Paul Cézanne – Das Haus des Gehängten in Auvers-sur-Oise

ab 130,00 

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Beschreibung

Das Haus des Gehängten in Auvers-sur-Oise – eine Leinwand aus der ersten Impressionisten-Ausstellung

Der Feldweg biegt im Vordergrund nach rechts, zwischen Bauernhäuser mit dicken Strohdächern. Links stehen zwei kahle Bäume, die über die ganze Höhe der Leinwand aufsteigen; rechts fällt ein steiles Dach fast bis zum Boden. Zwischen den Häusern öffnet sich der Blick in ein grünes Tal mit niedrigen Hügeln und verstreuten Dorfdächern. Unten links steht in Rot die Signatur P. Cezanne. Das handgemalte Gemälde auf Leinwand gibt diese frühe Arbeit Cézannes von etwa 1873 wieder, die im Original 55 × 66 Zentimeter misst und im Musée d’Orsay in Paris unter der Nummer RF 1970 verwahrt wird.

April 1874, Boulevard des Capucines 35

Diese Leinwand hing in der Ausstellung, die am 15. April 1874 im Atelier des Fotografen Nadar am Boulevard des Capucines 35 in Paris eröffnet wurde und bis zum 15. Mai dauerte. Sie hieß offiziell Première exposition de la Société anonyme des artistes peintres, sculpteurs, graveurs, und heute kennen wir sie als die erste Impressionisten-Ausstellung. Der Katalog führte das Werk als Nummer 42, unter dem Titel La Maison du pendu à Auvers-sur-Oise, verliehen vom Maler selbst. Was damals darüber geschrieben wurde, ist im eingesehenen Eintrag nicht vermerkt; vermerkt ist, dass die Leinwand dort war.

Von einem Grafen zum anderen

Der erste bekannte Besitzer war Graf Armand Doria von Schloss Orrouy. Nach ihm kam die Leinwand an Victor Chocquet in Paris und nach dessen Tod an seine Witwe Marie Buisson, die sie ab 1891 hatte. Im Juli 1899 wurde die Sammlung Chocquet bei der Galerie G. Petit in Paris versteigert, und diese Leinwand ging außerhalb des Katalogs weg. Erworben hat sie Graf Isaac de Camondo, der sie 1908 dem Louvre vermachte.

1911 in den Louvre, ausgestellt ab 1914

Das Vermächtnis Camondo kam 1911 an den Louvre, doch der Eintrag sagt etwas Genaueres: ausgestellt wurde es ab 1914. Zwischen der Annahme des Vermächtnisses und dem Augenblick, in dem das Werk an die Wand kam, vergingen also drei Jahre. 1986 ging die Leinwand mit den übrigen Arbeiten des 19. Jahrhunderts an das neu eröffnete Musée d’Orsay, wo sie die Nummer RF 1970 trägt und wo sie heute ist.

Mit dem Spachtel gemalt

Unter den technischen Stichworten führt der Werkkatalog für diese Leinwand den Spachtel und signiertes Werk. Beides ist zu sehen. Die Farbe liegt stellenweise in dicken, flachen Schichten, die ein Pinsel nicht hätte setzen können: Die Hauswand links ist aus solchen Flächen gebaut, ebenso der Weg im Vordergrund. Darum ist die Oberfläche des Werks körnig und dicht, und die Häuser scheinen aus demselben Stoff zu bestehen wie die Erde unter ihnen. Die Signatur unten links ist in Rot gemalt, und der Katalog gibt sie wörtlich wieder.

Auvers-sur-Oise

Unter den Orten nennt der Katalog für dieses Werk Auvers-sur-Oise, ein Dorf nordwestlich von Paris an der Oise. Der Name, der dem Werk anhaftet, bezieht sich auf ein Haus, das im Dorf so genannt worden sein soll; über die Herkunft des Namens sagt der Katalog nichts, und darum tun wir es auch nicht. Was auf der Leinwand steht, ist eine Dorfbiegung: zwei Häuser, ein Dach, ein Weg und der Blick über das Tal – ein Motiv, gefunden ein paar Schritte vor der Tür.

Eine Auktion außerhalb des Katalogs

Bemerkenswert ist der Vermerk zur Versteigerung Chocquet vom 1. bis 4. Juli 1899: Die Leinwand wurde hors catalogue verkauft, also außerhalb des Katalogs, als Zugabe zu den nummerierten Werken. Für ein Werk, das fünfundzwanzig Jahre zuvor in der ersten Impressionisten-Ausstellung gehangen hatte und später im Louvre landete, ist das eine unerwartete Angabe – und so steht sie in der Provenienz, ohne Erklärung.

Wegen der warmen erdigen Skala und des ruhigen Motivs behauptet sich diese Leinwand gut in einem Raum mit Holz und natürlichen Farben. Zur Auswahl stehen fünfzehn Größen, von 50 × 42 bis 180 × 151 Zentimetern, Zwischenmaße auf Wunsch, und die Wandwirkung zeigt vorab unsere 3D-Anwendung. Aus denselben frühen Jahren stammen Der Mord, das Bildnis des Malers Achille Emperaire und Der Ofen im Atelier.

  • Motiv: Das Haus des Gehängten in Auvers-sur-Oise, Paul Cézanne, um 1873, Musée d’Orsay, Paris
  • Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
  • Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondergröße nach Maß
  • Wissenswertes: im April 1874 hing die Leinwand in der ersten Impressionisten-Ausstellung bei Nadar als Nummer 42, verliehen vom Maler selbst

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