Beschreibung
Die Verleumdung des Apelles ist ein Gemälde von Sandro Botticelli aus der Mitte der 1490er-Jahre: In einer offenen Marmorhalle am Meer sitzt ein König mit Eselsohren auf dem Thron, zwei Frauen flüstern ihm hinein, die Verleumdung mit einer Fackel zerrt einen fast nackten jungen Mann an den Haaren über den Boden, und links wendet sich eine alte Frau in Schwarz zur nackten Wahrheit um, die zum Himmel zeigt. Das Original, Tempera auf Holz im Format 62 x 91 cm, hängt in den Uffizien in Florenz. Unser Maler überträgt die Szene für Sie von Hand in Öl auf Leinwand, in 8 Querformaten von 45 x 30 bis 200 x 130 cm oder nach Maß. Ein Foto des fertigen Gemäldes erhalten Sie noch vor dem Versand.
| Titel: | Die Verleumdung des Apelles |
| Weitere Titel: | La calunnia di Apelle (italienischer Originaltitel) · Apelova kleveta (slowenischer Titel) |
| Maler: | Sandro Botticelli (um 1445–1510) |
| Entstehungsjahr: | um 1494–1495 |
| Originalgröße: | 62 cm x 91 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Tempera auf Holz |
| Malstil: | Frührenaissance |
| Standort: | Uffizien, Florenz, Italien |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Die Verleumdung des Apelles – Sandro Botticelli
Was zeigt die Verleumdung des Apelles?
Die Szene spielt in einer prunkvollen Halle aus weißem Marmor. Mächtige Pfeiler tragen Bögen und Gewölbe, in Nischen stehen Statuen von Kriegern und Männern im Mantel, und fast jede Fläche ist mit vergoldeten Reliefs überzogen. Durch drei hohe Bögen geht der Blick auf ein ruhiges, graublaues Meer und einen hellen Himmel.
Rechts thront auf einem Podest mit weißen Stufen ein König mit langen Eselsohren und rotem Mantel. Neben ihm stehen Unwissenheit und Argwohn, halten seine Ohren und sprechen hinein. Der König streckt die Hand nach der Gruppe aus, die auf ihn zukommt, doch er hält den Blick gesenkt und sieht nicht, was vor ihm geschieht. Vor dem Thron steht ein bärtiger Mann mit Kapuze in dunklem Umhang, der Groll oder Neid, und hält dem König die Hand vor die Augen.
In der Mitte schleift die Verleumdung in Weiß und Blau, eine brennende Fackel in der Hand, einen fast nackten jungen Mann an den Haaren über den Boden. Das Opfer hat die Knöchel gekreuzt wie bei einer Kreuzigung und hebt die gefalteten Hände zum Gebet. Ihre Begleiterinnen, die Heimtücke in Rot und Gelb und hinter ihr der Betrug, richten ihr dabei das Haar.
Links dreht sich die Reue, eine alte Frau in zerrissenen schwarzen Kleidern, nach der Wahrheit um. Diese steht ganz nackt, mit langem rötlichem Haar, und weist mit erhobener Hand zum Himmel.
Welche Geschichte erzählt Botticelli?
Der griechische Maler Apelles schuf in hellenistischer Zeit ein Gemälde über die üble Nachrede, das verloren ist. Bekannt ist es nur durch die Beschreibung des Schriftstellers Lukian in seiner Schrift über die Verleumdung.
Nach Lukian hatte ein Rivale namens Antiphilos den Apelles bei Ptolemaios IV. von Ägypten angeschwärzt, er sei an einer Verschwörung beteiligt. Erst kurz vor der Hinrichtung bestätigte ein gefangener Aufständischer seine Unschuld.
In der italienischen Renaissance war Lukians Text beliebt. Leon Battista Alberti lobte ihn 1435 in seinem einflussreichen Traktat De pictura und empfahl ihn den Künstlern als Thema.
Schon rund zehn Jahre früher hatte er für Venus und Mars die kleinen Satyrn, die mit der Rüstung des Mars spielen, aus einer anderen Beschreibung Lukians übernommen.
Oft wird vermutet, Botticelli habe an einen bestimmten verleumdeten Menschen gedacht, vielleicht an sich selbst oder an den Bußprediger Savonarola.
