Beschreibung
Anbetung der Könige malte Sandro Botticelli um 1475 für den Altar des Gaspare del Lama in der Florentiner Kirche Santa Maria Novella: Maria sitzt mit dem Jesuskind und Josef auf einem Felsplateau unter einem hölzernen Vordach, vor ihnen knien die Weisen aus dem Morgenland, ringsum drängen sich Männer in prächtigen Gewändern, traditionell als Mitglieder der Familie Medici gedeutet. Das Original, Tempera auf Holz im Format 111 x 134 cm, gehört den Uffizien in Florenz. Für Sie entsteht es von Hand in Öl auf Leinwand, in 8 Querformaten von 40 x 32 bis 190 x 150 cm oder nach Maß. Bevor das Gemälde zu Ihnen reist, erhalten Sie ein Foto davon.
| Titel: | Anbetung der Könige |
| Weitere Titel: | Adorazione dei Magi (italienischer Titel) · Anbetung der Heiligen Drei Könige |
| Maler: | Sandro Botticelli (um 1445–1510) |
| Entstehungsjahr: | um 1475 |
| Originalgröße: | 111 cm x 134 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Tempera auf Holz |
| Malstil: | Frührenaissance |
| Standort: | Galleria degli Uffizi, Florenz, Italien, Inv.-Nr. 1890 n. 882 |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Anbetung der Könige – Sandro Botticelli
Was zeigt die Anbetung der Könige?
Die Szene spielt zwischen antiken Ruinen. In der oberen Hälfte steht ein schlichtes Vordach aus Holz mit Strohdach auf zwei Baumstämmen, rechts ragt eine rissige Mauer aus großen Steinquadern auf. Aus den Fugen wächst Grün, oben auf der Mauer sitzt ein Pfau, links in der Ferne verfällt eine Arkade.
Maria in blauem Mantel über rotem Kleid sitzt hoch auf dem Felsen und hält das nackte Kind auf dem Schoß. Hinter ihr stützt der grauhaarige Josef den Kopf in die Hand, und von oben fallen goldene Strahlen des Sterns von Bethlehem auf Mutter und Kind.
Vor der Heiligen Familie kniet der älteste König in einem schwarzen, golden bestickten Gewand und berührt mit beiden Händen den Fuß des Kindes. Davor kniet, von hinten gesehen, ein zweiter König im roten Hermelinmantel, daneben ein dritter in Hell und Gold. Auf dem Boden stehen goldene Gefäße.
Links und rechts drängen sich rund dreißig Männer in Rot, Blau, Gold und Schwarz. Am linken Rand schauen Pferdeköpfe hervor, vorn steht ein junger Mann mit Schwert, und ganz rechts wendet sich ein Mann im gelbbraunen Mantel vom Geschehen ab und blickt uns direkt an.
Welche Geschichte erzählt das Gemälde?
Ein Stern führt die Weisen zum neugeborenen Jesus, dem sie Gold, Weihrauch und Myrrhe schenken. In der Theologie galten die drei Könige als die ersten Heiden, die in Christus den Erlöser erkannten.
Das Thema hatte vielleicht auch einen persönlichen Grund. Der Auftraggeber Gaspare del Lama trug die italienische Form des Namens Kaspar, wie einer der Könige heißt, und seine Grabkapelle wurde am 6. Januar geweiht, dem Fest der Erscheinung des Herrn. Deutsche Leser kennen es meist als Anbetung der Heiligen Drei Könige.
Die Heilige Familie sitzt auf einer der antiken Ruinen, die ihr als behelfsmäßiger Stall dient. Die Gewänder mit Goldbändern an Schultern und Säumen ahmen nach Ansicht der Forschung kostbare asiatische und islamische Stoffe nach, die man in Italien aus dem Handel und aus Kirchenschätzen kannte.
Die satten Farben, vor allem das Rot, mussten sich in der dunklen Kapelle gegen einen prunkvollen Rahmen behaupten; im Kerzenlicht glühten sie vermutlich warm.
Warum ist das Gemälde so berühmt?
Unter den Königen und ihrem Gefolge erkennt man traditionell Mitglieder der Familie Medici. Giorgio Vasari schrieb 1550, der älteste König, der vor dem Kind kniet, sei Cosimo de’ Medici der Ältere, der mittlere Giuliano de’ Medici und der dritte Cosimos Sohn Giovanni.
