Beschreibung
Selbstbildnis mit Strohhut – der andere Hut
Der Maler hat sich beinahe von vorn gemalt, den Kopf leicht gewendet. Darauf sitzt ein breiter Strohhut, in kräftigem Gelb angelegt, mit einer Krempe, die rechts herabfällt, und einem dunkleren Band um den Kopf. Ein dichter brauner Bart bedeckt den Kiefer und den größten Teil des Mundes, und die Augen blicken nach links. Das untere Drittel füllt ein sehr dunkler grünschwarzer Rock. Dahinter steht eine blass olivfarbene Wand mit großen, weich gezeichneten Blütenformen. Die Leinwand misst 34,9 × 28,9 cm, entstand 1878 bis 1879 und wird im Museum of Modern Art in New York aufbewahrt. Bei uns übernimmt sie die Hand des Malers: ein handgemaltes Gemälde auf Leinwand, Öl auf Leinwand.
Zwei Hüte, sechzehn Jahre auseinander
Dieses Gesicht kennen Sie bereits – es trägt auch das Selbstbildnis mit weichem Hut, nur zählt der Maler dort fünfundfünfzig Jahre und trägt einen weichen Filzhut. Hier zählt er neununddreißig oder vierzig, der Bart ist noch braun und nicht grau, und die Kopfbedeckung ist aus Stroh. Zwei Leinwände, derselbe Mann, sechzehn Jahre dazwischen – und gerade die Kopfbedeckung ist es, woran man sie auf den ersten Blick unterscheidet. Das Werkverzeichnis führt beide unter demselben Stichwort.
Die Tapete hinter dem Kopf
Die Wand hinter dem Maler ist nicht leer: über sie laufen große, weich gezeichnete Blütenformen, die das Werkverzeichnis unter den Motiven als geblümte Tapete aufführt. Dasselbe Muster, aus derselben Zeit, steht auch hinter dem Obst der Milchkanne und Äpfel – dort haben wir uns bei der Tapete länger aufgehalten, hier genüge, dass der Grund dieses Bildnisses ein Zimmer ist und kein Atelierbehang.
Ein Werk, das nicht bis an den Rand reicht
An allen vier Seiten hört die Farbe auf, ehe sie den Rand erreicht: um die Darstellung bleibt ein Streifen nackter Leinwand stehen, am breitesten links und unten. Das Werk ist somit sichtbar ein Stück Tuch, auf dem die Darstellung in die Mitte gesetzt und nicht bis zum Ende gezogen ist. Wie der Maler mit der unbedeckten Grundierung auch innerhalb der Darstellung umgeht, sagt genauer Die Pappeln. Die Datierung dieses Werks ist im Übrigen ungewöhnlich weit gestreut: Rewald setzt es auf 1878-1879, während der Sohn des Malers – der auch der erste bekannte Eigentümer war – auf Vollards Archivfotografie “circa 1883” schrieb.
Weil das Original klein ist, liest sich diese Leinwand in großen Formaten anders als im Museum: die dort kleinteiligen Züge werden hier zu breiten Flächen aus Gelb und Dunkelgrün. Deshalb wirkt sie gut als Einzelstück an einer schmalen Wand, im Flur oder zwischen Bücherregalen. Weil die Leinwand hochformatig ist, beginnt das kleinste Maß bei 41 × 50 cm, das größte misst 149 × 180 cm. Zwischenmaße spannen wir nach Maß, und wie es gerahmt wirkt, zeigt unsere Anwendung für die 3D-Ansicht. Unter unseren Kunstgemälden auf Leinwand ist dies eines der beiden Gesichter des Malers.
- Motiv: Selbstbildnis mit Strohhut, Paul Cézanne, 1878-1879, Museum of Modern Art, New York
- Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
- Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondergröße nach Maß
- Wissenswertes: dasselbe Gesicht unter anderer Kopfbedeckung kehrt sechzehn Jahre später wieder









































