Beschreibung

Hockendes Paar (Die Familie) ist eine der letzten großen Leinwände Egon Schieles, gemalt 1918, auf der ein Mann und eine Frau, beide nackt, in einem dunklen Raum kauern, während ein Kind zwischen den Beinen der Frau hervorschaut. Das Original ist im Oberen Belvedere in Wien unter der Inventarnummer 4277 ausgestellt. Bei uns entsteht es als handgemaltes Ölwerk auf Leinwand, in fünfzehn Größen oder nach Ihrem eigenen Maß, und vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe.
| Titel: | Hockendes Paar (Die Familie) |
| Weitere Titel: | Kauerndes Menschenpaar · Squatting Couple · Počepujoč par |
| Maler: | Egon Schiele (1890–1918) |
| Entstehungsjahr: | 1918; der Museumseintrag führt das Werk als unsigniert |
| Originalgröße: | 150 cm x 160,8 cm |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Expressionismus |
| Befindet sich: | Belvedere, Wien (Inv.-Nr. 4277), ausgestellt im Oberen Belvedere |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, 15 Größen von 50 x 55 cm bis 200 x 210 cm oder Maßanfertigung |
Hockendes Paar (Die Familie) – Egon Schiele
Was zeigt das Werk?
Der Eintrag des Belvedere ist hier ungewöhnlich genau, und wir geben ihn wieder, statt ihn zu ergänzen: Ein Mann und eine Frau, beide nackt, kauern in einem dunklen Raum, und ein Kind schaut zwischen den Beinen der Frau hervor. Schützend hinter beiden platziert, zeigt der Mann mit wachen Augen Schieles Züge. Sein knochiger Körper steht im Gegensatz zu den weichen Rundungen der Frau, die versunken nach unten blickt. Trotz der körperlichen Nähe wirken die beiden Körper isoliert. Das ist der ganze Inhalt der Szene: keine Erzählung, kein bestimmbarer Raum, nur drei Menschen und das Dunkel um sie herum.
Wer ist der Mann auf dem Werk?
Der Museumseintrag sagt, dass der Mann mit wachen Augen Schieles Züge zeigt. Es ist also ein Selbstporträt innerhalb der Szene und nicht das Porträt eines Modells. Wer die Frau und das Kind sind, sagt der Eintrag nicht, und wir raten nicht. Entscheidend ist, was daraus folgt: Der Maler hat sich in eine Rolle gemalt, die er nie einnehmen sollte, und mehr ist über seine Absicht nicht festgehalten.
Woher stammt der Titel Die Familie?
Nicht von Schiele. Der Museumseintrag hält fest, dass die Kunstkritikerin Berta Zuckerkandl den Titel Die Familie für Kauerndes Menschenpaar zuerst verwendete, nach dem Tod des Malers. Der Grund liegt in dem, was im Herbst 1918 geschah: Schieles Frau Edith starb am 28. Oktober im sechsten Monat schwanger an der Spanischen Grippe, Schiele drei Tage später. Die Familie, die der Titel nennt, ist nie entstanden. Der Titel ist eine nachträgliche Deutung und sollte so gelesen werden.
Warum ist dieses Werk wichtig?
Weil es spät ist und weil es diese Größe hat. Die Leinwand misst 150 x 160,8 cm und gehört zu den größten, die Schiele gemalt hat; sie stammt aus dem Jahr, das er nicht überlebte. Die Ausstellungsliste im Museumseintrag zeigt, wie das Werk über die Jahrzehnte gelesen wurde: Das Belvedere zeigte es 1951 und 1959 unter den Neuerwerbungen, 1954 im Überblick der österreichischen Bestände des 19. und 20. Jahrhunderts, 1968 in der großen Schiele-Ausstellung und 1990 in einer Schau zum Selbstporträt — was die Lesart des Männergesichts als Gesicht des Malers stützt. Als expressionistisches Gemälde ist es außergewöhnlich, weil es keine Provokation mehr ist: Schiele schockiert hier nicht, er hält fest.
