Beschreibung
Die Grablegung ist ein unvollendetes Werk Michelangelos von etwa 1500–1501: Der tote, nackte Christus wird beinahe aufrecht eine Treppe hinauf zum Grab getragen, das oben rechts in den Fels gemalt werden sollte. Das Original, Öl auf Holz, ist 161,7 cm hoch und 149,9 cm breit und gehört der National Gallery in London. Wir malen es für Sie von Hand in Öl auf Leinwand, in einem von 7 Hochformaten zwischen 104 x 115 und 234 x 244 cm oder nach Maß, und schicken Ihnen vor dem Versand ein Foto des fertigen Gemäldes.
| Titel: | Die Grablegung |
| Weitere Titel: | La Deposizione nel sepolcro · The Entombment |
| Maler: | Michelangelo Buonarroti (1475–1564) |
| Entstehungsjahr: | um 1500–1501 |
| Originalgröße: | 161,7 cm x 149,9 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Holz |
| Malstil: | Hochrenaissance |
| Standort: | National Gallery, London, Vereinigtes Königreich |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 7 Formate oder nach Maß |
Die Grablegung – Michelangelo
Was zeigt das Gemälde Die Grablegung?
In der Mitte der Tafel hängt der Leichnam Christi. Er ist nackt, der Kopf ist zur rechten Schulter gesunken, die Augen sind geschlossen. Anders als in den meisten Darstellungen dieser Szene liegt er nicht waagerecht, sondern wird fast senkrecht an langen hellen Stoffbahnen gehalten, die unter seinen Achseln und um seine Hüften laufen.
Links trägt ein junger Mann mit langen Locken in einem orangeroten Gewand die Last, einen Fuß auf eine höhere Stufe gesetzt. Hinter dem Kopf Christi beugt sich ein kahler, bärtiger alter Mann vor. Rechts hält eine Gestalt in dunkelgrünem Kleid mit rosa Ärmeln das andere Ende der Stoffbahnen, dahinter steht eine Frau in rosarotem Umhang.
Unten links kniet eine Frau in rosaviolettem Gewand mit einer weichen Haube, den Blick gesenkt. Die rechte untere Ecke blieb unbemalt: Dort sieht man nur den bräunlichen Grund. Dahinter öffnet sich eine Landschaft mit blauem Himmel und fernen Bergen; oben rechts wölbt sich ein dunkler Felsen über die Szene.
Wer sind die Figuren, und was geschieht hier?
Die Evangelien berichten, dass der Leib Jesu nach der Kreuzigung abgenommen und in ein in den Fels gehauenes Grab gelegt wurde. Michelangelo wählt den Augenblick, in dem er die Stufen hinauf zum Eingang dieses Grabes getragen wird.
Die Figuren sind schwer sicher zu benennen, denn Michelangelo malt Männer und Frauen sehr ähnlich. Der junge Mann in Rot ist wahrscheinlich Johannes der Evangelist. Der bärtige Alte hinter Christus könnte Josef von Arimathäa sein, der sein eigenes Grab für die Bestattung hergab, oder Nikodemus. Die kniende Frau ist vielleicht eine der drei Marien, womöglich Maria Magdalena; über die beiden Figuren rechts ist man sich nicht einig.
Laut Wikipedia war die leere Ecke unten rechts für eine kniende Jungfrau Maria vorgesehen. Dass der Leichnam aufrecht getragen wird, ist für dieses Thema ungewöhnlich; es könnte auf die nahe Auferstehung anspielen und auf das Emporheben des Brotes in der Messe.
Warum ist diese unvollendete Tafel so berühmt?
Michelangelo verstand sich vor allem als Skulpteur, als Schöpfer des David und der Pietà, und nur eine Handvoll Gemälde wird ihm zugeschrieben. Dazu gehört auch Die Manchester-Madonna, die ebenfalls in der National Gallery hängt.
Gerade weil das Werk unvollendet blieb, verrät es, wie er malte. Er legte nicht zuerst die ganze Komposition an, um dann Einzelheiten zu ergänzen, sondern vollendete einen Bereich nach dem anderen, wie bei einem Fresko oder einer Temperamalerei. So stehen kahle Stellen des Grundes direkt neben fertig modellierten Gesichtern und Gewändern, und an den Felsen sieht man, wo er Farbe wieder abgekratzt hat.
