Beschreibung
Das Zimmer des Künstlers in Neulengbach ist ein Werk Egon Schieles aus dem Jahr 1911: ein Raum ohne Menschen, mit gelbem Boden, schwarzem Bett, rotem Sessel und einem kleinen Stillleben auf einem dünnbeinigen Tisch in der Mitte. Das Original befindet sich im Wien Museum unter der Inventarnummer 117203; es misst 40 x 31,5 cm und ist in Öl auf Holz gemalt. Bei uns entsteht es als handgemaltes Ölgemälde auf Leinwand, in dreizehn Größen oder nach Ihrem Maß, und bevor es versandt wird, schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe.
| Titel: | Das Zimmer des Künstlers in Neulengbach |
| Andere Titel: | „Mein Wohnzimmer“ · The Artist’s Room in Neulengbach · Umetnikova soba v Neulengbachu |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1911 |
| Originalgröße: | 40 cm x 31,5 cm (Höhe vor Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Holz |
| Stil: | Expressionismus |
| Standort: | Wien Museum, Wien (Inv. 117203) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 13 Größen von 50 x 65 cm bis 160 x 205 cm oder ein Maß nach Wunsch |
Das Zimmer des Künstlers in Neulengbach – Egon Schiele
Was zeigt das Werk?
Einen Raum, in dem niemand ist. Die untere Hälfte der Tafel nimmt ein ockergelber Boden ein, der zur Betrachterin hin kippt, als stünde der Raum leicht geneigt. Am rechten Rand steht ein Bett mit dunkel blaugrüner Decke und weißem Kissen, dahinter lehnt aufrecht ein rotbraunes Brett. Unter dem Bett liegt ein großer schwarzer Kasten wie ein dunkler Block über der rechten Hälfte. Ganz unten rechts steht ein roter Sessel mit hoher Lehne, von uns abgewandt. Links steht eine schwarze Kommode mit einem Fläschchen und einer flachen Schale, in der Gelb und Rot aufleuchten. In der Mitte trägt ein dünnbeiniger Tisch ein Stillleben: einen weißen Krug und ein Schälchen mit kleinen Früchten. In der linken unteren Ecke liegen gefaltete violette und gelbe Tücher. Hoch an der hellen Wand links hängt ein kleines gerahmtes Werk. Die Wände sind hell und fast leer, sodass die Gegenstände das ganze Gewicht tragen; ein Fenster ist nicht gemalt, woher das Licht kommt, bleibt offen.
Welcher Raum ist das?
Schieles eigener, in Neulengbach. Der Museumsdatensatz führt das Werk unter zwei Titeln: „Mein Wohnzimmer“ und Das Zimmer des Künstlers in Neulengbach. Unter den Motiven nennt der Datensatz Schlafzimmer und Bett, unter den Themen das Wohnen und Wien um 1900. Der Titel sagt also Wohnzimmer, die Möblierung sagt Schlafzimmer; das Museum gleicht beides nicht ab, und wir tun es auch nicht.
Was sagt der Museumsdatensatz über das Werk?
Weniger, als man erwarten würde, und genau das gehört gesagt. Der Datensatz hat keinen beschreibenden Text: er nennt den Künstler, das Jahr 1911, die Technik, die Maße, die Inventarnummer 117203 und den Platz in der Dauerausstellung. Er enthält aber drei Angaben, die sonst nirgends stehen: das Werk wiegt drei Kilogramm, sein Rahmen misst 44,9 x 37,2 x 4 cm, und die Werkverzeichnisse führen es als P 220 bei Jane Kallir und als Nr. 84 bei Tobias G. Natter (2017). Nichts davon ergänzen wir um Deutungen, die der Datensatz nicht hat.
Worauf ist das Original gemalt?
Auf Holz. Der Museumsdatensatz nennt Ölfarbe und Holz, also ein Ölgemälde auf einer Holztafel, nicht auf Leinwand. Unsere Reproduktion wird in Ölfarben auf Leinwand gemalt. Wir geben das nicht als dasselbe aus: eine Holztafel und eine gespannte Leinwand sind verschiedene Träger, und wir nennen den Unterschied. Versinkende Sonne von 1913, die wir ebenfalls anbieten, ist Öl auf Leinwand; diese Tafel ist es nicht.
Ist das Format hoch oder quer?