Warum ist das Gemälde so berühmt?
Die Verleumdung des Apelles ist wahrscheinlich das letzte erhaltene weltliche Gemälde Botticellis. Auf einer Holztafel von nur 62 x 91 cm vereint es neun Figuren und eine ganze Galerie von Statuen.
Weil weder Lukian noch Alberti den Raum beschreiben, erfand Botticelli den Thronsaal selbst. Die Reliefs zeigen Helden der Antike, Wesen aus den Mythen und Schlachten, einige zitieren auch eigene frühere Werke, etwa die Geschichte des Nastagio degli Onesti und die Rückkehr Judiths nach Betulia.
Die Figur der Wahrheit geht deutlich auf die Venus aus seiner Geburt der Venus zurück.
Die lebenden Figuren sind schmal, gelängt und etwas manieriert und heben sich damit von den ruhigen Statuen ab. Mehr dazu steht im Artikel über das Gemälde in der englischen Wikipedia, der auf Englisch geschrieben ist.
Wo hängt das Original, und woher kommt es?
Das Original hängt in den Uffizien in Florenz, wo es spätestens seit 1773 ist. Davor gehörte es zur Sammlung der Medici im Palazzo Pitti.
Ronald Lightbown hält es für möglich, dass Botticelli die Tafel zunächst für sich selbst malte. Einige Jahrzehnte später sah Giorgio Vasari sie beim Sohn des Florentiner Bankiers Antonio Segna Guidi und berichtete, sie sei ein Geschenk Botticellis gewesen.
Im selben Museum hängt auch seine Anbetung der Könige von etwa 1475, in der man unter den Königen traditionell Mitglieder der Medici erkennt.
Sandro Botticelli wurde um 1445 in Florenz als Sohn eines Gerbers geboren und lernte bei Filippo Lippi. Er lebte zeitlebens im selben Florentiner Viertel, starb 1510 und ist in der Kirche Ognissanti begraben.
Die Verleumdung des Apelles oder ein anderer Botticelli?
Dieses Kunstgemälde ist für alle gedacht, die Geschichten zum Nachdenken lieben: über üble Nachrede, blinde Urteile und die Wahrheit, die zuletzt kommt.
Wenn Sie Botticelli heiterer mögen, sehen Sie sich Primavera mit den tanzenden Grazien im Orangenhain an, oder das Fresko aus der Villa Lemmi, Venus und die drei Grazien beschenken eine junge Frau, in zarten Pastelltönen.
Jedes Sandro Botticelli Gemälde unserer Auswahl malen wir erst auf Bestellung; alle finden Sie auf der Seite Sandro Botticelli.
Wie malen wir die Verleumdung des Apelles von Hand?
Botticellis Original ist Tempera auf einer Holztafel, 62 x 91 cm groß. Unseres ist ein Ölgemälde, von Hand in Öl auf Leinwand gemalt, Schicht um Schicht, und deshalb gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt lieferbar. So entsteht eine handgemalte Reproduktion mit echtem Farbauftrag, kein Druck.
Zuerst legt der Maler die Perspektive der Halle an: Pfeiler, Bögen, die Stufen zum Thron und die gerade Linie des Meeres. Dann setzt er in dünnen Lagen die neun Figuren mit ihren schlanken, gestreckten Umrissen.
Am längsten dauert der Schmuck: die vergoldeten Reliefs, die grauweißen Statuen in den Nischen und die goldenen Säume der Gewänder. Zuletzt kommen die Flamme der Fackel, die durchscheinenden Schleier und die Haarsträhnen, die der Verleumdung gerichtet werden.
Welche Größe passt zu welcher Wand?
Kurz gesagt: bis 83 x 57 cm für Arbeitszimmer oder Flur, ab 105 x 75 cm für das Wohnzimmer, wo die Reliefs zur Geltung kommen.
Wir malen die Verleumdung des Apelles in 8 Querformaten (Breite x Höhe): 45 x 30, 56 x 40, 63 x 45, 83 x 57, 105 x 75, 120 x 83, 155 x 105 und 200 x 130 cm. Das Original misst 91 x 62 cm (Breite x Höhe). Die Formate 45 x 30 bis 83 x 57 cm sind kleiner, 105 x 75 cm ist etwas größer, und ab 120 x 83 cm sind sie deutlich größer als die Tafel in Florenz.
