Beschreibung
Toter Uhu ist ein Jagdstillleben, das Édouard Manet 1881 in Versailles malte: Ein großer Uhu hängt kopfüber an einer Wand aus hellen Brettern, das braune, schwarze und cremefarbene Gefieder gespreizt. Das Original, Öl auf Leinwand im Format 97 x 64 cm, gehört der Stiftung Sammlung E. G. Bührle in Zürich. Unseren Uhu malt ein Maler von Hand in Öl auf Leinwand, in 8 Hochformaten von 29 x 46 bis 128 x 191 cm oder nach Maß. Bevor der Uhu zu Ihnen reist, schicken wir Ihnen ein Foto davon.
| Titel: | Toter Uhu |
| Weitere Titel: | Le Grand-duc (französischer Titel) · Dead Eagle Owl (englischer Titel) |
| Maler: | Édouard Manet (1832–1883) |
| Entstehungsjahr: | 1881 |
| Originalgröße: | 97 cm x 64 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Realismus und Impressionismus |
| Standort: | Stiftung Sammlung E. G. Bührle, Zürich, Schweiz |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Toter Uhu – Édouard Manet
Was zeigt das Gemälde Toter Uhu?
Auf der Leinwand ist nur ein einziger Vogel zu sehen: ein Uhu, der kopfüber an einer Holzwand hängt. Zwischen seinen Füßen steckt ein Nagel, an dem die verknoteten Enden einer dünnen Schnur hängen; damit wurden dem Tier vermutlich die Beine zusammengebunden, bevor man es als Jagdtrophäe aufhängte. Der Vogel ist nach links gedreht, sodass man fast nur seine rechte Seite sieht, ein einziges Auge und den rechten Flügel, der den linken beinahe ganz verdeckt.
Manet malte das Gefieder sehr locker und trennte doch jeden Körperteil deutlich vom nächsten. Kopf, Rumpf, Beine und Schwingen unterscheiden sich in Form, Farbe, Muster und Pinselstrich. Am Flügel wechseln dunkelbraune und schwarze Flecken mit warmen orangefarbenen und cremigen Federn, an der Brust wirkt das Gefieder weicher und verschwommener.
Der Uhu füllt die oberen drei Fünftel der Leinwand, die unteren zwei Fünftel gehören allein den Brettern. Sie leuchten in warmem Honigton, mit dunkler Maserung, die waagerecht über die ganze Breite läuft. Rechts neben dem Vogel ist ein Schatten angedeutet, der auf Licht von links oben schließen lässt. Unten rechts steht die Signatur Manet.
Was bedeutet das Jagdstillleben mit dem Uhu?
Jagdstillleben mit aufgehängtem Wild haben eine lange Tradition. Manet hatte Vorläufer in der französischen Stilllebenmalerei des achtzehnten Jahrhunderts, vor allem bei Jean-Siméon Chardin, und in der niederländischen Malerei des siebzehnten Jahrhunderts, etwa bei Jan Baptist Weenix. Weil die Leinwand außer der Wand keinerlei Raum zeigt, wird sie der Trompe-l’œil-Malerei zugeordnet, die das Auge mit täuschend echten Dingen überlisten will.
Ehrlich gesagt: Ein fröhliches Gemälde ist das nicht. Ein totes Tier ist ein ernstes Motiv, und Kunsthistoriker lesen den Uhu wie viele Stillleben Manets als Zeichen der Vergänglichkeit. Die Kunsthistorikerin Ina Conzen nannte das Motiv nüchtern und sachlich, ohne jede Rhetorik.
Zugleich ist die Malweise ausgesprochen lebhaft. Der Vogel entsteht aus kurzen Strichen und Farbtupfern, die Bretter aus langen, wellenförmigen Zügen, die der Maserung folgen. Gerade dieser Gegensatz zwischen lebendigem Pinsel und regloser Beute gibt der Leinwand ihre Spannung.
Warum ist dieses Werk in Manets Schaffen besonders?
Édouard Manet (1832–1883) war ein Pariser Maler, einer der ersten Künstler des neunzehnten Jahrhunderts, die das moderne Leben malten, und eine Schlüsselfigur zwischen Realismus und Impressionismus.
