Gustav Klimt – Beethovenfries II (Detail)

ab 155,00 €

Alle Gemälde können wir in der gewünschten Dimension malen. Auf Bestellung können wir auch Gemälde anfertigen, die nicht in unserem Angebot enthalten sind. Kontaktieren Sie uns: info@svetslik.si

Artikelnummer: 678__ Kategorie: Schlagwort: , , , , , ,

Beschreibung

Beethovenfries II (Detail) zeigt die dunkelste Ecke von Klimts großem Wandgemälde: den affenartigen Riesen Typhoeus und neben ihm drei Frauen, die Wollust, Unkeuschheit und Unmäßigkeit verkörpern. Das Original malte Klimt 1901 und 1902 mit Kaseinfarben und Gold direkt auf den Putz der Wiener Secession, wo es bis heute zu sehen ist. Wir malen dieses Detail von Hand in Öl auf Leinwand, in acht Formaten oder nach Maß, und schicken Ihnen vor dem Versand eine Fotografie des fertigen Werks.

Titel:Beethovenfries II (Detail)
Weitere Titel:Die feindlichen Gewalten · Typhoeus mit Wollust, Unkeuschheit und Unmäßigkeit · Beethoven Frieze · Fregio di Beethoven
Maler:Gustav Klimt (1862–1918)
Entstehungsjahr:1901–1902, 1902 auf der Beethoven-Ausstellung der Secession gezeigt
Originalgröße:215 cm x 630 cm (die ganze Schmalwand, Belvedere-Tafeln 5 und 6)
Originaltechnik:Kaseinfarben mit Stuck, Zeichenstift, Einlagen aus Glas und Perlmutt und Gold auf Putz
Malstil:Wiener Secession, Goldene Periode
Standort:Secession, Wien, Raum im Untergeschoss; Eigentum des Belvedere, Dauerleihgabe
Unsere Reproduktion:Handgemaltes Öl auf Leinwand nach dem Wandgemälde, Goldakzente in Goldfarbe, acht Formate oder nach Maß

Beethovenfries II (Detail) – Gustav Klimt

Was zeigt dieses Detail?

Links füllt eine gewaltige dunkle Masse aus Fell fast ein Drittel der Fläche. Daraus blickt der Kopf des Riesen Typhoeus, mehr Affe als Mensch, mit einem starrenden Auge und gefletschten Zähnen. Neben dem Ungeheuer stehen drei Frauen, blass und schlank vor dem Gold gemalt. Oben in der Gruppe kniet die Wollust, ihr rotes Haar voller kleiner blauer Blüten. Neben ihr, mit gesenktem Kopf und langem hellem Haar, steht die Unkeuschheit. Vor beiden steht im Profil eine füllige Frau mit juwelenbesetztem Kopfschmuck und langem blauem Rock voller runder Muster: die Unmäßigkeit.

Hinter die Figuren hat Klimt Gold gestreut: Spiralen, kleine Quadrate und Ornamentbänder, die zwischen den Körpern aufblitzen. Rechts geht der Hintergrund in ein tiefblaues Feld aus winzigen Punkten über. Der Gegensatz ist gewollt. Zarte Haut und funkelnder Schmuck stehen direkt neben der rauen, fast tierischen Dunkelheit des Riesen, und so ist die Schönheit hier nie ganz sicher.

Welcher Teil des Beethovenfrieses ist das?

Der Beethovenfries läuft um drei Wände eines Raumes, insgesamt rund 34 Meter lang und etwa zwei Meter hoch. Die beiden Langwände erzählen von der Sehnsucht nach dem Glück und von ihrer Erfüllung. Dazwischen, auf der Schmalwand, malte Klimt die feindlichen Gewalten: alles, was dem Menschen auf dem Weg zum Glück im Weg steht. Das Belvedere zählt alle Figuren dieser Wand auf: Typhoeus und seine Töchter, die drei Gorgonen, Krankheit, Wahnsinn und Tod, Wollust, Unkeuschheit und Unmäßigkeit sowie den nagenden Kummer, der vor dem Schlangenleib des Riesen kauert.

