Beschreibung
Die Qualen des heiligen Antonius ist ein frühes, Michelangelo zugeschriebenes Gemälde von etwa 1487–1488: Ein greiser Einsiedler schwebt in der Luft, umringt von einem Schwarm geflügelter Dämonen, die an ihm zerren und auf ihn einschlagen, während tief unter ihm eine stille Flusslandschaft liegt. Das Original, Öl und Tempera auf Holz, misst nur 47 cm in der Höhe und 33,7 cm in der Breite und gehört dem Kimbell Art Museum in Fort Worth, Texas. Unser Maler malt es für Sie von Hand mit Ölfarben auf Leinwand, in 8 Hochformaten von 40 x 55 bis 136 x 193 cm oder nach Maß, und bevor es auf die Reise geht, erhalten Sie ein Foto des fertigen Werks.
| Titel: | Die Qualen des heiligen Antonius |
| Weitere Titel: | Il tormento di sant’Antonio · The Torment of Saint Anthony |
| Maler: | Michelangelo Buonarroti (1475–1564) |
| Entstehungsjahr: | um 1487–1488 |
| Originalgröße: | 47 cm x 33,7 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl und Tempera auf Holz |
| Malstil: | Hochrenaissance |
| Standort: | Kimbell Art Museum, Fort Worth, Texas, USA |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Die Qualen des heiligen Antonius – Michelangelo
Was ist auf dem Gemälde zu sehen?
In der Mitte des Hochformats schwebt der Heilige, ein alter Mann mit langem weißem Bart und einem feinen goldenen Heiligenschein. Er trägt eine schwarze Mönchskutte, sein brauner Mantel wird vom Wind nach links aufgebauscht.
Um ihn drängt sich ein ganzer Schwarm von Dämonen. Oben links holt ein zottiger brauner Teufel mit Hörnern mit einem Knüppel aus, daneben windet sich ein Wesen mit Stacheln auf dem Rücken, langer Schnauze und einem Leib voller Fischschuppen. Von oben packt ihn ein gehörnter Dämon mit mächtigen Fledermausflügeln am Kopf, rechts schlingt sich ein dunkler, geschuppter Drache mit roten Flügeln um die Gruppe.
Von unten zerren weitere an seiner Kutte: ein roter Dämon mit langem Schwanz, der kopfüber hängt, ein gelbliches Wesen mit Flügeln aus bunten Federn und dunkle Bestien mit Klauen und Schnäbeln. Unter diesem Knäuel öffnet sich die Landschaft: links ein steiler Felsen mit kahlen Bäumchen, in der Mitte ein breiter blaugrüner Fluss mit einem kleinen Segelboot, am anderen Ufer eine Stadt mit spitzem Kirchturm.
Wer war der heilige Antonius, und was erzählt die Szene?
Der heilige Antonius (251–356) war ein Einsiedler, der sich in die Einsamkeit der Wüste zurückzog. Die Geschichten von seinen Versuchungen waren im Mittelalter weit verbreitet und stehen in der Legenda aurea, einer Sammlung von Heiligenleben.
Laut Wikipedia zeigt diese Komposition eine spätere Episode: Gewöhnlich trugen Engel Antonius durch die Wüste, diesmal aber überfielen ihn Dämonen mitten im Flug. Sie wollen ihn von seinem Weg abbringen, doch er gibt ihren Versuchungen nicht nach.
Darin liegt die Kraft des Gemäldes. Die Dämonen sind laut, voller Zähne, Klauen und Stacheln, der Heilige dagegen bleibt still und gesammelt, als könnten ihre Schläge ihn nicht erreichen.
Warum ist das Gemälde so bekannt?
Weil es, falls es wirklich von Michelangelo stammt, sein frühestes erhaltenes Gemälde wäre. Er hätte es mit zwölf oder dreizehn Jahren gemalt, lange vor dem David und der Sixtinischen Decke. Die Zuschreibung ist allerdings umstritten, und nicht alle Fachleute folgen ihr.
Der junge Künstler übertrug einen Kupferstich von Martin Schongauer in Farbe, kopierte ihn aber nicht bloß. Giorgio Vasari berichtet, Michelangelo habe den heiligen Antonius nach Schongauers Stich gemalt, und Ascanio Condivi erzählt, er sei auf den Markt gegangen, um Fischschuppen zu zeichnen, die es im Stich nicht gibt. Außerdem fügte er die Landschaft unter den Figuren hinzu und veränderte den Gesichtsausdruck des Heiligen.