Der feste, wie aus Marmor gehauene Körper Christi und das von links einfallende Licht verraten den Skulpteur. Geschichte und Zuschreibung der Tafel erläutert der Artikel über dieses Werk in der englischen Wikipedia.
Wo ist das Original, und wie kam es nach London?
Das Original gehört der National Gallery in London und trägt dort die Nummer NG790.
Nach Dokumenten, die 1981 gefunden wurden, erhielt Michelangelo im Jahr 1500 den Auftrag für eine Tafel in einer Grabkapelle der römischen Kirche Sant’Agostino; das empfangene Geld gab er später zurück. Wahrscheinlich ist es diese Tafel, die unvollendet blieb, als er 1501 nach Florenz zurückkehrte. Der Katalog der National Gallery vermutet, dass er abreiste, um sich den großen Marmorblock für seinen David zu sichern.
In den 1650er-Jahren befand sich die Tafel in der Sammlung Farnese. 1868 kaufte die National Gallery sie von Robert Macpherson, einem in Rom lebenden schottischen Fotografen. Heute gilt sie allgemein als sein Werk, wobei manche Fachleute meinen, ein Schüler könnte sie nach seiner Zeichnung ausgeführt haben.
Die Grablegung oder ein anderer Michelangelo?
Die Grablegung ist ein Kunstgemälde für alle, die sich für die Renaissance, für christliche Kunst und für Michelangelo als Skulpteur begeistern. Ihre ernste, gesammelte Stimmung passt in ein Arbeitszimmer, eine Bibliothek, einen breiten Flur oder einen Wohnraum mit hoher Decke.
Wer ein helleres, häusliches Motiv sucht, sollte sich Die Heilige Familie (Tondo Doni) ansehen: Maria, Josef und das Kind in klaren, kräftigen Farben. Ganz anders wirkt das Frühwerk Die Qualen des heiligen Antonius, in dem geflügelte Dämonen den alten Heiligen hoch in der Luft bedrängen.
Den Maler der Sixtinischen Decke zeigt Die Sintflut, eine der ersten Szenen, die er dort malte. Wer neben der Grablegung weitere Michelangelo Gemälde aus unserem Sortiment sucht, findet sie alle auf der Seite Michelangelo.
Wie entsteht unsere Fassung?
Das Original ist Öl auf Holz; unsere Fassung malen wir mit Ölfarben auf Leinwand, und zwar erst nach Ihrer Bestellung. Der Maler zeichnet zuerst Stufen, Felsen und die sechs Figuren an und prüft dabei Proportionen und Neigung jedes Körpers; dann trägt er die Farbe in dünnen Schichten auf, vom Schatten zum Licht.
Am meisten Sorgfalt verlangt der blasse Körper Christi: Michelangelo hat ihn wie eine Statue modelliert, daher entstehen seine Formen allein aus weichen Übergängen zwischen hellem Inkarnat und grünlich grauem Schatten.
Die unvollendeten Partien, die leere Ecke und die hellen Flecken auf den Gewändern, malen wir so, wie sie auf der Tafel erhalten sind. Mit dem Pinsel aufgetragen, hat diese handgemalte Reproduktion eine lebendige Oberfläche, auf der seitliches Licht jede Spur der Borsten zeigt. Als Ölgemälde in warmen Erdtönen wirkt die Grablegung bei Tag ruhig, am Abend leuchtet unter der Lampe das rote Gewand.
Welche Größe passt an welche Wand?
Kurz gesagt: 104 x 115 oder 120 x 125 cm über eine Anrichte, ins Arbeitszimmer oder in den Flur; 130 x 145 oder 150 x 160 cm über das Sofa oder ins Esszimmer; 170 x 180 cm an eine große Wand im Wohnraum; 196 x 203 oder 234 x 244 cm in einen hohen Raum, ein Treppenhaus, eine Halle oder eine Kapelle.