Unser Beethovenfries II ist der Teil mit Typhoeus und den drei Frauen. Es ist nicht die berühmte Umarmung mit dem Chor der Engel; dieser „Kuss der ganzen Welt“ schließt die gegenüberliegende Langwand ab. Der benachbarte Teil derselben Schmalwand, mit den drei Gorgonen, ist bei uns der Beethovenfries I.

Wer sind Typhoeus und die drei Frauen?

Typhoeus stammt aus dem griechischen Mythos: ein ungeheurer Riese, so mächtig, dass selbst die Götter gegen ihn kämpfen mussten. Klimt gab ihm den Körper eines riesigen Affen, Flügel und einen langen Schlangenschwanz, der sich über die Wand windet. Auf dem Fries ist er der Vater der feindlichen Gewalten, der Ursprung all dessen, was die Menschen auf dem Weg zum Glück bedroht.

Die drei Frauen neben ihm sind gar keine Ungeheuer, und genau darum geht es. Wollust, Unkeuschheit und Unmäßigkeit sind Versuchungen, schön und geschmückt, und deshalb so gefährlich. Zusammen mit den anderen Figuren der Wand sagen sie, dass den Menschen nicht nur Krankheit und Tod bedrohen, sondern auch die eigenen Begierden. Laut Belvedere schweben die Genien, die Gestalten der Sehnsucht, unberührt an alldem vorbei: Die feindlichen Gewalten sind ein Hindernis, nicht das Ende der Geschichte.

Wie entstand der Fries, und wie blieb er erhalten?

Klimt malte den Fries für die 14. Ausstellung der Wiener Secession, die von April bis Juni 1902 lief und ganz Beethoven gewidmet war; in ihrer Mitte stand Max Klingers Statue des Komponisten. Das Programm folgte Richard Wagners Deutung der Neunten Symphonie, von der Sehnsucht über den Kampf bis zur Ode an die Freude. Klimt malte mit Kaseinfarben direkt auf den Putz, ergänzte Stuck und Zeichenstift, setzte Stücke aus Glas und Perlmutt ein und legte Gold auf die Oberfläche.

Der Fries sollte nur so lange bestehen wie die Ausstellung. Er blieb trotzdem erhalten: Später wurde er in Teilen von der Wand abgenommen, und 1973 kaufte ihn die Republik Österreich. Nach langer Restaurierung ist er seit 1986 in einem eigens dafür eingerichteten Raum im Untergeschoss des Secessionsgebäudes zu sehen. Eigentümer ist das Belvedere, das ihn der Secession als Dauerleihgabe überlässt. Mehr über den ganzen Zyklus steht auf Wikipedia.

Beethovenfries I oder II – welchen wählen?

Beide Gemälde stammen von derselben Schmalwand, beide handeln von Gefahr, und doch wirken sie verschieden. Beethovenfries I (Detail) zeigt die drei aufrecht stehenden Gorgonen mit Schlangen im Haar und darüber die bleichen Gesichter von Krankheit, Wahnsinn und Tod: kühler, stiller, fast feierlich. Der Beethovenfries II ist wärmer und dichter, mit dem roten Haar der Wollust, dem blauen Rock der Unmäßigkeit und dem dunklen Fell des Riesen.

Wählen Sie Teil I, wenn Sie ruhige senkrechte Linien und eine geheimnisvolle Stimmung mögen, Teil II, wenn Sie Farbe, Muster und einen dramatischen Hell-Dunkel-Kontrast lieben. Nebeneinander gehängt zeigen die beiden Details ein großes Stück der Originalwand. Wenn Ihnen Klimts Gold in einem sanfteren Motiv lieber ist, sehen Sie sich auch Der Kuss, Adele Bloch-Bauer I oder Der Lebensbaum an.

Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?

Das Original ist ein Wandgemälde: Kaseinfarbe, Stuck und Gold auf Putz. Unseres ist eine handgemalte Kopie danach, in Öl auf Leinwand, damit es in einer Wohnung hängen und reisen kann. Der Maler zeichnet zuerst die Umrisse des Riesen, der drei Frauen und der wichtigsten Ornamente, dann malt er die Körper in dünnen, glatten Schichten, damit die Haut das blasse, matte Aussehen der Wand behält. Das Fell des Typhoeus entsteht aus unzähligen kurzen, dunklen Strichen.

