Beschreibung
Leopold Czihaczek am Klavier ist ein Werk Egon Schieles von 1907: der Onkel und Vormund des Künstlers, Leopold Czihaczek (1842–1929), beim Klavierspiel in seinem Wiener Musikzimmer, aus großer Nähe und von hinten gesehen. Das Original ist Öl auf Leinwand, misst 100,7 x 60,2 cm und ist rechts unten signiert und datiert: „Schiele 12.V.07“. Aufbewahrt wird es im Leopold Museum in Wien unter der Inventarnummer EX 42754, als Privatsammlung in Dauerleihgabe. Wir malen es von Hand in Ölfarben auf Leinwand, in der Größe Ihrer Wahl, und schicken Ihnen vor dem Versand ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Leopold Czihaczek am Klavier |
| Weitere Titel: | das Museum führt denselben Titel |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1907 |
| Originalgröße (Breite × Höhe): | 100,7 cm x 60,2 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Spätimpressionistisch, Frühwerk |
| Standort: | Leopold Museum, Wien (Inv.-Nr. EX 42754) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 6 Größen von 50 x 30 cm bis 165 x 100 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Leopold Czihaczek am Klavier – Egon Schiele
Was zeigt das Gemälde?
Nach der Lesart des Museums zeigt das Gemälde Leopold Czihaczek (1842–1929), Schieles Onkel und Vormund, beim Klavierspiel in seinem Musikzimmer in der Leopoldstädter Zirkusgasse, in dem laut Augenzeugen zwei Flügel standen. Die Szene ist aus großer Nähe gefasst. Der Kopf erscheint im verlorenen Profil und hebt sich gegen die hellen Fensterscheiben ab, wodurch der Blick auf die Notenblätter fällt. Die Hände hat Schiele bewusst unscharf gemalt, gleichsam abgekoppelt vom übrigen Körper, und gerade sie bringen die Musik zum Erklingen. Das Museum liest darin den Eindruck größter Versunkenheit.
Warum mögen es die Menschen?
Weil es eine Szene ist, die jeder kennt: Jemand spielt und bemerkt nichts um sich herum. Niemand blickt heraus, deshalb belastet das Bild einen Raum nicht so wie ein Porträt, das zurückschaut. Die Farben sind, wie das Museum sie beschreibt, gedeckt und pastellig, typisch für Schieles Frühwerk, darum verträgt sich das Werk ruhig mit Möbeln und mit einer Wand in jeder Farbe. Und das ungewöhnlich breite Querformat hilft genau dort, wo die Wand niedrig und lang ist – über Klavier, Sideboard oder Lowboard.
Wo steht es unter Schieles Arbeiten?
Unter Schieles Frühwerken und unter den Bildnissen seines Onkels. Das Museum hält fest, dass Schiele während seiner Studienzeit an der Wiener Akademie zwischen 1906 und 1909 mehrere Porträts Leopold Czihaczeks schuf; eines davon ist das Bildnis Leopold Czihaczek (Öl auf Leinwand) aus demselben Jahr 1907, das wir ebenfalls anbieten. Dieses Werk entstand am 12. Mai 1907. Die ganze Auswahl zeigt die Galerie Egon Schiele, mehr über sein Leben erzählt unser Artikel über Egon Schiele.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand malt bei uns ein Maler von Hand in Ölfarben, Strich für Strich: ein handgemaltes Gemälde, eigens für Ihre Bestellung, kein Maschinendruck. Zwei Dinge sind hier schwierig. Das erste sind die Hände: Sie müssen absichtlich unscharf bleiben, nicht versehentlich. Schärft der Maler sie, zerfällt das Bild in zwei Teile; verwischt er sie, sieht es nach Fehler aus – deshalb wächst die Weichheit vom Handgelenk nach außen hinein. Das zweite ist die Gliederung in beleuchtete und verschattete Partien, die nach der Lesart des Museums dieses ungewöhnlich breite Querformat trägt. Der Schatten muss durchsichtig bleiben, sonst bricht die lange Komposition in zwei Hälften. Unsere Kopie ist Öl auf Leinwand. Ist das Werk fertig, fotografieren wir es und schicken Ihnen das Foto zur Freigabe; erst dann geht es auf den Weg. In unserer Werkstatt wurde dieses Werk noch nicht fotografiert, daher gibt es hier noch keine Werkstattfotos.
Welche Größe für welche Wand?
Über Klavier oder Lowboard nehmen Sie 135 x 80 cm. Das Original ist 100,7 cm breit und 60,2 cm hoch, unsere Größe 100 x 60 cm entspricht ihm also fast genau – wer das Werk im Maßstab des Originals möchte, wählt diese. Über Sofa, Klavier oder langem Sideboard passen 135 x 80 cm oder 150 x 90 cm; über dem Schreibtisch 100 x 60 cm oder 110 x 65 cm; auf einen schmalen Wandstreifen, über eine Tür oder über Regale 50 x 30 cm; an eine große leere Wand 165 x 100 cm. Die Preise reichen von 131 EUR für die kleinste bis 960 EUR für die größte Größe. Die Mitte gehört auf Augenhöhe, etwa 145–150 cm über dem Boden.
Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen
Passt keine unserer Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß. Wählen Sie bei der Option Keilrahmen „JA“, kommt die Leinwand auf einen Holzkeilrahmen gespannt, bereit zum Aufhängen. Unsere 3D-Anwendung dient nur der Wahl des Rahmens, nicht der Darstellung des Werks an Ihrer Wand. Den Rahmen wählen Sie gesondert, er ist optional.
Lieferung und Garantie
Wir malen auf Bestellung und liefern nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union, darunter Slowenien, Kroatien, Italien, Ungarn und Frankreich. Das Gemälde kommt geschützt verpackt und, wenn Sie beim Keilrahmen „JA“ gewählt haben, auf den Keilrahmen gespannt; vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe. Die Herstellungszeit hängt von der Größe und von der Auslastung der Werkstatt ab. Für jede Bestellung gilt unsere Widerrufs- und Erstattungsrichtlinie.
Häufige Fragen
Wer war Leopold Czihaczek?
Schieles Onkel und Vormund (1842–1929). Nach dem Museumseintrag übernahm er nach dem frühen Tod von Schieles Vater Adolf (1850–1905) die Mitvormundschaft für Egon und dessen jüngere Schwester Gertrude; wie der Vater war er höherer Eisenbahnbeamter.
Wo spielt die Szene?
In Czihaczeks Musikzimmer in der Leopoldstädter Zirkusgasse in Wien. Das Museum hält fest, dass dort laut Augenzeugen zwei Flügel standen.
Warum sind die Hände unscharf?
Weil Schiele sie absichtlich so gemalt hat. Nach der Lesart des Museums erscheinen die Hände bewusst unscharf, gleichsam abgekoppelt vom übrigen Körper, und gerade sie bringen die Musik zum Erklingen – während der Blick auf die Notenblätter vor dem Spielenden fällt.
Wann entstand das Werk?
1907. Rechts unten stehen Signatur und Datum: „Schiele 12.V.07“, also der 12. Mai 1907. Es entstand in der Zeit, in der Schiele an der Wiener Akademie studierte und bei seinem Onkel wohnte.
Worin unterscheidet es sich von Ihrem anderen Czihaczek-Bildnis?
Dieses zeigt den Onkel am Klavier in einem sehr breiten Querformat, das Original misst 100,7 x 60,2 cm. Das andere ist ein hochformatiges Bildnis, ebenfalls Öl auf Leinwand, mit einem Original von 29 x 47 cm: Bildnis Leopold Czihaczek (Öl auf Leinwand).
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.









































