Beschreibung
Porträt des Giuliano de’ Medici heißt das Gemälde, das Sandro Botticelli um 1478 malte, wahrscheinlich kurz bevor Verschwörer aus der Familie Pazzi den jüngeren Bruder Lorenzos des Prächtigen im Dom von Florenz ermordeten. Der junge Mann mit dunklen Locken ist fast ins Profil nach rechts gewandt, mit gesenktem Blick, in rotem Gewand mit weißem Kragen vor einem gleichmäßig blaugrünen Grund. Das Original, Tempera auf Pappelholz im Format 57,1 x 38,4 cm, hängt in der Gemäldegalerie in Berlin. Unser Maler malt es für Sie von Hand in Öl auf Leinwand, in 8 Hochformaten von 30 x 45 bis 127 x 185 cm oder nach Maß; vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Gemäldes.
| Titel: | Porträt des Giuliano de’ Medici |
| Weitere Titel: | Ritratto di Giuliano de’ Medici (italienischer Titel) · Portrait of Giuliano de’ Medici (englischer Titel) |
| Maler: | Sandro Botticelli (um 1445–1510) |
| Entstehungsjahr: | um 1478 |
| Originalgröße: | 57,1 cm x 38,4 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Tempera auf Pappelholz |
| Malstil: | Frührenaissance |
| Standort: | Gemäldegalerie, Berlin, Deutschland, Inv.-Nr. 106B |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Porträt des Giuliano de’ Medici – Sandro Botticelli
Was zeigt das Porträt des Giuliano de’ Medici?
Zu sehen ist ein junger Mann im Brustausschnitt. Der Oberkörper ist ins Dreiviertelprofil gedreht, der Kopf so weit nach rechts, dass wir das Gesicht beinahe von der Seite sehen. Hinter ihm gibt es weder Landschaft noch Raum, nur eine gleichmäßige blaugrüne Fläche, auf der die Pinselstriche noch leicht zu erkennen sind.
Das dichte dunkle Haar fällt in welligen Locken über das Ohr bis in den Nacken. Die Stirn ist hoch und glatt, die Nase lang, gerade und spitz, die Oberlippe schmal, die Unterlippe voller, das Kinn nur schwach betont. Die Augen sind fast geschlossen, der Blick geht nach unten, am Betrachter vorbei.
Er trägt ein weites rotes Gewand, das in senkrechten Falten bis zum unteren Rand fällt. Am Hals zeigt sich ein schmaler weißer Kragen über einem dunkleren olivfarbenen, am linken Rand ein olivgrüner Ärmel mit grauer Borte. Die italienische Beschreibung nennt das rote Kleidungsstück einen pelzverbrämten Umhang, wie ihn das wohlhabende Florentiner Bürgertum damals trug.
Wer war Giuliano de’ Medici?
Giuliano de’ Medici kam 1453 als jüngerer Bruder von Lorenzo de’ Medici zur Welt, den die Geschichte als Lorenzo il Magnifico kennt, Lorenzo den Prächtigen.
Die Pazzi, Bankiers und Rivalen der Medici, planten 1478 eine Verschwörung, die der Herrschaft der Medici über Florenz ein Ende setzen sollte; laut dem italienischen und dem französischen Artikel wurde sie von Papst Sixtus IV. und anderen italienischen Fürsten unterstützt. Der Anschlag geschah im Dom von Florenz. Giuliano starb mit 25 Jahren, Lorenzo entkam, und die Verschwörung scheiterte.
Botticelli gehörte damals zu den Malern, die für die Medici und ihren Kreis arbeiteten. Nach dem italienischen Artikel wurde er gleich nach dem Anschlag beauftragt, die in Abwesenheit verurteilten Verschwörer als Gehängte an die Mauern des Palazzo Vecchio zu malen.
Die gesenkten Lider bringt der französische Artikel mit der Möglichkeit in Verbindung, dass spätere Fassungen nach der Totenmaske entstanden. Der englische Artikel datiert die Berliner Tafel dagegen wahrscheinlich kurz vor den Mord.
Warum ist dieses Porträt so bekannt?
