Beschreibung
Der kleine Lange ist das Porträt eines etwa fünfjährigen Jungen, das Édouard Manet um 1861 malte: Der Junge steht mit breitem schwarzem Hut und langem dunklem Umhang mit weißem Kragen vor einem warmen braunen Grund und hält rote Zügel und eine Gerte in der Hand. Das Original, Öl auf Leinwand im Format 117 x 71 cm, gehört der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Unser Maler malt es für Sie von Hand in Öl auf Leinwand, in 8 Hochformaten von 29 x 46 bis 120 x 188 cm oder nach Maß.
| Titel: | Der kleine Lange |
| Weitere Titel: | Le petit Lange (französischer Titel) · Little Lange (englischer Titel) |
| Maler: | Édouard Manet (1832–1883) |
| Entstehungsjahr: | um 1861 |
| Originalgröße: | 117 cm x 71 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Realismus und Impressionismus |
| Standort: | Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe, Deutschland |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Der kleine Lange – Édouard Manet
Was zeigt das Gemälde Der kleine Lange?
Der Junge steht frontal vor uns, die Beine leicht geöffnet, mit großen dunklen Augen, rosigen Wangen und ernstem Ausdruck. Der breitkrempige schwarze Hut sitzt etwas nach hinten geschoben über dem dunklen, gescheitelten Haar.
Er trägt einen dunkelbraunen, fast schwarzen Umhang mit einer Knopfreihe, über den der weiße Hemdkragen geschlagen ist; am Handgelenk schaut eine weiße Manschette hervor. Darunter folgen eine Kniebundhose, graue Gamaschen mit schwarzen Knöpfen und dunkle Schuhe.
In der rechten Hand hält er rote Zügel mit Quasten und eine geflochtene Gerte, Kinderspielzeug jener Jahre; der andere Arm ist nur angedeutet. Breite, lockere Striche in Braun und Graugrün formen den Hintergrund, um den Kopf am hellsten; unten rechts stehen Widmung und Signatur.
Wer ist der Junge mit dem schwarzen Hut?
Kunsthistoriker taten sich lange schwer, den Jungen zu bestimmen. Manet schrieb die Widmung „à Mme h. Lange“ auf die Leinwand, woraus man schließt, dass er das Porträt einer Frau Lange zugedacht hatte und der Junge ihr Sohn ist. Was der Buchstabe vor dem Namen bedeutet, bleibt offen; Juliet Wilson-Bareau hält ein „n“ statt des „h“ für möglich.
Laut Manets Biograf Adolphe Tabarant besuchte Madame Lange den Dienstagssalon von Manets Mutter und Frau. Im Fotoalbum der Familie Manet steht der Name Lange unter dem Foto eines sitzenden Mannes, neben einem Mädchenfoto mit der Jahreszahl 1861 auf der Rückseite; daher die Datierung.
1916 schrieb Manets Freund und Biograf Théodore Duret dem dänischen Sammler Vilhelm Hansen, der Junge sei einer der Söhne eines Herrn Lange, eines Mitarbeiters von Ferdinand de Lesseps beim Bau des Suezkanals. Laut Wildenstein Institute hieß der Vater Daniel Adolphus Lange. Welcher seiner Söhne gemalt wurde, klärten auch die Forschungen zu den Manet-Ausstellungen in Paris und New York 2002 und 2003 nicht.
Warum wird dieses Porträt so geschätzt?
Es gehört zum Frühwerk von Édouard Manet (1832–1883), dem Pariser Maler, der als einer der Ersten des neunzehnten Jahrhunderts das moderne Leben malte und als Schlüsselfigur zwischen Realismus und Impressionismus gilt. Die stellenweise skizzenhafte Ausführung weist schon auf seine späteren, impressionistischen Werke voraus.
Im Paris der frühen 1860er-Jahre war Spanien in Mode, auch wegen der aus Spanien stammenden Kaiserin Eugénie. Manet kopierte damals im Louvre Werke von Diego Velázquez, seinem liebsten spanischen Maler, und die dunkle Palette erinnert an das spanische Goldene Zeitalter. Verglichen wird es mit Manets Gemälden Knabe mit Schwert und Der alte Musikant von 1862.
