Beschreibung
Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies ist eine Szene, die Michelangelo um 1510 an die Decke der Sixtinischen Kapelle im Vatikan malte: Links greifen Adam und Eva unter dem Baum nach der verbotenen Frucht, rechts treibt sie ein Engel in Rot mit dem Schwert aus dem Garten Eden. Das Original ist ein Fresko im Putz der gewölbten Decke, hoch über den Köpfen der Besucher. Unser Maler malt es für Sie von Hand mit Ölfarben auf Leinwand, in 4 langen Querformaten, 160 x 75, 180 x 85, 200 x 97 und 240 x 110 cm, oder nach Maß, und vor dem Versand schicken wir Ihnen ein Foto des fertigen Gemäldes.
| Titel: | Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies |
| Weitere Titel: | Il peccato originale e la cacciata dal Paradiso · Izvirni greh in izgon iz raja |
| Maler: | Michelangelo Buonarroti (1475–1564) |
| Entstehungsjahr: | um 1510 |
| Originalgröße: | etwa 280 cm x 570 cm (Höhe x Breite) |
| Originaltechnik: | Fresko |
| Malstil: | Hochrenaissance |
| Standort: | Sixtinische Kapelle, Vatikanische Museen, Vatikanstadt |
| Unsere Reproduktion: | Handgemalt in Öl auf Leinwand, 4 Formate oder nach Maß |
Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies – Michelangelo
Was zeigt das Gemälde Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies?
Michelangelo hat zwei Augenblicke derselben Geschichte in ein einziges langes Feld gesetzt. Links ist noch das Paradies, rechts beginnt schon die Welt draußen, und dazwischen steht der Baum, um den sich die Schlange windet. Adam und Eva sind nackt, so wie der biblische Text sie schildert.
Links steht Adam, greift mit beiden Händen hoch ins dichte Laub und zieht einen Ast zu sich herab. Eva sitzt unter ihm am Boden, mit dem Rücken an einen Felsen gelehnt, und hebt die Hand zur Frucht, die ihr die Schlange reicht. Hinter ihr ragt ein dürrer, kahler Ast aus der nackten Erde, links erhebt sich grauer Fels.
Die Mitte nimmt der Stamm ein, um den sich der Schlangenleib in dicken Windungen legt. Oben geht er in den Körper einer Frau über: Eine Gestalt mit langem Haar beugt sich aus der Krone und streckt den Arm zu Eva aus. Rechts schwebt ein Engel in rotem Gewand über dem Boden und zielt mit dem Schwert auf Adams Nacken. Adam wehrt ihn mit erhobenen Armen ab und geht davon, Eva duckt sich hinter ihm und hält sich die Hände an den Kopf.
Welche Geschichte erzählt das Feld?
Erzählt wird sie im dritten Kapitel des Buches Genesis. Adam und Eva leben im Garten Eden in der Nähe Gottes, doch von einem Baum dürfen sie nicht essen. Als sie die Frucht dennoch nehmen, müssen sie den Garten verlassen.
Michelangelo verbindet beide Handlungen in einem Feld. Links nimmt Eva die Frucht vertrauensvoll aus der Hand der Schlange, Adam dagegen wartet nicht, sondern pflückt sie selbst vom Ast. Rechts sind beide bereits verstoßen, hinaus in eine Welt, in der sie für sich selbst sorgen müssen und in der sie der Tod erwartet.
Die Szene schließt eine Gruppe von drei Feldern über die ersten Menschen im mittleren Teil der Decke ab.
Warum ist diese Szene so berühmt?
Weil sie in einem Feld Anfang und Ende des Lebens im Paradies erzählt. Links und rechts sind dieselben zwei Menschen zu sehen, aber in völlig anderer Verfassung: hier greifen sie begierig zu, dort ziehen sie sich gebeugt zurück.
Zwei Besonderheiten fallen auf. Der Baum ist kein Apfelbaum, wie man ihn in der westlichen christlichen Kunst meist sieht, sondern ein Feigenbaum, und die Schlange hat den Oberkörper einer Frau; die englische Wikipedia nennt sie Lilith.
