Beschreibung
Paul Gauguin – Der Geist der Toten wacht (Manao tupapau) – handgemaltes Leinwandgemälde
Eine junge Tahitianerin liegt auf dem Bauch und blickt seitlich zu uns; hinter ihr, am Kopfende, sitzt eine dunkle verhüllte Gestalt. Das Werk entstand 1892 auf Tahiti, gemalt in Öl auf grober Jute und nicht auf gewöhnlicher Malleinwand, 72,4 × 92,4 cm, und wird vom Buffalo AKG Art Museum unter der Inventarnummer 1965:1 bewahrt (Sammlung A. Conger Goodyear). Bei uns bekommt diese Nachtszene ihre Farbe aus dem Pinsel: handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, ohne Druck.
Was tupapau bedeutet
Im tahitianischen Glauben sind tupapau die Geister der Toten, die nachts bei den Gräbern bleiben und über die Welt der Lebenden wachen. Die Gestalt am Kopfende ist also kein Sinnbild der Angst, sondern ein konkretes Wesen des einheimischen Glaubens, gemalt, als stünde es im Zimmer. Genau deshalb ist die Szene kein Albtraum, sondern eine Begegnung: das Mädchen ist wach, es schläft nicht, und beide, sie und der Geist, sind im Gemälde gleich wirklich.
Der Titel ist absichtlich doppeldeutig
Gauguin sagte selbst, der Titel lasse sich in zwei Richtungen lesen: entweder denkt das Mädchen an den Geist, oder der Geist denkt an das Mädchen. Diese Doppeldeutigkeit hat er nicht aufgelöst und wollte sie nicht auflösen. Das Gemälde hat deshalb keine einzige richtige Deutung, und wer eine anbietet, wählt zwischen zwei Möglichkeiten, die der Maler offen ließ. Wir wählen hier nicht für Sie.
Wer das Mädchen war und warum das strittig ist
In seinem Buch Noa Noa nannte Gauguin das Modell Teha’amana und schrieb, sie sei etwa dreizehn Jahre alt gewesen. Das ist seine eigene Angabe, keine Museumsangabe. Die neuere Forschung liest sie zurückhaltend: ein Teil der Wissenschaft weist darauf hin, dass Noa Noa ein literarisches Werk ist, für einen Leser geschrieben, und dass spätere Identifizierungen eher Hinweis als Beweis sind. Wir führen beides an, weil beides zu dem gehört, was wir über dieses Gemälde wissen – Gauguins Behauptung und der Zweifel daran.
Handgemalte Reproduktion für Ihr Zuhause
Oben sehen Sie Fotos dieses Werkes, wie es in unserer Werkstatt entstanden ist. Wir malen es in acht Größen; 92 × 72 cm ist das Maß des Originals, für eine große Wand steht auch 180 × 140 cm zur Verfügung. Das dunkle Violett und das tiefe Blau wirken ruhig und dicht, weshalb das Gemälde eine Wand mit wenig Licht gut verträgt. Aus demselben tahitianischen Jahr stammt Arearea (Freude); tahitianische Mutterschaft ohne Nachtszene finden Sie in Mutterschaft (Frauen am Meeresufer), die ganze tahitianische Summe in Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?.
- Motiv: Der Geist der Toten wacht (Manao tupapau), Paul Gauguin, 1892
- Technik: handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion – niemals gedruckt
- Original: 72,4 × 92,4 cm, Buffalo AKG Art Museum, Inv. 1965:1, Sammlung A. Conger Goodyear
- Wissenswertes: das Original ist nicht auf Malleinwand gemalt, sondern auf grobe Jute









