Auch Goya klingt an: Auf seinem Porträt des Pepito Costa y Bonelis steht ein Junge in ähnlicher Haltung zwischen Spielzeug, und die roten Federn am Hut kehren vielleicht in den roten Zügeln wieder. Genannt wird zudem Watteaus Gilles im Louvre, wegen Haltung, Hut und Melancholie. Alles zu Datierung und Vorläufern bietet ein Artikel in der englischen Wikipedia, auf Englisch verfasst.
Wo hängt das Original, und wie kam es nach Karlsruhe?
Das Original, Öl auf Leinwand im Format 117 x 71 cm (Höhe x Breite), gehört der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und trägt dort die Inventarnummer 2482.
Jahrzehntelang blieb es bei der Familie Lange. 1911 bot es die Pariser Galerie Bernheim-Jeune an; über Alexander von Frey und eine Ausstellung bei Thannhauser in München (1913) kam es zum Leipziger Industriellen Paul von Bleichert.
Später besaß es der New Yorker Händler Howard Young, ein Onkel der Schauspielerin Elizabeth Taylor, danach Annie Swan Coburn aus Chicago. Einige Jahre hing es im Art Institute of Chicago, wo auch Manets Jesus, von den Soldaten verspottet zu sehen ist, der gefesselte Christus mit Dornenkrone zwischen drei Soldaten.
Nach einer Versteigerung bei Parke-Bernet in New York 1944 kam es 1962 über den Düsseldorfer Kunsthändler Wilhelm Grosshenning nach Karlsruhe, erworben mit Toto-Lotto-Mitteln des Landes.
Der kleine Lange oder ein anderer Manet?
Der kleine Lange ist ein Kunstgemälde für alle, die ein ernster Kinderblick und eine warme, dunkle Palette berühren. Das Hochformat füllt eine schmale Wand neben der Tür, einen Flur oder den Platz zwischen zwei Fenstern.
Aus denselben frühen Jahren stammt Der Fischfang, eine Flusslandschaft mit Regenbogen und einem Paar in Kleidung des siebzehnten Jahrhunderts. Den Manet der 1870er-Jahre zeigen Dame mit Fächern, eine Frau in Schwarz vor japanischen Fächern, und Die Kellnerin, eine junge Frau mit Biergläsern vor einer Bühne.
Weitere Édouard Manet Gemälde aus unserem Angebot, vom Porträt bis zur Landschaft, versammelt die Seite Édouard Manet.
Wie malen wir Der kleine Lange von Hand?
Manets Original ist ein Ölgemälde von 117 cm Höhe, und der Junge erscheint darauf nahezu lebensgroß. Unsere handgemalte Reproduktion entsteht auf neuer Leinwand: Der Maler führt sie in Öl auf Leinwand aus, in der Größe Ihrer Wahl, und baut sie Schicht für Schicht auf.
Zuerst legt er Umriss, Hut und Umhang an und prüft die Proportionen des Gesichts, denn das ganze Porträt lebt vom Blick des Jungen. Danach setzt er die warmen Brauntöne des Grundes und die fast schwarze Kleidung, mit Zwischentönen, damit der Umhang nicht im Dunkel versinkt.
Zum Schluss folgen rosige Wangen, das Licht in den Augen, der weiße Kragen, die grauen Gamaschen und die roten Zügel. Das Gesicht arbeitet er genauer aus, Hintergrund und zweiten Arm lässt er locker, wie Manet sie gelassen hat.
Welche Größe passt zu welcher Wand?
Kurz gesagt: 29 x 46 oder 40 x 63 cm für ein Regal oder eine schmale Wand, 48 x 80 und 55 x 90 cm für Flur oder Kinderzimmer, 62 x 106 und 81 x 130 cm über einer Kommode oder neben dem Sofa, 90 x 150 und 120 x 188 cm für eine hohe Wand oder das Treppenhaus.
