Beschreibung
Die Tochter des Chefs – der Beweis ist die Tapete, nicht das Gesicht
Die junge Frau ist bis zur Brust gemalt, leicht nach links gewandt, und blickt am Betrachter vorbei. Das Haar ist kurz und kastanienbraun, das Gesicht hell, die Lippen rot. Sie trägt eine dunkelbraune Jacke, unter der weiße Spitze hervorschaut, und um den Hals ist ihr locker ein leuchtend rotes Tuch geknüpft, die stärkste Farbe der Leinwand. Der Grund ist grün und mit stilisierten Blüten und hellen Knospen bemalt. Links neben dem Gesicht ist die Signatur P. Gauguin mit der Jahreszahl 86 zu sehen. Das Werk bewahrt das Departementsmuseum Maurice Denis unter der Nummer PMD 984.10.1; es entstand 1886.
Was das Museum aus dem Hintergrund schließt
Der Museumstext schließt nicht aus dem Gesicht, sondern aus der Wand dahinter. Die Tapete mit den stilisierten Blüten findet sich auch auf anderen Bildern desselben Jahres, was nach dem Eintrag des Museums bedeuten könnte, dass die junge Frau in Gauguins eigener Wohnung Modell gesessen hat. Wer sie war, bleibt nach den Worten des Museums ungewiss; der Titel spricht von einer Tochter, doch die Identität ist nicht bestätigt. Der Hintergrund ist damit der einzige Teil des Bildes, der etwas Überprüfbares über sie sagt.
Das rote Tuch hält die Leinwand zusammen
Das Museum weist darauf hin, dass der Maler hier noch die kurzen, parallel geführten Striche der Impressionisten verwendet, die Farbe aber bereits mit neuer Kühnheit führt: das rote Tuch lodert in der Mitte der Komposition und gibt dem Bild Glanz und Gleichgewicht zugleich. Beruhigt man dieses Rot, so sacken der grüne Grund und die braune Jacke zu einer einzigen dunklen Fläche zusammen.
Als Bildnis ausgestellt
Derselbe Eintrag berichtet, dass das Werk auf der achten Ausstellung der Impressionisten allein unter dem Titel Bildnis geführt wurde und dass es später dem Kunsthändler Ambroise Vollard gehörte. Das Museum erwarb es mit finanzieller Beteiligung des Fonds FRAM für die Region Ile-de-France.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Eine Gemäldereproduktion entsteht bei uns ausschließlich von Hand, auf Leinwand, Strich für Strich. Bei diesem Motiv ist entscheidend, dass die Tapete weich und unbestimmt bleibt: sobald die Zeichnung an der Wand scharf wird, übernimmt sie die Szene, und das Gesicht tritt zurück. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werkes zur Freigabe.
- Motiv: Bildnis einer jungen Frau mit rotem Tuch vor einer geblümten Tapete.
- Technik: Öl auf Leinwand, eine rote Fläche in der Mitte eines grünen Grundes.
- Größen: Hochformat, von 42 x 50 cm bis 164 x 200 cm; häufig gewählt werden 75 x 90 cm und 90 x 110 cm.
- Wissenswertes: das Museum erschließt den Ort der Entstehung aus dem Muster der Tapete.
Wenn Sie dieselbe Zeit interessiert, sehen Sie auch Interieur aus dem Haus des Malers, Rue Carcel, Die Marktgärten von Vaugirard und Schuffeneckers Atelier. Der Museumseintrag gibt das Maß als Höhe mal Breite an: 55,3 x 46 cm.









