Die meisten Fachleute sehen hier Cosimo und seine Söhne Piero und Giovanni, posthum gemalt, sowie die damals lebenden Enkel Lorenzo und Giuliano. Die Medici gehörten der Florentiner Bruderschaft der Heiligen Drei Könige an und erschienen deshalb oft als die Weisen.
Auch der Auftraggeber ist da: Gaspare steht rechts, ein grauhaariger Mann in Blau, der zu uns blickt. Der Mann im gelben Mantel am rechten Rand gilt den meisten Fachleuten als Selbstporträt Botticellis. Wer seine Gesichter mag, findet eine ähnliche Ruhe im Porträt einer jungen Frau, das um dasselbe Jahr entstand.
Vasari bewunderte die Vielfalt der Köpfe: frontal, im Profil oder im Dreiviertelprofil, gesenkt oder erhoben, jeder mit eigenem Ausdruck. Mehr erzählt ein Artikel in der englischen Wikipedia, auf Englisch verfasst.
Wo hängt das Original heute?
Das Original hängt in den Uffizien in Florenz unter der Inventarnummer 1890 n. 882; dorthin kam es 1796.
Fast hundert Jahre blieb es bei den Nachkommen Gaspare del Lamas auf dem Altar. Um 1570 nahm der Marchese Fabio Arrazola de Mondragone es in seinen Palast mit. Als man ihm 1575 wegen Verrats an Großherzog Francesco I. de’ Medici seinen ganzen Besitz entzog, ging das Gemälde in die großherzoglichen Sammlungen über und kam 1622 in die Villa del Poggio Imperiale.
Sandro Botticelli, eigentlich Alessandro di Mariano di Vanni Filipepi, wurde um 1445 in Florenz als Sohn eines Gerbers geboren. Nach Vasari lernte er zuerst das Goldschmiedehandwerk und dann bei dem Maler Filippo Lippi, der die Anbetung der Könige ebenfalls malte. Er starb 1510; nach langer Vergessenheit entdeckten ihn die Präraffaeliten im späten 19. Jahrhundert neu.
Die Anbetung der Könige oder ein anderer Botticelli?
Die Anbetung der Könige ist ein Kunstgemälde für alle, die eine Erzählung mit vielen Gesichtern lieben. Das Querformat passt ins Esszimmer oder über eine Kommode.
Botticelli erhielt mindestens sieben Aufträge für dieses Thema. Wenn Sie seine Madonnen mögen, sehen Sie sich die Madonna des Magnificat an, ein rundes Tondo mit Maria, die in ein Buch schreibt. Mythologisch ist die Primavera mit Göttinnen in einem blühenden Hain, und eine scharfe Allegorie zeigt Die Verleumdung des Apelles mit Figuren in einer Marmorhalle.
Jedes Sandro Botticelli Gemälde, das wir auf Bestellung malen, finden Sie auf der Seite Sandro Botticelli.
Wie malen wir die Anbetung der Könige von Hand?
Botticellis Original ist kein Ölgemälde: Es ist mit Tempera auf eine Holztafel gemalt und misst 111 x 134 cm. Unsere handgemalte Reproduktion entsteht in Öl auf Leinwand, Schicht für Schicht, und lässt sich deshalb gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt versenden.
Der Maler zeichnet zuerst Vordach, Mauer und Arkade, verteilt dann die Menschengruppen und setzt die Heilige Familie auf das Felsplateau. Es folgen Himmel, Steine und die großen Farbflächen der Gewänder: der rote Mantel im Vordergrund, Marias Blau, violette und grüne Umhänge.
Die Gesichter malt er eines nach dem anderen. Zuletzt kommen die Goldsäume der Stoffe, die Stickerei auf dem schwarzen Gewand, die Gaben, die Pfauenfedern und die Strahlen des Sterns, die auf Maria fallen.
Welche Größe passt zu welcher Wand?
Kurz gesagt: kleine Formate für Flur oder Arbeitsecke, mittlere über Kommode oder Esstisch, die größten für eine große Wand im Wohnzimmer.
