Beschreibung
Der Bibliothekar ist ein Porträt, das ganz aus Büchern besteht: ein aufgeschlagener Band als Haar, gestapelte Buchrücken als Rumpf, ein Büschel Tierhaar als Bart. Das Original von 1562 bewahrt Schloss Skokloster in Schweden unter der Inventarnummer 11616_SKO auf; es misst 98 x 71 cm. Bei uns entsteht es als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand, in sechs Größen oder nach Ihrem Maß; eine Aufnahme des fertigen Werks erhalten Sie zur Freigabe, bevor es die Werkstatt verlässt.
| Titel: | Der Bibliothekar |
| Weitere Titel: | Bibliotekarien · The Librarian · Knjižničar · Il bibliotecario · A könyvtáros |
| Maler: | Giuseppe Arcimboldo (1527–1593) |
| Entstehungsjahr: | 1562; dieselbe Institution vermerkt daneben ein fragendes »1566?« |
| Originalgröße: | 71 cm x 98 cm (Breite x Höhe; 710 x 980 mm) |
| Originaltechnik: | Öl auf Leinwand |
| Malstil: | Manierismus |
| Standort: | Schloss Skokloster, Schweden (Inv.-Nr. 11616_SKO) |
| Unsere Reproduktion: | handgemaltes Öl auf Leinwand, sechs Größen von 30 x 40 bis 80 x 110 cm, auf Wunsch nach Maß |
Der Bibliothekar – Giuseppe Arcimboldo
Wer ist auf dem Gemälde zu sehen?
Die Sammlung von Schloss Skokloster führt das Werk unter einem Titel, den sie selbst als Porträtkarikatur auflöst, höchstwahrscheinlich nach dem Gelehrten Wolfgang Lazius (1514–1565), und derselbe Datensatz nennt ihn auch unter den dargestellten Personen. Das Museum hält die Zuordnung vorsichtig – im Titel steht »höchstwahrscheinlich« – und ebenso vorsichtig geben wir sie weiter: ein Eintrag der Institution, keine Signatur auf der Leinwand.
Was ist auf der Leinwand?
Haar und Kopfbedeckung entstehen aus einem aufgeschlagenen Band mit dem Rücken nach oben, sodass die Blätter wie eine zerzauste Frisur abstehen; darüber ein rotes Band, an dem schmale Papierstreifen hängen, wie sie Buchbinder zwischen den Lagen ließen. Das Gesicht besteht aus geschlossenen Deckeln und Schnitten: die Nase ist eine Buchecke, das Auge ein Kreis auf einem Lederrücken, die Wange ein staubiger Deckel. Der Rumpf sind gestapelte Buchrücken, hochkant und quer, dazwischen ein roter Band, die einzige kräftige Farbe auf der sonst braun-ockerfarbenen Leinwand. Den Bart formt ein Büschel Tierhaar mit einer Metallschließe – ein Staubwedel, wie man ihn in Bibliotheken über die Schnitte zog. An der Seite hängen Bänder, im Hintergrund ein schwerer graublauer Vorhang, zur Seite gezogen, als hätte jemand eben den Raum für den Blick geöffnet.
Warum ist dieses Gemälde wichtig?
Weil es zugleich Porträt und Stillleben ist und sich für keines von beiden entscheidet. Arcimboldo arbeitete am Hof der Habsburger, wo Raritätenkammern und Bibliotheken zum Selbstverständnis der Herrscher gehörten, und aus diesen Sammlungen setzte er seine Köpfe zusammen. Der Bibliothekar ist darunter das am unmittelbarsten an den Gegenstand gebundene Werk: keine Früchte, keine Fische, keine Flammen, nur Bücher, Papier und Leder.
Was bedeutet das Gemälde?
Die Deutungen gehen auseinander, und keine erklären wir zur richtigen. Die eine liest die Leinwand als Spott: wer Bücher sammelt und nicht liest, ist am Ende aus ihnen gemacht. Die andere liest sie als Hommage: Wissen ist der Stoff, aus dem ein Mensch besteht. Sicher ist nur, dass sie auf zwei Entfernungen arbeitet: aus der Nähe ein Regal, aus der Ferne ein Porträt, und das Auge schaltet zwischen beiden hin und her, ohne stehen bleiben zu können. Manierismus ist der Stil, der solche Doppelbödigkeit absichtlich suchte, und Der Bibliothekar ist sein am leichtesten lesbares Beispiel.
