Beschreibung
Schale und Milchkännchen – ein Stück einer größeren Leinwand
Zwei Gegenstände und sonst nichts: links ein hohes blaugraues Milchkännchen mit Deckel, rechts eine weiße Schale mit orangem Rand und grünen Blättchen, beide auf einer warmen ockerfarbenen Holzplatte, dahinter eine dunkelgrüne Fläche. Die Leinwand ist winzig, misst 20 × 18 cm, und wird im Artizon Museum (Ishibashi Foundation) in Tokio aufbewahrt. Die Datierung ist uneinheitlich: das Werkverzeichnis nennt um 1879, womöglich früher, das Museum selbst dagegen etwa 1873-1877. Bei uns übernimmt sie die Hand des Malers: ein handgemaltes Gemälde auf Leinwand, Öl auf Leinwand.
Das Werkverzeichnis führt es als Fragment
Unter den technischen Angaben setzt das Werkverzeichnis ein einziges Wort hinzu: Fragment. Dies ist kein kleines Werk, sondern ein herausgeschnittenes Stück eines größeren. Genau deshalb ist das Format so ungewöhnlich – fast quadratisch, eine Spur höher als breit – und genau deshalb ist die Schale rechts nicht ganz, sondern vom Rand abgeschnitten. Was auf dem übrigen Gewebe stand, sagt der Eintrag nicht, und wir werden es auch nicht erraten.
Zwei Seiten, am Rand ausgerichtet
In der eigenen Beschreibung weist das Museum auf etwas hin, das man kaum noch übersieht, wenn man es einmal weiß: die linke Seite des Kännchens und die rechte Seite der Schale sind parallel zum linken und rechten Rand gemalt. Cézanne hat die Form der Dinge also leicht zurechtgerückt, damit die Anordnung fester steht. Die runde Schale hat dadurch eine Seite, die nicht rund ist – und die Szene rutscht nicht weg, obwohl nichts darin sie hält.
Von Vollards Laden nach Tokio
Die Leinwand ging durch die Hände des Pariser Händlers Ambroise Vollard, dann der Sammler Georges Murat und Eugène Blot, später des Florentiners Egisto Fabbri, der sie 1920 der Biennale von Venedig lieh. Zuletzt kaufte sie der japanische Industrielle Shojiro Ishibashi, und sie landete im Bridgestone Museum in Tokio. Dieses Haus wurde 2020 in Artizon Museum umbenannt – deshalb nennen ältere Bücher für dasselbe Werk ein anderes Museum.
Weil auf der Leinwand nur zwei Gegenstände stehen, trägt das Werk auch sehr große Formate, ohne voll zu wirken; im Gegenteil, je größer es wird, desto deutlicher sieht man, wie dicht die Farbe liegt. Ocker und Dunkelgrün geben ihm einen ruhigen, fast hölzernen Ton, passend für Flur, Küche oder eine Ecke am Fenster. Die fünfzehn Größen reichen von 41 × 45 cm bis 163 × 180 cm, Zwischenmaße spannen wir nach Maß. Wie es gerahmt wirkt, zeigt unsere Anwendung für die 3D-Ansicht. Unter unseren Kunstgemälden auf Leinwand passen dazu Stillleben mit Milchkrug und Früchten, Ingwertopf mit Granatapfel und Birnen und Das Buffet.
- Motiv: Schale und Milchkännchen, Paul Cézanne, Artizon Museum, Tokio
- Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
- Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondergröße nach Maß
- Wissenswertes: das Werkverzeichnis führt die Leinwand als Fragment, als herausgeschnittenes Stück eines größeren Werks









