Wir malen die Grablegung in 7 Hochformaten (Breite x Höhe): 104 x 115, 120 x 125, 130 x 145, 150 x 160, 170 x 180, 196 x 203 und 234 x 244 cm. Die Tafel selbst misst 149,9 cm in der Breite und 161,7 cm in der Höhe; am nächsten kommt ihr daher 150 x 160 cm, praktisch gleich breit und 1,7 cm niedriger.
Sechs ganzfigurige Gestalten brauchen Platz, deshalb ist schon das kleinste Format über einen Meter breit. Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt sie am besten in 150 x 160 oder 170 x 180 cm. Hängen Sie sie so, dass der Kopf Christi etwas über Augenhöhe liegt, denn die Tafel war für die Betrachtung von unten gedacht.
Gibt es ein Sondermaß und einen Rahmen?
Ja. Für eine andere Breite oder Höhe erweitern oder verengen wir die Komposition so, dass jede Figur vollständig bleibt. Teilen Sie uns Ihr Wunschmaß mit, dann nennen wir Ihnen Preis und Fertigstellungstermin.
Ihr Gemälde reist gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder fertig gerahmt. Aufspannen und Rahmen übernimmt unsere Werkstatt in Slowenien, die jedes Gemälde auf Leinwand aus unserem Haus versandfertig macht. Die Leiste wählen Sie in unserer 3D-Anwendung, die allein der Rahmenwahl dient; Ihr Gemälde an Ihrer eigenen Wand zu sehen, ist ein eigener Service.
Zu den warmen Erdfarben, dem roten Gewand und den rosigen Umhängen passt eine vergoldete Leiste oder ein dunkelbrauner Holzrahmen.
Wie lange dauert die Lieferung, und wie wird versandt?
Der Maler beginnt, sobald Sie die Bestellung bestätigen, und nach 15 bis 45 Werktagen ist Ihre Grablegung versandbereit. Zuvor schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Gemäldes; gewünschte Änderungen nehmen wir vor dem Verpacken vor. Zoll entsteht innerhalb der EU nicht, auch nicht nach Deutschland oder Österreich; für jeden Kauf gilt unsere Rückgaberegelung.
Sie ist ein passendes Geschenk für Freunde der Renaissance oder für eine Pfarrgemeinde. Wenn Sie unsicher sind, welches Format passt, verschenken Sie einen Geschenkgutschein.
Häufige Fragen
Wo hängt die Tafel heute?
In der National Gallery in London, wo sie unter der Nummer NG790 geführt wird.
Wer trägt den Leichnam Christi?
Wahrscheinlich Johannes der Evangelist in Rot und ein bärtiger Alter, vielleicht Josef von Arimathäa oder Nikodemus.
Handelt es sich um einen Druck?
Nein, Sie erhalten eine handgemalte Kopie in Öl auf Leinwand.
Wie groß ist das Original?
Es ist 161,7 cm hoch und 149,9 cm breit; unser nächstliegendes Format ist 150 x 160 cm.
Warum ist die rechte untere Ecke leer?
Michelangelo hat die Tafel nicht vollendet; dort war eine kniende Jungfrau Maria geplant.
Passt das Gemälde ins Schlafzimmer?
Das Thema ist ernst; Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder Flur passen besser, fürs Schlafzimmer eignet sich ein ruhigeres Motiv.
Gibt es die Grablegung auch in einem Maß jenseits unserer Liste?
Ja. Schicken Sie uns Breite und Höhe, wir antworten mit Preis und Liefertermin.
Wie lange muss ich warten?
Rechnen Sie mit 15 bis 45 Werktagen bis zum Versand.
- Motiv: der tote, nackte Christus wird aufrecht die Stufen hinauf zu einem Felsengrab getragen; links ein junger Mann in Rot, unten eine kniende Frau, rechts zwei Gestalten in Grün und Rosa.
- Original: um 1500–1501, Öl auf Holz, 161,7 x 149,9 cm, unvollendet, National Gallery, London.
- Unsere Fassung: auf Bestellung von Hand mit Ölfarben auf Leinwand gemalt, in einem von 7 Hochformaten von 104 x 115 bis 234 x 244 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: die National Gallery erwarb die Tafel 1868.









