Herkunft und Streit um die Zuschreibung beschreibt ausführlich der Artikel der englischsprachigen Wikipedia.
Wo befindet sich das Original, und wie kam es nach Texas?
Das Original gehört dem Kimbell Art Museum in Fort Worth, Texas, und ist dort unter der Inventarnummer AP 2009.01 verzeichnet. Die kleine Holztafel ist 47 cm hoch und 33,7 cm breit.
Lange galt das Werk als Arbeit aus der Werkstatt von Domenico Ghirlandaio, bei dem Michelangelo in die Lehre ging. 2008 kam es ins Metropolitan Museum of Art in New York, wo verfärbter Firnis und spätere Übermalungen entfernt wurden und man es zum ersten Mal genau untersuchte.
Aufgrund stilistischer Merkmale, etwa der ausgeprägten Kreuzschraffur, kam man zu dem Schluss, dass es von Michelangelo stammt. Kurz darauf erwarb das Kimbell Art Museum die Tafel. Ob es sich um das von Vasari erwähnte Werk handelt, ist unter Experten bis heute strittig.
Dieses Werk oder ein anderes von Michelangelo?
Dieses Kunstgemälde ist etwas für alle, die die Frührenaissance, fantastische Wesen und Geschichten lieben, in denen das Gute der Gewalt standhält. Am besten kommt es in Arbeitszimmer, Bibliothek oder Flur zur Geltung.
Wer ein weiteres frühes Werk Michelangelos auf Holz sucht, sollte sich Die Manchester-Madonna ansehen: Maria hält ein Buch vom Kind fern, und ein Teil der Tafel blieb unvollendet. Ebenfalls unvollendet ist Die Grablegung, in der der tote Christus von beiden Seiten aufrecht getragen wird.
Das einzige vollendete Tafelgemälde aus Michelangelos reifen Jahren ist Die Heilige Familie (Tondo Doni), eine runde Komposition mit Maria, Josef und dem Kind. Ruhiger wirkt die Deckenfigur Der Prophet Jesaja aus der Sixtinischen Kapelle. Einen Überblick über jedes Michelangelo Gemälde in unserem Angebot gibt die Seite Michelangelo.
Wie entsteht unser Gemälde?
Gemalt wird erst, wenn Sie bestellt haben: in Öl auf Leinwand, eine Lage über der anderen. Unsere Leinwand ist größer als die winzige Tafel, sodass Schuppen, Federn und Stacheln deutlicher hervortreten.
Zuerst skizziert der Maler mit feinem Pinsel das Knäuel der Körper, denn Dämonen, Flügel und Schwänze greifen eng ineinander, und jedes Glied muss zum richtigen Wesen gehören. Dann legt er den hellen, grünlich blauen Himmel und die Flusslandschaft an und baut erst danach die Figuren von den dunklen zu den hellen Tönen auf.
Jeder Dämon erhält seine eigene Oberfläche: Fell, Fischschuppen, Fledermaushaut, bunte Federn oder raue rote Haut. Die schwarze Kutte des Heiligen braucht mehrere Lagen, damit sie tief bleibt und nicht flach wirkt.
Eine handgemalte Reproduktion besitzt eine echte Oberfläche mit sichtbaren Pinselspuren, die im Streiflicht lebendig werden. Als Ölgemälde mit blassem Himmel und warmen Rottönen wirkt es bei Tageslicht ebenso gut wie unter einer warmen Lampe.
Welche Größe für welche Wand?
Kurz gesagt: 40 x 55 oder 45 x 65 cm neben ein Bücherregal oder über einen Schreibtisch, 60 x 81 oder 65 x 95 cm in Flur und Arbeitszimmer, 83 x 120 oder 93 x 135 cm über Sofa oder Bett, 120 x 165 oder 136 x 193 cm an eine große Wand oder ins Treppenhaus.
Wir malen das Werk in 8 Hochformaten (Breite x Höhe): 40 x 55, 45 x 65, 60 x 81, 65 x 95, 83 x 120, 93 x 135, 120 x 165 und 136 x 193 cm. Das Original misst nur 33,7 x 47 cm; schon unser kleinstes Format ist 6,3 cm breiter und 8 cm höher, alle anderen sind deutlich größer.
