Beschreibung
Judith II (Salome) ist Klimts Gemälde von 1909: die hohe, sehr schmale Gestalt einer Frau im Profil, die Finger wie Krallen gekrümmt, darunter am unteren Rand der Kopf des Holofernes. Das Original, Öl auf Leinwand, befindet sich in der Galerie für moderne Kunst Ca’ Pesaro in Venedig. Wir malen es von Hand in Öl auf Leinwand, in acht Hochformaten oder nach Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Judith II (Salome) |
| Weitere Titel: | Judith II · Salome · Giuditta II · Salomè |
| Maler: | Gustav Klimt (1862–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1909, signiert links unten GUSTAV KLIMT |
| Originalgröße: | 178 cm x 46 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Wiener Secession, späte Goldene Periode |
| Standort: | Ca’ Pesaro – Galleria Internazionale d’Arte Moderna, Venedig |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, Goldakzente mit Goldfarbe, acht Formate oder nach Maß |
Judith II (Salome) – Gustav Klimt
Was zeigt das Gemälde?
Die Leinwand ist fast viermal so hoch wie breit, und in diesen schmalen Streifen hat Klimt eine einzige Gestalt gesetzt. Eine junge, hagere Frau ist im Profil nach links gewandt. Das dunkle Haar ist hoch aufgesteckt, die Lippen sind rot, der Blick gesenkt und abwesend. Der Oberkörper ist entblößt, und die Hände presst sie so fest zusammen, dass die Finger wie Krallen wirken. Darin hält sie Stoff und Haar, und darunter hängt am rechten unteren Rand ein Männerkopf mit geschlossenen Augen: Holofernes.
Unterhalb der Taille löst sich der Körper in ein Kleid aus Mustern auf. Schwarze, graue, violette und blaue Felder wechseln mit Spiralen und winzigen Punkten, dazwischen winden sich helle Bänder. Links oben leuchtet ein orangeroter Grund mit goldenen Spiralen, am linken Rand läuft ein schmaler Goldstreifen herab, und ganz unten steht die Signatur GUSTAV KLIMT. Gold gibt es hier viel weniger als auf Klimts Gemälden wenige Jahre zuvor; jetzt sprechen Farbe und Muster.
Salome oder Judith – warum hat das Gemälde zwei Namen?
Das Gemälde zeigt die biblische Judith, die dem assyrischen Feldherrn Holofernes den Kopf abschlug und so ihre Stadt rettete. Weil die Frau aber so dunkel, angespannt und gefährlich wirkt, wurde sie lange mit Salome verwechselt, die als Lohn für ihren Tanz den Kopf Johannes des Täufers verlangte. Die Verwechslung hat sich so festgesetzt, dass das Werk bis heute unter beiden Namen lebt; in Italien heißt es oft einfach Salomè.
Der Unterschied liegt in der Geschichte, nicht im Gesicht. Salome bekommt den Kopf auf einer Schale, Judith nimmt ihn sich selbst. Auf Klimts Leinwand hält die Frau den Kopf mit eigenen Händen am Haar, und das passt zu Judith. Deshalb nennen das Museum und die meisten Fachtexte das Werk heute Judith II, während Salome als Beiname bleibt, unter dem viele es suchen.
Was bedeutet das Gemälde?
Judith II gilt als eine der spannungsreichsten Femmes fatales Klimts, jener verhängnisvollen Frauen, die die Wiener Kunst um 1900 prägten. Bei der Judith von 1901 lag die Macht in einem ruhigen, verführerischen Blick, hier liegt sie in der Bewegung: Die Frau schreitet nach vorn, die Hände verkrampft, der Körper knochig und scharf. Nichts ist mehr weich, nichts mehr ganz ruhig.
Auch das Format spricht mit. Das hohe, schmale Hochformat schiebt die Gestalt nach vorn, als ginge sie an uns vorbei, und der Kopf des Holofernes fällt beinahe aus dem Gemälde. Wieder machte Klimt aus einer Geschichte des Sieges über einen Feind eine Szene der Macht zwischen Frau und Mann, diesmal aber ohne Glanz und Prunk, mit einer Unruhe, die der Betrachter sofort spürt.
Wo ist Judith II heute, und wie kam sie nach Venedig?
Klimt malte das Werk 1909. Ein Jahr später, auf der neunten Biennale von Venedig 1910, erhielt er einen eigenen Saal mit 22 Werken, für einen ausländischen Maler eine große Ehre. Darunter war auch Judith II, und die venezianische Galerie für moderne Kunst Ca’ Pesaro erwarb sie damals für ihre Sammlung.