Das Gold kommt zuletzt. Wir drucken es nicht und verwenden kein Blattgold: Der Maler trägt Goldfarbe mit einem feinen Pinsel von Hand auf, Spirale für Spirale, sodass die Ornamente aufleuchten, wenn Sie vorbeigehen. Auch das blaue Punktfeld rechts entsteht Punkt für Punkt.

Weil jede handgemalte Reproduktion für eine einzige Bestellung entsteht, gleicht keine der anderen. Darin liegt der Unterschied zu einem Druck: Sie sehen die Pinselführung und spüren das leichte Relief der Goldfarbe.

Welches Format für welche Wand?

Kurz gesagt: 80 x 100 cm für die meisten Wohnzimmer, 60 x 75 cm für ein Schlafzimmer oder eine kleinere Wand und 120 x 150 cm oder größer für eine große Wand, an der das Gemälde der Mittelpunkt sein soll. Alle acht Formate sind Hochformate: 50 x 60, 60 x 75, 70 x 90, 80 x 100, 90 x 110, 100 x 120, 120 x 150 und 150 x 190 cm.

Die Formate folgen der hohen Form dieses Details, nicht der Form der ganzen Wand, die sehr lang und niedrig ist. Dieses Ölgemälde hat viele dunkle Töne und braucht gutes Licht. Die Figuren sind nackt, der Riese ist dunkel und wild, deshalb passt es besser ins Arbeitszimmer, in den Flur oder ins Esszimmer als ins Kinderzimmer. Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es am besten über einem Sofa oder einem Sideboard, wo es etwa zwei Drittel der Möbelbreite einnimmt.

Hängen Sie die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden auf und lassen Sie 20 bis 30 cm zwischen Möbel und Unterkante.

Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen

Wenn keines der acht Formate zu Ihrer Wand passt, malen wir das Detail nach Maß oder sogar einen breiteren Ausschnitt der Schmalwand. Senden Sie uns die gewünschte Breite und Höhe, und wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit. Jedes Gemälde auf Leinwand, das wir malen, ist auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und fertig zum Aufhängen.

Für die Leiste nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv jedes unserer Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können, bevor Sie sich entscheiden – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie das Gemälde an Ihrer eigenen Wand wirkt, ist das unser separater Service der Raumplatzierung. Zur Mischung aus Gold und Tiefblau passt eine schmale Gold- oder eine dunkle Holzleiste.

Lieferung und Gewährleistung

Jedes Gemälde entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie daher mit 15 bis 45 Tagen, je nach Format. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, sofern Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.

Alle unsere Klimt-Motive finden Sie in der Galerie Gustav Klimt, mehr über den Maler in unserem Beitrag mit zehn Fakten über Klimt. Wenn das Gemälde ein Geschenk werden soll und Sie beim Format unsicher sind, lässt ein Geschenkgutschein die beschenkte Person selbst wählen.

Häufige Fragen

Wo kann man den Beethovenfries II heute sehen?

In Wien, in einem Raum im Untergeschoss des Secessionsgebäudes nahe dem Karlsplatz, wo der ganze Beethovenfries seit 1986 zu sehen ist. Er gehört dem Belvedere, das ihn der Secession als Dauerleihgabe überlässt. Das Detail mit Typhoeus und den drei Frauen befindet sich auf der Schmalwand zwischen den beiden Langwänden, also mitten auf Ihrem Rundgang durch den Raum.

Was zeigt der Beethovenfries II?

Er zeigt den Riesen Typhoeus, ein affenartiges Ungeheuer mit dunklem Fell, und neben ihm drei Frauen, die Wollust, Unkeuschheit und Unmäßigkeit verkörpern. Die Wollust hat rotes Haar mit blauen Blüten, die Unkeuschheit senkt den hellen Kopf, die Unmäßigkeit ist eine füllige Frau in einem blauen, gemusterten Rock. Goldornamente und ein blauer Punktgrund rahmen die Gruppe.

Wer ist das Ungeheuer im Beethovenfries II?

Es ist Typhoeus, ein Riese aus dem griechischen Mythos, so stark, dass selbst die Götter gegen ihn kämpfen mussten. Klimt malte ihn als riesigen Affen mit Flügeln und Schlangenschwanz, als Vater aller feindlichen Gewalten der Schmalwand. Seine Töchter, die drei Gorgonen, stehen auf der anderen Seite, in dem Teil, den wir als Beethovenfries I anbieten.

