Paul Cézanne – Der Gärtner Vallier

ab 130,00 

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Beschreibung

Der Gärtner Vallier – ein Mann mit drei Berufen im Eintrag

Ein älterer Mann mit dunkler Mütze sitzt leicht nach links gewandt, die Hände im Schoß gekreuzt. Er trägt einen dunklen blaugrünen Rock, der fast die ganze Mitte der Leinwand einnimmt; das Gesicht ist aus ockerfarbenen, braunen und grünlichen Flächen gebaut. Hinter ihm zieht sich eine braune waagerechte Leiste über die ganze Breite, darüber steigt eine grüne Wand aus Laub auf. Das handgemalte Gemälde auf Leinwand gibt diese Arbeit Cézannes von 1902 bis 1906 wieder, die im Original 107,4 × 74,5 Zentimeter misst und unter der Inventarnummer 1959.2.1 in der National Gallery of Art in Washington verwahrt wird.

Gärtner, Matrose oder Bauer

Der Titel, unter dem der Werkkatalog diese Leinwand führt, ist doppelt: Le Jardinier Vallier; Le Marin – der Gärtner Vallier; der Matrose. Unter den Nebentiteln stehen auch A Sailor, The Sailor und Le Marin; also known as Le Jardinier Vallier. Die Ausstellungen folgten mal dem einen, mal dem anderen: 1921 war die Arbeit im New Yorker Metropolitan Museum of Art unter der Nummer 24 als A Sailor, 1959 in der National Gallery of Art als Le Marin. Das Buch des Händlers nennt einen dritten Beruf: in Vollards Lagerbuch B ist die Arbeit unter der Nummer 4467 als Paysan assis les mains croisées eingetragen, sitzender Bauer mit gekreuzten Händen – und die Hände sind auf dieser Leinwand tatsächlich im Schoß gekreuzt. Das Schlagwortverzeichnis wiederum nennt unter den Personen weder Gärtner noch Matrosen noch Bauern, sondern nur den Nachnamen: Vallier. Der Eintrag entscheidet also nicht, und wir entscheiden es nicht an seiner Stelle.

Eine Leinwand, die vergrößert wurde

Unter den technischen Einträgen zu dieser Arbeit steht ein einziger, und der ist ungewöhnlich: angesetzte Leinwandstreifen. Der Träger wurde also verbreitert – die Leinwand, die heute 107,4 × 74,5 Zentimeter misst, war nicht von Anfang an so groß. Wo diese Streifen sitzen, wie breit sie sind und wer sie angesetzt hat, sagt der Eintrag nicht, und wir ergänzen es nicht. Vermerkt ist allein der Umstand, dass die Arbeit vergrößert wurde.

Eine Provenienz, die mit einem Fragezeichen beginnt

Der erste Eintrag in der Kette der Eigentümer steht im Katalog in Klammern und mit einem Fragezeichen: (Nachlass von Paul Cézanne?). Es folgen Ambroise Vollard und die Galerie Bernheim-Jeune in Paris, beide gemeinsam, mit dem Datum 12. Februar 1907. Danach steht in eckigen Klammern der Name Edward Steichens in New York – die eckige Klammer ist das Zeichen, dass der Eintrag auch hier nicht ganz fest ist. 1916 kaufen Agnes und Eugene Meyer aus Washington die Leinwand, und 1959 geht sie an die National Gallery of Art.

Dreiundvierzig Jahre bei den Meyers

Zwischen 1916 und 1959 blieb die Arbeit in derselben Privatsammlung, und das Ausstellungsverzeichnis zeigt, wie oft sie verliehen wurde. Im März 1917 war sie in der Arden Gallery in New York, verliehen von Meyer. Vom 7. Mai bis 1. November 1920 war sie in der Ausstellung zum fünfzigjährigen Bestehen des Metropolitan, wo auf Seite 9 vermerkt ist, dass Mrs. Eugene Meyer sie verlieh. 1921 war sie erneut in demselben Museum, und vom 10. Juli bis 2. Oktober 1932 in der Ausstellung The Taste of Today in Masterpieces of Painting before 1900. Die Inventarnummer, die sie heute trägt, lautet 1959.2.1, und im Erwerbungsvermerk werden beide genannt: Geschenk von Eugene und Agnes Ernst Meyer.

Die ersten Monate im Museum

Gleich nach der Ankunft in Washington wurde die Leinwand gezeigt. Vom 25. April bis 24. Mai 1959 war sie in der National Gallery of Art in der Ausstellung Masterpieces of Impressionist and Post-Impressionist Painting, wo sie auf Seite 32 als Le Marin geführt und auf 1904-1905 datiert ist. Auch in der Forschung liegt die Datierung auseinander – Rewald nennt 1902 bis 1906, Venturi in der überarbeiteten Fassung 1906 –, und der Jahresangabe des Museums fügen wir nichts hinzu.

Was der Katalog zu den Motiven zählt

Die übrigen Einträge stellen diesen Mann in einen Innenraum. Unter dem Wandschmuck ist die Wandleiste genannt, unter den Möbeln der Stuhl. Die Titel schicken ihn also in den Garten oder auf See, das Register des Katalogs aber setzt ihn auf einen Stuhl vor eine Wand mit Leiste – und genau diese braune waagerechte Linie zieht sich auf der Leinwand hinter seinem Rücken über die ganze Breite.

Es ist eine hochformatige, dunkle und ruhige Arbeit in einer grün-braunen Skala, die auf schmaleren Wänden und in Räumen mit weichem Licht gut wirkt. Wir malen sie in fünfzehn Größen, von 41 × 60 bis 123 × 180 Zentimeter, Zwischenmaße spannen wir auf einen Keilrahmen nach Maß, und wie es an der Wand aussehen wird, zeigt vorab unsere 3D-Anwendung. Zu den sitzenden Gestalten gehören auch Der sitzende Mann und Der Bauer im blauen Kittel, und zu den Bildnissen Das Porträt des Malers Achille Emperaire.

  • Motiv: Der Gärtner Vallier, Paul Cézanne, 1902–1906, National Gallery of Art, Washington
  • Technik: handgemaltes Gemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion
  • Größen: 15 Formate, auf Wunsch auch Sondermaß
  • Wissenswert: der Katalog führt die Leinwand unter einem doppelten Titel – Gärtner und Matrose –, während Vollards Buch sie als sitzenden Bauern mit gekreuzten Händen verzeichnet

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