Seitdem ist das Gemälde in Venedig und wurde zu einer der Ikonen des Museums. Ca’ Pesaro ist ein Barockpalast am Canal Grande, in dem die Galleria Internazionale d’Arte Moderna untergebracht ist. Wer nach Venedig reist, kann es dort im Original sehen; die meisten anderen Hauptwerke Klimts hängen in Wien, dieses ist eines der wenigen in Italien.
Judith I oder Judith II – welche wählen?
Klimt hat Judith zweimal gemalt. Die erste, Judith I von 1901, ist eine Halbfigur vor Goldgrund, die Frau blickt uns direkt an, das Original hängt im Belvedere in Wien. Judith II ist acht Jahre jünger: hoch und schmal, fast ohne Gold, im Profil und voller Spannung.
Wenn Sie zwischen beiden wählen: Nehmen Sie Judith I, wenn Sie Gold und einen verführerischen Blick für eine breitere Wand möchten; nehmen Sie Judith II, wenn Sie eine hohe, schmale Wand zwischen Türen oder Fenstern haben und dramatische, dunkle Farben mögen. Aus denselben Jahren malen wir auch Der Kuss, Adele Bloch-Bauer I und Hoffnung II.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Der Maler zeichnet zuerst die schmale Gestalt auf die Leinwand, das Profil, die Hände und die Lage des Kopfes am unteren Rand, damit die Proportionen über die ganze Höhe stimmen. Dann folgen Gesicht und nackter Oberkörper, weich und in mehreren Schichten, erst danach das dunkle Haar. Am längsten dauert das Kleid: Jedes Feld, jede Spirale und jeden Punkt malt er einzeln, in allen Tönen von Schwarz bis Blau.
Die Goldakzente, die Spiralen und der schmale Streifen am linken Rand, sind auf unserem Gemälde nicht gedruckt. Wir verwenden Goldfarbe, die der Maler von Hand mit dem Pinsel aufträgt, sodass sie im Licht sanft aufleuchten, wie beim Original.
Jedes Gemälde ist eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung angefertigt, und deshalb gleicht keines dem anderen ganz. Ein Kunstdruck kann das Relief der Pinselstriche und den Glanz der Goldfarbe nicht wiedergeben, die Sie auf der Leinwand sehen und fühlen.
Welches Format für welche Wand?
Kurz gesagt: 50 x 140 cm für eine schmale Wand zwischen Türen oder Fenstern, 66 x 181 cm oder größer für eine hohe Wand oder ein Treppenhaus, 30 x 80 oder 40 x 110 cm für einen schmalen Streifen neben einer Tür. Alle Formate: 30 x 80, 40 x 110, 50 x 140, 60 x 165, 66 x 181, 80 x 220, 90 x 250 und 100 x 270 cm.
Gut zu wissen: Das Original ist fast viermal so hoch wie breit, unsere Formate sind knapp dreimal so hoch wie breit und damit etwas breiter als das Original. Die Gestalt ist auf unserem Gemälde dieselbe, an den Seiten gibt es etwas mehr Muster. Wer das genaue Verhältnis des Originals möchte, bekommt es nach Maß, wie unten beschrieben. Ein so schmales Ölgemälde braucht eine Wand, die selbst hoch und schmal ist; als Gemälde fürs Wohnzimmer braucht es etwas freien Raum um sich, damit die schlanke Form wirken kann.
Hängen Sie die Mitte der Leinwand etwa 150 cm über dem Boden auf; bei den größten Formaten sollte die Unterkante 20 bis 40 cm über dem Boden oder über niedrigen Möbeln liegen.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Wenn Sie Judith II im Verhältnis des Originals möchten, malen wir sie nach Maß, etwa 40 x 155 cm oder in Originalgröße 46 x 178 cm. Senden Sie uns die gewünschte Breite und Höhe, und wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit. Jedes Gemälde auf Leinwand, das wir malen, ist auf einen Keilrahmen aus Holz gespannt und fertig zum Aufhängen.
Für die Leiste nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv jedes unserer Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können, bevor Sie sich entscheiden – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Wenn Sie sehen möchten, wie das Gemälde an Ihrer eigenen Wand wirkt, ist das unser separater Service der Raumplatzierung. Zur schmalen, dunklen Leinwand passt ein schlanker Gold- oder Schwarzrahmen.
Lieferung und Gewährleistung
Jedes Gemälde entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie daher mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewähltem Format. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, sofern Sie einen Rahmen gewählt haben, nach Deutschland, Österreich und in die EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe; stimmt etwas nicht, korrigieren wir es, solange die Leinwand noch in unserer Werkstatt ist. Für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Weitere Werke Klimts finden Sie in der Galerie Gustav Klimt, mehr über den Maler in unserem Beitrag mit zehn Fakten über Klimt. Wenn Sie das Gemälde verschenken und beim Format unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein: Die beschenkte Person wählt Format und Motiv selbst.
Häufige Fragen
Wo befindet sich Judith II von Klimt?