Was bedeutet der Beethovenfries II?

Das Detail gehört zu den feindlichen Gewalten, dem Teil des Frieses über alles, was die Menschen vom Glück trennt. Wollust, Unkeuschheit und Unmäßigkeit neben dem Riesen zeigen, dass die Gefahr nicht nur von Krankheit oder Tod ausgeht, sondern auch von den eigenen Wünschen. Die Geschichte geht weiter: An der nächsten Wand findet die Sehnsucht nach Glück in der Poesie und der Ode an die Freude Erfüllung.

Was hat der Beethovenfries II mit Beethovens Neunter Symphonie zu tun?

Klimt malte den Fries für die Beethoven-Ausstellung der Secession 1902 und folgte Richard Wagners Deutung der Neunten Symphonie. Die Musik führt von der Sehnsucht über den Kampf zur Freude, und genauso die Wand. Dieses Detail ist der Kampf: der dunkle Mittelteil vor dem Schlusschor, den Klimt als Chor der Engel und umarmendes Paar malte.

Ist der Beethovenfries II auf Leinwand oder auf eine Wand gemalt, und ist Ihr Gold echt?

Das Original ist direkt auf die Wand gemalt: Kaseinfarbe auf Putz, mit Stuck, Glas, Perlmutt und Gold. Unsere Fassung ist in Öl auf Leinwand gemalt. Die Goldakzente sind weder Blattgold noch gedruckt; der Maler trägt Goldfarbe mit dem Pinsel von Hand auf, sodass die Spiralen warm glänzen wie an der Wand in Wien.

Was ist der Unterschied zwischen Beethovenfries I und Beethovenfries II?

Beide sind Details derselben Schmalwand, der feindlichen Gewalten. Beethovenfries I zeigt die drei Gorgonen mit Krankheit, Wahnsinn und Tod darüber, eine kühlere und stillere Szene. Beethovenfries II zeigt den Riesen Typhoeus mit Wollust, Unkeuschheit und Unmäßigkeit, wärmer in der Farbe und dramatischer. Nebeneinander gehängt ergeben sie ein großes Stück derselben Wand.

In welchen Formaten kann ich den Beethovenfries II bestellen?

Es gibt acht Hochformate, von 50 x 60 cm bis 150 x 190 cm, darunter 80 x 100 und 100 x 120 cm. Sie folgen der Form dieses Details. Wenn Ihre Wand etwas anderes braucht, malen wir es nach Maß, auch als breiteren Ausschnitt des Frieses, und nennen Ihnen vorab Preis und Lieferzeit.

Wo hängt man den Beethovenfries II am besten auf?

Dieses Kunstgemälde braucht Platz und gutes Licht, etwa im Arbeitszimmer, im Esszimmer, im Flur oder über dem Sofa. Die nackten Figuren und der dunkle Riese wirken stark, deshalb passt das Gemälde eher in einen Raum für Erwachsene als ins Kinderzimmer. Geben Sie ihm eine ruhige Wand für sich, damit Gold und Blau zur Geltung kommen.

  • Motiv: der Riese Typhoeus mit Wollust, Unkeuschheit und Unmäßigkeit von der Schmalwand des Beethovenfrieses.
  • Original: 1901–1902, Kasein und Gold auf Putz, Secession, Wien.
  • Unsere Fassung: handgemalt in Öl auf Leinwand, Goldakzente in Goldfarbe, acht Formate oder nach Maß.
  • Gut zu wissen: vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.

100 % handgemalte Gemälde

Jedes Gemälde malt ein Künstler mit dem Pinsel auf Leinwand – niemals ein Druck.

Gemälde nach Wunsch

Wir malen alles: Ihr Motiv, Ihre Farben, Ihre Wunschmaße. Schreiben Sie uns: info@svetslik.si

Ihr Gemälde in Ihrem Raum – noch vor dem Kauf

Mit digitaler Visualisierung beraten wir Sie bei der Platzierung des Gemäldes an Ihrer Wand.

Bilderrahmen in 3D auswählen

Realistische 3D-Ansicht jedes Rahmens am gewählten Gemälde + persönliche Beratung.

15+ Jahre Erfahrung

Unsere Künstler malen seit 2009, mit Referenzen im In- und Ausland.