Botticelli hat Giuliano mehrmals gemalt. Neben der Berliner Tafel sind Fassungen in der Accademia Carrara in Bergamo und in der National Gallery of Art in Washington bekannt. Der englische Artikel hält das Berliner Gemälde für die früheste; welche Fassung zuerst entstand und welche Kopien sind, ist unter Fachleuten aber weiter umstritten, auch weil die Malschicht aller drei schlecht erhalten ist.
Das Gesicht mit dem gesenkten Blick ist kein idealisierter Heiliger und keine Gestalt aus der Mythologie, sondern ein wirklicher Mann aus Botticellis Umfeld. Der italienische Artikel liest darin ein stolzes Bewusstsein der eigenen Stellung.
Mehr zur Tafel finden Sie in einem kurzen Artikel der englischen Wikipedia, der auf Englisch geschrieben ist.
Wo ist das Original heute zu sehen?
Das Original gehört den Staatlichen Museen zu Berlin und hängt in der Berliner Gemäldegalerie unter der Inventarnummer 106B. Die Tafel aus Pappelholz ist klein, 57,1 cm hoch und 38,4 cm breit.
Sandro Botticelli, um 1445 als Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi im Florentiner Borgo Ognissanti geboren, verbrachte sein ganzes Leben im selben Viertel und ist in der nahen Kirche Ognissanti begraben. Er starb am 17. Mai 1510.
Das Porträt des Giuliano de’ Medici oder ein anderer Botticelli?
Dieses Kunstgemälde ist für alle, denen ein einzelnes Gesicht lieber ist als eine figurenreiche Szene. Das Hochformat, die ruhigen Farben und der fast leere Grund fügen sich in ein Arbeitszimmer, eine Bibliothek, einen Flur oder an die Wand über einer Kommode.
Wer Botticellis Männerporträts mag, sollte sich auch das Gemälde Porträt eines Mannes mit der Medaille Cosimos des Älteren ansehen, auf dem ein junger Mann vor einer Landschaft eine goldene Medaille hält. Ein Frauenporträt desselben Meisters ist das Idealporträt einer jungen Frau (Simonetta Vespucci). Eine Erzählung aus Boccaccios Decamerone schildert Die Geschichte des Nastagio degli Onesti, erster Teil, und eine Szene, in der die Überlieferung Mitglieder der Familie Medici erkennt, ist die Anbetung der Könige.
Alle Sandro Botticelli Gemälde, die wir auf Bestellung malen, finden Sie gesammelt unter Sandro Botticelli.
Wie malen wir das Porträt des Giuliano de’ Medici von Hand?
Das Berliner Original ist kein Ölgemälde: Botticelli malte es in Tempera auf eine Tafel aus Pappelholz von 57,1 x 38,4 cm. Unsere handgemalte Reproduktion entsteht in Öl auf Leinwand, in mehreren Schichten, und kann daher gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt geliefert werden.
Der Maler zeichnet zuerst die Umrisse von Kopf, Hals und Schultern und legt den blaugrünen Grund an. Dann baut er das Gesicht auf, von den hellen Flächen der Stirn und der Wangen bis zu den Schatten unter dem Kinn, und entwickelt die dunklen Locken in mehreren Lagen.
Das rote Gewand entsteht aus tieferen und helleren Bahnen von Rot, bis die senkrechten Falten sichtbar werden. Zum Schluss setzt er das feine Weiß des Kragens, die graue Borte, den olivfarbenen Ärmel und die genaue Linie von Lidern und Lippen, von der der ruhige Ausdruck abhängt.
Welches Format passt zu welcher Wand?
Kurz gesagt: die zwei kleinsten Formate für den Schreibtisch oder eine schmale Wand, die mittleren für Arbeitszimmer oder Flur, die größten als Blickfang eines Raumes.
Das Porträt des Giuliano de’ Medici malen wir in 8 Hochformaten (Breite x Höhe): 30 x 45, 35 x 50, 48 x 70, 54 x 81, 69 x 100, 88 x 131, 100 x 145 und 127 x 185 cm. Die Berliner Tafel misst 38,4 x 57,1 cm (Breite x Höhe). Die Formate 30 x 45 und 35 x 50 cm sind also kleiner als sie, alle ab 48 x 70 cm größer, das größte mehr als dreimal so groß.
