Beschreibung
Beethovenfries I (Detail) ist ein Ausschnitt aus Klimts Wandfries in der Wiener Secession: die drei Gorgonen, nackte Frauen mit langem dunklem Haar und Schlangen im Haar, darüber die bleichen Gesichter von Krankheit, Wahnsinn und Tod. Das Original ist eine Wandmalerei von 1901–1902 in Kaseinfarben mit Gold auf Mörtel. Wir malen es von Hand in Öl auf Leinwand, in acht Hochformaten oder nach Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Beethovenfries I (Detail) |
| Weitere Titel: | Beethovenfries · Die feindlichen Gewalten · Die drei Gorgonen · Beethoven Frieze |
| Maler: | Gustav Klimt (1862–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1901–1902, für die 14. Ausstellung der Wiener Secession |
| Originalgröße: | 215 cm x 314 cm (Tafel 5; der ganze Fries ist rund 34 m lang) |
| Originaltechnik: | Kaseinfarben, Stuckauflagen, Zeichenstift, Applikationen aus Glas und Perlmutt, Goldauflagen auf Mörtel |
| Malstil: | Wiener Secession, Goldene Periode |
| Standort: | Secession, Wien, Dauerleihgabe des Belvedere (Inv.-Nr. 5987/5) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand nach der Wandmalerei, Goldakzente mit Goldfarbe, acht Formate oder nach Maß |
Beethovenfries I (Detail) – Gustav Klimt
Was zeigt das Gemälde?
Im Vordergrund stehen drei nackte Frauen mit langem, dunklem Haar, das ihnen über Schultern und Brüste fällt. Goldene Schlangen winden sich durch ihr Haar. Es sind die Gorgonen, die Töchter des Riesen Typhoeus. Eine blickt uns direkt an, die beiden anderen etwas zur Seite, ihre Körper sind bleich, lang und schmal. Hinter ihnen hängen goldene, gemusterte Tücher, übersät mit Kreisen, Quadraten und Punkten.
Über den Gorgonen tauchen aus dunklem Grund bleiche, eingefallene Gesichter auf, darunter eine Frau mit langem Haar und einem totenkopfartigen Gesicht. Das Belvedere nennt sie Krankheit, Wahnsinn und Tod. Ganz unten, zwischen den Füßen der Gorgonen, liegt ein dunkles rundes Ornament. Die Szene ist flach wie ein Teppich: Die Körper sind mit feinen Umrissen gezeichnet, den Raum dazwischen füllen Muster, Gold und Haar.
Welcher Teil des Frieses ist das?
Der Beethovenfries läuft um drei Wände eines einzigen Raumes, insgesamt rund 34 Meter lang und etwa zwei Meter hoch. Die linke Langwand zeigt die Sehnsucht nach Glück, die rechte ihre Erfüllung in der Kunst, die Stirnwand dazwischen die feindlichen Gewalten. Unser Gemälde ist ein Ausschnitt dieser Stirnwand, aus der Tafel, die das Belvedere als Tafel 5, Die feindlichen Gewalten, führt.
An dieser Wand steht der Riese Typhoeus, ein gewaltiges dunkles Ungeheuer mit Flügeln und Fell, neben ihm seine Töchter, die drei Gorgonen. Über ihnen sind Krankheit, Wahnsinn und Tod, rechts vom Ungeheuer Wollust, Unkeuschheit und Unmäßigkeit. Gerade dieser Ausschnitt mit den drei Gorgonen gehört zu den bekanntesten Teilen des ganzen Frieses.
Was bedeutet der Fries, und wer sind die Figuren?
Der Fries erzählt eine Geschichte, die Richard Wagners Deutung von Beethovens Neunter Symphonie folgt. Der Mensch sehnt sich nach Glück und sucht es; unterwegs bedrohen ihn feindliche Gewalten; am Ende findet er Erfüllung in der Kunst. Der Fries schließt mit einem Engelschor und einem umarmenden Paar, unter einer Zeile aus der Ode an die Freude: Diesen Kuss der ganzen Welt.
In dieser Geschichte stehen die Gorgonen für Versuchung und Gefahr. Sie sind schön und schrecklich zugleich und sehen uns an, als wollten sie uns festhalten. Krankheit, Wahnsinn und Tod über ihnen zeigen, was den erwartet, der stehen bleibt. Das Belvedere fügt ein wichtiges Detail hinzu: Die Sehnsüchte, als schwebende Genien dargestellt, fliegen an den feindlichen Gewalten vorbei, ohne von ihnen berührt zu werden. Das Böse wird gezeigt, aber es siegt nicht.
Wo ist der Beethovenfries, und wie blieb er erhalten?
Klimt malte den Fries für die 14. Ausstellung der Wiener Secession, die von April bis Juni 1902 Beethoven gewidmet war. In ihrer Mitte stand Max Klingers Beethoven-Statue, und der Fries führte die Besucher zu ihr hin. Er war nur für die Dauer der Ausstellung gedacht und hätte danach entfernt werden sollen.