Wir malen die Anbetung der Könige in 8 Querformaten (Breite x Höhe): 40 x 32, 50 x 42, 65 x 52, 74 x 59, 95 x 75, 120 x 95, 150 x 120 und 190 x 150 cm. Das Original misst 134 x 111 cm (Breite x Höhe). Alle Formate bis 120 x 95 cm sind also kleiner, 150 x 120 cm ist etwas größer und 190 x 150 cm deutlich größer als die Tafel in Florenz.
In 40 x 32 und 50 x 42 cm wirkt die Szene intim, etwa im Schlafzimmer oder am Schreibtisch. Von 65 x 52 bis 95 x 75 cm hängt sie gut über Kommode, Bett oder im Esszimmer. Als Gemälde fürs Wohnzimmer kommt sie ab 120 x 95 cm zur Geltung, wo man die Gesichter schon vom Sofa aus erkennt.
Geht auch ein anderes Maß, und welcher Rahmen passt?
Ja. Bei anderen Proportionen bleiben alle Figuren vollständig; wir passen nur Himmel, Boden oder Ruinen am Rand an. Auch dann zeigt Ihr Gemälde die ganze Szene. Nennen Sie uns Ihr Wunschmaß, und wir sagen Ihnen Preis und Termin.
Wir versenden gerollt in einer Versandrolle, auf Keilrahmen gespannt oder gerahmt. Spannen und Rahmen übernimmt unsere Werkstatt in Slowenien, die jedes Gemälde auf Leinwand sicher verpackt. Die Leiste wählen Sie in unserer 3D-Anwendung; das Gemälde an Ihrer eigenen Wand zu sehen, ist ein eigener Service. Zu den Gold- und Rottönen passt ein vergoldeter Rahmen.
Wann kommt Ihre Anbetung der Könige an?
Das Gemälde ist 15 bis 45 Werktage nach Ihrer Bestellbestätigung versandbereit. Ist es fertig, schicken wir Ihnen ein Foto und ändern vor dem Verpacken, was Sie wünschen.
Innerhalb der EU reist es ohne Zoll, und jede Bestellung schützt unsere Rückgaberegelung.
Die Szene mit Königen und Gaben ist ein schönes Weihnachtsgeschenk. Sie kennen die Wand des Beschenkten nicht? Schenken Sie einen Geschenkgutschein, dann wählt er Motiv und Größe selbst.
Häufige Fragen
Wo kann ich das Original sehen?
In den Uffizien in Florenz, unter der Inventarnummer 1890 n. 882.
Wer ist der Mann im gelben Mantel am rechten Rand?
Die meisten Fachleute sehen in ihm ein Selbstporträt Sandro Botticellis.
Ist das ein Druck?
Nein. Es ist eine handgemalte Kopie: Jedes Gesicht und jede Falte formt unser Maler mit dem Pinsel.
Wie groß ist das Original?
111 x 134 cm (Höhe x Breite); unser Format 150 x 120 cm ist etwas größer.
Gibt es Ihre Anbetung der Könige auch in einem nicht aufgeführten Format?
Ja. Nennen Sie uns Breite und Höhe, wir schicken Preis und Termin.
Wie lange dauert die Anbetung, und wie wird sie geliefert?
15 bis 45 Werktage bis zum Versand, gerollt, gespannt oder gerahmt.
Passt es ins Esszimmer oder Wohnzimmer?
Ja. Das warme Rot, Blau und Gold harmoniert gut mit Holzmöbeln.
Welche Medici sind auf dem Gemälde zu sehen?
Traditionell erkennt man Cosimo den Älteren, seine Söhne Piero und Giovanni und die Enkel Lorenzo und Giuliano.
- Motiv: die Heilige Familie unter einem Vordach aus Holz, drei kniende Könige und rund dreißig Menschen in prächtiger Kleidung, darunter die Medici und der Maler selbst.
- Original: Tempera auf Holz, um 1475, 111 x 134 cm, Uffizien, Florenz.
- Unser Gemälde: handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate von 40 x 32 bis 190 x 150 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: es entstand für einen Altar in Santa Maria Novella und blieb dort fast hundert Jahre.









