Der Weg des Werks von Prag nach Skokloster
Die Leinwand entstand in Prag, an dem Hof, für den der Maler arbeitete. 1648 nahm das schwedische Heer sie als Kriegsbeute aus Prag mit; der Museumseintrag nennt dieses Ereignis beim Namen und ordnet es der Kriegsbeute zu. Unter den früheren Eigentümern führt der Eintrag Hans Christoffer von Königsmarck. Danach geht die Spur in die Schlossinventare über: die Verzeichnisse von 1756 und 1793 führen es bereits, das von 1823 unter einem hausgemachten Scherznamen aus Buchvokabeln. Heute gehört es zur Sammlung von Schloss Skokloster, Inventarnummer 11616_SKO.
Das Motiv im Werk des Malers
Der zusammengesetzte Kopf ist Arcimboldos Konstante. Aus Früchten und Blüten entstand Der Frühling, aus Meerestieren Das Wasser, aus Flammen und Waffen Das Feuer und aus Gartengemüse Gemüseporträt. Der Bibliothekar steht darunter als Ausnahme: als einziger ist er aus Erzeugnissen von Menschenhand zusammengesetzt und nicht aus Natur. Der Eintrag von Schloss Skokloster stellt ihn in eine Reihe mit dem Juristen und dem Koch, die heute das Stockholmer Nationalmuseum bewahrt und die dem Bibliothekar in Aufbau und Stil entsprechen; Der Jurist ist in jener Sammlung als Öl auf Leinwand, 64 x 51 cm, verzeichnet. Unsere ganze Gruppe sehen Sie auf der Seite Giuseppe Arcimboldo, und wie der Maler seine Köpfe fügte, beschreibt unser Artikel über Arcimboldo.
Wie entsteht unsere handgemalte Fassung?
Jedes Exemplar malt ein Maler mit der Hand, in Öl auf Leinwand. Die Aufnahmen über diesem Text zeigen nicht das Museumsoriginal, und sie sind nicht alle von derselben Art: die erste und die zweite sind Raumansichten, also die Platzierung des Formats an einer Wand. Ab der dritten beginnt die Werkstatt. Auf der dritten Aufnahme steht unsere fertige Leinwand im Goldrahmen auf einer hölzernen Staffelei, zwischen gerahmten Arbeiten, die auf die Abholung warten – so sieht das Erzeugnis aus, bevor wir es verpacken. Die vierte Aufnahme ist eine Makroaufnahme der Augen: unter der Farbe ist das Gewebe der Leinwand deutlich zu sehen, und die Striche liegen übereinander, was kein Druck geben kann. Die fünfte Aufnahme zeigt den aufgeschlagenen Band auf dem Kopf mit dem roten Band und den hängenden Streifen, die sechste den Haarbart mit der Schließe, bei dem jede Strähne einzeln gezogen ist.
Welche Größe für welche Wand?
Für die meisten Räume ist 60 x 80 cm richtig. Die kleineren Größen, 30 x 40 cm und 40 x 55 cm, passen in den Flur, an den Schreibtisch oder auf ein Regalbrett zwischen Bücher, wo die feinen Striche am meisten zeigen. Die mittleren Größen, 50 x 70 cm und 60 x 80 cm, gehören über eine Kommode, einen Schreibtisch oder ein Bett. 71 x 97 cm und 80 x 110 cm gehören an eine große freie Wand oder ins Treppenhaus, wo Sie aus mehreren Metern schauen – dort kommt der Effekt der zwei Entfernungen am stärksten heraus. Das Original misst 71 x 98 cm (Breite x Höhe), damit kommt unser Maß 71 x 97 cm seiner Größe am nächsten: In diesem Maß ist das Gemälde genauso breit wie das Original, beide 71 cm; in der Höhe ist es einen Zentimeter kürzer. Wenn Ihnen das Seitenverhältnis des Originals wichtiger ist als seine Größe, haben 80 x 110 cm und das viel kleinere Maß 40 x 55 cm untereinander dasselbe Seitenverhältnis und kommen dem des Originals am nächsten: bei ihrer jeweiligen Breite sind sie 4 bzw. 2 mm zu niedrig für das Verhältnis 71 : 98.
Maßanfertigung, Keilrahmen und Rahmen
Wenn keine der sechs Größen zu Ihrer Wand passt, malen wir nach Ihrem Maß – schreiben Sie uns Breite und Höhe, und wir erstellen ein Angebot auf der Seite Gemälde nach Wunsch. Ein Rahmen ist auf dieser Seite nicht im Preis enthalten: die Leinwand auf der dritten Aufnahme ist gerahmt, weil sie so in der Werkstatt fotografiert wurde, und gerahmt erscheint sie auch auf beiden Raumansichten. Wenn Sie einen Rahmen wünschen, sprechen wir ihn gesondert ab.
