Beschreibung
Judith I ist Klimts Gemälde von 1901: die biblische Heldin mit halb geschlossenen Augen und breitem goldenem Halsband, am äußersten Rand der Leinwand der abgeschlagene Kopf des Holofernes. Das Original, Öl und Blattgold auf Leinwand, hängt im Oberen Belvedere in Wien. Wir malen es von Hand in Öl auf Leinwand, in drei Formaten oder nach Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Judith I |
| Weitere Titel: | Judith und Holofernes · Judith · Giuditta I |
| Maler: | Gustav Klimt (1862–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1901, signiert links unten Gustav Klimt |
| Originalgröße: | 84 cm x 42 cm |
| Originaltechnik: | Öl und Blattgold auf Leinwand |
| Malstil: | Wiener Secession, Goldene Periode |
| Standort: | Österreichische Galerie Belvedere, Oberes Belvedere, Wien (Inv.-Nr. 4737) |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, das Gold mit Goldfarbe, drei Formate oder nach Maß |
Judith I – Gustav Klimt
Was zeigt das Gemälde?
Eine junge Frau mit dichtem dunklem Haar blickt uns direkt an. Den Kopf leicht zurückgelegt, die Augen halb geschlossen, die Lippen leicht geöffnet. Um den Hals trägt sie ein breites goldenes Halsband mit Steinen, über Schultern und Brust fällt ein durchscheinender Stoff mit Goldmustern, eine Brust ist entblößt. Erst auf den zweiten Blick entdecken wir rechts unten, ganz am Rand der Leinwand, einen Männerkopf mit geschlossenen Augen: Holofernes. Das Belvedere hält fest, dass sie ihn beinahe zärtlich hält, als wolle sie ihn aus dem Gemälde schieben.
Der Hintergrund ist flaches Gold, mit Bäumen und Ranken, die zum Ornament geworden sind. Gesicht und Körper sind weich und lebensnah gemalt, alles um sie herum ist Fläche, Muster und Metall. Auf dem originalen Rahmen steht oben JUDITH UND HOLOFERNES, Klimt ließ also keinen Zweifel, welche Geschichte er erzählt.
Wer war Judith, und warum hält sie einen Kopf?
Judith ist die Heldin einer biblischen Erzählung: eine fromme, keusche Witwe, die, als ein feindliches Heer ihre Stadt belagerte, ins Lager des Gegners ging, den Feldherrn Holofernes mit göttlicher Hilfe betrunken machte und ihm dann den Kopf abschlug, um ihr Volk zu befreien. Das Belvedere betont, dass diese Geschichte schon oft gemalt worden war.
Klimt hat sie auf den Kopf gestellt. Seine Judith ist keine fromme Retterin, sondern eine verführerische, gefährliche Frau, die den Betrachter durch halb geschlossene Lider ansieht, während der besiegte Mann an den Rand gedrängt ist. Das Museum schreibt, dass für den männlichen Aggressor kein Platz mehr bleibt: Klimt machte aus einer Geschichte des Widerstands in einem politischen Konflikt einen Kampf der Geschlechter und aus Judiths Triumph eine gefährlich verlockende Ikone der Weiblichkeit.
Was bedeutet das Gemälde?
Die meisten Deutungen sehen in Judith I eine der ersten und stärksten Femmes fatales Klimts, jener verhängnisvollen Frauen, die die Wiener Kunst um 1900 prägten. Die Macht liegt nicht mehr im Schwert, sondern im Blick: Sie sieht uns als Siegerin an, der Mann ist kaum mehr als ein Teil des Rahmens. Das Gold ist dabei nicht nur Schmuck, es hebt die Szene aus dem Alltag in etwas beinahe Heiliges.
Die Zeitgenossen lasen es auf ihre Weise. Ein Kritiker schrieb, diese mondäne Wiener Judith sei viel mehr Salome als Judith, und deshalb wird das Gemälde bis heute oft mit Salome verwechselt, die als Lohn für ihren Tanz den Kopf Johannes des Täufers verlangte. Der Kritiker Ludwig Hevesi nannte die Judith 1903 die vergoldete Nussschale, in die der Künstler sein ganzes Phantasiekönnen hineingepresst habe, wie ein Gift in einen kostbaren Ring.
Wo wurde Judith I zuerst gezeigt?
Klimt zeigte das Werk erstmals im März 1901 auf der zehnten Ausstellung der Wiener Secession, der Künstlervereinigung, die er mitbegründet hatte. Nur wenige Tage nach der Eröffnung erschien eine erste Beschreibung, die von einem halb entblößten, zarten Körper sprach, überstreut mit Goldschmuck und Edelsteinen. Das Gemälde entstand kurz vor Klimts Goldener Periode und kündigt sie in vielem an.
