Beschreibung
Die Persische Sibylle ist ein Fresko, das Michelangelo um 1511 an die Decke der Sixtinischen Kapelle im Vatikan malte: Eine gebeugte alte Frau mit weißem Kopftuch hält sich ein kleines Buch dicht vor die Augen und liest. An der Decke ist das Feld mit dieser Figur rund 400 cm hoch und 380 cm breit, also größer als jedes Format, das wir malen. Unser Maler setzt sie auf Bestellung in Ölfarben auf Leinwand um, in 8 Hochformaten von 40 x 49 bis 172 x 200 cm oder nach Maß, und vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Gemäldes.
| Titel: | Die Persische Sibylle |
| Weitere Titel: | La Sibilla Persica · The Persian Sibyl |
| Maler: | Michelangelo Buonarroti (1475–1564) |
| Entstehungsjahr: | um 1511 |
| Originalgröße: | ca. 400 cm x 380 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Fresko |
| Malstil: | Hochrenaissance |
| Standort: | Sixtinische Kapelle, Vatikanstadt |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 8 Formate oder nach Maß |
Die Persische Sibylle – Michelangelo
Was zeigt das Gemälde Die Persische Sibylle?
In einer gemalten Steinnische sitzt eine alte Frau, im Profil zum linken Rand des Gemäldes gewandt. Ein weißes Tuch ist wie ein Turban um ihren Kopf geschlungen. Der Rücken ist gekrümmt, die Schultern sind nach vorn geschoben, und der ganze Oberkörper neigt sich dem Buch entgegen.
Mit beiden Händen hebt sie ein kleines Buch mit dunkelrotem Einband und hält es so nah ans Gesicht, dass die Nase fast die Seite berührt. Sie trägt ein blasses, grünlich graues Kleid mit weißen Ärmeln, das ein schmaler Gürtel in der Taille rafft. Über den Rücken fällt bis zum Boden ein rosenroter Mantel, und über den Knien liegt ein weites, hellrosa Tuch.
Ein Fuß, unter dem Saum verborgen, ruht auf einem Stein. Hinter ihr taucht links eine dunkle Gestalt aus dem Schatten auf, von der man nur Gesicht und Hand erkennt. Zu beiden Seiten der Nische stehen je zwei nackte Putten, gemalt wie kleine Statuen aus weißem Marmor.
Wer waren die Sibyllen, und was erzählt das Fresko?
Sibyllen waren Seherinnen der antiken Welt, die an Heiligtümern und Tempeln lebten; sie galten als Mund der Götter, durch den die Orakel sprachen.
Leser der Renaissance sahen in den Worten der Sibyllen eine Ankündigung der Geburt Christi. Michelangelo setzte sie deshalb zwischen die Propheten: An den Rändern der Decke sitzen zwölf Gestalten, die den Messias vorhergesagt haben, sieben Propheten Israels und fünf Sibyllen, und sie sind die größten Figuren der ganzen Decke.
Warum er gerade diese fünf von zehn bekannten Sibyllen wählte, weiß man nicht. Der Historiker John O’Malley vermutet, dass die vier neben der Cumäischen für Afrika, Asien, Griechenland und Ionien stehen; die Persische vertritt in dieser Deutung Asien.
Warum ist die Persische Sibylle so bekannt?
Die Decke der Sixtinischen Kapelle wurde von Künstlern gleich nach der Enthüllung nachgeahmt, und das geschieht bis heute.
Unter den Propheten und Sibyllen ist sie eine der stillsten Figuren. Sie dreht sich nicht um, zeigt auf nichts und spricht nicht; alle Spannung legte Michelangelo in die gebeugte Haltung und in die Hände, die das Buch zu den Augen heben.
Kerzenruß und Firnis hatten die Decke über Jahrhunderte verdunkelt; die Restaurierung von 1980 bis 1992 entfernte sie und brachte das grünliche Kleid, das weiße Tuch und den rosenroten Mantel zurück.
Die Geschichte der gesamten Decke, vom Auftrag bis zur Restaurierung, erzählt der englischsprachige Wikipedia-Artikel über die Decke der Sixtinischen Kapelle; er behandelt alle zwölf Propheten und Sibyllen, nicht nur diese Figur.
