ist feiner gemalt. Der Jüngling wirkt kindlicher und arglos, das Mädchen neigt sich ihm zu und hat die Lage fest im Griff. Als Modell für den jungen Mann gilt laut Wikipedia in dieser Fassung der sizilianische Maler Mario Minniti, ein Gefährte Caravaggios; die Datierung beider Gemälde ist umstritten.
Die Wahrsagerin oder ein anderer Caravaggio?
Die Wahrsagerin ist ein heiteres, geistreiches Kunstgemälde für das Esszimmer, den Flur oder das Arbeitszimmer. Ihr natürliches Gegenstück sind Die Falschspieler, ebenfalls eine Straßenszene über Betrug, die derselbe Kardinal erwarb.
Reizt Sie eher ein junges Gesicht, das ganz in die eigene Spiegelung versunken ist, wählen Sie Narziss. Für das stille Gespräch zweier Schwestern gibt es Martha und Maria Magdalena, für eine große Wand Die Berufung des heiligen Matthäus, wo der Ruf Christi einen Zöllner am Tisch erreicht.
Unter Caravaggio stehen alle Szenen, die unsere Maler auf Bestellung ausführen; die Wahrsagerin ist das Caravaggio Gemälde darunter, vor dem man am ehesten schmunzelt.
Wie malt unser Maler Ihre Wahrsagerin?
Jede Wahrsagerin entsteht auf Bestellung, Schicht um Schicht in Öl auf Leinwand. Zuerst legt der Maler die helle Wand mit den Schatten von Vorhang und Fenster sowie die Umrisse beider Figuren an, damit sich die Blicke der beiden jungen Leute genau an der richtigen Stelle treffen.
Dann baut er die Stoffe auf: den Schimmer des goldenen Wamses, die weichen Falten von Kopftuch und Ärmeln, den rot-grünen Umhang und die weiße Feder am schwarzen Hut. Die meiste Geduld verlangen die Hände, denn der Finger des Mädchens am Ring muss sichtbar sein, ohne sich aufzudrängen, genau wie bei Caravaggio.
Ihre handgemalte Reproduktion zeigt in den hellen Partien sichtbare Pinselzüge und in den Gesichtern eine Wärme, die ein Druck nicht erreicht. Weil der Hintergrund hell ist, wirkt dieses Ölgemälde auch in einem Raum mit wenig Tageslicht freundlich.
Welches Format für welche Wand?
Kurz: für den Schreibtisch oder eine schmale Wand 56 x 41 oder 63 x 48 cm, für Kommode oder Diele 81 x 60 oder 90 x 68 cm, über Sofa oder Esstisch 115 x 89 oder 130 x 100 cm, für eine große Wand 170 x 125 oder 195 x 140 cm.
Es gibt 8 Querformate (Breite x Höhe): 56 x 41, 63 x 48, 81 x 60, 90 x 68, 115 x 89, 130 x 100, 170 x 125 und 195 x 140 cm. Dem Original am nächsten liegt 130 x 100 cm, nur 1 cm schmaler und 1 cm höher.
Als Gemälde fürs Wohnzimmer über dem Sofa bewährt sich 130 x 100 cm: Beide Gesichter sind dann auch vom anderen Ende des Raums gut zu erkennen, und den Ring entdeckt man, sobald man näher tritt. Hängen Sie die Mitte der Leinwand auf Augenhöhe, über dem Esstisch ruhig etwas tiefer, damit man die Szene im Sitzen gut sieht.
Gibt es andere Maße und einen Rahmen?
Ja. Beide Figuren sind in der Mitte versammelt, deshalb lässt sich die Komposition gut auf andere Querformate übertragen. Nennen Sie uns Ihre Wunschbreite und -höhe, und wir antworten mit Preis und Fertigungszeit.
Wir versenden die Wahrsagerin gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt; jedes Gemälde auf Leinwand spannt und rahmt unsere Werkstatt in Slowenien. Den Rahmen suchen Sie in unserer 3D-Anwendung aus, die ausschließlich der Rahmenwahl dient; eine Ansicht des Gemäldes an Ihrer eigenen Wand ist ein gesonderter Service.
Zur hellen Wand und zum goldenen Wams passt eine schmale Goldleiste, ein Rahmen aus dunklem Holz gibt der Szene mehr Ruhe.
Wann und wie wird geliefert?
Wir beginnen zu malen, sobald Ihre Bestellung da ist, und in 15 bis 45 Werktagen ist die Wahrsagerin reisefertig. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Gemäldes, und auf Wunsch bessern wir noch nach. Zoll entfällt innerhalb der EU, Deutschland und Österreich eingeschlossen; für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Die Wahrsagerin ist ein witziges Geschenk für ein frisch verlobtes Paar, verbunden mit dem augenzwinkernden Rat, gut auf den Ring zu achten. Mit einem Geschenkgutschein sucht der Beschenkte das Format selbst aus.
Häufige Fragen
In welchem Museum hängt das Original?
Im Louvre in Paris; die erste Fassung befindet sich in den Kapitolinischen Museen in Rom.
Was macht das Mädchen mit der Hand des jungen Mannes?
Sie liest ihm aus der Handfläche, streichelt sie und zieht ihm dabei unbemerkt den Ring ab.
Ist Ihre Wahrsagerin ein Druck?
Nein. Sie ist eine handgemalte Kopie, die unser Maler mit Pinsel und Ölfarben ausführt.
Wie groß ist das Original?
Es ist 99 cm hoch und 131 cm breit; unser nächstes Format ist 130 x 100 cm.
Wer stand für den jungen Mann Modell?
Laut Wikipedia vermutlich der sizilianische Maler Mario Minniti, ein Gefährte Caravaggios.
Warum gibt es zwei Fassungen?
Die erste verkaufte Caravaggio, die zweite malte er für Kardinal del Monte, mit echter Wand und feineren Stoffen.
Eignet sich die Wahrsagerin fürs Schlafzimmer oder als Geschenk?
Ja. Die Szene ist heiter und gewaltfrei und zaubert als Geschenk meist ein Lächeln hervor.
Wie lange muss ich warten?
In der Regel 15 bis 45 Werktage; das Foto des fertigen Gemäldes bekommen Sie vor dem Versand.
- Motiv: eine junge Romni liest einem Gecken aus der Hand und zieht ihm dabei unbemerkt den Ring vom Finger.
- Original: um 1595, Öl auf Leinwand, 99 x 131 cm, Musée du Louvre, Paris (zweite Fassung; die erste hängt in den Kapitolinischen Museen in Rom).
- Unsere Fassung: Ihre Wahrsagerin, von Hand in Öl auf Leinwand gemalt, in 8 Querformaten von 56 x 41 bis 195 x 140 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: der Dichter Gaspare Murtola widmete dem Gemälde 1603 ein Madrigal darüber, wer besser verzaubert: das Mädchen oder der Maler.









































