Beschreibung
Allerheiligen I ist ein Gemälde von Wassily Kandinsky aus dem Sommer 1911: eine querformatige Komposition, in der sich grüne, weiße, rote, blaue und gelbe Flächen in dichten, kurzen Strichen verschränken, während von oben links ein langes goldenes Band in die Szene hineinragt. Das Original bewahrt das Lenbachhaus in München. Bei uns entsteht das Werk als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, in acht Größen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Allerheiligen I |
| Weitere Titel: | All Saints I · Jüngster Tag |
| Maler: | Wassily Kandinsky (1866–1944) |
| Entstehungsjahr: | 1911 |
| Originalgröße: | 64,8 cm x 50 cm |
| Originaltechnik: | Öl und Gouache auf Pappe |
| Malstil: | Expressionismus (Der Blaue Reiter) |
| Standort: | Lenbachhaus, München (Inv.-Nr. GMS 71) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 8 Größen von 40 x 30 cm bis 150 x 120 cm, auf Wunsch nach Maß |
Allerheiligen I – Wassily Kandinsky
Wovon erzählt das Gemälde?
Das Museum deutet es als zwei Themen zugleich. Das Fest Allerheiligen hat Kandinsky laut dem Eintrag des Museums auf eigenwillige Weise mit dem Jüngsten Gericht verbunden und das Werk in einen endzeitlichen Zusammenhang gerückt; er selbst nannte es auch Jüngster Tag. Ausgangspunkt war eine Hinterglasmalerei: In zwei Briefen an Gabriele Münter im Sommer 1911 nennt Kandinsky sie selbst als Anfang. Auf der Pappe, so das Museum, gibt er die Darstellung des Glases verhüllt und teilweise verändert wieder, weshalb man die Figuren suchen muss. Vorsichtig fügt das Museum hinzu, dass er mit den verhüllten Formen möglicherweise die letzte Wahrheit des Werks ausdrücken wollte.
Was ist auf dem Gemälde zu sehen?
Auf den ersten Blick wirkt es wie ein abstraktes Gemälde: Die Fläche ist fast ganz mit kurzen, dicken Strichen bedeckt, ohne leeren Grund. Oben links spannt sich aus der Ecke ein langes gelbgoldenes Band über das Werk zur Mitte hin, am Rand liegt eine dunkle Form mit gelben und weißen Streifen. Oben rechts krümmt sich ein großer olivbrauner Bogen. Die Mitte nehmen eine große grüne und eine weiße Fläche ein, über der weißen sitzt ein bläulich grauer Kopf. Links der Mitte steht eine weiße, gezackte Form, darüber ein orangeroter Kreis und ein blauer Fleck, weiter unten ein kleines blaues Dreieck. Unten windet sich eine dunkelbraune, fast schwarze Masse, rechts davon eine gelbe Form. Am rechten Rand liegen ein gelber Streifen, rote und rosa Flecken, in der unteren linken Ecke das Monogramm K im Dreieck. Das Museum erkennt in diesen Formen zwei große, umschlungene Heilige in der Mitte, kleinere Menschengruppen neben ihnen, unten eine weibliche Halbfigur in gelber Kutte mit ausgestrecktem Arm, links den bewaffneten Georgsritter auf weißem Pferd und vor ihm ein walnussgroßes Boot mit blauem Segel, über allem die einstürzenden Türme der Stadt auf dem Hügel.
Warum zwei Engel mit Posaunen?
Laut dem Museum rahmen zwei posaunende Engel mit riesigen Instrumenten das Geschehen von oben ein, und die goldene Trompete des linken fährt weit in das Gemälde hinein. Das ist das lange goldene Band oben links. Das Museum nennt dieses Motiv entscheidend für den ganzen Themenkreis, weil es Allerheiligen mit den Posaunen des Jüngsten Gerichts verbindet. Den großen Bogen oben rechts kann man als Instrument des zweiten Engels lesen.
Wann und wo ist es entstanden?
Das Museum datiert das Werk auf Juli oder August 1911. Es gehört zu Kandinskys fruchtbaren Jahren in Murnau, und nach den Worten des Museums kamen seit 1910 christliche Motive in sein Werk: der heilige Georg, die Apokalypse und das Jüngste Gericht. Diese Motive gingen dann verschlüsselt in seine großen abstrakten Gemälde vor dem Ersten Weltkrieg ein, zuerst in Komposition V, später in Komposition VI und VII. Das Museum versteht sie auch als Schlüssel zur Bewegung des Blauen Reiters, die eine neue, geistige Epoche der Kunst suchte.
Wem hat das Gemälde gehört?
Das Museum veröffentlicht die Provenienz. Kandinsky überließ das Werk Gabriele Münter, die es von 1926 bis 1957 in Murnau bewahrte. 1957 schenkte sie es der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München, wo es unter der Inventarnummer GMS 71 verzeichnet ist. Dasselbe Museum besitzt auch Allerheiligen II, ein größeres Werk in Öl auf Leinwand aus demselben Jahr.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Das Original ist in Öl und Gouache auf Pappe gemalt, wir malen es in Öl auf Leinwand; die Oberfläche unterscheidet sich daher etwas, Farben und Proportionen bleiben. Der Maler arbeitet nach einer hochauflösenden Vorlage und baut das Gemälde in Schichten auf. Bei diesem Motiv kommt es auf den dichten, heftigen Strich an: Fast nirgends gibt es eine ruhige Fläche, jeder Fleck muss die Richtung des Pinsels behalten, und das goldene Band muss oben der hellste Teil bleiben. Ein Ölgemälde behält seine Farben über viele Jahre, denn Öl verblasst nicht wie ein Druck. Da jede handgemalte Kopie einzeln entsteht, gleichen sich zwei Exemplare nie bis ins Letzte; gleich bleiben Motiv, Proportionen und Farben.
