Beschreibung
Die Straßensängerin malte Édouard Manet um 1862: Eine junge Sängerin in langem grauem Kleid mit Umhang tritt aus der Tür eines Cafés, eine Gitarre unter dem Arm und in der Armbeuge eine Papiertüte mit Kirschen, von denen sie eine zum Mund führt. Das Original, Öl auf Leinwand und 171,1 cm hoch, gehört dem Museum of Fine Arts in Boston. Unser Maler fertigt es für Sie von Hand in Öl auf Leinwand, in 8 Hochformaten von 29 x 46 bis 130 x 200 cm oder nach Maß. Vor dem Versand bekommen Sie ein Foto Ihrer fertigen Sängerin.
| Titel: | Die Straßensängerin |
| Weitere Titel: | La Chanteuse des rues (französischer Titel) · The Street Singer (englischer Titel) |
| Maler: | Édouard Manet (1832–1883) |
| Entstehungsjahr: | 1862 |
| Originalgröße: | 171,1 cm x 105,8 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Realismus und Impressionismus |
| Standort: | Museum of Fine Arts, Boston, Vereinigte Staaten |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Die Straßensängerin – Édouard Manet
Was zeigt das Gemälde Die Straßensängerin?
Auf der Schwelle eines Cafés steht eine junge Frau in ganzer Figur, vom kleinen dunklen Hut bis zum Rocksaum, der den Boden streift. Den Hut trägt sie tief in der Stirn. Mit der rechten Hand hält sie Kirschen an den Mund und verdeckt damit fast Kinn, Wange und Oberlippe. Mit großen dunklen Augen blickt sie uns direkt an, ruhig und ein wenig reserviert.
Sie trägt ein langes graubraunes Kleid mit Umhang, schwarz eingefasst, mit gerüschtem Kragen und weiten Ärmeln. Am Saum schaut ein weißer Unterrock hervor. In der linken Armbeuge liegt eine Tüte aus gelbem Papier voller dunkelroter Kirschen, unter demselben Arm klemmt eine große Gitarre aus rötlich braunem Holz, die ihr fast bis zum Knie reicht.
Hinter ihr öffnen sich hohe dunkelgrüne Türflügel, an den Rändern der Leinwand leuchtet ein roter Türrahmen. Durch die Öffnung sieht man in das dunkle Innere des Cafés. Unten links hat Manet in kleiner Schrift signiert.
Welche Geschichte steckt hinter der Straßensängerin?
Anfang der 1860er-Jahre ging Manet mit dem französischen Journalisten Antonin Proust spazieren, als die beiden eine Frau mit Gitarre aus einem Café kommen sahen. Manet war von ihrer Erscheinung so gefesselt, dass er sie sofort malen wollte. Er sprach sie an und bat sie, ihm Modell zu stehen, doch die junge Sängerin lachte, lehnte ab und ging davon.
Daraufhin holte Manet sein Lieblingsmodell Victorine Meurent. Sie war 1844 geboren, damals also etwa 18 Jahre alt, und malte selbst. Für Manet stand sie auch für Olympia Modell. Die Straßensängerin ist das erste oder zweite von mehreren großformatigen Werken Manets, für die Victorine posierte.
Manet zeigt eine umherziehende Sängerin in modischer Kleidung ihrer Zeit, die nachts ein Kabarett verlässt. Der Kunsthistoriker George Mauner verweist auf ihren herausfordernden Blick und den ungeschickten Griff um Kirschen und Gitarre, die beinahe zu sperrig wirkt, um sie bequem zu tragen. Dadurch scheint die Frau zu wissen, dass sie betrachtet wird, was für eine Genreszene ungewöhnlich ist. Nach Stéphane Guégan kamen die Kirschen erst nachträglich hinzu.
Warum gilt die Straßensängerin als Wendepunkt?
Das Gemälde gehört zu einer Reihe von Einzelfiguren aus den 1860er-Jahren, in denen Manet zeitgenössische „Typen“ von der Straße in Lebensgröße malte. Damit brach er mit der Gewohnheit, so bescheidene Genreszenen nur im kleinen Format zu malen.
