Beschreibung
Paul Gauguin – Ia Orana Maria – handgemaltes Leinwandgemälde
Maria und Jesus sind Tahitianer, ein Engel mit gelben Flügeln steht zwischen den Bäumen, und zwei Frauen in Pareus verneigen sich vor ihnen. Das Werk entstand 1891, in Gauguins erstem Jahr auf Tahiti, Öl auf Leinwand, 113,7 × 87,6 cm, und wird vom Metropolitan Museum of Art in New York unter der Inventarnummer 51.112.2 bewahrt (Vermächtnis Sam A. Lewisohn, 1951). Bei uns entsteht diese Szene als handgemaltes Leinwandgemälde in Öl – gemalt, niemals gedruckt. Das Museum verzeichnet das Maß als Höhe mal Breite.
Der Titel ist ein tahitianischer Gruß
Ia Orana Maria heißt auf Tahitianisch „Gegrüßet seist du, Maria“. Die christliche Szene ist also in tahitianische Sprache und tahitianische Körper übersetzt: Maria trägt einen roten Pareu, das Kind sitzt auf ihrer Schulter, und seitlich steht ein Tisch mit Bananen und Früchten anstelle von Opfergaben. Gauguins Interesse an christlicher Ikonografie zeigte sich schon früher, 1888 und 1889 in Pont-Aven und der Bretagne – Tahiti brachte nicht das Thema, sondern ein neues Gewand dafür.
Zwei Gestalten stammen von Java
Die beiden stehenden Frauen links, mit aneinandergelegten Handflächen, sind nicht auf Tahiti beobachtet. Gauguin nahm sie vom Relieffries des Tempels Borobudur auf Java, einem buddhistischen Bau des 9. Jahrhunderts, den er von Fotografien kannte und mit sich führte. Die tahitianische Szene ist damit aus drei Orten zugleich gebaut: christlicher Ikonografie, javanischem Relief und tahitianischen Modellen. Das ist keine Ethnografie, sondern Montage – und genau deshalb wirkt das Gemälde zeremoniell und nicht wie eine Alltagsszene.
Was er selbst darüber schrieb
1892 beschrieb Gauguin das Werk Daniel de Monfreid fast wie ein Inventar: ein Engel mit gelben Flügeln weist Maria und Jesus, beide Tahitianer, zwei tahitianischen Frauen, nackt und in Pareus gewickelt. Die Beschreibung ist genau und ohne Deutung – der Maler sagt, was er gemalt hat, nicht was es bedeuten soll. Strittig bleibt, ob das Tragen des Kindes auf der Schulter eine tahitianische Gewohnheit jener Zeit war; ein Teil der Forschung sieht darin eine ägyptische Vorlage, und da die Frage offen ist, führen wir sie auch so an.
Handgemalte Reproduktion für Ihr Zuhause
Die Fotos oben zeigen dieses Gemälde, wie es in unserer Werkstatt entstanden ist. Wir malen es in mehreren Größen, dem Original am nächsten kommt 89 × 114 cm; für eine kleinere Wand wird oft 60 × 80 cm gewählt. Das Hochformat und die ruhige rot-grüne Skala wirken gut im Flur, im Schlafzimmer oder an einer Treppe. Wenn Sie interessiert, wie Gauguin christliche Szenen in die Landschaft versetzte, sehen Sie Der grüne Christus; tahitianische Mutterschaft ohne christliche Ikonografie finden Sie in Mutterschaft (Frauen am Meeresufer), die ganze tahitianische Summe in Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?.
- Motiv: Ia Orana Maria, Paul Gauguin, 1891
- Technik: handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion – niemals gedruckt
- Original: 87,6 × 113,7 cm, Metropolitan Museum of Art, New York, Inv. 51.112.2
- Wissenswertes: die beiden betenden Frauen sind vom javanischen Tempel Borobudur übernommen, nicht von Tahiti









































