Beschreibung
Die Dornenkrönung ist ein Gemälde Caravaggios, wahrscheinlich um 1602–1604 entstanden, vielleicht aber erst um 1607, denn die Datierung ist umstritten: Christus sitzt mit nacktem Oberkörper und rotem Mantel vornübergebeugt da, ein Schilfrohr in den gefesselten Händen, zwei Peiniger drücken ihm mit Stöcken die Dornenkrone auf den Kopf, und im Vordergrund lehnt ein Mann in Rüstung, mit dem Rücken zu uns, an einem Geländer und schaut zu. Das Original, Öl auf Leinwand, ist 127 cm hoch und 165,5 cm breit und hängt im Kunsthistorischen Museum in Wien. Unser Maler malt es Ihnen von Hand in Öl auf Leinwand, in 8 Querformaten von 56 x 41 bis 200 x 159 cm oder nach Maß, und vor dem Versand bekommen Sie ein Foto des fertigen Werks.
| Titel: | Die Dornenkrönung |
| Weitere Titel: | Incoronazione di spine · The Crowning with Thorns |
| Maler: | Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571–1610) |
| Entstehungsjahr: | um 1602–1604 oder um 1607 |
| Originalgröße: | 127 cm x 165,5 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Barock, Tenebrismus |
| Standort: | Kunsthistorisches Museum, Wien, Österreich |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Die Dornenkrönung – Caravaggio
Was sieht man auf dem Gemälde Die Dornenkrönung?
Die Szene ist quer angelegt und eng gedrängt, vier Gestalten rücken zusammen wie in einem schmalen Raum. In der Mitte sitzt Christus. Sein Oberkörper ist nackt und nach vorn gedreht, der Kopf gesenkt, über Schultern und Knie fällt ein roter Mantel. In den gefesselten Händen hält er ein dünnes Schilfrohr.
Hinter ihm stehen zwei Peiniger. Jeder hält einen Stock und presst damit die Dornenkrone nach unten, auf das Haupt Christi. Ihre Arme und Stöcke kreuzen sich über ihm, sodass der Blick ständig zwischen ihren Gesichtern und seinem hin und her wandert.
Ganz vorn, dem Betrachter den Rücken zugewandt, stützt sich ein Mann in Rüstung auf ein Geländer. Er greift nicht ein, er sieht nur zu. Das Licht kommt von links oben: Es gleitet über die Schultern Christi und den roten Mantel, blitzt auf dem Harnisch auf, alles andere versinkt im Dunkel.
Was bedeutet die Szene der Krönung?
Die Dornenkrönung gehört zur Passion. Vor der Kreuzigung setzte man Christus gewaltsam eine Krone aus Dornen auf, um seinen Anspruch auf Herrschaft zu verspotten. Die Krone, eigentlich ein Zeichen der Ehre, wird hier zum Zeichen des Hohns.
Wikipedia nennt zwei weitere Einzelheiten. Der gekrümmte, verdrehte Körper Christi ist vom Torso vom Belvedere beeinflusst, einer berühmten antiken Skulptur. Außerdem war das Gemälde als Supraporte gedacht, also für den Platz über einer Tür, und nicht als Altarwerk.
Aus denselben Tagen der Passion stammen die Szenen, die wir als Die Geißelung Christi und als Ecce Homo anbieten. Jede zeigt einen anderen Augenblick derselben Geschichte, und die Dornenkrönung ist unter ihnen die geschlossenste und stillste.
Warum gilt das Gemälde als so bedeutend?
Caravaggios Gönner Vincenzo Giustiniani war nicht nur Sammler, sondern auch ein Intellektueller. Spät im Leben schrieb er eine Abhandlung über die Kunst, in der er die Maler in zwölf Stufen einteilte. In die höchste stellte er nur zwei, Caravaggio und Annibale Carracci, weil sie seiner Ansicht nach Wirklichkeitsnähe und Stil am vollkommensten verbanden.
Gerade dieses Gemälde zeigt, was er damit meinte. Die Grausamkeit der beiden Peiniger, die die Dornen eintreiben, und die gelangweilte Haltung des Mannes am Geländer sind genau nach dem Leben beobachtet. Christus leidet echten Schmerz und erträgt ihn geduldig.