Heute gehört es der Österreichischen Galerie Belvedere, Inventarnummer 4737, und hängt im Oberen Belvedere, im selben Haus wie Der Kuss. Signiert ist es links unten, Gustav Klimt.
Judith I oder Judith II – worin liegt der Unterschied?
Klimt hat Judith zweimal gemalt. Dieses Gemälde, Judith I von 1901, ist eine Halbfigur vor Goldgrund, die Frau blickt den Betrachter direkt an, der Kopf liegt in einer Ecke. Die andere Fassung, Judith II (Salome), entstand 1909: hoch und schmal, ganz anders komponiert, und viele kennen sie schlicht als Salome.
Wenn Sie Klimts Gold in seiner bekanntesten Form wollen und ein Gesicht, das Ihren Blick erwidert, wählen Sie Judith I. Aus denselben Jahren malen wir auch Der Kuss, Adele Bloch-Bauer I und Hoffnung II.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Der Maler zeichnet zuerst die Figur, das Gesicht, die Hände und die Lage des Kopfes am Rand an. Dann malt er Gesicht und Körper weich in mehreren Schichten, damit die Haut Wärme bekommt, erst danach das dunkle Haar, den durchscheinenden Stoff und den Hintergrund. Zuletzt folgt das Ornament: das Halsband mit den Steinen, die Muster im Stoff und die Bäume dahinter.
Das Gold auf unserem Gemälde ist nicht gedruckt und auch kein Blattgold wie beim Original. Wir verwenden Goldfarbe, die der Maler von Hand mit dem Pinsel aufträgt, Schicht für Schicht, sodass Hintergrund und Schmuck in einem warmen Goldton leuchten.
Jedes Gemälde ist eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung angefertigt, und deshalb gleicht keines dem anderen ganz. Ein Kunstdruck kann das Relief der Pinselstriche und den Glanz der Goldfarbe nicht wiedergeben, die Sie auf der Leinwand sehen und fühlen.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: 70 x 80 cm für die meisten Wände, 50 x 60 cm für eine schmale Wand zwischen Türen oder einen Flur, 60 x 70 cm für alles dazwischen. Das sind die drei Formate: 50 x 60, 60 x 70 und 70 x 80 cm.
Gut zu wissen: Das Original ist doppelt so hoch wie breit, unsere drei Formate sind breiter als dieses Verhältnis, ihre Form weicht also vom Original ab. Wenn Sie Judith in der Form möchten, in der Klimt sie gemalt hat, wählen Sie die Maßanfertigung im nächsten Abschnitt. Ein solches Ölgemälde mit Goldgrund wirkt schön im Schlafzimmer, im Arbeitszimmer oder in einem gut beleuchteten Flur. Ein Gemälde fürs Wohnzimmer sollte etwa zwei Drittel der Breite des Möbels darunter einnehmen.
Hängen Sie die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden auf, über einer Kommode oder einem Sofa mit 20 bis 30 cm Abstand.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Wenn Sie Judith im Verhältnis des Originals möchten, eins zu zwei, malen wir sie nach Maß, etwa 40 x 80 oder 50 x 100 cm. Senden Sie uns die gewünschte Breite und Höhe, und wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit. Jedes Gemälde auf Leinwand, das wir malen, ist auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und fertig zum Aufhängen.
Für die Leiste nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv jedes unserer Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können, bevor Sie sich entscheiden – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie das Gemälde an Ihrer eigenen Wand wirkt, ist das unser separater Service der Raumplatzierung. Zum Goldgrund passt ein warmer Gold- oder ein dunkler Holzrahmen.
Lieferung und Gewährleistung
Jedes Gemälde entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie daher mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewähltem Format. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, sofern Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Weitere Werke Klimts finden Sie in der Galerie Gustav Klimt, mehr über den Maler in unserem Beitrag mit zehn Fakten über Klimt. Wenn Sie das Gemälde verschenken und beim Format unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein: Die beschenkte Person wählt Format und Motiv selbst.
Häufige Fragen
Wo hängt Judith I – im Oberen oder im Unteren Belvedere?
Im Oberen Belvedere in Wien, wo die Österreichische Galerie Belvedere das Werk unter der Inventarnummer 4737 führt. Es hängt im selben Palais wie Klimts Der Kuss, beide lassen sich also bei einem Besuch sehen. Erstmals gezeigt hat Klimt es im März 1901 auf der zehnten Ausstellung der Wiener Secession, die er mitbegründet hatte.
