Beschreibung
Paul Gauguin – Grausame Märchen (Exotischer Spruch) – handgemaltes Leinwandgemälde
Gauguins letztes Jahr. Die Leinwand entstand 1902 auf den Marquesas, Öl auf Leinwand, und wird vom Museum Folkwang in Essen unter der Inventarnummer G 54 verwahrt. Der Titel ist keine Erfindung von uns: Gauguin schrieb CONTES BARBARES in Großbuchstaben auf den unteren Rand des Bildes selbst. Bei uns entsteht die Szene neu unter dem Pinsel: ein handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, niemals ein Druck.
Was auf der Leinwand zu sehen ist
Vorn sitzen zwei Gestalten: eine jüngere mit dunklem Haar und blauem Tuch, die Beine gekreuzt, daneben eine zweite mit langem rotorangem Haar und einem Kranz weißer Blüten, in helles Tuch gehüllt. Dahinter, ganz links, kauert eine dritte Figur — ein Europäer im blauen Gewand, rotbärtig und grünäugig, den Finger an den Lippen. Oben rechts hängen rosa Blüten, unten rechts öffnen sich weiße Lilien, der Boden ist violett und mit kleinen Blüten übersät. Die Farbe ist dicht und dunkel; das ist nicht mehr das helle Tahiti der neunziger Jahre.
Die dritte Figur ist nicht Gauguin
Oft ist zu lesen, der Maler habe sich selbst in diese Leinwand gesetzt. Er ist nicht darin. Der Vergleich mit dem Selbstbildnis mit dem Gelben Christus, das Sie ebenfalls bei uns finden, genügt: dort ein dunkelhaariger Mann mit kräftigem Schnurrbart und ohne Bart. Die kauernde Figur hier ist ein rothaariger Bärtiger mit gänzlich anderem Gesicht. Wer er ist, ist eine eigene Frage — die Kunstgeschichte hat einen Namen dafür, wir drucken ihn hier aber nicht, weil uns dafür zwei unabhängige Quellen fehlen. Mit Sicherheit sagen lässt sich die Verneinung: ein Selbstbildnis Gauguins ist das nicht.
Zwei Bilder mit einem Namen
Zwei Werke Gauguins tragen den Namen Contes barbares, und sie sind leicht zu verwechseln. Unseres ist die große Essener Leinwand von 1902. Das andere ist deutlich kleiner und älter — datiert 1892, überliefert mit etwa 28 × 39 cm, im Tel Aviv Museum of Art. Bei den Maßen unserer Leinwand widersprechen sich die Quellen: der Eintrag bei Wikimedia Commons, der sich auf die Sammlung des Museum Folkwang beruft, nennt 90,5 × 131,5 cm, Wikidata dagegen 109 × 150 cm für dasselbe Museum und dieselbe Inventarnummer. Wir haben diesen Widerspruch nicht aufgelöst; wir nennen hier die erste Zahl, weil ihr das Seitenverhältnis unserer Aufnahme auf 1,5 Prozent nahekommt, der zweiten dagegen nur auf 7,2 Prozent.
Ein handgemaltes Leinwandgemälde für Ihr Zuhause
Das dunkle Violett, das dichte Grün und jene rote Haarmähne machen dieses Bild kräftig und still zugleich; das Hochformat verlangt eine schmale, hohe Wand — zwischen Tür und Fenster, neben einer Treppe, über einer schmalen Kommode. Das Original misst nach dem Eintrag, dem wir folgen, 90,5 × 131,5 cm; wir malen es in acht Größen, die Sie im Auswahlfeld über diesem Text bestimmen. Aus denselben späten Jahren stammt Nevermore, dessen Titel ebenfalls auf der Leinwand steht, und aus wenigen Jahren davor Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?
- Motiv: Contes barbares — Grausame Märchen, Paul Gauguin, 1902, Marquesas
- Technik: handgemaltes Bild auf Leinwand, Öl auf Leinwand, eine Reproduktion — niemals ein Druck
- Original: Öl auf Leinwand, Museum Folkwang, Essen, Inv.-Nr. G 54; Maße nach Commons 90,5 × 131,5 cm, Wikidata nennt 109 × 150 cm — der Widerspruch ist ungeklärt
- Wissenswert: Der Titel CONTES BARBARES ist auf den unteren Bildrand gemalt; ein deutlich kleineres Bild gleichen Namens von 1892 hängt in Tel Aviv









































