Beschreibung
Impression III (Konzert) ist ein Gemälde von Wassily Kandinsky aus dem Jahr 1911: eine querformatige Leinwand, beherrscht von einem großen schwarzen Körper in der oberen Hälfte und einem breit ausströmenden Gelb darunter, während über die Mitte schwarze Bögen laufen und daneben Farbflecken aufblitzen. Es wird von der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München verwahrt. Bei uns entsteht es als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, in acht Maßen oder nach Ihrem Maß, und vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme der fertigen Arbeit zur Freigabe.
| Titel: | Impression III (Konzert) |
| Weitere Titel: | Impression III (Concert) · Impressione III (Concerto) · Impresija III (Koncert) |
| Maler: | Wassily Kandinsky (1866–1944) |
| Entstehungsjahr: | 1911 |
| Originalgröße: | 100,6 cm x 78,4 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Abstrakte Kunst |
| Standort: | Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München (Inv.-Nr. GMS 78) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 8 Größen von 50 x 40 cm bis 180 x 140 cm, auf Wunsch nach Maß |
Impression III (Konzert) – Wassily Kandinsky
Ist auf dem Gemälde etwas Erkennbares zu sehen?
Ja, aber erst auf den zweiten Blick. Das Museum, das die Arbeit verwahrt, sagt, was sich aus der Nähe zeigt: In dem schwarzen Körper steckt der Konzertflügel, und davor liegen die gebeugten Rücken der Zuhörer, die ihm zugewandt sind. Hat man das einmal gesehen, fügt sich die Szene – die Reihe schwarzer Bögen darunter ist eine Reihe von Menschen, die kleinen Farbflecken darunter ihre Kleidung. Ohne diesen Schlüssel bleibt die Arbeit eine Anordnung von Farben, und genau das war die Absicht: Kandinsky wollte die Szene nicht abmalen, sondern sie hörbar machen.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Die Leinwand ist querformatig. Die obere Hälfte rechts der Mitte nimmt ein großer schwarzer Körper mit unregelmäßigen Rändern ein, schräg gestellt, sodass seine Spitze nach unten und links weist; an der oberen rechten Ecke steht ein kleineres schwarzes Dreieck. Unter dem Schwarz strömt über die ganze rechte Hälfte und nach unten das Gelb aus, die breiteste Farbfläche des Werks, die sich zu den Rändern hin aufhellt. Links und in der Mitte bleibt der Grund weiß, wobei das Gelb auch in die untere linke Ecke reicht. In der oberen linken Ecke liegt eine rote Masse mit schwarzen Strichen, daneben ein gelborangener Kreis, und über dem schwarzen Körper reihen sich blaue Striche in zwei Tönen. Über die Mitte, von links zur schwarzen Masse hin, läuft eine Reihe schwarzer Bögen, einer neben dem anderen, wie gebeugte Rücken. Darunter liegen kleine farbige Formen: ein weinrotes Oval, eine blaue Gestalt, orange und rote Flecken. Am unteren rechten Rand stehen graue und schwarze Flecken, in der rechten unteren Ecke die Signatur mit der Jahreszahl.
Warum heißt das Gemälde Impression III?
Weil Kandinsky es zu den Impressionen zählte, und weil er Impression anders verstand, als man erwarten würde. Nach der Darstellung des Lenbachhauses bezeichnete er die Arbeit als Impression, als direkten Eindruck der äußeren Natur – und das Museum erläutert, dies beweise, dass er unter Impressionen keineswegs nur optische, sondern sinnliche Eindrücke aller Art verstand. Hier ist der Eindruck ein akustischer: Die Arbeit beruht auf einem Hörerlebnis und ist dessen Umsetzung in Malerei; ein abstraktes Gemälde ist es noch nicht ganz, aber der Gegenstand ist fast verschwunden. Die Ziffer III bezeichnet die dritte dieser Reihe, und die Klammer im Titel nennt den Anlass.
Was ist dem Gemälde vorausgegangen?