Der Fries blieb erhalten. Der österreichische Staat kaufte ihn 1973, und nach der Restaurierung ist er seit 1986 in einem eigens dafür eingerichteten Raum im Untergeschoss des Secessionsgebäudes in Wien zu sehen. Er gehört dem Belvedere, das ihn der Secession als Dauerleihgabe überlässt. Wer nach Wien reist, kann ihn vollständig sehen, in dem Raum, für den er erdacht wurde.
Beethovenfries I oder II – welchen wählen?
Wir bieten zwei Ausschnitte derselben Wand an. Dieser, Beethovenfries I, zeigt die drei Gorgonen und darüber Krankheit, Wahnsinn und Tod. Beethovenfries II (Detail) zeigt den benachbarten Teil: Wollust, Unkeuschheit und Unmäßigkeit neben dem dunklen Fell des Riesen Typhoeus.
Wenn Ihnen eine aufrechte, fast ornamentale Komposition aus drei langen Gestalten mit goldenen Schlangen gefällt, wählen Sie diesen Ausschnitt; wenn Sie eine dichtere Szene mit dem Ungeheuer anspricht, den anderen. Beide hängen auch gut nebeneinander. Aus denselben Jahren malen wir auch Der Kuss, Adele Bloch-Bauer I und Der Lebensbaum.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Das Original ist kein Gemälde auf einer Leinwand, sondern eine Wandmalerei: Kaseinfarben auf Mörtel, mit Stuck, Einlagen aus Glas und Perlmutt und Gold. Unsere Fassung ist eine handgemalte Kopie in Öl auf Leinwand, nach dieser Wandmalerei angefertigt, sodass Sie sie wie jedes andere Gemälde aufhängen können.
Der Maler zeichnet zuerst die drei Gestalten und die Gesichter darüber an, malt dann die bleichen Körper und das dunkle Haar und zuletzt die gemusterten Tücher. Die goldenen Schlangen und Ornamente sind nicht gedruckt: Wir tragen sie mit Goldfarbe von Hand mit dem Pinsel auf, sodass sie im Licht aufleuchten.
Weil jedes Gemälde eigens für Ihre Bestellung entsteht, gleicht keines dem anderen ganz. Ein Kunstdruck kann das Relief der Pinselstriche und den Glanz der Goldfarbe nicht wiedergeben, die Sie auf der Leinwand sehen und fühlen.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: 60 x 110 cm für die meisten Wände, 40 x 70 oder 50 x 90 cm für eine schmale Wand oder einen Flur, 80 x 150 cm oder größer für eine hohe Wand oder ein Treppenhaus. Alle Formate: 30 x 55, 40 x 70, 50 x 90, 60 x 110, 70 x 130, 80 x 150, 90 x 165 und 100 x 180 cm.
Alle Formate sind Hochformate und folgen dem Verhältnis unseres Ausschnitts, der fast doppelt so hoch wie breit ist, sodass die Gorgonen in jedem Format dieselben sind, nur größer oder kleiner. Ein solches Ölgemälde mit langen Gestalten wirkt am besten an einer Wand, die selbst hoch ist: zwischen Fenstern, neben einer Tür, im Flur oder im Schlafzimmer. Ein Gemälde fürs Wohnzimmer sollte etwa zwei Drittel der Breite des Möbels darunter einnehmen.
Hängen Sie die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden auf, über einer Kommode oder einem Sofa mit 20 bis 30 cm Abstand.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Wenn Sie ein anderes Format möchten, malen wir das Werk nach Maß. Senden Sie uns die gewünschte Breite und Höhe, und wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit. Jedes Gemälde auf Leinwand, das wir malen, ist auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und fertig zum Aufhängen.
Für die Leiste nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv jedes unserer Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können, bevor Sie sich entscheiden – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie das Gemälde an Ihrer eigenen Wand wirkt, ist das unser separater Service der Raumplatzierung. Zu den warmen, goldenen Tönen des Frieses passt ein schlanker Gold- oder ein dunkler Holzrahmen.
Lieferung und Gewährleistung
Jedes Gemälde entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie daher mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewähltem Format. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, sofern Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe; stimmt etwas nicht, korrigieren wir es, solange die Leinwand noch in unserer Werkstatt ist. Für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Weitere Werke Klimts finden Sie in der Galerie Gustav Klimt, mehr über den Maler in unserem Beitrag mit zehn Fakten über Klimt. Wenn Sie das Gemälde verschenken und beim Format unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein: Die beschenkte Person wählt Format und Motiv selbst.
Häufige Fragen
Wo befindet sich der Beethovenfries I?
Der Beethovenfries befindet sich in Wien, in einem Raum im Untergeschoss des Secessionsgebäudes, wo er seit 1986 zu sehen ist. Er gehört dem Belvedere, das ihn der Secession als Dauerleihgabe überlässt. Unser Ausschnitt mit den drei Gorgonen stammt von der Stirnwand, die das Belvedere als Tafel 5, Die feindlichen Gewalten, führt. Der ganze Fries ist rund 34 Meter lang.
