Beschreibung
Goldfische ist Klimts Gemälde von 1901–1902: eine hohe, schmale Leinwand mit nackten Wassernixen, unten eine rothaarige Frau, die sich über die Schulter nach uns umsieht, darüber ein großer goldener Fisch mit starrem Auge. Das Original, Öl und Blattgold auf Leinwand, besitzt das Kunstmuseum Solothurn in der Schweiz. Wir malen es von Hand in Öl auf Leinwand, in Hochformaten bis zur Originalgröße oder nach Maß, und vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Goldfische |
| Weitere Titel: | An meine Kritiker · Goldfish |
| Maler: | Gustav Klimt (1862–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1901–1902 |
| Originalgröße: | 181 cm x 66,5 cm |
| Originaltechnik: | Öl und Blattgold auf Leinwand |
| Malstil: | Wiener Secession, Goldene Periode |
| Standort: | Kunstmuseum Solothurn, Dübi-Müller-Stiftung, Schweiz |
| Unsere Reproduktion: | Handgemaltes Öl auf Leinwand, Gold mit Goldfarbe, Hochformate oder nach Maß |
Goldfische – Gustav Klimt
Was zeigt das Gemälde?
Die Leinwand ist fast dreimal so hoch wie breit, und wir sehen sie wie einen Blick durch tiefes Wasser, vom Grund bis zur Oberfläche. Ganz unten liegt eine rothaarige Frau, die uns den Rücken zukehrt; sie dreht den Kopf über die Schulter und sieht uns mit einem leicht spöttischen Lächeln an. Ihr langes, feuerrotes Haar breitet sich im Wasser aus, der Körper ist weich und warm gemalt, in starkem Gegensatz zum dunklen Grund.
Über ihr schwimmt ein großer goldener Fisch mit starrem, rundem Auge, der fast wie ein dritter Betrachter im Gemälde wirkt. Weiter oben tauchen im dunklen Wasser weitere Frauengesichter auf und eine liegende Gestalt mit langem Haar, das die Strömung nach oben trägt. Über die ganze Leinwand ist Gold verstreut: kleine Punkte, Plättchen und Funken, die auf dem dunklen Wasser wie Schuppen oder Luftblasen glänzen.
Warum wollte Klimt das Gemälde angeblich An meine Kritiker nennen?
Um 1900 malte Klimt für die Wiener Universität große Deckengemälde, die Philosophie, Medizin und Jurisprudenz darstellten. Die nackten Figuren und die dunkle, rätselhafte Symbolik lösten heftige Reaktionen aus: Professoren und Zeitungen warfen ihm Unanständigkeit vor, über die Gemälde wurde sogar im Parlament gestritten. Klimt war gekränkt und antwortete seinen Kritikern nicht mit Worten, sondern mit dem Pinsel.
Nach einer oft erzählten Geschichte wollte er die Goldfische zunächst An meine Kritiker nennen. Die Frau, die dem Betrachter den Rücken zeigt und ihm über die Schulter zulächelt, sei seine sehr deutliche Antwort gewesen. Freunde sollen ihm diesen Titel ausgeredet haben, und das Gemälde blieb nach dem Fisch benannt. Belegen lässt sich die Geschichte durch kein Dokument, zum Geist des Werks passt sie aber gut.
Was bedeutet das Gemälde?
Wasser war für Klimt eine Welt der Weiblichkeit, der Träume und der Verführung. Die Nixen sind keine Göttinnen aus dem Mythos, sondern moderne Wienerinnen, die in die Tiefe gezogen sind und dort ohne Scham leben. Fische, wogendes Haar und weiche Körperlinien erzeugen den Eindruck, dass alles schwebt und sich langsam dreht, als stünde unter der Oberfläche die Zeit still.
Das Gold ist hier nicht feierlich wie auf den Porträts, sondern verspielt: verstreut wie Licht, das durch Wasser fällt. Das Gemälde ist zugleich frech und humorvoll. Heute sucht man in ihm weniger eine Erzählung als eine Stimmung: das warme Rot der Haare, die dunkle Tiefe und das Gold, das im Abendlicht wie Funken aufleuchtet.
Wo hängt das Gemälde heute?
Das Original gehört dem Kunstmuseum Solothurn in der Schweiz, wo es Teil der Dübi-Müller-Stiftung ist. Solothurn ist eine kleine Stadt zwischen Bern und Basel, und damit ist dies eines der wenigen Hauptwerke Klimts, die nicht in Wien zu sehen sind. Wer durch die Schweiz reist, kann es im Original betrachten und erleben, wie hoch und schlank die Leinwand wirklich ist.