Wie alle neun Szenen aus der Genesis angeordnet sind, erklärt der englischsprachige Wikipedia-Artikel über die gesamte Decke der Sixtinischen Kapelle; diese Szene behandelt er im Abschnitt über Adam und Eva.
Wo ist das Original, und wie ist es entstanden?
Das Fresko befindet sich an der Decke der Sixtinischen Kapelle im Vatikan, die Sie im Rahmen der Vatikanischen Museen besuchen. Michelangelo bemalte die Decke von 1508 bis 1512 für Papst Julius II.; diese Szene entstand um 1510.
Die neun Geschichten aus der Genesis malte er in umgekehrter Reihenfolge: Er begann über dem Eingang mit Noah und arbeitete sich zum Altar vor. Die erste Hälfte der Decke wurde am 14. und 15. August 1511 enthüllt, die ganze Decke am 31. Oktober 1512.
Das Feld misst etwa 2,8 Meter in der Höhe und 5,7 Meter in der Breite. Bei der Restaurierung, die an der Decke von 1980 bis Ende 1989 dauerte, wurden Kerzenruß und alte Firnisschichten entfernt, weshalb die Farben heute heller wirken; Kritiker meinen, dabei seien manche trocken aufgesetzte Details verloren gegangen.
Sündenfall oder eine andere Szene Michelangelos?
Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies ist ein Kunstgemälde für alle, die eine Erzählung in zwei Akten und kraftvolle, fast plastische Körper schätzen. An einer langen Wand liest es sich wie eine kurze Geschichte mit Anfang und Ende.
Unmittelbarer Nachbar dieser Szene an der Decke ist Die Erschaffung Evas, kleiner und stiller. Wer die Geschichte der Menschheit weiterverfolgen möchte, wählt Die Sintflut oder Die Trunkenheit Noahs von derselben Decke.
Reizen Sie eher die Anfänge der Welt, passt Die Erschaffung von Sonne und Mond, wo Gott über den Himmel fliegt. Jedes Michelangelo Gemälde aus unserem Programm finden Sie auf der Seite Michelangelo.
Wie bringt unser Maler das Fresko auf die Leinwand?
Ganz offen gesagt: Das Original ist ein Fresko, in feuchten Putz an der Kapellendecke gemalt, unseres ist eine handgemalte Reproduktion in Ölfarben auf Leinwand. Der Maler beginnt erst nach Ihrer Bestellung und baut sie in mehreren Schichten auf.
Zuerst zeichnet er den Baum in der Mitte, die beiden Gruppen daneben und den fliegenden Engel an, damit die Abstände der Vorlage entsprechen. Dann legt er den gräulichen Himmel und das kahle Land an und modelliert darüber die Körper in warmen Rosa- und Ockertönen, die Windungen der Schlange und das rote Gewand des Engels.
Unsere Vorlage ist eine ältere Aufnahme aus der Zeit vor der Restaurierung, daher sind ihre Farben gedämpft und die Oberfläche voller Risse. Der Maler folgt dieser Aufnahme, Ihr Gemälde erhält also deren warme, gedämpfte Töne. Ein solches Ölgemälde wirkt ruhig und harmoniert gut mit Holz, Stein und anderen natürlichen Materialien.
Welches Format passt an welche Wand?
Kurz: 160 x 75 cm über ein Sofa oder ein niedriges Sideboard, 180 x 85 cm über eine breite Sitzgruppe oder einen Esstisch, 200 x 97 cm an eine große freie Wand im Flur oder Wohnraum.
Zur Wahl stehen vier lange Querformate (Breite x Höhe): 160 x 75, 180 x 85, 200 x 97 und 240 x 110 cm. Alle sind lang und niedrig wie das Feld an der Decke, sodass beide Handlungen, der Baum und der Engel auf der Leinwand bleiben. Das Fresko selbst misst etwa 570 x 280 cm (Breite x Höhe) und ist weit größer als alles, was wir malen; unser größtes Format ist 240 x 110 cm.