Lieferung und Garantie
Wir malen auf Bestellung; die Herstellung dauert einige Wochen, je nach Größe. Wir versenden nach Deutschland und Österreich sowie in vierzehn weitere Länder der Europäischen Union. Vor dem Versand erhalten Sie eine Aufnahme des fertigen Werks; ist darauf etwas nicht wie erwartet, bessern wir nach. Das gehört zu jeder Bestellung und kostet nichts extra. Ein Kunstgemälde, das auf Bestellung entsteht, ist immer ein einziges Exemplar, deshalb nehmen wir uns für diese Prüfung Zeit.
Häufige Fragen
Wo ist das Original?
In Schloss Skokloster in Schweden, Inventarnummer 11616_SKO. Der Objekteintrag ist öffentlich, und in der Tabelle verlinken wir ihn; Jahr 1562, Maß 98 x 71 cm und Technik geben wir nach ihm an.
Wen zeigt die Darstellung?
Das Museum nennt unter den Dargestellten Wolfgang Lazius, kaiserlicher Historiker und Hüter der Hofbibliothek, setzt aber schon in den Titel den Vorbehalt »höchstwahrscheinlich«.
Ist Der Bibliothekar dasselbe Werk wie The Librarian?
Ja. Es ist dieselbe Leinwand, die im Deutschen Der Bibliothekar heißt, in Schweden Bibliotekarien und in anderen Sprachen The Librarian, Knjižničar, Il bibliotecario und A könyvtáros.
Ist das ein Druck?
Nein. Jedes Exemplar wird mit der Hand gemalt, in Öl auf Leinwand.
Welche Größe soll ich wählen?
Wenn Sie schwanken, nehmen Sie 60 x 80 cm: kleiner für eine Wand aus der Nähe, größer für eine freie Wohnzimmerwand. Für das Maß, das der Größe des Originals am nächsten kommt, wählen Sie 71 x 97 cm – gleich breit, 1 cm kürzer. Für das Seitenverhältnis wählen Sie 80 x 110 cm oder 40 x 55 cm: beide haben untereinander dasselbe Seitenverhältnis und sind bei ihrer jeweiligen Breite 4 bzw. 2 mm zu niedrig für 71 : 98.
Kann ich eine Größe bekommen, die nicht gelistet ist?
Ja. Wir malen in jedem Maß; schicken Sie Breite und Höhe über die Seite für Maßanfertigung, und wir erstellen ein Angebot.
Wie wird geliefert?
Auf den Keilrahmen gespannt und aufhängefertig oder gerollt in der Hülse, wie Sie bei der Bestellung wählen.
Was sagt das Werk in einem Satz?
Dass ein Mensch, der zwischen Büchern lebt, am Ende aussieht wie die Bücher selbst – und dass die Leinwand dem Betrachter überlässt, ob das Spott ist oder Hommage.
Ist das Original zu verkaufen und was ist es wert?
Es ist nicht zu verkaufen. Es gehört zur Museumssammlung von Schloss Skokloster, und einen Wert geben wir nicht an, weil der Eintrag dazu keine überprüfbare Angabe enthält.
Wie hoch soll ich es aufhängen?
Die Mitte etwa 145 cm über dem Boden, das ist die Augenhöhe eines durchschnittlichen Erwachsenen. Über einer Kommode oder einem Sofa so, dass die Unterkante 20 bis 30 cm über dem Möbel liegt.
Eignet es sich als Geschenk?
Ja, und wenn Sie nicht wissen, welche Größe die richtige ist, können Sie einen Geschenkgutschein verschenken; Größe und Motiv wählt die beschenkte Person dann selbst.
- Motiv: ein Mann aus Büchern, Buchrücken, Papierstreifen und einem Staubwedel; aus der Nähe ein Regal, aus der Ferne ein Porträt.
- Original: Öl auf Leinwand, 98 x 71 cm, 1562, Schloss Skokloster in Schweden (Inv.-Nr. 11616_SKO); in Prag gemalt, 1648 als Kriegsbeute fortgeführt.
- Bei uns: handgemalte Kopie in Öl auf Leinwand, sechs Größen oder Maßanfertigung, mit einer Aufnahme zur Freigabe vor dem Versand. Den Rahmen wählen Sie direkt auf dieser Seite: die 3D-Rahmenauswahl bietet 62 Profile, und das Gemälde ist auch ohne Rahmen erhältlich.
- Wissenswert: dies ist der einzige Kopf Arcimboldos aus Erzeugnissen von Menschenhand statt aus Natur; das Museum nennt ihn im selben Atemzug Karikatur und Porträt.















