Das Gemälde entstand 1901 und 1902, zur selben Zeit wie Klimts berühmte Judith und kurz vor dem Beginn seiner Goldenen Periode. Das Original ist 181 cm hoch und 66,5 cm breit, also etwa so hoch wie ein erwachsener Mensch. Auch das gehört zur Wirkung: Nixen und Fisch erscheinen fast in Lebensgröße.
Wie hängen die Goldfische mit den Wasserschlangen zusammen?
Klimt kehrte über Jahre zu den Frauen im Wasser zurück. Einige Jahre nach den Goldfischen malte er die Werke Wasserschlangen I und Wasserschlangen II, in denen sich Frauenkörper mit Wasserpflanzen und Fischen verschlingen und das Gold noch reicher ist. Wer die Goldfische liebt, findet in beiden dieselbe traumhafte Unterwasserstimmung.
Frauenkörper und Gold verbinden auch das Werk Judith I, fast gleichzeitig entstanden, und das späte Werk Die Freundinnen, das 1945 verbrannte. Die Goldfische aber fallen durch ihren Humor auf: Sie gehören zu den wenigen Gemälden Klimts, bei denen man meint, der Maler lächle dem Betrachter zu.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Der Maler zeichnet zuerst mit feiner Linie die Figuren, die Gesichter, den Fisch und den Fluss der Haare auf die hohe Leinwand. Dann malt er das dunkle Wasser in mehreren Schichten, damit es Tiefe bekommt, und erst danach die Körper, weich und warm, damit die Haut vor dem dunklen Grund leuchtet. Das rote Haar der unteren Frau erhält mehrere Farbschichten, damit es lebendig und voller Bewegung wirkt.
Das Gold auf unserem Gemälde ist nicht gedruckt und auch kein Blattgold wie beim Original. Wir verwenden Goldfarbe, die der Maler von Hand mit dem Pinsel aufträgt, Punkt für Punkt und Schicht für Schicht, sodass der Fisch und die verstreuten Funken in einem warmen Goldton glänzen.
Jedes Gemälde ist eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung angefertigt, und deshalb gleicht keines dem anderen ganz. Ein Kunstdruck kann das Relief der Pinselstriche und den Glanz der Goldfarbe nicht wiedergeben, die Sie auf der Leinwand sehen und fühlen.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: 50 x 140 cm für die meisten Wände, 40 x 110 cm für eine schmale Wand zwischen Türen oder im Flur, 30 x 80 cm für den kleinsten Platz. Für eine hohe Wand oder neben der Treppe wählen Sie 60 x 165 cm oder 66 x 181 cm, die Größe des Originals, für sehr hohe Räume 80 x 220, 90 x 250 oder 100 x 270 cm.
Die gute Nachricht: Alle unsere Formate folgen dem Verhältnis des Originals, das fast dreimal so hoch wie breit ist, darum behält das Gemälde in jeder Größe seine schlanke Form. Ein solches Ölgemälde mit dunklem Wasser und goldenen Funken wirkt schön im Schlafzimmer, in einem gut belüfteten Bad oder in der Diele. Ein Gemälde fürs Wohnzimmer sollte etwa zwei Drittel der Breite des Möbels darunter einnehmen, ein schmales Hochformat füllt am schönsten die Wand neben einem Fenster oder zwischen zwei Schränken.
Hängen Sie die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden auf, über einer Kommode oder einem Sofa mit 20 bis 30 cm Abstand.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Brauchen Sie ein anderes Format, etwa für eine Nische oder eine Wand mit genau festgelegter Breite, malen wir das Gemälde nach Maß. Senden Sie uns die gewünschte Breite und Höhe, und wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit. Jedes Gemälde auf Leinwand, das wir malen, ist auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und fertig zum Aufhängen.
Für die Leiste nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv jedes unserer Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können, bevor Sie sich entscheiden – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie das Gemälde an Ihrer eigenen Wand wirkt, ist das unser separater Service der Raumplatzierung. Zum dunklen Wasser passt eine schmale Gold- oder eine schwarze Leiste.
Lieferung und Gewährleistung
Jedes Gemälde entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie daher mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewähltem Format. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, sofern Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe; passt etwas nicht, korrigieren wir es, solange die Leinwand noch in unserer Werkstatt ist. Für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Weitere Werke Klimts finden Sie in der Galerie Gustav Klimt, mehr über den Maler in unserem Beitrag mit zehn Fakten über Klimt. Wenn Sie das Gemälde verschenken und beim Format unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein: Die beschenkte Person wählt Format und Motiv selbst.
Häufige Fragen
Wo hängt das Gemälde Goldfische?
