Beschreibung
Arleserinnen (Mistral) – Gauguins Herbst in Arles, gemalt auf Jute
Im Herbst 1888 malte Paul Gauguin in Arles, während des gemeinsamen Aufenthalts mit Vincent van Gogh, die Arleserinnen. Das Werk misst 73 x 92 cm – das Museum nennt zuerst die Höhe und dann die Breite –, es ist also ein Querformat, breiter als hoch. Es befindet sich im Art Institute of Chicago unter der Inventarnummer 1934.391. Im Vordergrund gehen zwei Frauen in arlesianischer Tracht, den Umhang über den Kopf gezogen; dahinter öffnet sich der Garten jenes Krankenhauses, in dem van Gogh in jenem Winter genas.
Was das Gemälde zeigt
Die beiden Frauen sind im Gehen erfasst, gegen den Wind gebeugt. Der Mistral, der kalte Nordwind der Provence, steht im Titel und in ihrer Haltung: Die Umhänge sind eng ans Gesicht gezogen, die Körper nach vorn geneigt. Hinter ihnen wachsen zwei kegelförmige Büsche, die Gauguin fast bis zur geometrischen Form vereinfacht hat, und ein orangebrauner Weg biegt in die Tiefe ab. Im Hintergrund erscheinen eine Bank und einige kleinere Gestalten.
Technik: Öl auf Jute
Der Bildträger ist keine Leinwand im üblichen Sinn, sondern Jute – jenes grobe Sackgewebe, aus dem damals Säcke genäht wurden. Gauguin und van Gogh kauften in Arles eine Rolle dieses Stoffes, weil er billig war; deshalb entstand dieses Werk auf Jute und nicht auf Malleinwand. Jute ist auffallend grob und unregelmäßig gewebt, das Gewebe scheint durch die dünnen Farbschichten und gibt der Oberfläche einen körnigen Charakter; die Farbe liegt nicht glatt auf, sondern greift in die Fasern.
Die Aufschrift am unteren Rand
Am unteren Rand bilden Pinselzüge in der Farbe selbst eine Aufschrift. Es ist der eigene Pinselstrich des Malers und Teil des Originalwerks – kein nachträglich hinzugefügtes Wasserzeichen und kein Verlagsvermerk. Auf der Reproduktion wird sie genauso gemalt wie der Rest der Szene, denn sie gehört zum Werk.
Wie eine handgemalte Reproduktion entsteht
Die Reproduktion wird von Hand gemalt, mit Ölfarben auf Leinwand, Pinselstrich für Pinselstrich. Bei diesem Motiv verlangt das Gleichgewicht zwischen der Rauheit des Trägers und der Weichheit der beiden Gestalten die größte Sorgfalt: Geht die Struktur verloren, wirkt das Werk zu glatt und büßt den Charakter des Originals ein. Vor dem Versand erhalten Sie ein Foto der fertigen Arbeit zur Freigabe.
- Motiv: zwei Arleserinnen in Tracht, gegen den Mistral gebeugt, vor dem Garten des Krankenhauses von Arles.
- Technik: Öl auf Jute, flächige Farben mit betonter Kontur.
- Größen: Querformat, von 40 x 32 cm bis 200 x 160 cm; am häufigsten gewählt werden 100 x 80 cm und 120 x 96 cm.
- Wissenswert: Die Jute wurde in Arles als billiger Ersatz für Leinwand gekauft; ihr grobes Gewebe ist heute eines der Erkennungszeichen dieses Werks.
Wenn Sie dieselbe Zeit interessiert, sehen Sie sich auch Vision nach der Predigt aus demselben Jahr 1888 an, sowie Paysannes bretonnes und Junges christliches Mädchen, in denen Gauguin ebenfalls Frauen in traditioneller Tracht malt.









