Stilistisch zeigt sich der Einfluss von Frans Hals und der spanischen Meister, allen voran Diego Velázquez. Manet arbeitete mit einer knappen Palette aus Grau, Schwarz und Weiß, aus der nur die roten Kirschen und das gelbe Papier herausleuchten.
Die Zeitgenossen waren gespalten. Der Kritiker und Kunsthistoriker Paul Mantz schrieb, die Augenbrauen der Sängerin rutschten senkrecht am Nasenrücken herab wie zwei Schattenkommas, und es bleibe nur der grobe Kampf kreidiger Weißtöne mit Schwarz. Manets Freund Émile Zola dagegen, Anwalt eines moderneren Stils, sah darin eine eifrige Suche nach Wahrheit.
Mehr über Modell, Entstehung und Kritik steht in einem Artikel der englischen Wikipedia, der auf Englisch verfasst ist.
Wo hängt das Original, und wie kam es nach Boston?
Das Original, Öl auf Leinwand im Format 171,1 x 105,8 cm (Höhe x Breite), gehört dem Museum of Fine Arts in Boston und trägt die Inventarnummer 66.304. Das Museum erhielt es 1966 als Schenkung.
Im selben Jahr 1862 stand Victorine Meurent Manet auch als spanischer Matador verkleidet Modell. Dort verbirgt sie ihr Haar unter einem rosa Tuch, und ihr Gesicht wirkt voller, mit Doppelkinn; man erkennt sie, doch sie sieht anders aus als die schlanke Sängerin, deren Gesicht Manet schärfer und schmaler malte.
Die Straßensängerin oder ein anderer Manet?
Die Straßensängerin ist ein Kunstgemälde für alle, die Paris, Musik und Großstadtgeschichten lieben: Eine einzige Gestalt steht so nah, als wäre sie gerade aus dem Lokal in Ihre Wohnung getreten.
Einen weiteren Sänger zeigt Der spanische Sänger, und Émile Zola, der die Sängerin lobte, sehen Sie im Porträt von Émile Zola. Ein ruhigeres Motiv verspricht schon der Titel Die Ruhe, während Der Spargel statt eines Menschen ein Gemüse in die Mitte rückt.
Alle Édouard Manet Gemälde aus unserem Angebot finden Sie gesammelt auf der Seite Édouard Manet.
Wie malen wir die Straßensängerin von Hand?
Manets Original ist ein großes Ölgemälde, über 171 cm hoch, auf dem die Sängerin lebensgroß steht. Unseres ist eine handgemalte Reproduktion auf neuer Leinwand: Der Maler führt sie in Öl auf Leinwand aus, in der Größe Ihrer Wahl, und baut sie in mehreren Schichten auf.
Zuerst setzt er die hohe Gestalt zwischen die dunkelgrünen Türflügel und den roten Rahmen, dann die breiten Flächen des grauen Kleides mit den schwarzen Borten. Manets sparsame Palette behält er bei: Grau, Schwarz und Weiß tragen das Werk, Rot und Gelb bleiben den Kirschen und dem Papier vorbehalten.
Zum Schluss folgt das Gesicht mit dem tief sitzenden Hut, den Schatten an der Nase und der Hand mit zwei Kirschen vor den Lippen, denn von diesem Blick hängt alles ab. Rock und Boden bleiben lockerer gemalt, so wie Manet sie gelassen hat.
Welches Format passt zu welcher Wand?
Kurz gesagt: 29 x 46 oder 40 x 62 cm für ein Regal oder eine schmale Wand, 48 x 75 und 55 x 85 cm für Flur oder Schlafzimmer, 70 x 110 und 77 x 129 cm über eine Kommode oder in den Wohnraum, 100 x 159 und 130 x 200 cm für eine hohe Wand am Treppenaufgang, in der Diele oder im Lokal.
Wir malen das Werk in 8 Hochformaten (Breite x Höhe): 29 x 46, 40 x 62, 48 x 75, 55 x 85, 70 x 110, 77 x 129, 100 x 159 und 130 x 200 cm. Das Original misst 105,8 x 171,1 cm (Breite x Höhe); alle sechs Größen bis 77 x 129 cm sind also kleiner, 100 x 159 cm kommt ihm schon nahe, 130 x 200 cm ist größer als das Original.
Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es in 77 x 129 oder 100 x 159 cm am stärksten; bei 100 x 159 cm ist die Sängerin fast so groß wie bei Manet.
Ist ein anderes Maß oder ein Rahmen möglich?
Gern. Verlangt Ihre Wand ein anderes Verhältnis, bleibt die Sängerin vom Hut bis zum Saum vollständig; angepasst werden nur die dunklen Türstreifen an den Seiten oder der Boden unter ihr. Schreiben Sie uns Ihr gewünschtes Format, und wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit.
Die Sängerin kommt gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder fertig gerahmt zu Ihnen. Das Spannen und Rahmen erledigt unsere Werkstatt in Slowenien, die jedes Gemälde auf Leinwand gut geschützt auf den Weg bringt. Den Rahmen wählen Sie in unserer 3D-Anwendung, die allein der Leistenwahl dient; die Ansicht des Gemäldes an Ihrer eigenen Wand ist ein eigener, getrennter Service.
Dunkles Holz greift die schwarzen Borten auf, eine warme Goldleiste hebt die Kirschen hervor.
Wann und wie kommt das Gemälde zu Ihnen?
Der Maler beginnt nach Ihrer Bestätigung, versandbereit ist das Gemälde nach 15 bis 45 Werktagen. Vor dem Verpacken schicken wir Ihnen ein Foto der fertigen Sängerin und ändern auf Wunsch, was Sie anders haben möchten.
Die Sängerin reist zollfrei nach Deutschland, Österreich und in jedes andere EU-Land, und Ihre Bestellung fällt unter unsere Rückgaberegelung.
Die Straßensängerin ist ein schönes Geschenk für Musiker, Sängerinnen oder Freunde der französischen Malerei. Wenn Sie nicht wissen, wo sie hängen wird, schenken Sie einen Geschenkgutschein, und die beschenkte Person wählt die Größe selbst.
Häufige Fragen
Wo kann ich das Original sehen?
Im Museum of Fine Arts in Boston, wo es die Inventarnummer 66.304 trägt.
Wer stand Manet für die Sängerin Modell?
Victorine Meurent, sein Lieblingsmodell, weil die echte Straßensängerin seine Bitte abgelehnt hatte.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Sängerin, die wir versenden, ist eine handgemalte Kopie, die unser Maler mit Pinseln und Ölfarben auf Leinwand ausführt.
Wie groß ist das Original?
Es ist 171,1 cm hoch und 105,8 cm breit; größer ist nur unser Format 130 x 200 cm.
Gibt es die Sängerin auch in einer Größe außerhalb der Liste?
Ja, nennen Sie uns Breite und Höhe, und wir antworten mit einem Angebot und dem Liefertermin.
Wie lange dauert die Anfertigung?
15 bis 45 Werktage, danach folgen das Foto zu Ihrer Freigabe und der Versand.
Passt es in einen Flur oder ins Schlafzimmer?
Sehr gut, das schmale Hochformat findet im Flur, in der Diele und neben dem Bett Platz, wo ein breites Motiv nicht hinpasst.
Warum isst die Sängerin Kirschen?
Manet zeigt sie, wie sie ein Kabarett verlässt und unterwegs Kirschen isst; laut Stéphane Guégan malte er sie nachträglich hinzu.
- Motiv: eine junge Sängerin mit Gitarre und einer Tüte Kirschen in der Tür eines Cafés, dahinter dunkelgrüne Türflügel.
- Original: Öl auf Leinwand, 1862, 171,1 x 105,8 cm, Museum of Fine Arts, Boston.
- Unsere Fassung: von Hand in Öl auf Leinwand gemalt, 8 Größen von 29 x 46 bis 130 x 200 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: Modell stand Victorine Meurent, Manets Lieblingsmodell, die selbst Malerin war.









