Das Original besitzt das Kunstmuseum Solothurn in der Schweiz, wo es zur Dübi-Müller-Stiftung gehört. Solothurn liegt zwischen Bern und Basel. Es ist eines der wenigen Hauptwerke Klimts, die nicht in Wien hängen, und deshalb weniger bekannt als seine Werke im Belvedere, obwohl viele Klimt-Liebhaber es zu seinen witzigsten Gemälden zählen.
Was bedeutet das Gemälde Goldfische?
Das Gemälde zeigt eine Unterwasserwelt nackter Nixen und eines großen goldenen Fisches, und Wasser war für Klimt eine Welt der Weiblichkeit, der Träume und der Verführung. Die untere Frau, die dem Betrachter den Rücken zeigt und ihm über die Schulter zulächelt, gilt als Klimts frecher Gruß an seine Kritiker. Das Werk ist zugleich kühn, verspielt und voller Gold.
Aus welchem Jahr stammen die Goldfische?
Das Gemälde entstand 1901–1902, zur selben Zeit wie Judith I und kurz vor Klimts Goldener Periode. Das Original ist 181 cm hoch und 66,5 cm breit und in Öl mit Blattgold auf Leinwand gemalt. Klimt war damals fast vierzig Jahre alt und wegen seiner Universitätsgemälde heftiger Kritik ausgesetzt.
Wollte Klimt die Goldfische wirklich An meine Kritiker nennen?
So erzählt es eine oft wiederholte Geschichte, die sich durch kein Dokument belegen lässt. Klimts Deckengemälde für die Wiener Universität wurden damals scharf angegriffen, und die Frau, die dem Betrachter den Rücken kehrt, soll seine Antwort gewesen sein. Mehr über den Maler und den Universitätsstreit lesen Sie in der Wikipedia.
Ist das Gold auf den Goldfischen echtes Gold?
Auf dem Original verwendete Klimt echtes Blattgold, das am Fisch und in den verstreuten Funken glänzt. Auf unserem ist das Gold kein Blattgold: Wir malen es mit Goldfarbe, die der Maler von Hand mit dem Pinsel aufträgt, Punkt für Punkt und Schicht für Schicht. So ist das ganze Kunstgemälde, mit dem Fisch und allen Funken, von Hand gemalt.
In welchen Formaten kann ich die Goldfische bestellen?
Es gibt Hochformate von 30 x 80 bis 100 x 270 cm, darunter 40 x 110, 50 x 140, 60 x 165 und 66 x 181 cm, die Größe des Originals. Alle folgen dem Verhältnis des Originals, daher behält das Gemälde in jeder Größe seine schlanke Form. Für eine besondere Wand malen wir es auch nach Maß und nennen den Preis im Voraus.
In welchen Raum passen die Goldfische?
Da das Gemälde nackte Figuren zeigt, hängen es die meisten ins Schlafzimmer, ins Bad oder in einen privateren Teil der Wohnung. Die schmale, hohe Form passt schön an die Wand neben einem Fenster, zwischen Türen oder neben der Treppe. Dunkles Wasser und goldene Funken wirken am schönsten in warmem Licht, also dort, wo abends eine Lampe darauf fällt.
Eignen sich die Goldfische als Geschenk?
Ja, für Klimt-Liebhaber, die etwas weniger Bekanntes als den Kuss suchen, oder für Menschen, die Wasser, das Meer und verspielten Humor lieben. Da das Gemälde Nacktheit zeigt, bedenken Sie, wo die beschenkte Person es aufhängen wird. Wenn Sie beim Format unsicher sind, wählen Sie einen Geschenkgutschein; vor dem Versand erhalten Sie immer ein Foto.
Wie lange dauert die Anfertigung der Goldfische?
Rechnen Sie mit 15 bis 45 Tagen, je nach Format. Kleinere Formate sind früher fertig, für die größten braucht der Maler mehr Zeit, weil er das dunkle Wasser in mehreren Schichten malt, dann Körper und Haare, und zuletzt das Gold von Hand aufträgt, wobei jede Schicht trocknen muss. Ist das Gemälde fertig, erhalten Sie ein Foto zur Freigabe.
- Motiv: nackte Wassernixen, eine rothaarige Frau, die über die Schulter blickt, und ein großer goldener Fisch im dunklen Wasser.
- Original: 1901–1902, 181 x 66,5 cm, Kunstmuseum Solothurn, Schweiz.
- Unsere Fassung: eine handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, das Gold mit Goldfarbe, in Hochformaten oder nach Maß.
- Gut zu wissen: vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.









