Ein Jagdstillleben ist bei ihm eine Ausnahme. Den Uhu malte er im Sommer 1881 in Versailles, wo er sich von einer schweren Krankheit erholte, und das Werk gehört zu einer Reihe vergleichbarer Stillleben aus diesem Jahr. Weil ihm langes Stehen schwerfiel, malte er dort kleinere Formate, die er im Sitzen ausführen konnte.
Der Sommer war verregnet, und statt des Parks malte er seinen eigenen Garten und einige Stillleben. Von den vier fast gleich großen Stillleben aus Versailles signierte er nur den Uhu, der damit als einziges ganz vollendet gilt. Mehr dazu bietet ein Artikel der englischen Wikipedia, in englischer Sprache.
Wo befindet sich das Original heute?
Das Original, Öl auf Leinwand im Format 97 x 64 cm (Höhe x Breite), gehört der Stiftung Sammlung E. G. Bührle in Zürich und trägt die Inventarnummer 61. Seit 2021 ist die Sammlung als Dauerleihgabe im Kunsthaus Zürich zu sehen.
Nach Manets Tod blieb das Gemälde im Nachlass und wurde 1884 bei der Versteigerung seiner Werke im Pariser Auktionshaus Hôtel Drouot verkauft. Später befand es sich in Brüsseler Sammlungen, kam über einen Basler Kunsthändler auf den Schweizer Markt und wurde 1955 vom Sammler Emil Georg Bührle erworben.
Toter Uhu oder ein anderer Manet?
Toter Uhu ist ein Kunstgemälde für alle, die die alte Jagdtradition und reines Malhandwerk schätzen: ein Vogel, eine Holzwand, nichts Überflüssiges. Am besten passt es in ein Arbeitszimmer, eine Bibliothek, ein Jagdhaus oder zu Sammlern von Stillleben.
Wer die warme braune Palette mag, sollte sich Der kleine Lange ansehen, einen Jungen in dunklem Umhang und breitem schwarzem Hut vor braunem Grund. Ähnlich ernst gestimmt ist Jesus, von den Soldaten verspottet, Manets letztes religiöses Werk. Naturfreunde finden eine Flusslandschaft mit Regenbogen und Anglern in Der Fischfang, und wer geschmückte Wände liebt, eine liegende Dame vor einer Wand voller japanischer Fächer in Dame mit Fächern.
Alle Édouard Manet Gemälde aus unserem Angebot, jedes auf Bestellung gemalt, finden Sie auf der Seite Édouard Manet.
Wie malen wir den Toten Uhu von Hand?
Manets Original ist ein Ölgemälde von 97 cm Höhe. Bei uns entsteht eine handgemalte Reproduktion: Der Maler malt den Uhu in Öl auf Leinwand, in der Größe Ihrer Wahl, und baut ihn nach und nach in mehreren Schichten auf.
Zuerst legt er den warmen Grund der Bretter an und skizziert den Umriss des Vogels, den Nagel und die Schnur. Dann baut er das Gefieder mit kurzen Strichen und Tupfern auf, von den dunklen Flecken am Flügel bis zum helleren Flaum an der Brust, und achtet darauf, dass Kopf, Rumpf und Beine klar getrennt bleiben.
Zum Schluss zieht er die Maserung in langen, wellenden Zügen, setzt den Schatten rechts neben den Vogel und die Signatur unten rechts. Die Palette bleibt wie bei Manet auf Brauntöne und Schwarz beschränkt.
Welche Größe passt an welche Wand?
Kurz gesagt: 29 x 46 oder 38 x 55 cm für eine schmale Wand oder ein Regal, 42 x 65 und 55 x 85 cm über den Schreibtisch oder in die Bibliothek, 70 x 110 und 81 x 120 cm für das Jagdhaus oder den Flur, 100 x 155 und 128 x 191 cm für eine hohe Wand mit viel Platz.
Den Uhu malen wir in 8 Hochformaten (Breite x Höhe): 29 x 46, 38 x 55, 42 x 65, 55 x 85, 70 x 110, 81 x 120, 100 x 155 und 128 x 191 cm. Das Original misst 64 x 97 cm (Breite x Höhe): Die vier Größen bis 55 x 85 cm sind kleiner, 70 x 110 cm ist schon etwas größer, und 81 x 120, 100 x 155 und 128 x 191 cm übertreffen das Original deutlich; die größte ist etwa doppelt so groß.