Wo ist das Original, und wann entstand es?
Das Original ist dort geblieben, wo Michelangelo es malte: am Gewölbe der Sixtinischen Kapelle im Vatikan, an einer der Längsseiten, nahe dem Altarende. Die Nachbarfelder gehören den Propheten Jeremia und Ezechiel; Letzteren, mit Turban und geöffneter Hand, bieten wir als Der Prophet Ezechiel an.
Es handelt sich um ein Fresko. Die Farben wurden in frischen, noch nassen Putz gesetzt und verbanden sich beim Trocknen dauerhaft mit ihm.
Papst Julius II. wollte an diesen Stellen ursprünglich zwölf Apostel sehen. Michelangelo handelte einen weit reicheren Plan aus und durfte, nach eigenen Worten, tun, was er wollte. Er malte die Decke von 1508 bis 1512.
Unter der Sibylle hält ein Putto eine gemalte Marmortafel mit ihrem Namen, PERSICHA. Unsere Vorlage endet knapp über dieser Tafel, deshalb fehlt sie auf dem Gemälde.
Die Persische Sibylle oder ein anderer Michelangelo?
Die Persische Sibylle ist ein Kunstgemälde für Menschen, die gern lesen, und für ruhige Räume: die Hausbibliothek, die Leseecke, das Arbeits- oder das Schlafzimmer.
Eine weitere alte Frau mit weißem Kopftuch, aber wuchtiger und mit muskulösen Armen, zeigt Die Cumäische Sibylle. Im Profil und mit übergeschlagenen Beinen blättert auch Die Erythräische Sibylle in einem großen Buch auf einem Pult, während über ihr ein Putto mit einer Fackel eine Lampe entzündet.
Wer lieber ein junges Gesicht an der Wand hat, wählt Der Prophet Daniel: Ein junger Mann mit dichten Locken hat ein riesiges offenes Buch auf dem Schoß, das ihm ein nacktes Kind von unten stützt. Jedes Michelangelo Gemälde, das wir auf Bestellung malen, finden Sie auf der Seite Michelangelo.
Wie malen wir ein Deckenfresko auf Leinwand?
Um es klar zu sagen: Das Original ist ein Fresko im Putz eines gekrümmten Gewölbes, Ihr Gemälde dagegen ist eine handgemalte Reproduktion in Ölfarben auf Leinwand. Sie bekommen echtes Öl auf Leinwand, bereit zum Spannen, Rahmen und Aufhängen.
Wir malen es erst, wenn Sie es bestellen. Der Maler legt zuerst die Umrisse von Figur, Buch, dunkler Gestalt und Putten an und baut dann die Farbe Schicht für Schicht von dunkel nach hell auf.
Am meisten Sorgfalt verlangen das Profil und die Hände mit dem Buch, denn sie sind klein und tragen doch die ganze Aussage der Szene. Der rosenrote Mantel braucht warme, tiefe Schatten, das grünliche Kleid kühle, silbrige Lichter auf den Falten.
Weil es ein echtes Ölgemälde ist, hat es eine Oberfläche mit sichtbaren Pinselzügen, die man im seitlichen Licht am besten erkennt.
Welches Format passt zu welcher Wand?
Kurze Antwort: 40 x 49 oder 46 x 55 cm für ein Regal oder eine Leseecke, 64 x 76 oder 70 x 87 cm für Schlafzimmer und Flur, 90 x 107 oder 120 x 140 cm über dem Sofa, 130 x 162 und 172 x 200 cm für eine hohe Wand oder ein Treppenhaus.
Die Persische Sibylle malen wir in 8 Hochformaten (Breite x Höhe): 40 x 49, 46 x 55, 64 x 76, 70 x 87, 90 x 107, 120 x 140, 130 x 162 und 172 x 200 cm. Das Fresko an der Decke ist rund 380 cm breit und 400 cm hoch; selbst unser größtes Format, 172 x 200 cm, bleibt also deutlich darunter.
Als Gemälde fürs Wohnzimmer wirkt sie am besten in 90 x 107 oder 120 x 140 cm über Sofa oder Kommode.