Hoch. Der Datensatz nennt 40 cm Höhe und 31,5 cm Breite, die Tafel ist also gut ein Viertel höher als breit. Unsere Stufen folgen ihr im Hochformat, von 50 x 65 cm bis 160 x 205 cm, die Breite jeweils zuerst.
Kann ich das Werk in der Größe des Originals bekommen?
In der Größe des Originals nicht: die Tafel misst 31,5 x 40 cm, und unsere kleinste Stufe, 50 x 65 cm, ist auf beiden Seiten größer. Im Verhältnis kommen unsere Stufen ihr allerdings sehr nahe. Das Seitenverhältnis des Originals beträgt 1 : 1,27, und vier Stufen liegen innerhalb eines Zentimeters: 130 x 165 cm weicht um einen Millimeter ab, 110 x 140 cm um drei, 150 x 190 cm um fünf und 90 x 115 cm um sieben. Sechs Stufen liegen zwischen einem und zwei Zentimetern daneben, zwei zwischen zwei und drei, und 100 x 130 cm weicht um drei Zentimeter ab. Für die Größe des Originals wählen Sie ein Maß nach Wunsch.
Woher kommt das Werk und wo ist es heute?
Diese Seite trägt keinen Provenienzvermerk, weil der Museumsdatensatz keinen veröffentlicht: zu diesem Werk ist keine Kette von Eigentümern angegeben. Wir ersetzen sie nicht durch eine Vermutung. Was der Datensatz angibt, ist der heutige Ort: das Wien Museum, Inventarnummer 117203. Der Datensatz nennt außerdem drei Bücher, in denen das Werk publiziert ist, darunter den Ausstellungskatalog Traum und Wirklichkeit. Wien 1870–1930 von 1985 und die Monografie Egon Schiele. Leben und Werk von 1968.
Wo steht dieses Werk in Schieles Werk?
Unter den wenigen Innenräumen seines Schaffens. Aus demselben Jahr und derselben Sammlung stammt das Selbstbildnis mit schwarzem Tongefäß, ebenfalls Öl auf Holz; vier Jahre früher entstand Interieur, einer der ersten von ihm gemalten Räume, und aus derselben frühen Zeit stammen Häuser im Winter (Blick aus dem Atelier). Die ganze Auswahl zeigt die Galerie Egon Schiele, mehr über sein Leben unser Artikel über Egon Schiele; die Werke Schieles in dieser Sammlung listet die Suche der Online-Sammlung des Wien Museums. Schiele war ein jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimts, und die Wiener Secession war das Umfeld, aus dem er kam; der Wiener Expressionismus ist die Richtung, die er mitprägte, und österreichische Kunst jener Jahre wird bis heute über diese beiden Namen gelesen. Als expressionistisches Gemälde eines leeren Zimmers zeigt es den Menschen gerade dadurch, dass er fehlt.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand malt ein Künstler in Öl, Strich für Strich – kein maschineller Abzug, sondern eine handgemalte Kopie, eigens für Ihre Bestellung. Zwei Dinge sind hier am schwierigsten. Das eine ist der Boden: eine große gelbe Fläche, die lebendig bleiben muss und nicht gleichmäßig überzogen, sonst verliert der Raum seine Neigung und wird zum Grundriss. Das andere sind die Farbpunkte – der rote Sessel, das violette Tuch, die Früchte in der Schale –, die auf kleiner Fläche das Gleichgewicht halten; wird einer dunkler oder größer, kippt der Raum. In den großen Größen ist auch das Bett anspruchsvoll: seine Decke besteht aus breiten Strichen, die als Pinselschrift lesbar bleiben und nicht zum Muster werden dürfen. Ist das Werk fertig, fotografieren wir es und schicken Ihnen das Foto zur Freigabe, erst dann wird es versandt. Atelieraufnahmen dieses Werks haben wir noch keine – in unserer Werkstatt wurde es noch nicht fotografiert, und nichts wurde entfernt; wird es gemalt, kommen die Fotos auf diese Seite. Als Reproduktion auf Leinwand kommt es auf einen Holzkeilrahmen gespannt und fertig zum Aufhängen.
Welche Größe für welche Wand?