Als Gemälde fürs Wohnzimmer eignet es sich für Liebhaber von Jagdstillleben; über einer Kommode oder einem Kamin wirkt es in 70 x 110 oder 81 x 120 cm am besten. Da der untere Teil nur Bretter zeigt, braucht es ringsum etwas Luft an der Wand.
Gibt es ein Wunschmaß und einen Rahmen?
Ja. Für ein anderes Seitenverhältnis bleiben Vogel, Nagel und Signatur unverändert, angepasst wird nur der untere und seitliche Rand der Bretter. Nennen Sie uns Ihr Wunschmaß für den Uhu, dann erhalten Sie Preis und Termin.
Den Uhu versenden wir gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder fertig gerahmt. Das Aufspannen und Rahmen erledigt unsere Werkstatt in Slowenien, damit Ihr Gemälde auf Leinwand gut geschützt ankommt. Die Leiste für den Uhu suchen Sie in unserer 3D-Anwendung aus, die nur der Rahmenwahl dient; ihn an Ihrer eigenen Wand zu sehen, ist ein gesonderter Service.
Zu den honigfarbenen Brettern passt eine warme Holzleiste oder patiniertes Gold, ein dunkler Nussbaumrahmen betont das Schwarz im Gefieder.
Wann und wie kommt das Gemälde zu Ihnen?
Mit dem Uhu beginnt der Maler, sobald Sie bestätigen, und versandbereit ist er nach 15 bis 45 Werktagen. Vor dem Verpacken schicken wir Ihnen ein Foto der fertigen Arbeit und korrigieren, wenn Sie es wünschen.
Der Uhu reist ohne Zoll nach Deutschland, Österreich und in jedes andere EU-Land, und für die Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Für Jäger, Vogelkenner oder Sammler von Stillleben ist das ein durchdachtes Geschenk, aber nicht für jeden; im Zweifel schenken Sie lieber einen Geschenkgutschein, und der Beschenkte wählt selbst.
Häufige Fragen
Wo kann ich das Original sehen?
Es gehört der Stiftung Sammlung E. G. Bührle und ist im Kunsthaus Zürich ausgestellt.
Was ist auf der Leinwand zu sehen?
Ein toter Uhu, kopfüber an einem Nagel an einer Bretterwand aufgehängt, als Jagdtrophäe.
Ist das ein Druck?
Kein Druck: Sie bekommen eine handgemalte Kopie, Pinselstrich für Pinselstrich in Öl auf Leinwand.
Wie groß ist das Original?
Es misst 97 x 64 cm (Höhe x Breite); unsere Formate ab 70 x 110 cm sind größer.
Gibt es den Uhu auch in einer Größe außerhalb der Liste?
Ja, schreiben Sie uns Breite und Höhe, und wir schicken ein Angebot mit Preis und Frist.
Wie lange dauert die Anfertigung?
Der Uhu ist nach 15 bis 45 Werktagen fertig, und vorher sehen Sie ihn auf einem Foto.
Passt es ins Schlaf- oder Kinderzimmer?
Eher nicht, denn das Motiv ist ein totes Tier. Besser wirkt es im Arbeitszimmer, in der Bibliothek, im Jagdhaus oder im Wohnzimmer eines Stillleben-Sammlers.
Warum malte Manet einen toten Vogel?
Er knüpfte an die Jagdstillleben von Chardin und Weenix an; das Werk gilt zudem als Mahnung an die Vergänglichkeit.
- Motiv: ein toter Uhu, kopfüber an einer Wand aus honigfarbenen Brettern.
- Original: Öl auf Leinwand, 1881, 97 x 64 cm, Stiftung Sammlung E. G. Bührle, Zürich.
- Unsere Fassung: von Hand in Öl auf Leinwand gemalt, 8 Hochformate von 29 x 46 bis 128 x 191 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: eines der wenigen Jagdstillleben Manets, 1881 in Versailles gemalt.









