Was bedeutet das Werk?
Der Museumseintrag bietet eine einzige Lesart, und dabei bleiben wir: Trotz der körperlichen Nähe wirken die Körper isoliert. Das ist Beschreibung, nicht Symbolik. Hinzufügen lässt sich, was jeder Betrachter sieht: Keine der drei Figuren blickt in dieselbe Richtung. Der Mann sieht geradeaus heraus, die Frau nach unten, das Kind zur Seite. Drei Menschen in einem Bündel von Körpern, drei Blicke auseinander. Ob Schiele das als Aussage über Familie meinte oder ob es aus dem Aufbau folgt, ist nirgends festgehalten, also schließen wir nichts daraus.
Wie ist die Leinwand und wie ist die Farbe?
Es handelt sich um eine nahezu quadratische Leinwand: Der Museumseintrag nennt 150 x 160,8 cm, ein Verhältnis, das weniger als zehn Prozent vom Quadrat abweicht. Das Dunkel um die Figuren ist nicht schwarz, sondern aus tiefroten, braunen und blaugrünen Lagen gebaut, die sich kaum voneinander abheben, sodass die Figuren stärker aus dem Grund treten, als es irgendein Licht in der Szene erklären würde. Die Körper sind in kleinen Flecken aus Gelb, Rosa und Grün gemalt, nebeneinandergesetzt statt vermischt, und genau deshalb wirkt die Haut zugleich lebendig und krank. Der Eintrag führt das Werk zudem als unsigniert.
Woher stammt es und wo ist es heute?
Das Werk befindet sich im Belvedere in Wien unter der Inventarnummer 4277 und ist laut Museumseintrag im Oberen Belvedere ausgestellt. Sein Weg dorthin ist kurz und gut dokumentiert; er steht unten im Abschnitt zur Provenienz und wird unverändert übernommen, weil er ein Verzeichnis von Eigentümern ist und keine Beschreibung, die wir umformulieren dürften.
Provenienz
Ab 1918 war das Gemälde im Besitz von Hans Böhler (Wien und New York); das Belvedere kaufte es 1948 von ihm.
Wo steht Die Familie in Schieles Werk?
Ganz am Ende. Ein Jahr davor entsteht Die Umarmung, wo die Körper noch verschmolzen sind und kein Gesicht zu sehen ist; hier sind die Körper beisammen, beide Gesichter sichtbar, und beide sehen woandershin. Aus demselben letzten Jahr stammen Vier Bäume, wo dieselbe Stille in die Landschaft getragen ist. Wie weit Schiele gekommen war, zeigt der Vergleich mit dem Bildnis Herbert Reiner von 1910 und dem Bildnis Wally Neuzil von 1912. Die vollständige Auswahl findet sich in der Galerie Egon Schiele, mehr zu seinem Leben in unserem Artikel über Egon Schiele. Schiele war ein jüngerer Zeitgenosse Gustav Klimts, und die Wiener Secession war das Umfeld, aus dem er kam; der Wiener Expressionismus ist die Richtung, die er mitprägte, und die österreichische Kunst jener Jahre wird bis heute über diese beiden Namen gelesen.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jede Leinwand wird von einem Maler in Öl gemalt, Strich für Strich. Es ist kein maschineller Abzug, sondern eine handgemalte Kopie, die eigens für Ihre Bestellung entsteht. Die Aufnahme oben zeigt eine unserer Ausführungen dieses Werkes: in einer Goldleiste gerahmt und auf einer Holzstaffelei in der Werkstatt stehend, zwischen anderen Leinwänden in Arbeit. Bei diesem Motiv ist die Haut das Schwierigste: Die Flecken müssen getrennt bleiben und dürfen nicht in eine einheitliche Farbe rutschen, sonst geht genau das verloren, woran das Werk erkennbar ist. Ist die Arbeit fertig, fotografieren wir sie und senden Ihnen die Aufnahme zur Freigabe; danach geht sie in den Versand. Als Reproduktion auf Leinwand kommt sie auf Holzkeilrahmen gespannt und aufhängefertig an.