Ein Konzert, und das Museum nennt das Datum. Die Arbeit entstand kurz nach einem Konzert mit Werken von Arnold Schönberg, das Kandinsky am 2. Januar 1911 in München zusammen mit Franz Marc und anderen Mitgliedern der Neuen Künstlervereinigung gehört hatte. Nach der Darstellung des Museums nahm er, beeindruckt von den kühnen Neuerungen in Schönbergs Musik, einen regen Briefwechsel mit dem Komponisten auf; das führte unter anderem dazu, dass Schönberg sich Ende desselben Jahres mit seinen autodidaktischen Arbeiten an der Ausstellung Der Blaue Reiter beteiligte und einen Artikel zum Almanach beitrug. Das Museum erwähnt auch zwei vorbereitende Bleistiftskizzen, die nach seiner Angabe im Centre Pompidou liegen und auf denen die Zuhörer noch deutlich zu sehen sind – sitzend, zum Teil an der Wand des Saales stehend. Die nächste Impression derselben Reihe ist Impression IV (Gendarme) im selben Museum.
Warum ist dieses Gemälde wichtig?
Weil es unter Kandinskys Arbeiten diejenige ist, die die Synästhesie am unmittelbarsten berührt – die Verbindung von Klang und Farbe. Das Museum sagt es geradeheraus: Kein anderes seiner Werke berührt sie so unmittelbar. Beherrschend ist das Gelb, das das Museum den gelben Klang nennt und als Emanation des Toneindrucks versteht; nach Angabe des Museums schien Kandinsky die Farbe Gelb ganz besonders mit musikalischen Eindrücken zu verbinden: Schon 1909 verfasste er den Entwurf zu einem Bühnenstück mit Musik, das später als Der gelbe Klang im Almanach erschien. Die Arbeit ist heute in der Münchner Städtischen Galerie im Lenbachhaus, wohin sie 1957 als Schenkung von Gabriele Münter kam.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Der Maler arbeitet nach einer hochauflösenden Vorlage und baut die Fläche in Schichten auf, mit Pinsel und Ölfarben. Bei diesem Motiv entscheidet das Verhältnis zweier großer Flächen. Der schwarze Körper muss dicht und undurchlässig bleiben, sonst verliert er sein Gewicht, und das Gelb darunter muss so aufgetragen sein, dass es zu den Rändern hin dünner wird und die Pinselstriche sichtbar bleiben – trägt man es gleichmäßig auf, fällt die Arbeit zu einem Plakat zusammen. Der weiße Grund ist nicht leer: Unter der Farbe ist stellenweise die Leinwand zu sehen, und dieses Licht hält die linke Hälfte aufrecht. Ein Ölgemälde hält dieses Verhältnis auch über Jahre, weil die Farbe nicht verblasst wie bei einem Druck. Für diese Arbeit haben wir noch keine eigenen Atelieraufnahmen, deshalb finden Sie auf dieser Seite keine – sobald das nächste Exemplar gemalt ist, fotografieren wir es und die Aufnahmen kommen hierher. Weil alles von Hand gemacht ist, ist jede handgemalte Kopie ein Einzelstück und zwei Exemplare sind nie ganz gleich.
Welches Maß für welche Wand?
Wenn Sie unsicher sind: 100 x 78 cm. Dieses Maß kommt dem Original am nächsten, das 100,6 x 78,4 cm misst. Die Leinwand ist querformatig und breit, sitzt also gut über einem Sofa, über einer Kommode oder über einem Bett, überall dort, wo die Wand breiter als hoch ist. Die Maße 50 x 40 und 60 x 50 cm passen über einen Schreibtisch oder in den Flur. Die Maße 80 x 60 und 90 x 70 cm sind für das Schlafzimmer oder ein kleineres Wohnzimmer. Im Format 100 x 78 cm ist es das naheliegende Gemälde fürs Wohnzimmer, 130 x 100 cm passt an eine größere Wand. Die größten Maße 150 x 120 und 180 x 140 cm sind für offene Wohnräume, Dielen und Treppenhäuser; erst bei ihnen zeigt sich, wie groß die gelbe Fläche im Original ist.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Wenn keines der acht Maße zu Ihrer Wand passt, malen wir die Arbeit nach Ihren Maßen; das ist unser Gemälde nach Maß. Wie alle unsere Gemälde auf Leinwand liefern wir auch dieses Exemplar auf einen Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig. Für den Rahmen nutzen Sie unsere 3D-Anwendung: Sie zeigt an diesem Motiv jedes unserer Rahmenprofile, sodass Sie Gold, Silber, Schwarz, Weiß und Naturholz vergleichen können, bevor Sie sich entscheiden – die Anwendung dient ausschließlich der Rahmenwahl. Weil der Grund hell ist, wirkt hier auch ein dunkleres Profil gut, das das Schwarz der oberen Hälfte aufnimmt.