Was bedeutet Judith I?
Judith I ist Klimts Fassung der biblischen Heldin, die den feindlichen Feldherrn Holofernes enthauptete, um ihr Volk zu retten. Aus der frommen Witwe machte er eine Femme fatale, die uns triumphierend durch halb geschlossene Lider ansieht. Das Belvedere schreibt, er habe eine Geschichte des Widerstands in einen Kampf der Geschlechter verwandelt. Mehr dazu in der Wikipedia.
Aus welchem Jahr stammt Judith I?
Judith I stammt aus dem Jahr 1901. So datiert das Belvedere das Werk, und signiert ist es links unten, Gustav Klimt. Im selben Jahr stellte der Maler es auf der zehnten Ausstellung der Wiener Secession erstmals aus. Es entstand einige Jahre vor dem Kuss und gilt als einer der ersten Schritte in seine Goldene Periode, als er echtes Blattgold in seine Leinwände einarbeitete.
Wer stand Modell für Judith I?
Das weiß niemand mit Sicherheit. Ältere Literatur nennt oft Adele Bloch-Bauer, die Klimt später in seinem berühmten goldenen Porträt malte, doch das Belvedere weist darauf hin, dass diese Vermutung umstritten und nie bestätigt ist. Die Zeitgenossen erkannten in ihr vor allem eine Wienerin ihrer eigenen Tage, nicht zuletzt wegen einer Frisur, die damals in Mode war.
Ist Judith I in Wahrheit Salome?
Nein, das Gemälde zeigt Judith, wie die Inschrift JUDITH UND HOLOFERNES oben auf dem originalen Rahmen bestätigt. Die Verwechslung ist alt: Schon einer der ersten Kritiker schrieb, diese Wiener Judith sei viel mehr Salome als Judith. In der Bibel verlangte Salome als Lohn für ihren Tanz den Kopf Johannes des Täufers, Judith dagegen schlug Holofernes den Kopf selbst ab.
Warum ist so viel Gold in Judith I, und ist das Gold auf Ihrem Gemälde echt?
Klimt arbeitete in das Original echtes Blattgold ein, denn in seiner Goldenen Periode hob das Gold ein Gemälde aus dem Alltäglichen ins beinahe Heilige. Auf unserem ist das Gold kein Blattgold: Wir malen es mit Goldfarbe, die der Maler von Hand mit dem Pinsel aufträgt, Schicht für Schicht. So ist das ganze Kunstgemälde, mit Goldgrund und Schmuck, von Hand gemalt.
Was ist der Unterschied zwischen Judith I und Judith II?
Judith I von 1901 ist eine Halbfigur vor Goldgrund, die Frau blickt uns direkt an, der Kopf des Holofernes liegt rechts unten am Rand. Judith II entstand 1909, ist hoch und schmal, anders komponiert und wird oft Salome genannt. Bei uns können Sie beide bestellen; wählen Sie Judith I, wenn Sie die Goldene Periode in ihrer bekanntesten Form möchten.
In welchen Formaten kann ich Judith I bestellen?
Es gibt drei Formate: 50 x 60, 60 x 70 und 70 x 80 cm. Sie sind breiter als das Verhältnis des Originals, das doppelt so hoch wie breit ist. Wenn Sie die Form möchten, in der Klimt das Werk gemalt hat, malen wir es für Sie nach Maß, etwa 40 x 80 oder 50 x 100 cm, und nennen Ihnen Preis und Lieferzeit im Voraus.
In welchen Raum passt Judith I?
Judith I wirkt am besten in einem Raum mit gutem, warmem Licht, in dem das Gold leuchten kann, etwa im Schlafzimmer, im Arbeitszimmer oder im Flur. Als Hochformat passt das Gemälde gut an eine schmale Wand, zwischen Türen oder neben einen Schrank. Ihr Blick ist stark, also lassen Sie ihr etwas Raum und umgeben Sie sie nicht mit weiteren Gemälden.
- Motiv: die biblische Judith mit Goldschmuck und dem Kopf des Holofernes am Rand der Leinwand.
- Original: 1901, 84 x 42 cm, Oberes Belvedere, Wien.
- Unsere Fassung: eine handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, das Gold mit Goldfarbe, in drei Formaten oder nach Maß.
- Gut zu wissen: vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.









































