Beschreibung
Idealporträt einer jungen Frau (Simonetta Vespucci) ist ein Gemälde von Sandro Botticelli aus der Zeit um 1480–1485: Eine junge Frau in strengem Profil, nach rechts gewandt, hebt sich von einem schwarzen Grund ab; ihr langes rotgoldenes Haar ist mit Perlen und Bändern durchflochten, oben auf der Frisur steckt eine weiße Feder, und an einer goldenen Kette hängt eine Kamee. Das Original, Tempera auf Pappelholz im Format 81,3 x 54 cm, gehört dem Städel Museum in Frankfurt am Main. Unser Maler setzt es für Sie von Hand in Öl auf Leinwand um, in 8 Hochformaten von 29 x 46 bis 128 x 191 cm oder nach Maß. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto Ihres fertigen Gemäldes.
| Titel: | Idealporträt einer jungen Frau (Simonetta Vespucci) |
| Weitere Titel: | Ritratto ideale di giovane donna (italienischer Titel) · Idealised Portrait of a Lady (englischer Titel des Städel) |
| Maler: | Sandro Botticelli (um 1445–1510) |
| Entstehungsjahr: | um 1480–1485 |
| Originalgröße: | 81,3 cm x 54 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Tempera auf Pappelholz |
| Malstil: | Frührenaissance |
| Standort: | Städel Museum, Frankfurt am Main, Deutschland, Inv. 936 |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Idealporträt einer jungen Frau (Simonetta Vespucci) – Sandro Botticelli
Was zeigt das Idealporträt einer jungen Frau?
Der Kopf ist in reinem Profil gemalt, das Gesicht zum rechten Rand gerichtet, während die Büste in Dreiviertelansicht gedreht ist, sodass der Blick sofort auf die Kamee unter dem Hals fällt. Der leere schwarze Grund lässt die helle Haut und das goldene Haar umso stärker hervortreten.
Den meisten Raum nimmt das Haar ein. Über der Stirn ist es zu dünnen Zöpfen geflochten, durch die Schnüre winziger Perlen laufen, ein rosafarbenes Band windet sich um den Kopf, und hinten ist ein dicker Zopf zu einem Knoten gedreht. Auf dem Scheitel sitzt ein kleiner goldener Schmuck mit rotem Stein, aus dem sich ein Büschel feiner weißer Federn fächert.
Über Schultern und Rücken fallen lange, gewellte Locken, und in der Mitte der Frisur hängen drei geflochtene Strähnen, die in Locken auslaufen.
Das Gesicht ist blass und ruhig, das braune Auge blickt geradeaus. Die Frau trägt eine weiße, gefältelte Bluse mit gebauschten Ärmeln und silbrig bestickten Streifen; im Ausschnitt zeigt sich der rosa Rand des Mieders. Um den langen Hals liegt eine feine Goldkette mit einer Kamee, auf der kleine Figuren zu erkennen sind.
Wer ist die Frau, und was bedeutet das Gemälde?
Den Namen Simonetta Vespucci brachte als Erster der Kunsthistoriker Aby Warburg ins Spiel, der darin ein idealisiertes Porträt dieser jungen Florentinerin sah. Der Überlieferung nach wurde sie von Giuliano de’ Medici verehrt und starb jung. Sicher ist das aber nicht: Es handelt sich um eine traditionelle Zuschreibung.
Warburgs Deutung stellte eine ältere These deutscher Forscher in Frage, nach der das Gemälde eine ideal schöne junge Frau zeigt, mythologisch überhöht als Nymphe oder Göttin. Diese Lesart lebt im Titel fort, den das Städel dem Werk gibt.
Die Kamee ist kein erfundener Schmuck. Sie ist eine seitenverkehrte Kopie des berühmten antiken Karneols, der als Siegel des Nero bekannt ist, Apollo und Marsyas zeigt und Lorenzo de’ Medici gehörte.
Der Kunsthistoriker Emanuele Lugli deutet die drei Haarsträhnen in der Mitte des Gemäldes als nach unten züngelnde Flammen. Sie stünden für die Liebe, die der Betrachter beim Anblick des Porträts empfinden sollte, denn in der Renaissance glaubte man, dass Haar die Begierde entfacht.