Lieferung und Gewährleistung
Jedes Exemplar entsteht auf Bestellung in unserem Atelier in Slowenien, rechnen Sie deshalb mit 15 bis 45 Tagen, je nach gewähltem Maß. Wir versenden es gespannt und transportgeschützt, gerahmt, wenn Sie einen Rahmen gewählt haben, innerhalb der EU ohne Zoll. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme der fertigen Arbeit zur Freigabe, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung. Das ganze Angebot finden Sie in der Galerie Wassily Kandinsky, den Weg des Malers beschreibt unser Artikel über Wassily Kandinsky. Verwandte Arbeiten aus demselben Angebot sind Der blaue Berg, Einige Kreise und Komposition VII.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
In der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau in München, unter der Inventarnummer GMS 78; das Museum erhielt es 1957 als Schenkung von Gabriele Münter.
Wie groß ist das Original?
Es misst 100,6 cm in der Breite und 78,4 cm in der Höhe; von unseren Maßen kommt ihm 100 x 78 cm am nächsten, 6 mm schmaler und 4 mm niedriger als das Original.
Wann ist das Werk entstanden?
Im Jahr 1911, kurz nach dem Konzert vom 2. Januar desselben Jahres. Signiert unten rechts: KANDINSKY 1911.
Was ist auf dem Gemälde dargestellt?
Ein Konzert, erst aus der Nähe erkennbar: oben der schwarze Konzertflügel, davor die gebeugten Rücken der Zuhörer, ringsum das ausströmende Gelb und die Farbflecken.
Ist das ein Druck?
Nein. Dies ist ein Kunstgemälde, von Hand in Öl auf Leinwand gemalt; die Pinselstriche sind sichtbar und fühlbar.
Welches Maß soll ich wählen?
Fürs Wohnzimmer 100 x 78 cm, das dem Maß des Originals am nächsten kommt; für wirklich große Wände 180 x 140 cm, für andere Wände siehe die Übersicht oben.
Kann ich ein Maß bekommen, das nicht in der Liste steht?
Ja, wir malen nach Maß und behalten dabei das Seitenverhältnis des Motivs bei.
Wie wird geliefert?
Auf den Keilrahmen gespannt und gerahmt, wenn Sie das gewählt haben. Rechnen Sie je nach Maß mit 15 bis 45 Tagen; versandt wird, sobald Sie die Aufnahme der fertigen Arbeit freigegeben haben.
Worum geht es in dem Gemälde, kurz gesagt?
Um Klang, der Farbe geworden ist: ein Konzert, übersetzt in Gelb und Schwarz.
Ist das Original verkäuflich und was ist es wert?
Nein. Es gehört zur öffentlichen Sammlung des Lenbachhauses und steht nicht zum Verkauf, deshalb spekulieren wir nicht über seinen Wert.
Eignet sich das Gemälde als Geschenk?
Ja, für Liebhaber moderner Kunst oder für Musiker ist das eine durchdachte Wahl. Wenn Sie die Wahl dem Beschenkten überlassen möchten, gibt es den Geschenkgutschein.
- Motiv: der schwarze Körper des Konzertflügels oben, darunter ausströmendes Gelb, über die Mitte die Rücken der Zuhörer
- Original: Lenbachhaus, München, Inv.-Nr. GMS 78, 1911, 100,6 x 78,4 cm, Schenkung Gabriele Münter 1957
- Unsere Ausführung: handgemaltes Öl auf Leinwand, acht Maße von 50 x 40 bis 180 x 140 cm, gespannt und auf Wunsch gerahmt
- Wissenswert: das Museum nennt dieses Werk dasjenige, das unter allen Arbeiten Kandinskys die Synästhesie am unmittelbarsten berührt









































