Beschreibung
Landschaft bei Arles – die erste Leinwand der provenzalischen Monate
Die Mitte des Bildes nimmt ein großer Heuschober ein, als weicher Kegel in Ocker und Goldbraun geformt. Links davon stehen niedrige weiße Gebäude mit grauen Dächern und dunklen Öffnungen; dahinter steigt ein Band dunkelgrüner, schmal wachsender Bäume auf. Im Vordergrund windet sich ein blasser sandiger Weg, der vom unteren Rand zum Schober läuft und sich neben ihm verliert. Zwischen Weg und Gebäuden liegen grüne und blaugraue Felder, in breiten Bändern gemalt. Der Himmel ist hell und fast wolkenlos. Das Werk bewahrt das Kunstmuseum von Indianapolis unter der Inventarnummer 44.10, das Jahr ist 1888.
Die erste Leinwand jener zwei Monate
Die erläuternde Museumstafel beim Werk gibt an, dass dies die erste Leinwand war, die Gauguin in den zwei Monaten seines Aufenthalts in der Provence 1888 gemalt hat. Wir geben die Angabe so wieder, wie das Museum sie macht. Für den Betrachter ändert das Bild sich dadurch: was wir sehen, ist nicht die Summe einer Zeit, sondern ihr Anfang, der erste Blick auf einen Ort, den der Maler damals noch nicht kannte.
Der Heuschober als Mitte
Die Szene hat weder Mensch noch Tier. Statt dessen hat sie einen Heuschober, fast in die Mitte gesetzt und größer gemalt als die Häuser dahinter. Sein warmes Ocker ist die stärkste Farbe der Leinwand, und alles andere richtet sich danach: der Weg führt darauf zu, die Felder ordnen sich darum, die Bäume umziehen ihn. Eine Masse bäuerlicher Arbeit nimmt so den Platz ein, der sonst einer Gestalt zukäme.
Das Maß, das das Museum in Zoll angibt
Der Museumseintrag nennt das Maß der Leinwand ausschließlich in Zoll: 36 x 28 einhalb Zoll, als Höhe mal Breite. In Zentimeter umgerechnet sind das 91,4 x 72,4 cm. Da eine solche Zahl in unserem Regal schon einmal fälschlich als Zentimeter gelesen wurde, kennzeichnen wir sie ausdrücklich: in Zoll gibt sie das Museum an, der Zentimeterwert ist eine Umrechnung.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Eine Gemäldereproduktion entsteht bei uns ausschließlich von Hand, auf Leinwand, Strich für Strich. Bei diesem Motiv ist der Heuschober das Schwierigste: er besteht aus kurzen schrägen Strichen, die ihm seine Form geben, und richten diese sich aus, flacht der Kegel zum Fleck ab. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto des fertigen Werkes zur Freigabe.
- Motiv: ein großer Heuschober, daneben weiße Gehöftbauten und dunkle Bäume, davor ein sandiger Weg.
- Technik: Öl auf Leinwand, warme ockerfarbene Mitte und kühle grüne Felder.
- Größen: Hochformat, von 40 x 50 cm bis 160 x 200 cm; häufig gewählt werden 72 x 90 cm und 87 x 110 cm.
- Wissenswertes: im Bild erscheint keine einzige menschliche Gestalt.
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