Beschreibung
Bildnis des Malers Achille Emperaire – der Name quer über den oberen Rand
Ganz oben auf der Leinwand steht in großen goldockerfarbenen Lettern die Aufschrift: ACHILLE EMPERAIRE PEINTRE. Darunter sitzt ein Mann, frontal und symmetrisch, in einem hohen Sessel, dessen bogenförmige Lehne sich weit über seinen Kopf erhebt und mit einem hellen Bezug überzogen ist, der mit kleinen rostroten Blüten übersät ist. Er trägt einen langen blauen Hausmantel, offen über einem rotorangen Kleidungsstück; der Kopf ist groß, das dunkle Haar aus der hohen Stirn zurückgekämmt, dazu ein Schnurrbart und ein kurzer Bart. Die Hände liegen auf den Armlehnen, die Finger lang und dünn. Die Beine sind nackt und blass, die Füße in dunklen Pantoffeln über weißen Strümpfen ruhen auf einem niedrigen hölzernen Schemel. Der Grund ist an den Seiten und oben beinahe schwarz. Das Original misst 200 × 122 cm, entstand 1867 bis 1868 und wird im Musée d’Orsay in Paris aufbewahrt. Bei uns übernimmt es die Hand des Malers: ein handgemaltes Gemälde auf Leinwand, Öl auf Leinwand.
Die Aufschrift in Großbuchstaben
Das Werkverzeichnis gibt diese Aufschrift wörtlich wieder, unter den Angaben zur Leinwand: das Werk ist unten rechts signiert und trägt oben die Inschrift ACHILLE EMPERAIRE PEINTRE. Das Werk sagt also selbst, wer darauf zu sehen ist – und was er war. Die Namen der übrigen Sitzenden stehen im Werkverzeichnis; dieser ist in die Leinwand selbst gemalt.
Die Titel, die das Werk getragen hat
Das Werkverzeichnis führt für diese Leinwand auch andere Titel auf, unter denen sie erschienen ist, und zwei davon sprechen nicht vom Beruf, sondern von der Gesundheit: “L’Homme infirme” und “Le Malade”. Die Inschrift, die der Maler selbst auf das Werk gesetzt hat, sagt etwas anderes: peintre, Maler. Achille Emperaire war ein Bekannter Cézannes aus Aix und selbst Maler. Was der Maler damit gemeint hat, sagt das Werkverzeichnis nicht, und wir werden es auch nicht erraten – festgehalten ist beides.
Zwei Meter Leinwand
Die Leinwand ist zwei Meter hoch und gut 120 Zentimeter breit, also ein Bildnis in Lebensgröße. Der Sessel ist so angelegt, dass die Gestalt darin klein wirkt – die Lehne wölbt sich über den Kopf, und die Füße erreichen den Schemel. Der Blumenbezug ist das einzige Muster des Werks und die einzige helle Fläche neben dem blauen Hausmantel. Weil die Leinwand so schmal und hoch ist, beginnt bei uns das kleinste Maß bei 42 × 70 cm, das größte misst 107 × 180 cm.
Farblich ist das Werk streng – Blau, Rot, Weiß und Schwarz – und wirkt gerade deshalb an einer hohen, schmalen Wand, neben einer Tür oder im Treppenhaus, wo es die Höhe bekommt, die es braucht. Zwischenmaße spannen wir nach Maß, und wie es gerahmt wirkt, zeigt unsere Anwendung für die 3D-Ansicht. Aus derselben frühen Zeit stammt Der Ofen im Atelier, und aus derselben Pariser Sammlung Frau mit Kaffeekanne und Selbstbildnis vor rosafarbenem Grund.
- Motiv: Bildnis des Malers Achille Emperaire, Paul Cézanne, 1867-1868, Musée d’Orsay, Paris
- Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
- Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondergröße nach Maß
- Wissenswertes: Name und Beruf des Sitzenden sind in Großbuchstaben über den oberen Rand gemalt









