Welche Größe für welche Wand?
Kurze Antwort: über einem Sofa 130 x 140 cm oder größer, für eine kleinere Wand genügen 70 x 75 cm. Da das Motiv nahezu quadratisch ist, verhält es sich anders als ein waagrechtes — es braucht kein langes Möbel unter sich, sondern ruhige Wand um sich herum, und wirkt daher auch allein an einer schmalen Wand oder im Flur. Über dem Bett ist 120 x 130 cm die übliche Wahl. Unser größtes Format ist 200 x 210 cm und für hohe oder offene Räume gedacht, das kleinste 50 x 55 cm. Ein Kunstgemälde dieser Größe braucht Abstand: Eine dunkle Leinwand mit drei Figuren betrachtet man aus einigen Metern, nicht aus zwei Schritten.
Wie bestelle ich Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen?
Wenn keine der fünfzehn Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir das Werk nach Ihrem eigenen Maß. Die Leinwand kommt auf Holzkeilrahmen gespannt; unsere 3D-Anwendung dient allein der Rahmenwahl, nicht der Darstellung des Werkes auf Ihrer Wand. Den Rahmen wählen Sie gesondert, er ist nicht zwingend Teil der Bestellung.
Wie läuft die Lieferung und was garantieren wir?
Wir malen auf Bestellung und liefern nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Vor dem Versand senden wir Ihnen eine Aufnahme des fertigen Werkes zur Freigabe; sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, bessern wir nach oder malen neu. Da jedes Werk einzeln entsteht, richtet sich die Fertigungszeit nach der Größe und nach der aktuellen Auslastung des Ateliers.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Original?
Im Belvedere in Wien, Inventarnummer 4277; laut Museumseintrag im Oberen Belvedere ausgestellt.
Ist das Werk signiert?
Nein. Der Museumseintrag führt dieses Werk als unsigniert.
Ist der Mann auf dem Werk Schiele?
Laut Museumseintrag zeigt der Mann mit wachen Augen Schieles Züge.
Ist das ein Druck?
Nein. Jede Leinwand wird von einem Maler von Hand in Öl gemalt.
Wer gab dem Werk den Titel Die Familie?
Die Kritikerin Berta Zuckerkandl, nach Schieles Tod. Der Titel des Malers war Kauerndes Menschenpaar.
Wie groß ist die originale Leinwand?
150 x 160,8 cm, also nahezu quadratisch.
Kann ich ein Maß erhalten, das nicht in der Liste steht?
Ja, wir malen das Werk in jedem von Ihnen genannten Maß.
Wie kommt es an?
Auf Holzkeilrahmen gespannt und geschützt verpackt; der Rahmen ist optional.
Worum geht es in einem Satz?
Darum, dass drei Menschen in einem Bündel von Körpern stecken und jeder trotzdem allein ist.
Ist das Original verkäuflich?
Es ist nicht verkäuflich; es gehört zur öffentlichen Sammlung des Belvedere und ist nicht am Markt.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, auch wenn das Motiv anspruchsvoll ist; wenn Sie bei der Größe unsicher sind, gibt es einen Geschenkgutschein.
- Motiv: ein nackter Mann und eine nackte Frau kauern im Dunkeln, ein Kind zwischen den Beinen der Frau.
- Original: 1918, Öl auf Leinwand, 150 x 160,8 cm, unsigniert, Belvedere Wien, Inv.-Nr. 4277.
- Unseres: handgemalt in Öl, 15 Größen oder Maßanfertigung, Aufnahme vor dem Versand.
- Gut zu wissen: den Titel Die Familie gab Berta Zuckerkandl dem Werk nach dem Tod des Malers.









































