Paul Gauguin – Interieur aus dem Haus des Malers, Rue Carcel

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Beschreibung

Interieur aus dem Haus des Malers, Rue Carcel – ein Strauß statt eines Modells

Im Vordergrund steht ein Tisch mit einer weißen, klein geblümten Decke. Darauf eine breite Glasschale mit einem großen Strauß: weiße, rote, rosa und dunkelrote Blütenköpfe steigen fast bis zur Mitte der Leinwand. Links vom Strauß liegen eine kleine Holzschale und ein Blatt Papier. Hinter dem Tisch läuft eine dunkle Holzwand, dahinter sitzt ein bärtiger Mann im dunklen Anzug, zur Seite gewandt; rechts von ihm steht ein Kind in blauer Jacke an einem Musikinstrument, das mit gemustertem Stoff bedeckt ist. Rechts steht ein leerer Stuhl mit hoher Lehne, daneben ein Eckschränkchen mit einer kleinen blau-weißen Figur. Die Wände sind warm ockerfarben, ihr unterer Teil dunkelgrün. Das Werk bewahrt das Nasjonalmuseet in Oslo unter der Inventarnummer NG.M.01153.

Wer hier die Hauptrolle hat

Das Bildnis ist in diesem Bild kein menschliches. Der Strauß ist der größte, hellste und am weitesten ausgearbeitete Gegenstand der Leinwand: er steht im Vordergrund, in vollem Licht, und nimmt den mittleren Platz ein. Die beiden Menschen sind klein, dunkel, von uns abgewandt und hinter die Holzwand gesetzt. Betrachtet man das Bild aus der Ferne, sieht man zuerst die Blumen und bemerkt erst danach, dass im Raum überhaupt jemand ist.

Der leere Stuhl

Rechts im Vordergrund steht ein Stuhl mit hoher Lehne, dem Tisch zugewandt. Niemand sitzt darauf. Gerade dieser leere Stuhl gibt der Szene ihre Stille: der Raum ist bereit, aber untätig, und das Einzige, was in ihm wirklich geschieht, sind die Blumen.

Zehn Jahre vor Tahiti

Der Museumseintrag nennt das Jahr 1881. Das ist ein ganzes Jahrzehnt vor der ersten Reise des Malers in den Pazifik und einige Jahre vor den bretonischen Leinwänden. Hier gibt es noch weder die flächigen Farben noch die starken Umrisse, an denen wir ihn später erkennen; die Farben sind weich, die Striche klein, und der Raum ist nach dem Vorbild eines bürgerlichen Zimmers gebaut. Das Werk zeigt also, woher der Maler kam.

Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht

Eine Gemäldereproduktion entsteht bei uns ausschließlich von Hand, auf Leinwand, Strich für Strich. Bei diesem Motiv ist der Strauß das Schwierigste: er besteht aus vielen kleinen Blütenköpfen und muss bewegt bleiben, sonst wird er zu einem einzigen hellen Fleck. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werkes zur Freigabe.

  • Motiv: ein großer Strauß auf weißem Tisch, hinter der Holzwand zwei Gestalten, rechts ein leerer Stuhl.
  • Technik: Öl auf Leinwand, weiche Striche und warmes Ocker an den Wänden.
  • Größen: Querformat, von 40 x 32 cm bis 200 x 160 cm; häufig gewählt werden 80 x 64 cm und 100 x 80 cm.
  • Wissenswertes: nach dem Museumseintrag stammt das Werk von 1881 und stammt damit aus der Zeit vor den bretonischen und tahitischen Leinwänden.

Wenn Sie dieselbe Zeit interessiert, sehen Sie auch Winterlandschaft (Vinterlandskap), Die Marktgärten von Vaugirard und Paysannes bretonnes. Das Museum gibt das Maß als Höhe mal Breite an: 130,5 x 162,5 cm.

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