Was zeigt der Beethovenfries I?
Der Beethovenfries I zeigt die drei Gorgonen, nackte Frauen mit langem dunklem Haar und goldenen Schlangen im Haar, die Töchter des Riesen Typhoeus. Über ihnen tauchen aus dunklem Grund die bleichen Gesichter von Krankheit, Wahnsinn und Tod auf. Hinter den Figuren hängen goldene, gemusterte Tücher. Zusammen stehen sie für die feindlichen Gewalten, die die Sehnsucht des Menschen nach Glück bedrohen.
Was bedeutet der Beethovenfries I?
Der Beethovenfries erzählt eine Geschichte nach Wagners Deutung von Beethovens Neunter Symphonie: die Sehnsucht nach Glück, die feindlichen Gewalten und schließlich die Erfüllung in der Kunst, mit Engelschor und Umarmung. Die Gorgonen sind Versuchung und Gefahr auf diesem Weg, schön und schrecklich zugleich. Doch die Sehnsüchte fliegen unberührt an ihnen vorbei. Mehr dazu in der Wikipedia.
Wie hängt der Beethovenfries I mit Beethoven und der Ode an die Freude zusammen?
Der Beethovenfries I ist Teil des Frieses, den Klimt 1902 für die 14. Ausstellung der Secession malte, die Beethoven gewidmet war, mit Max Klingers Statue in der Mitte. Der Fries folgt der Neunten Symphonie und endet mit einer Zeile aus der Ode an die Freude, Diesen Kuss der ganzen Welt, neben Engelschor und Umarmung. Unser Ausschnitt stammt von den feindlichen Gewalten davor.
In welcher Technik ist der Beethovenfries I gemalt, und wie entsteht Ihr Gemälde?
Das Original ist eine Wandmalerei in Kaseinfarben auf Mörtel, mit Stuck, Einlagen aus Glas und Perlmutt und Gold. Unseres ist von Hand in Öl auf Leinwand nach dieser Wandmalerei gemalt, Sie hängen es also wie jedes andere Gemälde auf. Die goldenen Schlangen und Ornamente tragen wir von Hand mit Goldfarbe auf, sodass das ganze Kunstgemälde von Hand entsteht.
Was ist der Unterschied zwischen Beethovenfries I und II?
Beide Ausschnitte stammen von der Stirnwand der feindlichen Gewalten. Der Beethovenfries I zeigt die drei Gorgonen und darüber Krankheit, Wahnsinn und Tod, drei lange, aufrechte Gestalten. Der Beethovenfries II zeigt den benachbarten Teil, Wollust, Unkeuschheit und Unmäßigkeit, neben dem dunklen Fell des Riesen Typhoeus. Sie können einen wählen oder beide nebeneinander hängen.
In welchen Formaten kann ich den Beethovenfries I bestellen?
Es gibt acht Hochformate: 30 x 55, 40 x 70, 50 x 90, 60 x 110, 70 x 130, 80 x 150, 90 x 165 und 100 x 180 cm. Alle folgen dem Verhältnis unseres Ausschnitts, der fast doppelt so hoch wie breit ist. Wenn Sie ein anderes Format brauchen, malen wir es nach Maß und nennen Ihnen Preis und Lieferzeit im Voraus.
Wo hängt man den Beethovenfries I am besten auf?
Mit seinen langen, aufrechten Gestalten wirkt der Beethovenfries I am besten an einer hohen Wand: zwischen Fenstern, neben einer Tür, im Flur oder im Schlafzimmer. Weil die Gorgonen nackt sind und die Szene dunkel ist, wählen viele lieber einen privateren Raum oder ein Arbeitszimmer. Warmes Licht bringt das Gold zur Geltung, meiden Sie also eine dunkle Ecke.
Ist der Beethovenfries I ein gutes Geschenk?
Der Beethovenfries I ist ein schönes Geschenk für Musikliebhaber, Beethoven-Freunde oder Liebhaber der Wiener Secession, weil er ein Gemälde mit der Neunten Symphonie verbindet. Da das Motiv ungewöhnlich ist und viele nackte Gestalten zeigt, sollten Sie wissen, ob es gefällt. Sind Sie bei Motiv oder Format unsicher, ist ein Gutschein die sicherere Wahl.
- Motiv: die drei Gorgonen mit Schlangen im Haar, darüber Krankheit, Wahnsinn und Tod.
- Original: 1901–1902, Wandmalerei in der Secession, Wien, Tafel 5, Die feindlichen Gewalten.
- Unsere Fassung: eine handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, Goldakzente mit Goldfarbe, acht Formate oder nach Maß.
- Gut zu wissen: vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.









































