Paul Cézanne – Der Berg Sainte-Victoire und Château Noir

ab 130,00 

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Beschreibung

Der Berg Sainte-Victoire und Château Noir – die Leinwand, die 1922 nach Japan ging

Links und unten schließen dunkelgrüne Bäume die Leinwand, in kurzen, dichten Zügen gemalt. Zwischen ihnen erscheint ein ockerfarbenes Gebäude mit dunklen Fensteröffnungen: das Château Noir. Dahinter erhebt sich die helle blaugraue Masse des Berges Sainte-Victoire, und der Himmel darüber ist blaugrün, in parallele Farbflecken geteilt. Das handgemalte Gemälde auf Leinwand gibt diese späte Arbeit Cézannes von 1904 bis 1906 wieder, die im Original 65,6 × 81 Zentimeter misst und im Artizon Museum in Tokio verwahrt wird.

Aus dem Nachlass des Malers nach Osten

Beim Tod des Malers war diese Leinwand nicht verkauft: In der Provenienz lautet der erste Eintrag Nachlass Paul Cézanne. Am 12. Februar 1907 übernahmen sie Ambroise Vollard und die Galerie Bernheim-Jeune gemeinsam, und am 12. August desselben Jahres blieb sie bei Vollard allein. Dann geschieht das, was diese Leinwand von den meisten unterscheidet: Am 27. März 1922 kauft sie Zenichiro Hara in Yokohama. Nach ihm besitzt sie Shojiro Ishibashi in Tokio, danach das Bridgestone Museum of Art und seit 2020 das Artizon Museum. Das Werk ist also seit mehr als hundert Jahren in Japan.

Was das Buch des Händlers verlangte

In Vollards zweitem Lagerbuch ist die Leinwand unter Nummer 4454 eingetragen, mit einer sehr knappen Beschreibung – paysage Ste. Victoire, Landschaft mit der Sainte-Victoire – dazu das Maß 65 × 81 Zentimeter und der Preis von 6000 Franc. Der Eintrag entstand nach dem Tod des Malers, als das Werk aus dem Nachlass in den Handel kam; der Preis sagt also nicht, was der Maler dafür bekam, sondern was der Händler dafür verlangte, der inzwischen wusste, was er in Händen hielt.

Château Noir – das Haus, das im Titel steht

Der Werkkatalog nennt für diese Leinwand unter den Orten das Château Noir und unter den Naturmotiven den Berg Sainte-Victoire. Das Château Noir ist ein Anwesen östlich von Aix, an der Straße nach Le Tholonet, und der Maler kehrte jahrelang dorthin zurück. Unter den Titeln, die der Katalog für dieses Werk außerdem führt, steht auch Le Château du diable, das Schloss des Teufels – ein Name, der dem Gebäude im Volksmund anhing. Auf der Leinwand ist davon nur eine gelb-ockerfarbene Wand mit zwei dunklen Öffnungen zu sehen; alles Übrige frisst das Laub.

Eine späte Leinwand, aus Flecken gebaut

Hier gibt es keine Zeichnung mehr, die die Dinge trennte: Bäume, Dach, Fels und Himmel bestehen aus denselben kurzen, flachen Zügen, einer neben den anderen gesetzt, in Blau, Grün und Ocker. Deshalb scheinen Laub und Himmel ineinander überzugehen, und der Berg hebt sich eher als hellere Fläche heraus denn als entfernter Gegenstand. Die einzige gerade Linie der ganzen Leinwand ist die Oberkante des Dachs vom Château Noir – und dieser eine Zug sagt, dass zwischen den Bäumen ein Bauwerk steht.

Ein Ausstellungsweg, der in Japan verläuft

Die Ausstellungsliste dieses Werks ist ungewöhnlich darin, wo sie sich abspielt. 1947 war es im Nationalmuseum in Tokio, 1951 im Museum für moderne Kunst in Kamakura in der Ausstellung Cézanne und Renoir als Nummer 9, 1956 in der Eröffnungsausstellung des Ishibashi-Museums in Kurume als Nummer 10 und 1959 in Osaka als Nummer 23. 1962 reiste es nach Paris, in das Musée national d’art moderne, zur Ausstellung französischer Malerei aus der Tokioter Sammlung Ishibashi, als Nummer 9 – ein französisches Werk, das als Teil einer japanischen Sammlung nach Frankreich zurückkam. 1967 war es wieder in Tokio, 1974 in der großen Cézanne-Ausstellung als Nummer 59, von wo es nach Kyoto und Fukuoka weiterreiste.

Bridgestone und die Umbenennung von 2020

Das Museum, das die Leinwand verwahrt, hieß nicht immer so. In der Provenienz folgen aufeinander Shojiro Ishibashi, dann das Bridgestone Museum of Art in Tokio und schließlich das Artizon Museum, das den Namen 2020 annahm. Darum steht dasselbe Werk in der älteren Literatur unter Bridgestone und in der neueren unter Artizon: dieselbe Sammlung und dieselbe Leinwand, nur zwei Namen. Aus demselben Tokioter Haus stammen auch Schale und Milchkrug und Selbstbildnis mit weichem Hut.

Farblich ist das eine der blauesten Leinwände dieser Gruppe, und gerade darum wirkt sie in einem hellen Raum, der ihr eine ruhige Wand lässt. Wir bieten fünfzehn Formate an, von 50 × 40 bis 180 × 143 Zentimetern; alles dazwischen spannen wir nach Maß, und wie es an der Wand steht, zeigt vorab unsere 3D-Anwendung. Denselben Berg von der anderen Seite zeigt Der Berg Sainte-Victoire, von Bibémus aus gesehen.

  • Motiv: Der Berg Sainte-Victoire und Château Noir, Paul Cézanne, 1904-1906, Artizon Museum, Tokio
  • Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
  • Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondergröße nach Maß
  • Wissenswertes: aus dem Nachlass des Malers ging die Leinwand 1922 nach Yokohama und ist seit über hundert Jahren in Japan

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