Wir malen das Werk in 8 Hochformaten (Breite x Höhe): 29 x 46, 40 x 63, 48 x 80, 55 x 90, 62 x 106, 81 x 130, 90 x 150 und 120 x 188 cm. Das Original misst 71 x 117 cm (Breite x Höhe); die fünf Größen bis 62 x 106 cm sind also kleiner, 62 x 106 cm kommt ihm schon nahe, 81 x 130, 90 x 150 und 120 x 188 cm sind größer als das Original.
Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt es in 81 x 130 cm neben dem Sofa oder einem Bücherregal am stärksten, wo der ernste Blick des Jungen jeden empfängt, der hereinkommt.
Gibt es Wunschmaße und einen Rahmen?
Ja. Braucht Ihre Wand ein anderes Verhältnis, lassen wir den Jungen vom Hut bis zu den Schuhen vollständig und passen nur den Rand des braunen Grundes an. Für ein Porträt im Sonderformat nennen Sie uns Ihr Wunschmaß; Preis und Liefertermin folgen per Antwort.
Wir versenden es gerollt, auf einen Keilrahmen gespannt oder gerahmt; Spannen und Rahmen übernimmt unsere Werkstatt in Slowenien, die jedes Gemälde auf Leinwand sorgfältig für den Weg vorbereitet. Den Rahmen wählen Sie in unserer 3D-Anwendung, die allein der Rahmenwahl dient; das Gemälde an Ihrer eigenen Wand zu sehen, ist ein separater Service. Dunkles Holz betont den schwarzen Umhang.
Wann kommt das bestellte Gemälde an?
Mit Hut, Umhang und Gesicht des Jungen beginnt der Maler direkt nach Ihrer Bestätigung; versandbereit ist das Porträt nach 15 bis 45 Werktagen. Vor dem Verpacken schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Porträts und ändern auf Wunsch noch Einzelheiten.
Das Kinderporträt reist zollfrei nach Deutschland, Österreich und in jedes andere EU-Land; es gilt unsere Rückgaberegelung.
Das Kinderporträt ist ein schönes Geschenk für junge Eltern, zur Taufe oder für Freunde spanischer Malerei. Kennen Sie die Wand des Beschenkten nicht, schenken Sie einen Geschenkgutschein, und die Größe wird selbst gewählt.
Häufige Fragen
Wo kann ich das Original sehen?
In der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, wo es die Inventarnummer 2482 trägt.
Wer ist der Junge auf dem Porträt?
Einer der Söhne der Familie Lange, mit der Manet verkehrte; welcher genau, ist unbekannt.
Ist das ein Druck?
Nein, Sie erhalten eine handgemalte Kopie, die unser Maler Strich für Strich in Öl auf Leinwand schafft.
Wie groß ist das Original?
Es misst 117 x 71 cm (Höhe x Breite); unsere Größen 81 x 130, 90 x 150 und 120 x 188 cm sind größer.
Gibt es eine Größe, die nicht in der Liste steht?
Ja, nennen Sie uns Breite und Höhe, die Sie brauchen, und wir antworten mit Angebot und Termin.
Wie lange dauert die Anfertigung?
15 bis 45 Werktage; den fertigen Jungen sehen Sie vorab auf einem Foto.
Eignet sich das Porträt fürs Kinderzimmer oder zum Verschenken?
Ja, das ruhige Porträt des Jungen passt gut ins Kinderzimmer und freut als Geschenk junge Eltern.
Was bedeuten Gerte und rote Zügel?
Es ist Kinderspielzeug jener Zeit; vielleicht ein Echo auf Goyas Porträt eines Jungen mit Holzpferd und roten Federn.
- Motiv: Junge mit schwarzem Hut und dunklem Umhang mit weißem Kragen, rote Zügel und Gerte in der Hand.
- Original: Öl auf Leinwand, um 1861, 117 x 71 cm, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe.
- Unsere Fassung: von Hand in Öl auf Leinwand gemalt, 8 Größen von 29 x 46 bis 120 x 188 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: die Widmung „à Mme h. Lange“ schrieb Manet direkt auf die Leinwand.









