Warum ist dieses Porträt so bekannt?
Berühmt wurde es vor allem durch die Verbindung mit Simonetta Vespucci. Als Forscher diese Frau mit anderen mutmaßlichen Darstellungen Simonettas verglichen, etwa mit der Göttin auf dem Gemälde Die Geburt der Venus oder mit einem Porträt von Piero di Cosimo, fielen ihnen recht ähnliche Gesichtszüge auf.
Das Profil war in Florenz die überlieferte Haltung für Porträts von Adligen. Botticelli zieht es mit einer dünnen, klaren Umrisslinie nach, und so wirkt die Figur elegant und stark idealisiert.
Das Gemälde gehört zu einer Gruppe ähnlicher Frauenporträts von Botticelli oder seiner Werkstatt. Verwandte Werke besitzen die National Gallery in London, die Gemäldegalerie in Berlin und die Sammlung Marubeni in Tokio. Einige Fachleute schreiben das Porträt Jacopo da Sellaio zu.
Mehr über die Kamee und die verwandten Porträts lesen Sie im Artikel der englischen Wikipedia, der auf Englisch verfasst ist.
Wo befindet sich das Original?
Das Original hängt im Städel Museum in Frankfurt am Main, Inventarnummer 936. Es ist eine Tempera auf Pappelholz, 81,3 cm hoch und 54 cm breit.
Seine frühe Herkunft ist nicht dokumentiert. Die Datierung zwischen 1480 und 1485 fällt in Botticellis erfolgreichstes Jahrzehnt, in dem auch seine großen mythologischen Gemälde und viele Madonnen entstanden.
Sandro Botticelli kam um 1445 als Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi im Florentiner Viertel Ognissanti zur Welt, als Sohn eines Gerbers. Nach Vasari lernte er zuerst das Goldschmiedehandwerk, die Malerei dann bei Filippo Lippi. Er starb am 17. Mai 1510; nach langer Vergessenheit entdeckten ihn die Präraffaeliten im späten 19. Jahrhundert neu.
Das Idealporträt einer jungen Frau oder ein anderes Gemälde von Botticelli?
Dieses Kunstgemälde passt zu Ihnen, wenn Sie ein einzelnes, reich geschmücktes Gesicht einer figurenreichen Erzählung vorziehen. Das hohe, schmale Format fügt sich gut in eine Wand zwischen zwei Fenstern.
Ein zweites Frauenprofil von Botticelli ist das Gemälde Porträt einer jungen Frau aus dem Palazzo Pitti, mit dem Blick nach links. Für eine stille Ecke zum Lesen oder Beten eignet sich die Madonna mit dem Buch, auf der Maria liest. Wer eine kraftvollere Geschichte sucht, wählt Pallas und der Kentaur: Die Göttin mit dem Olivenkranz im Haar packt den Kentauren am Schopf.
Alle Sandro Botticelli Gemälde, die unsere Maler auf Bestellung anfertigen, finden Sie gesammelt auf der Seite Sandro Botticelli.
Wie malen wir das Idealporträt einer jungen Frau von Hand?
Das Original ist kein Ölgemälde: Botticelli malte es in Tempera auf eine Pappelholztafel von 81,3 x 54 cm. Unsere handgemalte Reproduktion entsteht in Öl auf Leinwand, Schicht für Schicht, und kann deshalb gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt reisen.
Der Maler beginnt mit dem dunklen Grund und einer sauberen Profillinie. Dann legt er die warmen Hauttöne auf Gesicht, Hals und Schulter an und setzt die große Masse des Haares in Ocker- und Kupfertönen.
Am längsten dauert die Arbeit am Haar: Jede Locke, jeder Zopf und jede Windung des Bandes erhält einen eigenen Strich. Die Perlen setzt er einzeln als kleine helle Punkte, die weißen Federn mit einem feinen Pinsel, zuletzt Bluse, Kette und Kamee.
Welche Größe passt zu welcher Wand?
Kurz gesagt: kleine Formate für Schlafzimmer oder Flur, 55 x 85 cm über einer Kommode, ab 70 x 110 cm für das Wohnzimmer oder eine hohe Wand.