Judith II befindet sich in Venedig, in der Galerie für moderne Kunst Ca’ Pesaro am Canal Grande. Dort ist sie seit 1910, als das Museum sie auf der neunten Biennale von Venedig kaufte, wo Klimt einen eigenen Saal mit 22 Werken hatte. Sie ist eines der wenigen Hauptwerke Klimts außerhalb Wiens und eine der Ikonen der venezianischen Sammlung.
Zeigt Judith II Salome oder Judith?
Sie zeigt Judith, die Holofernes enthauptete, auch wenn das Gemälde oft Salome genannt wird. Die Frau hält den Kopf selbst am Haar, was zu Judiths Geschichte passt, während Salome den Kopf Johannes des Täufers auf einer Schale erhielt. Die Verwechslung ist alt und der Beiname blieb, daher finden Sie das Werk unter beiden Namen, auf Italienisch oft als Salomè.
Was bedeutet Judith II?
Judith II ist Klimts spannungsreichste Darstellung der Femme fatale: eine knochige Gestalt im Profil, die Hände wie Krallen verkrampft, der Kopf des Holofernes am Rand der Leinwand. Die Macht liegt nicht mehr im ruhigen Blick wie bei der Judith von 1901, sondern in Bewegung und Spannung. Gold gibt es wenig, dunkle Farben und Muster überwiegen. Mehr dazu in der italienischen Wikipedia.
Aus welchem Jahr stammt Judith II, und wie groß ist sie?
Judith II stammt aus dem Jahr 1909. Das Original misst 178 x 46 cm, ist also fast viermal so hoch wie breit, und ist in Öl auf Leinwand gemalt. Einem breiten Publikum zeigte Klimt es 1910 auf der Biennale von Venedig, wo die Galerie Ca’ Pesaro es erwarb. Die Signatur GUSTAV KLIMT steht links unten, neben dem schmalen Goldstreifen.
Was ist der Unterschied zwischen Judith I und Judith II?
Judith I stammt von 1901: eine Halbfigur vor Goldgrund, die uns direkt ansieht, im Besitz des Belvedere in Wien. Judith II stammt von 1909: hoch und schmal, im Profil, fast ohne Gold und viel angespannter, im Besitz von Ca’ Pesaro in Venedig. Bei uns können Sie beide bestellen; für eine hohe, schmale Wand wählen Sie Judith II.
Gibt es Gold in Judith II, und ist das Gold auf Ihrem Gemälde echt?
Judith II hat wenig Gold: Spiralen links oben und einen schmalen Streifen am linken Rand, alles andere sind Farbe und Muster. Auf unserer Fassung malen wir diese Goldakzente mit Goldfarbe, die der Maler von Hand mit dem Pinsel aufträgt, sodass sie im Licht sanft schimmern. So ist das ganze Kunstgemälde, das Gold eingeschlossen, von Hand gemalt.
In welchen Formaten kann ich Judith II bestellen?
Es gibt acht Hochformate, von 30 x 80 bis 100 x 270 cm, dazwischen 40 x 110, 50 x 140, 60 x 165, 66 x 181, 80 x 220 und 90 x 250 cm. Unsere Formate sind etwas breiter als das Original, das fast viermal so hoch wie breit ist. Wenn Sie das genaue Verhältnis des Originals möchten, malen wir Judith II nach Maß.
Wo hängt man Judith II am besten auf?
Judith II gehört an eine hohe, schmale Wand: zwischen zwei Fenster, zwischen Türen, neben eine Treppe oder in einen Flur mit hoher Decke. Da sie dunkel und dramatisch ist, braucht sie gutes Licht und etwas freien Raum um sich. Neben einem breiten Sofa geht sie unter, hängen Sie sie also dort auf, wo die hohe Form wirken kann.
Ist Judith II ein gutes Geschenk?
Judith II ist ein gutes Geschenk für jemanden, der Klimt, Venedig oder starke Frauenfiguren in der Kunst liebt, und weil sie weniger bekannt ist als Der Kuss, ist sie eine persönlichere Wahl. Wenn Sie nicht wissen, welches Format zur Wand der beschenkten Person passt, ist ein Gutschein die sicherere Lösung: Format und Motiv wählt sie dann selbst.
- Motiv: die biblische Judith im Profil, mit verkrampften Händen und dem Kopf des Holofernes am unteren Rand.
- Original: 1909, 178 x 46 cm, Ca’ Pesaro, Venedig.
- Unsere Fassung: eine handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, Goldakzente mit Goldfarbe, acht Formate oder nach Maß.
- Gut zu wissen: vor dem Versand erhalten Sie eine Fotografie des fertigen Werks zur Freigabe.









