Die kleinsten Formate passen an eine schmale Wand, an den Schreibtisch oder auf ein Regal, 83 x 57 und 105 x 75 cm über eine Kommode oder ein Bett. Als Gemälde fürs Wohnzimmer über dem Sofa wirkt es in 155 x 105 oder 200 x 130 cm am stärksten: Auf der großen Leinwand sind Reliefs und Statuen besser zu erkennen als auf der kleinen Museumstafel.
Gibt es andere Maße oder einen Rahmen?
Gern. Brauchen Sie ein anderes Seitenverhältnis, bleiben alle neun Figuren vollständig, und wir passen nur die Marmorarchitektur an den Rändern an. Nennen Sie uns Ihr Wunschformat, und wir schicken Ihnen Preis und Liefertermin.
Wir versenden das Gemälde gerollt in einer Röhre, auf Keilrahmen gespannt oder gerahmt. Das Spannen und Rahmen übernimmt unsere Werkstatt in Slowenien, die jedes Gemälde auf Leinwand auch sicher verpackt. Die Leiste wählen Sie in unserer 3D-Anwendung; das Gemälde vorab an Ihrer eigenen Wand zu sehen, ist ein gesonderter Service.
Wann kommt das Gemälde bei Ihnen an?
Versandbereit ist das Gemälde 15 bis 45 Werktage nach Ihrer Bestellbestätigung. Ist es fertig, schicken wir Ihnen ein Foto davon, und gewünschte Korrekturen erledigen wir vor dem Verpacken.
Innerhalb der EU reist die Sendung ohne Zoll, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Für Juristen, Historiker und Freunde der Renaissance ist die Verleumdung des Apelles ein Geschenk mit Gesprächsstoff. Kennen Sie die Wand des Beschenkten nicht, verschenken Sie einen Geschenkgutschein, und das Format wählt er selbst.
Häufige Fragen
Wo kann ich das Original sehen?
In den Uffizien in Florenz, wo das Gemälde spätestens seit 1773 hängt.
Wer ist die nackte Frau links?
Die Wahrheit, die mit erhobener Hand zum Himmel zeigt; Botticelli formte sie nach seiner Venus.
Ist das ein Druck?
Nein, kein Druck: Jeder Strich stammt vom Maler, Ihr Exemplar ist eine handgemalte Kopie in Öl auf Leinwand.
Wie groß ist die Originaltafel?
62 x 91 cm (Höhe x Breite), also kleiner als unsere Formate ab 105 x 75 cm.
Malen Sie es auch in einem Format, das nicht in der Liste steht?
Ja. Nennen Sie uns Breite und Höhe, und Sie erhalten ein Angebot mit Preis und Termin.
Wie lange dauert die Anfertigung, und wie kommt das Gemälde zu mir?
15 bis 45 Werktage; wir liefern gerollt, gespannt oder gerahmt, vorher bekommen Sie ein Foto.
Eignet es sich als Geschenk oder für den Wohnraum?
Ja, die warmen Gold- und Rottöne passen in Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder Bibliothek.
Warum hat der König Eselsohren?
Botticelli gab ihm die Ohren des Königs Midas; bei Lukian hat der Richter sehr große Ohren, in die Unwissenheit und Argwohn sprechen.
- Motiv: ein König mit Eselsohren, die Verleumdung mit Fackel, die ihr Opfer an den Haaren zieht, die Reue und die nackte Wahrheit in einer Marmorhalle.
- Original: Tempera auf Holz, um 1494–1495, 62 x 91 cm, Uffizien, Florenz.
- Unser Gemälde: in Öl auf Leinwand, 8 Querformate von 45 x 30 bis 200 x 130 cm oder Wunschmaß, ganz von Hand.
- Gut zu wissen: Botticelli rekonstruierte nach Lukians Text ein verlorenes Werk des antiken Malers Apelles.









