Klein wirkt es wie eine kostbare Miniatur, groß breiten sich die Dämonen über die ganze Wand aus. Als Gemälde fürs Wohnzimmer überzeugt es am meisten in 83 x 120 oder 93 x 135 cm. Hängen Sie es so, dass das Gesicht des Heiligen etwa auf Augenhöhe liegt.
Gibt es andere Maße und einen Rahmen?
Ja. Brauchen Sie ein anderes Seitenverhältnis, passen wir die Komposition so an, dass der Heilige und alle Dämonen vollständig bleiben. Schreiben Sie uns, welches Maß Ihnen vorschwebt, und Sie erhalten Preis und Lieferzeit.
Ihr Gemälde wird gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder fertig gerahmt verschickt. Gespannt und gerahmt wird Ihr Antonius in Slowenien, in der Werkstatt, die jedes Gemälde auf Leinwand aus unserem Haus fertig macht. Die Leiste suchen Sie in unserer 3D-Anwendung aus, die allein der Rahmenwahl dient; Ihr Gemälde an Ihrer eigenen Wand zu sehen, ist ein eigener Service.
Zur schwarzen Kutte und zum grünlichen Himmel passt eine schmale vergoldete Leiste im Stil der Renaissance oder ein schlichter Rahmen aus dunklem Holz.
Wann kommt das Gemälde, und wie wird es verschickt?
Nach Ihrer Bestätigung beginnt der Maler, und nach 15 bis 45 Werktagen ist das Gemälde versandfertig. Vor dem Verpacken schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks und nehmen Änderungen vor, wenn Sie welche wünschen. Den Antonius liefern wir zollfrei nach Deutschland, Österreich und in jedes andere EU-Land; jede Bestellung schützt unsere Rückgaberegelung.
Die Qualen des heiligen Antonius sind ein ungewöhnliches Geschenk für Freunde der Renaissance und Leser von Heiligenlegenden. Wenn Sie unsicher sind, welches Format passt, verschenken Sie einen Geschenkgutschein und lassen die Wahl offen.
Häufige Fragen
Wo ist das Original ausgestellt?
Im Kimbell Art Museum in Fort Worth, Texas, unter der Inventarnummer AP 2009.01.
Wer greift den Heiligen an?
Geflügelte Dämonen mit Hörnern, Schuppen, Stacheln und Klauen.
Handelt es sich um einen Druck?
Nein. Es ist eine handgemalte Kopie, die unser Maler mit Pinsel und Ölfarbe auf der Leinwand ausführt.
Wie groß ist das Original?
47 cm hoch und 33,7 cm breit; alle unsere Formate sind größer, das kleinste misst 40 x 55 cm.
Ist das Gemälde wirklich von Michelangelo?
Es wird ihm zugeschrieben, doch die Zuschreibung ist umstritten; stammt es von ihm, malte er es mit 12 oder 13 Jahren.
In welchen Raum passt es?
Gut ins Arbeitszimmer, in die Bibliothek, in den Flur oder ins Wohnzimmer über das Sofa.
Gibt es den Antonius auch in einem Maß außerhalb der Liste?
Gern. Senden Sie uns Breite und Höhe, wir antworten mit Preis und Termin.
Wie lange dauert die Anfertigung?
Zwischen 15 und 45 Werktagen; vor dem Versand sehen Sie den fertigen Antonius auf einem Foto.
- Motiv: der greise heilige Antonius in schwarzer Kutte schwebt, von geflügelten Dämonen bedrängt, über einer Flusslandschaft mit Stadt.
- Original: um 1487–1488, Öl und Tempera auf Holz, 47 x 33,7 cm, Kimbell Art Museum, Fort Worth.
- Unsere Fassung: mit Ölfarben auf Leinwand von Hand ausgeführt, in 8 Hochformaten zwischen 40 x 55 und 136 x 193 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: eine farbige Kopie nach einem Stich von Schongauer; ist sie von Michelangelo, ist es sein frühestes erhaltenes Gemälde.









