In 30 x 45 und 35 x 50 cm passt es auf ein Regal, neben ein Bett oder an die Wand am Schreibtisch. Von 48 x 70 bis 69 x 100 cm wirkt das Porträt gut über einer Kommode, im Arbeitszimmer oder im Flur. Als Gemälde fürs Wohnzimmer oder über einem Kamin kommt es ab 88 x 131 cm zur Geltung, wenn man das Gesicht schon von der Tür aus sieht.
Ist ein anderes Maß möglich, und welcher Rahmen passt?
Ja. Brauchen Sie ein anderes Seitenverhältnis, lassen wir Kopf und Schultern vollständig und fügen am Rand etwas vom blaugrünen Grund oder vom roten Gewand hinzu oder nehmen davon weg. So bleibt die Komposition geschlossen, nur das Verhältnis passt sich Ihrer Wand an. Für ein Angebot nennen Sie uns einfach Ihr Wunschmaß.
Wir versenden das Gemälde gerollt in einer Röhre, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt. Das Spannen und Rahmen des Porträts übernimmt unsere Werkstatt in Slowenien, die jedes Gemälde auf Leinwand für die Reise gut schützt. Die Leiste wählen Sie in unserer 3D-App; eine Ansicht des Gemäldes an Ihrer eigenen Wand ist ein eigener Service.
Wann kommt Ihr Porträt des Giuliano de’ Medici an?
Nach Ihrer Bestätigung braucht Ihr Giuliano 15 bis 45 Werktage, bis er versandbereit ist. Ein Foto des fertigen Porträts schicken wir Ihnen vor dem Versand; Änderungswünsche setzen wir vor dem Verpacken um.
Der junge Medici reist innerhalb Sloweniens und in die übrigen EU-Länder ohne Zoll; auch für ihn gilt unsere Rückgaberegelung.
Das Porträt ist ein durchdachtes Geschenk für alle, die Geschichte oder Florenz lieben. Wenn Sie das passende Format nicht kennen, verschenken Sie einen Geschenkgutschein, mit dem die beschenkte Person Gemälde und Format selbst wählt.
Häufige Fragen
Wo hängt Botticellis Original?
In der Gemäldegalerie in Berlin, unter der Inventarnummer 106B.
Wer ist der junge Mann auf dem Gemälde?
Giuliano de’ Medici (1453–1478), der jüngere Bruder Lorenzos des Prächtigen, ermordet bei der Verschwörung der Pazzi.
Handelt es sich um einen Druck?
Nein. Es ist eine handgemalte Kopie, die unser Maler mit dem Pinsel auf die Leinwand bringt.
Wie groß ist die Berliner Tafel?
57,1 x 38,4 cm (Höhe x Breite); schon unser Format 48 x 70 cm ist größer.
Malen Sie das Porträt auch in einem Maß, das nicht aufgeführt ist?
Ja. Nennen Sie uns Breite und Höhe Ihres Giuliano, und wir antworten mit Preis und Fertigungszeit.
Wie lange wartet man, und wie reist das Gemälde?
15 bis 45 Werktage bis zum Versand; es reist gerollt, auf Keilrahmen gespannt oder gerahmt.
Passt das Porträt ins Schlafzimmer, ins Arbeitszimmer oder als Geschenk?
Ja. Das ruhige Gesicht und die gedämpften Farben passen in beide Räume, und als Geschenk ist es gut gewählt.
Warum blickt Giuliano nach unten?
Die Deutungen gehen auseinander: manche sehen darin ein Gedenken an den Toten, der englische Artikel datiert die Tafel aber vor den Mord.
- Motiv: der junge Giuliano de’ Medici fast im Profil, mit gesenktem Blick, dunklen Locken und rotem Gewand vor blaugrünem Grund.
- Original: Tempera auf Pappelholz, um 1478, 57,1 x 38,4 cm, Gemäldegalerie, Berlin.
- Unser Gemälde: von Hand in Öl auf Leinwand gemalt, 8 Formate von 30 x 45 bis 127 x 185 cm oder ein Maß nach Wunsch.
- Gut zu wissen: Giuliano starb 1478 mit 25 Jahren; Botticelli malte ihn in mehreren Fassungen.









