Da die Sibylle tief sitzt und nach unten ins Buch schaut, hängen Sie sie so, dass ihr Gesicht auf Augenhöhe oder knapp darüber liegt.
Ist ein anderes Maß oder ein Rahmen möglich?
Selbstverständlich. Verlangt Ihre Wand ein anderes Seitenverhältnis, passen wir den Ausschnitt so an, dass Kopf mit Tuch, Buch, Hände und der Fuß auf dem Stein vollständig bleiben. Auch schmaler oder breiter behält sie die gebeugte Haltung der Leserin. Schreiben Sie uns, welche Breite und Höhe Sie brauchen, dann nennen wir Ihnen Preis und Fertigungszeit.
Die Sibylle reist gerollt, auf Keilrahmen gespannt oder gerahmt; jedes Gemälde auf Leinwand spannen und rahmen wir in unserer Werkstatt in Slowenien. Den Rahmen wählen Sie in unserer 3D-App, die nur der Rahmenwahl dient; eine Ansicht des Gemäldes an Ihrer eigenen Wand ist ein gesonderter Service.
Wie lange dauert die Anfertigung, und wie wird geliefert?
Der Maler beginnt nach Ihrer Bestätigung, und das fertige Gemälde ist nach 15 bis 45 Werktagen versandbereit. Bevor wir es verpacken, schicken wir Ihnen ein Foto und nehmen gewünschte Änderungen noch vor. Zoll fällt innerhalb der EU nicht an, auch nicht bei Lieferungen nach Deutschland oder Österreich; jede Bestellung ist durch unsere Rückgaberegelung abgesichert.
Die Persische Sibylle ist ein schönes Geschenk für leidenschaftliche Leser oder eine Großmutter, die nie ohne Buch einschläft. Wenn Sie beim Format zögern, schenken Sie einen Geschenkgutschein; dann sucht sich die beschenkte Person Motiv und Größe selbst aus.
Häufige Fragen
Wo kann ich das Original sehen?
In der Sixtinischen Kapelle im Vatikan, hoch oben am Gewölbe zwischen Propheten und anderen Sibyllen.
Was liest die Sibylle?
Das verrät das Fresko nicht; man sieht nur ein kleines Buch mit dunkelrotem Einband dicht vor ihren Augen.
Bekomme ich einen Druck?
Nein. Jedes Exemplar ist eine handgemalte Kopie, mit Pinsel und Ölfarben auf Leinwand ausgeführt.
Wie groß ist das Fresko an der Decke?
Etwa 400 cm hoch und 380 cm breit; unser größtes Format misst 172 x 200 cm.
Was bedeutet eine Sibylle an der Kapellendecke?
Sibyllen waren antike Seherinnen, in deren Worten Leser der Renaissance eine Ankündigung Christi sahen.
Passt sie ins Schlafzimmer oder als Geschenk?
Ja, denn sie wirkt ruhig und still; besonders freuen sich Menschen darüber, die gern lesen.
Malen Sie sie auch in einem Maß, das nicht in der Liste steht?
Ja. Nennen Sie uns Breite und Höhe, und Sie erhalten Preis und Fertigstellungstermin.
Wann bekomme ich das Gemälde?
Die Anfertigung dauert 15 bis 45 Werktage, dann folgt der Versand; vorher sehen Sie ein Foto des fertigen Gemäldes.
- Motiv: eine gebeugte alte Frau mit weißem Kopftuch, grünlichem Kleid und rosenrotem Mantel liest ein kleines Buch dicht vor den Augen; seitlich Marmorputten.
- Original: um 1511, Fresko, ca. 400 x 380 cm (Höhe x Breite), Decke der Sixtinischen Kapelle, Vatikan.
- Unsere Fassung: auf Bestellung von Hand in Ölfarben auf Leinwand gemalt, 8 Hochformate von 40 x 49 bis 172 x 200 cm oder nach Maß.
- Gut zu wissen: an der Decke hält unter ihr ein Putto eine Tafel mit der Inschrift PERSICHA, die auf unserem Gemälde fehlt.









