Wir malen das Idealporträt einer jungen Frau in 8 Hochformaten (Breite x Höhe): 29 x 46, 38 x 55, 42 x 65, 55 x 85, 70 x 110, 81 x 120, 100 x 155 und 128 x 191 cm. Das Original misst 54 x 81,3 cm (Breite x Höhe). Die Formate bis 42 x 65 cm sind also kleiner, 55 x 85 cm entspricht ungefähr der Tafel in Frankfurt, und ab 70 x 110 cm sind alle größer.
In 29 x 46 und 38 x 55 cm wirkt das Porträt intim, passend für das Schlafzimmer oder über einem Nachttisch. 42 x 65 und 55 x 85 cm füllen eine Wand über der Kommode. Als Gemälde fürs Wohnzimmer kommt es ab 70 x 110 cm zur Geltung; in 100 x 155 oder 128 x 191 cm erkennt man die Perlen schon von weitem.
Ist eine andere Größe möglich, und welcher Rahmen passt?
Ja. Bei einem anderen Seitenverhältnis bleiben Profil, Frisur und Kamee vollständig; angepasst wird nur der schwarze Grund. Nennen Sie uns Ihr Wunschmaß; Preis und Liefertermin für das Porträt erhalten Sie dann umgehend von uns.
Jedes Gemälde auf Leinwand senden wir nach Ihrer Wahl gerollt in einer Röhre, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt. Das Spannen und Rahmen des Porträts übernimmt unsere Werkstatt in Slowenien. Die Rahmenleiste wählen Sie in unserer 3D-App; die Ansicht des Gemäldes an Ihrer eigenen Wand ist ein getrennter Service. Zum schwarzen Grund und zum goldenen Haar passt ein schmaler vergoldeter oder dunkler Holzrahmen.
Wann kommt Ihr Porträt an?
Wir versenden das Gemälde 15 bis 45 Werktage nach der Bestätigung Ihrer Bestellung. Ist das Porträt fertig, schicken wir Ihnen ein Foto davon und nehmen gewünschte Korrekturen vor dem Versand vor.
Innerhalb Sloweniens und in die übrigen EU-Länder reist das Paket ohne Zoll, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Wenn Sie den Geschmack der beschenkten Person nicht kennen, verschenken Sie einen Geschenkgutschein, mit dem sie das Gemälde selbst auswählt.
Häufige Fragen
Wo kann ich das Original sehen?
Im Städel Museum in Frankfurt am Main, Inventarnummer 936.
Ist die Frau wirklich Simonetta Vespucci?
Das ist nicht sicher; den Namen schlug Aby Warburg vor.
Ist das ein Druck?
Nein. Sie erhalten eine handgemalte Kopie, bei der unser Maler jede Locke und jede Perle mit dem Pinsel setzt.
Wie groß ist das Original?
81,3 x 54 cm (Höhe x Breite); unser Format 55 x 85 cm kommt ihm ungefähr gleich.
Malen Sie das Porträt auch in einer Größe, die nicht in der Liste steht?
Ja. Nennen Sie uns Breite und Höhe, wir senden Ihnen dann Preis und Termin.
Wie lange dauert die Anfertigung, und wie wird geliefert?
15 bis 45 Werktage bis zum Versand; das Porträt reist gerollt, gespannt oder gerahmt.
Eignet sich das Frauenporträt fürs Schlafzimmer oder zum Verschenken?
Ja. Das ruhige Profil und die warmen Haartöne passen gut ins Schlafzimmer.
Was zeigt die Kamee am Hals?
Apollo und Marsyas: Sie ist eine seitenverkehrte Kopie des antiken Siegels des Nero, das Lorenzo de’ Medici besaß.
- Motiv: eine junge Frau in strengem Profil vor schwarzem Grund, mit Perlen im goldenen Haar und einer Kamee.
- Original: Tempera auf Pappelholz, um 1480–1485, 81,3 x 54 cm, Städel Museum, Frankfurt am Main.
- Unser Gemälde: handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate von 29 x 46 bis 128 x 191 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: die Kamee am Hals kopiert ein antikes Juwel aus dem Besitz von Lorenzo de’ Medici.









































