Beschreibung
Paul Gauguin – Nevermore (O Tahiti) – handgemaltes Leinwandgemälde
Eine Frau liegt auf dem Bett und blickt uns direkt an; im Hintergrund hockt ein dunkler Vogel, daneben zwei Gestalten im Gespräch. In der oberen linken Ecke steht in Großbuchstaben NEVERMORE. Das Werk entstand im Februar 1897 während des zweiten Tahiti-Aufenthalts, Öl auf Leinwand, 116 × 60,5 cm, und wird von der Courtauld Gallery (Courtauld Institute of Art) in London unter der Inventarnummer P.1932.SC.163 bewahrt. Das Wort aus der oberen Ecke malt bei uns eine Hand: handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, ohne Druck.
Das Wort stammt von Poe, der Vogel nach Aussage des Malers nicht
Der Titel ist zweifellos Poes: Nevermore ist der Refrain des Gedichts Der Rabe von 1845, das Gauguin bei seinem Abschiedsessen 1891 auch vorgelesen wurde. Den Vogel im Bild jedoch hat der Maler selbst als Poes Raben bestritten – er beschrieb ihn als „Vogel des Teufels, der wacht“. Auf der Leinwand steht also Poes Wort, der Vogel aber soll laut Autor nicht seiner sein. Wir lösen den Widerspruch nicht auf: der Titel weist in die eine Richtung, die Aussage des Malers in die andere, und beides gehört zu dem, was wir über das Gemälde wissen.
Farbe statt Erzählung
Gauguin baute die Stimmung aus Farbe und nicht aus einem Ereignis: ein leuchtend gelbes Kissen, blaue und grüne Bahnen der Bettwäsche, senkrechte rosa und violette Flächen im Hintergrund. Die Szene entwickelt sich nicht – die Frau tut nichts, sie blickt nur – und deshalb trägt die Farbskala die ganze Bedeutung. Der erotische Unterton ist schwer zu übersehen, doch das Gemälde sagt nichts geradeheraus; die Spannung entsteht aus dem, was neben der Figur gemalt ist, nicht aus ihr selbst.
Der Komponist, der es kaufte
Gauguin schickte die Leinwand von Tahiti an seinen Freund Daniel de Monfreid, und dieser verkaufte sie 1898 an den britischen Komponisten Frederick Delius für 500 Francs. Gauguin schrieb Monfreid, er habe recht daran getan, Delius den Nevermore zu überlassen. Später gelangte das Werk zum Sammler Samuel Courtauld und ist seit 1932 in der Londoner Courtauld Gallery. Dass eines der bekanntesten Gauguin-Gemälde jahrzehntelang bei einem Komponisten hing, ist eine Angabe, die man kennen sollte.
Handgemalte Reproduktion für Ihr Zuhause
Das Format ist ausgesprochen lang und niedrig – fast zwei zu eins – und genau das entscheidet, wohin es gehört: über ein Bett, über eine niedrige Kommode oder längs eines Flurs, nicht an eine schmale Wand. Wir malen das Motiv in acht Größen, von 80 × 50 cm bis 200 × 120 cm. Eine andere liegende Gestalt mit einem Beobachter im Hintergrund finden Sie in Der Geist der Toten wacht; aus demselben Jahr 1897 stammt Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?, und den tahitianischen Tag im Freien zeigt Fatata te Miti (Am Meer).
- Motiv: Nevermore (O Tahiti), Paul Gauguin, 1897
- Technik: handgemaltes Leinwandgemälde, Öl auf Leinwand, Reproduktion – niemals gedruckt
- Original: 116 × 60,5 cm, Courtauld Gallery, London, Inv. P.1932.SC.163
- Wissenswertes: der Titel stammt von Poe, den Vogel aber bestritt Gauguin selbst als Raben – er nannte ihn den Vogel des Teufels, der wacht









