All das ist in eine klassische Komposition aus Waagerechten und Diagonalen gefasst, die sich kreuzen und gegeneinanderstehen. Stöcke, Geländer und der geneigte Körper geben der Szene ein festes Gerüst. Geschichte und Stil des Werks beschreibt ausführlicher der englischsprachige Wikipedia-Artikel.
Wo hängt das Original der Dornenkrönung?
Das Original hängt im Kunsthistorischen Museum in Wien, wo es unter der Inventarnummer GG 307 geführt wird.
Nach Caravaggios Biograf Giovanni Bellori entstand das Gemälde für Vincenzo Giustiniani und lässt sich überzeugend in dessen Sammlung nachweisen. Das würde es in die Zeit vor 1606 setzen, als der Maler aus Rom floh. Peter Robb datiert es dagegen auf 1607, als Caravaggio in Neapel lebte.
Im Jahr 1809 kaufte es der kaiserliche Gesandte Baron Ludwig von Lebzelter in Rom, nach Wien gelangte es jedoch erst 1816. Wikipedia erwähnt außerdem eine weitere Dornenkrönung von etwa 1604, die Caravaggio zugeschrieben wird. Unsere Fassung folgt der Wiener Komposition.
Die Dornenkrönung oder ein anderer Caravaggio?
Wer den Augenblick danach sucht, sollte sich Ecce Homo ansehen: Dort zeigt Pontius Pilatus der Menge Christus, der bereits die Dornenkrone trägt und gefesselte Hände hat. Gut zur Wiener Szene passt auch Christus an der Geißelsäule, wo Christus zwischen drei Peinigern an eine Säule gebunden ist.
Einen anderen, ebenso gespannten Moment zeigt Die Verleugnung Petri, eines der letzten Werke Caravaggios: Ein Soldat und eine Magd zeigen mit dem Finger auf den alten Petrus, und er hebt die Hände zur Brust und streitet ab, Jesus zu kennen.
Jedes Caravaggio Gemälde, das wir anbieten, finden Sie auf der Seite Caravaggio. Die Dornenkrönung fällt darunter als Kunstgemälde mit einem ungewöhnlichen ursprünglichen Zweck auf, denn sie war für den Platz über einer Tür gedacht.
Wie malt unser Maler Ihre Dornenkrönung?
Jede Dornenkrönung malen wir erst nach Ihrer Bestellung, in Schichten, mit Ölfarben auf Leinwand. Der Maler deckt die Leinwand zunächst mit einer dunklen Untermalung und zeichnet darauf die gekreuzten Stöcke, das Geländer und die Umrisse aller vier Gestalten, damit die Diagonalen stehen, bevor das erste Licht kommt.
Dann baut er Schritt für Schritt das Licht auf, das von links oben fällt: auf Schultern und Brust Christi, auf die Falten des roten Mantels und auf den metallischen Glanz der Rüstung im Vordergrund. Die Dornenkrone erhält feine, spitze Striche, die Gesichter der Peiniger bleiben halb im Schatten.
Eine handgemalte Kopie zeigt in den hellen Partien greifbare Pinselzüge und in den dunklen eine Tiefe, die ein Druck nicht erreicht. Weil ein Ölgemälde auf das Licht im Zimmer reagiert, wirkt der Körper Christi abends unter der Lampe noch plastischer als am Tag.
Welches Format für welche Wand?
Kurz und knapp: 56 x 41 oder 70 x 52 cm für eine kleinere Wand oder über eine Tür, 80 x 59 oder 101 x 74 cm für den Flur und über die Kommode, 110 x 85 oder 140 x 110 cm über das Sofa, 160 x 123 oder 200 x 159 cm für eine große leere Wand.
Die Dornenkrönung malen wir in 8 Querformaten (Breite x Höhe): 56 x 41, 70 x 52, 80 x 59, 101 x 74, 110 x 85, 140 x 110, 160 x 123 und 200 x 159 cm. Dem Original am nächsten kommt 160 x 123 cm, das 5,5 cm schmaler und 4 cm niedriger ist.