Als Gemälde fürs Wohnzimmer hängt es am besten so über der Sitzgruppe, dass die Unterkante 20 bis 30 cm über der Lehne liegt.
Ist ein anderes Maß oder ein Rahmen möglich?
Ja. Bei anderer Breite oder Höhe passen wir die Komposition so an, dass beide Gruppen sowie der Baum mit der Schlange vollständig bleiben. Nennen Sie uns das Maß, das Sie brauchen, und Sie erhalten Preis und Liefertermin.
Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies reist gerollt, auf Keilrahmen gespannt oder bereits gerahmt zu Ihnen. Die lange Leinwand mit der Paradiesszene spannt und rahmt unsere Werkstatt in Slowenien, die so jedes Gemälde auf Leinwand für die Reise vorbereitet. Die Leiste wählen Sie in unserer 3D-Anwendung, die nur der Rahmenwahl dient; die Ansicht an Ihrer eigenen Wand ist ein gesonderter Service.
Zu den warmen Hauttönen und dem gräulichen Himmel passt ein schlichter Rahmen aus naturbelassenem oder patiniertem Holz, ebenso eine schmale Leiste in Altgold.
Wann kommt das Gemälde an, und wie wird es verschickt?
Zwischen Ihrer Bestätigung und dem Versand liegen 15 bis 45 Werktage. Ist das Gemälde fertig, senden wir Ihnen ein Foto davon, und wenn Sie etwas geändert haben möchten, erledigen wir das vor dem Verpacken.
Innerhalb Sloweniens und in die übrigen EU-Länder fällt kein Zoll an, und für jede Bestellung gilt unsere Rückgaberegelung.
Die Szene ist ein schönes Geschenk für Freunde der Renaissance oder für jemanden, der schon einmal unter der Decke der Sixtinischen Kapelle stand. Wissen Sie nicht, ob die Wand für die lange Leinwand reicht, verschenken Sie einen Geschenkgutschein und überlassen die Wahl dem Beschenkten.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Fresko?
An der Decke der Sixtinischen Kapelle im Vatikan, die zu den Vatikanischen Museen gehört.
Wer ist die Frau am Baum?
Es ist die Schlange mit dem Oberkörper einer Frau; die englische Wikipedia nennt sie Lilith.
Bekomme ich einen Druck?
Nein. Sie erhalten eine handgemalte Kopie in Öl auf Leinwand, keinen Druck.
Wie groß ist das Fresko an der Decke?
Etwa 280 cm hoch und 570 cm breit, also viel größer als jedes unserer Formate.
Gibt es auch ein Maß außerhalb der Liste?
Ja, wir passen die Komposition an Ihre Wand an und nennen Preis und Termin.
Wie lange warte ich auf das Gemälde?
Rechnen Sie mit 15 bis 45 Werktagen; ein Foto von Adam und Eva auf Ihrer Leinwand bekommen Sie vor dem Versand.
Passt es ins Schlafzimmer?
Besser kommt es im Wohn- oder Essbereich zur Geltung, wo genug breite Wand für das lange Format da ist.
Warum ist der Baum ein Feigenbaum?
So hat ihn Michelangelo gemalt; in der westlichen Kunst ist der verbotene Baum meist ein Apfelbaum.
- Motiv: links greifen Adam und Eva nach der Frucht des Baumes, um den sich eine Schlange mit Frauenkörper windet; rechts vertreibt sie ein Engel in Rot aus dem Paradies.
- Original: Fresko, um 1510, Decke der Sixtinischen Kapelle, Vatikan; das Feld misst etwa 280 x 570 cm.
- Unsere Fassung: Öl auf Leinwand, von Hand gemalt, 4 Querformate, 160 x 75, 180 x 85, 200 x 97 und 240 x 110 cm, oder nach Maß.
- Gut zu wissen: ein Feld, zwei Szenen, Sündenfall und Vertreibung; der Baum ist ein Feigenbaum, kein Apfelbaum.









































