Paul Cézanne – Der Mord

ab 130,00 

Alle Gemälde können wir in der gewünschten Dimension malen. Auf Bestellung können wir auch Gemälde anfertigen, die nicht in unserem Angebot enthalten sind. Kontaktieren Sie uns unter:

Beschreibung

Der Mord – drei Werke unter einem Titel

Die Leinwand ist fast durchweg dunkel: ein niedriger Horizont, darüber ein schwerer braunschwarzer Himmel und ein einziger hellerer Fleck oben rechts. Am Boden liegen drei Gestalten. Links ein Mann in weißem Hemd und blauer Hose, den rechten Arm erhoben. Rechts eine gebeugte Gestalt in ockerfarbenem Gewand und dunklem Rock, die mit beiden Händen nach unten drückt. Zwischen ihnen liegt eine dritte Gestalt in Dunkelblau, den Kopf rechts und einen Arm zum unteren Rand hin ausgestreckt. Das handgemalte Gemälde auf Leinwand gibt diese frühe Arbeit Cézannes von etwa 1870 wieder, die im Original 65 × 80 Zentimeter misst und in der Walker Art Gallery in Liverpool verwahrt wird.

Drei Einträge mit demselben Titel

Der Werkkatalog führt unter dem Titel Le Meurtre drei verschiedene Arbeiten. Die erste ist diese Ölleinwand, um 1870 datiert und 65 × 80 Zentimeter groß. Die zweite ist eine Bleistiftzeichnung von 1868 bis 1871, nur 13 × 15,5 Zentimeter groß, in einer Privatsammlung in New York. Die dritte ist ein Blatt in Bleistift und Aquarell von 1874 bis 1875, 14,6 × 17,5 Zentimeter, in Greenville in Delaware. Der Katalog sagt nicht, dass die beiden kleineren Studien zu dieser Leinwand seien, und wir behaupten es auch nicht – verzeichnet ist nur, dass denselben Titel drei Arbeiten in drei Techniken tragen, entstanden in einem Abstand von rund sieben Jahren.

Ein Werk, das fast nur aus Dunkelheit gemacht ist

Die Farbskala ist außerordentlich eng. Braun, Schwarz und Dunkelblau bedecken den größten Teil der Fläche; die einzigen hellen Stellen sind das weiße Hemd, das ockerfarbene Gewand und die Haut von Händen und Gesichtern. Die Züge sind breit und geladen, rasch gesetzt, stellenweise so, dass sich eine einzelne Stofffalte als ein einziger Strich liest. Der Himmel ist nicht als Raum gemalt, sondern als dunkle Masse, die auf die Szene drückt, und gerade deshalb wirkt das Geschehen an den unteren Rand gepresst. Es ist eine jener frühen Arbeiten, in denen der Maler mit der Dichte der Farbe arbeitet und nicht mit dem Licht.

Von Vollard nach Liverpool

Der erste bekannte Besitzer war der Händler Ambroise Vollard in Paris. Am 16. Oktober 1916 gelangte die Leinwand über Paul Cassirer in Berlin an Sally Falk in Mannheim, am 11. April 1918 wieder an Cassirer und am 3. Mai 1918 an Dr. Julius Elias in Berlin; 1927 ging sie an Julie Sara Elias, 1949 an Frau C. Levy, danach an die Wildenstein-Galerien in Paris, London und New York. 1964 kaufte sie die Walker Art Gallery in Liverpool, wo sie heute ist.

Zwei Übergänge, auf den Tag genau verzeichnet

In der Provenienz sind zwei Daten ungewöhnlich genau. Am 16. Oktober 1916 ging das Werk noch am selben Tag durch Cassirers Hände an den Sammler Sally Falk in Mannheim. Kaum anderthalb Jahre später, am 11. April 1918, übernahm Cassirer es wieder, und schon am 3. Mai desselben Jahres, also nach drei Wochen, kaufte es Dr. Julius Elias. Beide Übergänge fielen mitten in die Kriegsjahre, in einen deutschen Kunsthandel, der damals in Bewegung blieb.

In Deutschland kannte man es als Der Mord

Zwischen 1913 und 1921 war diese Leinwand in Deutschland regelmäßig zu sehen, stets unter dem Titel Der Mord. Im Frühjahr 1913 hing sie in der XXVI. Ausstellung der Berliner Secession als Nummer 24a, ausgeliehen von Vollard; im Herbst desselben Jahres in Köln als Nummer 8, 1914 in Dresden als Nummer 8 und danach bei Paul Cassirer in Berlin, wohin sie auch im Dezember 1915 als Nummer 54 zurückkehrte. Im November 1921 war sie bei Cassirer in der Ausstellung der Werke Cézannes in deutschem Privatbesitz – und dort trug sie die Nummer 1, als Eröffnungswerk, ausgeliehen von Dr. Elias. 1936 folgte die Kunsthalle Basel.

Das Stichwort, das der Katalog ihr gibt

Unter den Stichworten für diese Leinwand nennt der Katalog zwei: Figuren in der Landschaft beziehungsweise Figurenkomposition, und Szene der Gewalt. Mehr sagt der Eintrag über den Inhalt nicht. Er nennt keine literarische Vorlage, keine Namen, kein Ereignis, nach dem die Szene gemalt wäre. Wer die drei Menschen auf der Leinwand sind und was vor diesem Augenblick geschah, ist in keiner der eingesehenen Quellen verzeichnet – darum ergänzen wir es nicht. Auf der Leinwand ist weder eine Waffe noch eine Wunde zu sehen: gemalt ist ein Augenblick, keine Erzählung.

Es ist ein dunkles, schweres Werk, und das verschweigen wir nicht: Es wirkt dort, wo es eine eigene Wand und genug Abstand hat, nicht über einem Bett oder hinter einem Esstisch. Fünfzehn Formate stehen zur Wahl, von 50 × 41 bis 180 × 146 Zentimetern, Zwischenmaße fertigen wir auf Bestellung, und die Wirkung an der Wand zeigt unsere 3D-Anwendung. Aus denselben frühen Jahren stammen auch das Bildnis von Antony Valabrègue, das Bildnis des Malers Achille Emperaire und Der Ofen im Atelier.

  • Motiv: Der Mord, Paul Cézanne, um 1870, Walker Art Gallery, Liverpool
  • Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
  • Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondergröße nach Maß
  • Wissenswertes: der Katalog führt unter dem Titel Le Meurtre drei Arbeiten – diese Leinwand, eine Zeichnung und ein Aquarellblatt

100 % handgemalte Gemälde

Jedes Gemälde malt ein Künstler mit dem Pinsel auf Leinwand – niemals ein Druck.

Gemälde nach Wunsch

Wir malen alles: Ihr Motiv, Ihre Farben, Ihre Wunschmaße. Schreiben Sie uns: info@svetslik.si

Ihr Gemälde in Ihrem Raum – noch vor dem Kauf

Mit digitaler Visualisierung beraten wir Sie bei der Platzierung des Gemäldes an Ihrer Wand.

Bilderrahmen in 3D auswählen

Realistische 3D-Ansicht jedes Rahmens am gewählten Gemälde + persönliche Beratung.

15+ Jahre Erfahrung

Unsere Künstler malen seit 2009, mit Referenzen im In- und Ausland.