Kurz gesagt: ein stilles Motiv, das Nähe verträgt. Neben dem Bett, im Flur oder über dem Schreibtisch genügen 50 x 65 cm oder 60 x 75 cm; über einer Kommode 80 x 100 cm oder 90 x 115 cm; für eine größere Wand 120 x 150 cm und mehr, bis 160 x 205 cm. Unsere kleinste Größe ist 50 x 65 cm. Als Kunstgemälde voller kleiner Gegenstände gewinnt es mit der Größe: in den großen Stufen sieht man, dass jedes Möbelstück mit eigenem Strich gemalt ist.
Wie bestelle ich ein Maß nach Wunsch, Keilrahmen und Rahmen?
Passt keine der dreizehn Größen zu Ihrer Wand, malen wir das Werk nach Ihrem Maß. Die Leinwand wird auf einen Holzkeilrahmen gespannt geliefert; unsere 3D-Anwendung dient ausschließlich der Wahl des Rahmens, nicht der Darstellung des Werks an Ihrer Wand. Den Rahmen wählen Sie gesondert, er muss nicht Teil der Bestellung sein.
Wie wird geliefert und was garantieren wir?
Wir malen auf Bestellung und liefern in sechzehn Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Polen. Vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Werks zur Freigabe; sind Sie nicht zufrieden, korrigieren wir es oder malen es neu. Die Fertigungszeit hängt von der Größe und der Auslastung des Ateliers ab.
Häufige Fragen
Warum lebte Schiele in Neulengbach?
1911 verließ Schiele Krumau und zog nach Neulengbach, einer Kleinstadt westlich von Wien, wo er auf ein günstiges Atelier und eine ruhige Umgebung hoffte. Wally Neuzil, in jenen Jahren sein Modell und seine Gefährtin, lebte dort mit ihm. Das Zimmer auf diesem Gemälde ist sein eigenes; das Museum führt das Werk auch als „Mein Wohnzimmer“.
Ist Das Zimmer des Künstlers in Neulengbach von Van Goghs Schlafzimmer inspiriert?
So wird es oft gelesen: Die National Gallery of Victoria in Melbourne nennt es Schieles direkte Hommage an Van Gogh. Schiele hatte Van Goghs Werke 1909 bei einer Ausstellung in Wien gesehen, darunter eine Fassung des Schlafzimmers. Wo Van Gogh ein ruhiges Zimmer wollte, wirkt Schieles Raum mit dem gekippten Boden und den kantigen Möbeln angespannt.
Warum ist niemand im Zimmer?
Es ist keine Figur zu sehen, nur Bett, Sessel, Truhe, Kasten und ein Tischchen mit Krug und Obst. Das leere Zimmer steht für den Menschen, der darin wohnt: Es zeigt ihn gerade dadurch, dass es ihn weglässt. Es ist eines der wenigen Interieurs in Schieles Werk.
Was geschah Schiele in Neulengbach?
Im April 1912 wurde er dort unter dem Verdacht verhaftet, ein 13-jähriges Mädchen verführt zu haben, und die Polizei beschlagnahmte in seinem Atelier über hundert Zeichnungen. Die Anklagen wegen Verführung und Entführung wurden fallen gelassen, verurteilt wurde er aber, weil er erotische Zeichnungen an einem für Kinder zugänglichen Ort gezeigt hatte. Mit 21 Tagen Untersuchungshaft und drei weiteren Tagen Strafe war er 24 Tage in Haft.
Wo befindet sich Das Zimmer des Künstlers in Neulengbach heute?
Im Wien Museum in Wien, unter der Inventarnummer 117203. Es ist eine kleine Tafel in Öl auf Holz, 40 x 31,5 cm, datiert 1911.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja; wenn Sie unsicher sind, welche Größe Sie wählen sollen, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: ein leeres Zimmer in Neulengbach – gelber Boden, schwarzes Bett, roter Sessel und ein Stillleben auf einem Tischchen.
- Original: 1911, Öl auf Holz, 40 x 31,5 cm, Wien Museum, Wien, Inv. 117203.
- Unseres: handgemalt in Öl auf Leinwand, 13 Größen oder ein Maß nach Wunsch.
- Gut zu wissen: der Museumsdatensatz hat keinen beschreibenden Text, nennt aber das Gewicht: drei Kilogramm.









































