Beschreibung
Die Pappeln – die Leinwand, die Cézanne atmen lässt
Die Pappeln ist eine jener Landschaften Cézannes, in denen die Farbe absichtlich nicht alles zudeckt. Die schlanken Stämme steigen in einer Reihe in dichtes, bewegtes Laub, unten dehnt sich eine Wiese mit einem schmalen Weg, und zwischen den Bäumen leuchtet rechts eine niedrige Steinmauer. Die Leinwand misst etwa 65 × 80 cm, entstand 1879-1880 und wird im Musée d’Orsay in Paris aufbewahrt (Inv. RF 2324). Bei uns entsteht sie als handgemaltes Gemälde auf Leinwand, in Öl gemalt.
Der weiße Grund, der zwischen den Strichen durchscheint
Wer nah herantritt, bemerkt etwas Ungewöhnliches: zwischen den Strichen scheint fast überall der weiße Grund der Leinwand durch. Cézanne malte in diesen Jahren mit schrägen, parallel gesetzten Strichen und verschmolz sie nicht zu einer glatten Fläche – dazwischen ließ er die unbedeckte Grundierung atmen. Gerade diese hellen Lücken geben der Szene Licht und Unruhe, sodass das Grün keine schwere Masse bleibt, sondern flimmert. Ein flacher Druck kann das nicht wiedergeben, weil er die Striche zu einer gleichmäßigen Fläche verschmilzt und der weiße Grund verschwindet.
Wie man eine Wand aus Grün malt
Eine vom Laub beherrschte Landschaft ist eine undankbare Aufgabe: alles ist grün und alles scheint gleich weit entfernt. Cézanne löste sie, indem er die Senkrechte der Pappeln gegen die wirre Masse der übrigen Bäume stellte. Die geraden Vertikalen wirken als Gerüst, an dem das Auge Ordnung findet, alles andere darf sich in Bewegung auflösen. Deshalb ist dies keine idyllische Kulisse nach Art der Schule von Barbizon, sondern eine gebaute Szene.
An der Viosne bei Pontoise
Das Motiv entstand an der Viosne bei Pontoise; das Museum bringt es mit der Umgebung des Schlosses Marcouville in Verbindung, auch wenn die Quellen über den genauen Ort nicht ganz einig sind. Dort hatte einige Jahre zuvor Camille Pissarro gearbeitet, der ältere Weggefährte, der Cézanne die Malerei unter freiem Himmel eröffnete. Die Leinwand ging durch mehrere private Hände und kam 1921 als Vermächtnis von Joseph Reinach in die französischen Nationalsammlungen.
Zu Hause wirken Die Pappeln am besten dort, wo genug Abstand bleibt, damit das Grün atmen kann – über einem langen Sofa, entlang einer Treppe oder im Arbeitszimmer. Grün und Ocker sind ruhige Farben, deshalb ermüdet die Szene auch in einem lange genutzten Raum nicht. Sie ist in fünfzehn Formaten zu haben, von 50 × 40 cm bis 180 × 145 cm; ist keines das richtige, spannen wir die Leinwand nach Maß. Wie die Szene gerahmt wirkt, prüfen Sie in unserer Anwendung für die 3D-Ansicht. Wenn Sie unter unseren Kunstgemälden auf Leinwand weitere Landschaften Cézannes interessieren, sehen Sie Dorfstraße, Auvers, Das Haus des Père Lacroix in Auvers und Die große Pinie.
- Motiv: Die Pappeln, Paul Cézanne, 1879-1880, Musée d’Orsay, Paris (RF 2324)
- Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
- Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondergröße nach Maß
- Wissenswertes: zwischen den schrägen Strichen ließ der Maler den weißen Grund bewusst offen









