Da das Gemälde für den Platz über einer Tür gedacht war, dürfen Sie es auch zu Hause höher hängen als üblich, über den Türrahmen oder einen hohen Schrank. Dort machen sich Formate bis 101 x 74 cm gut. Als Gemälde fürs Wohnzimmer über Sofa oder Kamin kommt es in 140 x 110 oder 160 x 123 cm stärker zur Geltung, weil Gesichter und Hände dann auch aus der Mitte des Raums gut zu erkennen sind.
Kann ich ein anderes Maß oder einen Rahmen bestellen?
Selbstverständlich. Die Komposition lebt von gekreuzten Diagonalen und Waagerechten, deshalb passen wir sie einem anderen Seitenverhältnis so an, dass keine Linie ihre Richtung verliert und alle vier Gestalten vollständig bleiben. Schreiben Sie uns für Ihre Dornenkrönung, welche Breite und Höhe Sie brauchen, und wir schicken Ihnen Preis und Lieferzeit.
Sie erhalten das Gemälde gerollt in einer Röhre, auf einen Keilrahmen gespannt oder bereits gerahmt. Spannen und Rahmen erledigt unsere Werkstatt in Slowenien, bevor das Gemälde auf Leinwand zu Ihnen reist. Für die Rahmenwahl gibt es unsere 3D-Anwendung, die nichts anderes tut; wie das Gemälde an Ihrer eigenen Wand aussieht, zeigt ein gesonderter Service.
Wann kommt das Gemälde und wie erhalte ich es?
Mit dem Malen fangen wir an, sobald Ihre Bestellung da ist; versandbereit ist das Gemälde nach 15 bis 45 Werktagen. Bevor es abgeht, erhalten Sie ein Foto des fertigen Werks, und gewünschte Änderungen nehmen wir noch vor. Nach Deutschland, Österreich und in die übrige EU fällt kein Zoll an, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Die Dornenkrönung ist ein durchdachtes Geschenk für Freunde des Barock oder der sakralen Kunst, etwa zur Firmung, zu einem runden Geburtstag oder zum Einzug. Soll der Beschenkte das Format selbst wählen, schenken Sie lieber einen Geschenkgutschein.
Häufige Fragen
Wo kann ich das Original sehen?
Im Kunsthistorischen Museum in Wien, Österreich.
Was tun die beiden Männer mit den Stöcken?
Sie drücken mit den Stöcken die Dornenkrone auf den Kopf Christi, während der Mann in Rüstung ruhig zusieht.
Ist das ein Druck oder echte Malerei?
Kein Druck. Sie erhalten eine handgemalte Reproduktion, mit Pinsel und Ölfarben auf Leinwand ausgeführt.
Wie groß ist das Original?
Es misst 127 x 165,5 cm (Höhe x Breite); unser nächstes Format ist 160 x 123 cm.
Für welchen Platz war das Werk gedacht?
Als Supraporte, also für den Platz über einer Tür, wie Wikipedia angibt.
Gehört die Szene eher ins Schlafzimmer oder ins Wohnzimmer?
Fürs Schlafzimmer ist die Szene zu ernst; besser passt sie ins Wohnzimmer, Arbeitszimmer, in die Bibliothek oder über eine Flurtür.
Malen Sie es auch in einem Maß, das nicht angeboten wird?
Ja. Nennen Sie uns Breite und Höhe, wir antworten mit Preis und Termin.
Wie lange dauert die Anfertigung?
Rechnen Sie mit 15 bis 45 Werktagen; ein Foto des fertigen Gemäldes kommt vor dem Versand.
- Motiv: Christus mit rotem Mantel und Schilfrohr, zwei Peiniger drücken ihm mit Stöcken die Dornenkrone auf, ein Mann in Rüstung sieht zu.
- Original: um 1602–1604 oder um 1607, Öl auf Leinwand, 127 x 165,5 cm, Kunsthistorisches Museum, Wien.
- Unsere Fassung: in Öl auf Leinwand von Hand ausgeführt, in einem von 8 Querformaten zwischen 56 x 41 und 200 x 159 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: Das Gemälde war als Supraporte für den Platz über einer Tür gedacht und kam 1816 nach Wien.









