Welches Maß für welche Wand?
Das Original misst 64,8 x 50 cm; bei unserem Maß 65 x 50 cm ist die Breite 2 mm größer und die Höhe dieselbe. Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es am besten in 80 x 60 oder 90 x 70 cm, wo die Striche auch aus der Entfernung gut zu sehen sind. Die Maße 40 x 30 und 50 x 40 cm passen über einen Schreibtisch oder in den Flur, 65 x 50 und 70 x 50 cm ins Schlafzimmer, 120 x 90 und 150 x 120 cm an große Wände. Da das Werk sehr farbig ist, braucht es eine ruhige Wand ohne weitere Werke daneben.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Passt keines der acht Maße zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihren Maßen; das ist unser Gemälde nach Maß, und wir sagen Ihnen dabei auch, wie sich die Szene an das geänderte Seitenverhältnis anpasst. Jede Leinwand wird auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt. Ein Rahmen ist nicht verpflichtend und im Grundpreis nicht enthalten.
Lieferung und Gewährleistung
Da jedes Gemälde auf Leinwand bei uns erst nach der Bestellung in unserem Atelier in Slowenien entsteht, rechnen Sie je nach Maß mit 15 bis 45 Tagen. Wir versenden geschützt, versichert und mit Sendungsverfolgung, innerhalb der EU ohne Zoll. Stimmt beim Empfang etwas nicht, melden Sie sich, und wir regeln es. Alle unsere Kandinsky-Reproduktionen versammelt die Galerie Wassily Kandinsky; den Maler stellt unser Artikel über Wassily Kandinsky vor. Verwandte Werke finden Sie bei uns außerdem unter Komposition V, Komposition VI und Komposition VII.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Es gehört der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München, Inventarnummer GMS 71, als Teil der Schenkung Gabriele Münters von 1957. Der Katalogeintrag des Museums ist auf der Seite des Lenbachhauses zu finden.
Wie groß ist das Original?
Es misst 64,8 x 50 cm. Wir nennen die Breite zuerst; das Museum führt die Höhe voran, 50 x 64,8 cm. Bei unserem Maß 65 x 50 cm ist die Breite 2 mm größer und die Höhe dieselbe.
Wann ist das Werk entstanden?
Im Juli oder August 1911, in Kandinskys Murnauer Jahren. Unten links ist es mit dem Monogramm K im Dreieck bezeichnet.
Was ist auf dem Gemälde dargestellt?
Laut dem Museum Allerheiligen und das Jüngste Gericht zugleich: zwei umschlungene Heilige, der heilige Georg auf weißem Pferd, ein Boot mit blauem Segel, stürzende Türme und zwei Engel mit Posaunen, verborgen in dichten Farbstrichen.
Ist das ein Druck?
Nein. Dies ist ein Kunstgemälde, von Hand in Öl auf Leinwand gemalt; die Pinselstriche sind im Streiflicht sichtbar und lassen sich ertasten.
Welches Maß soll ich wählen?
Für ein Wohnzimmer eignen sich 80 x 60 und 90 x 70 cm am besten, für Schreibtisch oder Flur 40 x 30 oder 50 x 40 cm. Kleben Sie vor der Entscheidung ein Papier in der gewählten Größe an die Wand und lassen Sie es einen Tag hängen.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht in der Liste steht?
Ja. Wir malen auch Maße, die nicht in der Liste stehen, und sagen Ihnen, wie sich die Formen verteilen.
Wie wird geliefert?
Versichert und mit Sendungsverfolgung, innerhalb der EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Gemäldes zur Freigabe.
Warum ist das Original auf Pappe, Ihr Gemälde aber auf Leinwand?
Kandinsky malte dieses Werk in Öl und Gouache auf Pappe. Wir malen in Öl auf gespannter Leinwand, die haltbarer ist und sich ohne Glas rahmen lässt.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Es ist nicht verkäuflich und hat deshalb keinen Marktpreis. Es gehört einer öffentlichen Museumssammlung und bleibt dort; was wir anbieten, ist eine von Hand gemalte Kopie, nicht das Original, und das eine verwechseln wir nie mit dem anderen.
Eignet sich das Gemälde als Geschenk?
Ja, besonders für jemanden, der kräftige Farben und Werke mit einer Geschichte mag. Sind Sie bei Motiv oder Maß unsicher, gibt es einen Geschenkgutschein, und die Entscheidung bleibt der beschenkten Person.
- Motiv: Allerheiligen und Jüngstes Gericht: umschlungene Heilige, der heilige Georg auf weißem Pferd, Engel mit Posaunen, in dichten Farbstrichen
- Original: Lenbachhaus, München, Inv.-Nr. GMS 71, 1911, Öl und Gouache auf Pappe, 64,8 x 50 cm
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Maße von 40 x 30 bis 150 x 120 cm, auf Keilrahmen, auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: Kandinsky nannte das Werk auch Jüngster Tag; es geht auf seine Hinterglasmalerei zurück









































