Beschreibung
Paul Gauguin – Arearea (Freude) – handgemaltes Leinwandgemälde
Zwei Frauen sitzen im Vordergrund, ein Stamm zieht quer über die Leinwand, und unten liegt ein roter Hund. Das Werk entstand 1892 auf Tahiti, Öl auf Leinwand, 93 × 75 cm; es wurde dem französischen Staat 1961 vermacht und wird seit 1986 vom Musée d’Orsay in Paris bewahrt. Bei uns entsteht diese Szene unter dem Pinsel neu: handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, ohne Druck.
Der Himmel fehlt
Das Ungewöhnlichste an diesem Gemälde ist das, was nicht da ist: der Himmel. Gauguin hat ihn entfernt und den Raum aus einer Folge von Farbflächen gebaut – grün, gelb, rot –, die sich übereinanderlegen, statt sich zu entfernen. Der Stamm, der quer durch das Bildfeld schneidet, betont diese Ebene noch. Das Gemälde ist also kein Fenster in die Tiefe, sondern eine geschichtete Fläche, und genau deshalb wirken die Farben so laut.
Die Figur ist echt, der Ritus nicht
Im Hintergrund verehren mehrere Frauen eine Statue. Die Darstellung ist keine Abschrift dessen, was der Maler sah: Gauguin nahm eine kleine Maori-Figur und vergrößerte sie auf der Leinwand zur Größe eines Buddha, den Ritus darum herum erfand er. Das ist keine ethnografische Aufzeichnung und will keine sein; es ist eine Szene aus einem wirklichen Gegenstand und einem erfundenen Brauch. Verschweigt man das, wird das Gemälde zu einem Dokument über Tahiti, was es nicht ist.
Paris, 1893
Das Werk gehörte zu denen, die Gauguin 1893 bei dem Händler Durand-Ruel in Paris zeigte, nach der Rückkehr vom ersten Tahiti-Aufenthalt. Das war der Augenblick, in dem Paris diese Leinwände zum ersten Mal zusammen sah – nicht einzeln, sondern als Ganzes mit einer eigenen Farbsprache.
Handgemalte Reproduktion für Ihr Zuhause
Die Fotos oben zeigen, wie diese Farbflächen wirken, wenn sie von Hand gemalt sind. Wir malen das Motiv in acht Größen, darunter 93 × 75 cm, was zugleich das Maß des Originals ist; für eine breitere Wand wird oft 120 × 100 cm gewählt. Grün und Rot sind kräftig, die Szene aber ruhig, deshalb wirkt das Gemälde im Wohnzimmer oder Esszimmer. Aus demselben Jahr und derselben Insel stammt Der Geist der Toten wacht, die nächtliche Seite derselben Erfahrung; Ia Orana Maria zeigt eine andere erfundene religiöse Szene, gebaut aus einer fremden Vorlage, und Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir? ist eine ganze Welt nach demselben Prinzip.
- Motiv: Arearea (Joyousness), Paul Gauguin, 1892
- Technik: handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion – niemals gedruckt
- Original: 93 × 75 cm, Musée d’Orsay, Paris; 1961 dem französischen Staat vermacht, seit 1986 im Orsay
- Wissenswertes: das Gemälde hat keinen Himmel – der Raum ist aus grünen, gelben und roten Flächen geschichtet









































